Tesla Vision vs. Radar

Tja, warum Millionen für einen Software Entwickler bezahlen, wenn man einfach auch Induktion fragen könnte. :joy:

Ich bin raus hier. Sachliche Diskussion mit Fakten, kann man hier nicht mehr führen.

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Ich finde auch es hat wenig Sinn Dinge aus Marketing-Prospekten von Radarherstellern hier zu zitieren. Viel mehr kommt ja leider nicht.

Übrigens haben auch andere Hersteller wie Audi und BMW diese Radar- und Phantombremsungsprobleme. Ich gehe davon aus, dass auch da Signale übers Radar kommen, die das System dann als Signal für eine Bremsung werten muss. Kann man einfach mal googeln und findet so einiges in anderen Foren, bin mir auch sicher schon Fernsehbeiträge über einen Audi im TV gesehen zu haben mit dem Problem.

Wenn man jetzt also davon ausgeht, dass das ein generelles Problem bei Radar ist, was hat man für Möglichkeiten es auszuschliessen? Radar auf neue Hardware upgraden geht schlecht, also was könnte man noch machen? Vielleicht doch kein so einfach zu lösendes Problem wie viele hier vermuten?

Die Dissertation ist eine gute Hilfe es besser zu verstehen.

Hier haben wir doch wieder nur das selbe Problem es wird eine Frequenz und ein möglichst großer Winkel eingesetzt um alles vor dem Wagen am besten im 180 Grad Winkel zu detektieren. Und dann schafft man keine 100% zuverlässige Auswertung der Fülle an Informationen, weder der Kameras noch des Radars (Thema Rechenleistung)

Die Dissertation sagt auch aus, dass das Radar sehr wohl Abstände sehr zuverlässig bestimmen kann, lediglich der große Winkel und die Frequenz der verwendeten Systeme lassen Aufgrund von Interferenzen mit Objekten außerhalb der Fahrspur Fehlinterpretationen zu.

Aber als Techniker fällt mir dazu nur ein: Dann nehme ich halt ein Radar welches nicht einen so breiten Abstrahlwinkel hat welches einzig und allein dafür Sorge trägt mich nicht auf ein Objekt direkt vor mir auffahren zu lassen.

Jetzt kommen gleich wieder die Unkenrufe „in der Kurve funktioniert das nicht wenn du nur in einem sehr schmalen Winkel nach vorne detektierst“, das funktioniert sehr wohl da ja fahrbare Geschwindigkeit in Korrelation mit dem Kurvenradius abnimmt und dadurch die Entfernung welche ich scannen muss verringert wird.

Ich habe keine Ahnung welche Radarsysteme Mercedes in der Distronic seit mehr als einem Jahrzehnt einsetzt, aber das System hat immer einwandfrei funktioniert und ist nur bei überhöhter Geschwindigkeit auf kurvigen Strassen an seine Grenzen gelangt.

Ich hatte in meiner Zeit bei MB hunderte Kunden welche bei dichten Nebel sicher insgesamt zigzausende KM mit extremen Geschwindigkeiten gefahren sind und das weit über die Sichtbarkeit raus. Das System funktioniert seit bald 20 Jahren eigentlich sehr gut.

@TEnte Zum Thema Bildverarbeitung: es ist ein Unterschied irgendwo die Bewegung mit den Sensoren auszurechnen als etwas aus diesem Bildern dann zu interpretieren.
Schmutz kannst du nicht Rausrechnen, das geht vielleicht beim einem statischen Bild oder max durch Redundanz mehrerer Kameras aber niemals bei einem Bewegten Bild und einer KAmera, weil da müsste eine KI dahinter sein welche sagt: „vorhin war da ein Wagen und jetzt ist dort ein Punkt ohne Informationen, was sagt mir das jetzt? ist der Wagen verschwunden? ist er abgebogen? war es vorhin gar kein Wagen? oder versteckt sich der Wagen genau hinter dem Punkt an dem ich nur statische Infos (der eigentliche Schmutz) bekomme??“
Wenn dann noch der Schmutz Flüssig ist und zb runterläuft dann verändert sich der statische Punkt mit Falschinformationen… Niemals mit heutiger Technik funktioniert es in einem Fahrzeug bei wechselnden Lichtverhältnissen damit autonom zu fahren.

