Im Übrigen ist das allein Teslas Problem. Wie läuft das bei euch, wenn ihr nach Vertragsunterzeichnung feststellt, dass es doch aufwendiger ist als gedacht, ihr aber einen Festpreis vereinbart habt? Bei mir heißts dann regelmäßig ärgern, aber zum vereinbarten Preis machen und nicht nachträglich und einseitig die Bedingungen ändern. Dass ein Taxi etwas anders eingesetzt wird als ein Privatfahrzeug, war doch vorher klar.
Und zur 60kW-Begrenzung wegen mangelnder Anschlussleistung: Ob 2x60kW = 120kW sind oder 1x120kW+1x0kW=120kW sind, spielt doch keine Rolle. Die Begrenzung auf 60kW ist bei ständiger Vollauslastung sinnvoll, da die 60kW deutlich näher an der mittleren Ladeleistung liegen als die jeweils gelieferten Ladeleistungen bei dynamischer Leistungsumschaltung. Die summierte gelieferte Energie an beide ladenden Autos ist also bei einer fixen Zuteilung größer. Wenn Tesla immer nur in 30kW-Blöcken die Leistung umschaltet, dann lädt ein Tesla die meiste Zeit über mit relativ wenig Leistung, während der andere die reservierte Leistung nur kurze Zeit voll ausschöpft. Beim 85kWh-Pack fällt die Ladeleistung ab rund 38% SOC unter 90kW und erst ab 60% unter 60kW. Zwischen 38% und 60% lädt das erste Auto also mit immer weniger Anteilen des letzten zugeteilten 30kW-Leistungspakets, während das zweite Auto weiter mit 30kW verhungert.
Blöd ist die fixe Leistungszuteilung natürlich für die Fahrer, die außerhalb der Stoßzeiten kommen und ohne jemanden zu behindern die volle Ladeleistung vertragen könnten.
Richtig, die betroffenen Tesla Fahrer sind ganz schön angefressen ob der nachträglichen Reduktion und behalten sich rechtliche Schritte vor. Zumal der Fahrer, mit dem ich gesprochen hatte, wohl nur selten zu 100% vollgeladen hatte. Tesla hat das ja auch frühzeitig kommuniziert, dass man das nicht regelmäßig tun soll, und dass ggf. die Garantie erlischt. Das Taxi ist ja die Lebensgrundlage dieser Subunternehmer, und wie ich rausgehört habe, haben sich wohl die meisten an die Empfehlung gehalten.
Ich lese hier nur Spekulationen, daher bin ich hier raus.
Da die Fahrer sich anscheinend nicht rechtlich wehren (was ich aufgrund des SW-Updates sofort tun würde), halte ich es zunächst bis zum Vorliegen besserer Beweise für einen Hoax.
Der SuC ist jedenfalls nur für Taxi´s, das ist 100% sicher.
Von einem kommenden Bezahlsystem wurde mir auch berichtet. (Test für Model3?)
Feste Leistungsverteilung bei hoher Auslastung macht Sinn.
Von einer Beschränkung des Akkus habe ich noch nichts gehört, aber das heißt ja nix.
Die Info von Karlchen ist sicher kein Hoax, sondern bestenfalls die einseitige Sicht eines Taxifahrers. (FW Beschränkung)
Karlchen, ich glaube Dir schon, dass es Dir so erzählt wurde, soll kein Angriff auf Dich sein.
Allein kann ich den Ausführungen Deines damaligen Fahrers nicht so recht glauben, da das mit dem (unangekündigten) Update ein Skandal wäre. Auch der Begründung für die 60kW-Begrenzung scheint mir aus meiner eigenen Erfahrung heraus nicht schlüssig zu sein.
Daher habe ich jetzt eine Email mit ein paar Fragen an einen der beiden Taxiunternehmer in Amsterdam geschickt um vielleicht ein bißchen Licht ins Dunkel zu bringen.
Alles klar. Ich hoffe natürlich auch, dass das Taxiunternehmen etwas Licht ins Dunkle bringt. Aber wieso sollten sie in dieser Situation an Dritte Infos weitergeben? Sie sind, solange Tesla für den Service ihrer Flotte verantwortlich ist, ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Das wird erst beim Austausch der Flotte in 1-2 Jahren anders aussehen, und solange werden sie sich zurückhalten denke ich. Wer weiss, vielleicht haben sie ja auch ein NDA unterschrieben, und sie dürfen nichts sagen, auch wenn sie wollten.
Würde mich auch mal interessieren. Wundert mich daß das hier sonst keiner wissen will.
Habt ihr darüber denn gar nicht gesprochen? Ob der Fahrer selber insgesamt zufriedener oder unzufriedener ist im Vergleich zum Verbrenner? Und wie die Kunden so reagieren?
Das ist eine gute Frage, die wir in dem Gespräch jedoch nur kurz angerissen haben. Der Taxi Fahrer als Subunternehmer ist mit dieser Firma sehr zufrieden an sich, sie setzt sich wohl für ihre Fahrer sehr ein und bietet ihne gute Konditionen. Die Frage nach Verbrenner oder nicht stellt sich nicht bei dieser Taxigesellschaft, da sich sich für 8 Jahre auf Elektro- oder emissionsfreie Fahrzeuge verpflichtet hat. Es stellt sich hier eher die Frage, Tesla oder Nicht-Tesla-Elektrotaxi als nächste Fahrzeuge.
Keine Ahnung, ob hier auch Wasserstoff/Brennstoffzellenautos akzeptiert würden.