Die Systeme werden besser und können gute Assistenten werden aber in den nächsten Jahren wird es da kein FSD in dem Sinn geben, also den Wagen der selbstständig allein von A nach B fährt.

Und da gebe ich Musk wieder Recht, er lässt das Radar und andere Sensoren weg, bringt Vision-Only mit der freiwerdenden Rechenleistung dazu besser zu werden (aber niemals perfekt) und schafft damit einen höheren Gewinn pro Fahrzeug.
Im Prinzip ist es egal da sowieso die nächsten 10-20 Jahre immer der Fahrer verantwortlich sein wird.

In der Zwischenzeit arbeiten sie 100pro an der nächsten Generation mit Radar, Vision und vielleicht auch Lidar mit Hardware 4/5 oder 6.
Da bin ich mir ziemlich sicher.

In der Theorie, ja. Praktisch sieht das auf einigen Strecken in Ö sehr viel anders aus.

Kann man nicht einfach das kleinkarierte mal weglassen?
Egal ob 130/100/ open end…
Wir gehen bei solchen Dingen immer von Gesetzlichen Vorgaben aus.

Wäre ich der Gesetzgeber würde ich solche Dinge sowieso vorschreiben: du willst deinen AP aktivieren? Ja aber nur wenn er GPS genau max. die Vorgeschriebene Geschwindigkeit fährt.
Würde allein schon das eine oder andere Problem lösen.

Du spielst hier sicher nicht den Oberlehrer / Aufpasser / Gesetzgeber.
Das steht dir nicht zu.

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In einer Diktatur wäre eben manches viel einfacher, besonders dann, wenn man selber der Diktator wäre :face_with_raised_eyebrow:

Wir kommen hier bitte mal zügig zum Thema zurück.

12 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Plauderecke - für alles, was keinen eigenen Thread braucht

Bleibt bitte beim Thema, zur Erinnerung, es lautet: „Tesla Vision vs. Radar“
Danke sehr…

:broom:

Bestimmt kommt eine bessere Lösung mit Vision Only.

Die aktuelle Generation Automotive Radar ist laut Spezifikation auch als Einparkhilfe bzw. zur Kurzdistanzmessung tauglich. USS Lieferprobleme dürfte es demnach bald keine mehr geben.

Eben auf dem Weg zur Arbeit eine kurze Strecke auf der Bundestraße mit dem AP gefahren. Noch komplett dunkel und strömender Regen, also absolut miserable Sichtverhältnisse. Der AP hielt tapfer seine eingestellten 120 km/h und blieb sauber in der Spur. Ich selber wäre eher 100-110 km/h gefahren, was ich auch gemacht hätte, wenn ich es nicht hätte ausreizen wollen.

Ach ja und den Scheibenwischer habe ich auch nicht ein einziges Mal betätigen müssen. Mein M3 scheint irgendwie kaputt zu sein, der funktioniert einfach.

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Da wäre ich nicht so optimistisch, da kommst vom Lieferproblem in ein Preisproblem. Weil pro Stoßstange sind vermutlich 3-5 Radarsensoren notwendig um den Bereich der USS abzudecken.
Und wenn ich die dann schon habe, sollten die halt auch voll eingebunden sein, also z.B. auch seitlich weitsichtig sein (Thema Querverkehrsassistent). Da zügelt sich mein Optimismus weiter. Wenn Tesla schon Probleme hat ein Radar einzubinden, wie sollte das dann mit vielen klappen?