Also ich glaube bei dem Firmwareupdate handelt sich hierum. Aus einem TechCrunch Artikel:
Then, just as the car hit 200,000 miles, the range estimator became inaccurate. Though the car didn’t actually lose any range, the estimator would say it could go another ten miles—and then power down. Tesla looked into the issue, and told Tesloop that there’s a battery chemistry state that high-mileage cars go into, and the software isn’t properly compensating for that change. There will be a firmware update in three months that will take care of the discrepancy, but Tesla just replaced the battery to solve the problem.
Der Fahrer hatte auch von Ungenauigkeiten der Reichweitenanzeige bei manchen Fahrern gesprochen (z.B. sind Taxen mit +20 oder 30km plötzlich liegengeblieben. Auch wurde, wie geschrieben, bei manchen die Batterie getauscht. Diese zwei Dinge decken sich mit dem erwähnten Artikel.
Dennoch, wäre jetzt einfach die Batterie neu kalibriert worden, bedeutete dies ja in dem Fall eine Degradation von 405km typical range auf 330km typical Range in 22 Monaten oder 200 000 km. Also 19% Degradation in der Zeit, das wäre ein Skandal. Nein, es wird wird tatsächlich so sein, dass Tesla für diese Taxen die nutzbare Kapazität beschnitten hat.
Edit: ich habe nochmal nachgedacht, das könnte tatsächlich solch ein Firmware Update sein wie beschrieben. Ich hoffe für Tesla, dass in einem weiteren Update die Reichweite wieder erhöht wird. Sonst hat Tesla echt ein Problem.
Also von so hohen Degradationen war hier im Forum noch nie die Rede. Faustformel sind ja so 1% auf 15.000 km. Eher sogar weniger.
Bei dem Fall in den USA sind es 200.000 Meilen, was so 320.000km sind.
Wenn man sich die Km-Könige hier mal anschaut,
wurden dort bis jetzt nichts dergleichen gemeldet.
Vielleicht spielt da die Zeit eine Rolle, in der die km gefahren werden. Selbst bei den km-Fresser hier im Forum brauchen dafür ja länger als die Taxen in Amsterdam.
Macht doch mal einen Reality-Check anhand der technischen Daten der Zellen. Diese schaffen rund 500 Vollzyklen. Bei im Schnitt 300 km pro Vollzyklus wären das nur rund 150.000 km Lebensdauer bis 80 % Restkapazität.
Ich vermute dass die Akkus bei häufiger Ladung bis 100 % einfach schon am Ende ihrer Lebensdauer sind. Dies würde am Anfang noch durch die eingebaute Reserve kaschiert, aber irgendwann ist diese Reserve auch aufgebraucht, und es greift dann schon der Zellschutz der zur Abschaltung führt.
Die kundenfreundlichste aber auch teuerste Lösung für Tesla wäre es gewesen wie bei Tesloop den Akku auszutauschen, gleichzeitig aber für die Zukunft für die kommerzielle Nutzung Bedingungen zu vereinbaren, die für eine schonende Behandlung der Akkus sorgen.
Das heißt:
Ladung bis 100 % nur alle x-Ladungen zulassen
Entladung bis maximal 10 %
nur ein gewisser Prozentsatz an SuC Ladungen erlauben
Garantie für kommerzielle Nutzung auf eine bestimmte km-Zahl begrenzen
Das Problem mit dem SuC kann auch dadurch entschärft werden in dem man Destination Charger an einigen der Taxistände am Flughafen aufstellt. Da können dann die Taxis auch zwischendurch immer wieder mal die Batterie schonend aufladen.
Reality-Check? Welche „Technischen Daten“ liegen dir da vor?
Das ist ein streng gehütetes Geheimnis und nach den Meinungen der Experten hier im Forum gehen wir (aufgrund technischer Daten vergleichbarer Panasoniczellen) von ca. 1.500 Zyklen aus!
Wie schon mehrfach geschrieben, sagte der Fahrer, er und die meisten seiner Kollegen wären der Tesla Empfehlung gefolgt und hätten nur selten auf 100% geladen. Sie wollen sich ja nicht Ihre Geschäftsgrundlage zerstören. Ich halte das für schlüssig.
Mein Akku hatte auch einen Defekt - wird repariert und fährt weiter- ich sehe die Problematik nicht: Wer gewerblich eine halbe Million km fährt, hat auch seinen Benz runtergefahren
Ich denke, die Problematik ist ganz einfach: „plötzliche“ Degradation des Akkus auf 81% nach 200 000 km. Wie soll es denn dann nach 500 000 aussehen? Keine Ahnung.
Hallo Kollegen,
hab just Eure Beiträge hier überflogen- eine interessante Diskussion. Ich war gerade vor 14 Tagen in Amsterdam und bin mit einem Tesla- Taxi befördert worden. Übrigends mit der ganzen Familie, die sich gefreut hat Ihr gewohntes Ambiente vorzufinden .
Jedenfalls war unser Taxifahrer sehr gut auf „sein“ Auto zu sprechen: „Great Car“ war sein Kommetar und das er bisweilen wenig techn. Probleme hätte- privat würde auch gerne Tesla haben .
Leider war die Fahrt sehr kurz und wenig Gelegenheit für eine Gespräch. Das einzige was meine Frau Ihn gefragt hatte, wieviel km/Tag das Auto fahren würde und wie das mit dem Laden organisiert wäre. Er sprach von ca. 300- 400 km und geladen würde normal über Nacht, manchmal auch tagsüber, aber sehr selten. Da die Taxis oft innerhalb eines Radius um Amsterdam unterwegs wären, reicht die Battariekapazität so aus.
Ich bin schon viel im Taxi unterwegs gewesen- ob Prius oder Benz- es gab immer sehr unterschiedliche Erfahrungsberichte der Taxifahrer. Würde mich wundern, wenn es hier anders ist…
Wenn ich persönlich ein Taxiunternehmen hätte- welches E-Mobil könnte den eine Alternative sein? Sehe da nicht viel…