@Induktion redet nicht von Tesla, sondern vom Rest der Welt, die nicht nur alles können, sondern auch alles besser!
Nachdem die USS auch nicht alles erfassen, fahre ich jedenfalls nicht „blind“ aus einer Parklücke und verlasse mich auf die USS.
Sie sind zweifellos ein nice to have aber nicht zwingend ein must have und schon gar kein Grund „deswegen“ nach monatelanger Wartezeit zu stornieren.
Eine Lösung wird kommen, fraglich halt wann! :thinking:

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Die Wertung, ob USS oder andere Ausstattungsmerkmale ein „must have“ sind oder nicht, ist weder zweifellos noch objektivierbar. Sie liegt stattdessen immer im Auge des einzelnen Betrachters. Der eine Nutzer kann oder will gerne darauf verzichten, ein anderer eben nicht. Und das sollte man auch so akzeptieren.

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Ich fasse dieses Konstrukt wie folgt zusammen: USS und Radar sind wie die Farbe des Heckspoilers zu bewerten.

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Das kann man in der Tat akzeptieren. Mich als Kunde interessieren aber in erster Linie Produkteigenschaften und nicht unbedingt technische Merkmale. Ich komme gerade von einem >1.500km Rundtrip zurück, den ich hauptsächlich mit FSD gefahren bin, die Hälfte Nachts. Es ist sehr gut gewesen. Insgesamt als Mangel lediglich 2x Phantombremsung wegen Erkennung eines Stoppschildes bei einer Baustellenauffahrt (hat jedoch nichts mit Radar oder „vision only“ zu tun) und einmal in einer Baustelle, weiß aber nicht genau warum, weil ich gerade ein Lied ausgesucht habe. Es gab aber keinen ersichtlichen Grund. Ansonsten tadelloses und zuverlässiges Fahren trotz fehlendem Radar und mehreren harten AP Bremsungen wegen plötzlich stockendem Verkehr.
Hätte Tesla nicht erwähnt, dass das Radar aus ist, würde ich es nicht merken und würde mich über die Reduzierung der max. AP Speed von 150 auf 140km/h wundern und bemerkt, dass AP insgesamt „menschlicher“ fährt und das NoA vwesentlich besser funktioniert auch wenn man durch das nötige Blinken viel Witz verloren gegangen ist. (hat auch nichts mit Radar zu tun, sondern nur das wir durch den Wegfall des Radars den neueren „vision only“ Stack haben)

Peter

Dann ist es meiner auch. Seit der 2022.40.4.1 auch der FLA.

Peter

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Heckspoiler, egal in welcher Farbe, haben sich in der Gunst der Käufer nach meiner Einschätzung in den letzten Jahren nicht mehr so richtig durchgesetzt, Fahrzeuge mit USS und Radar dagegen schon - bis auf einen einzigen Hersteller in jüngerer Zeit. Es wird schon Gründe geben, warum derartige Ausstattungsbestandteile in der gesamten Industrie durchgesetzt haben - vielleicht könnte das ganz entfernt daran liegen, dass viele Kunden diese Features aktiv nutzen und darauf nicht mehr verzichten wollen. Ausnahmen bestätigen hier die Regel.

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Es ist nicht nötig, gerade USS und/oder Radar zu erwarten oder zu fordern. Meine eigentlich ganz einfache Anforderung wäre schlicht, dass das doch recht unübersichtliche Fahrzeug ein Helferlein mitbringt, um es auch in engen, unübersichtlichen Parksituationen so einfach und zuverlässig, ohne Rempler und ohne mehrfaches Aussteigen, bewegen zu können, wie das seit vielen Jahren selbst bei billigen Kleinwagen üblich ist. Daran ändert auch der Umstand, dass ich zu Zeiten, als Parkhilfen noch nicht Stand der Technik waren, auch ein- und ausparken konnte, nicht das Geringste.
Ja, und es wäre mir durchaus egal, wie das technisch realisiert ist, es muss einfach nur (zuverlässig!) funktionieren.

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