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Tesla Semi - around and inside the facts

wenn bei herkömmlichen lkw (nur) die motorbremse aktiv ist, bremst der aufleger auch nicht.

entweder soll der semi in der lage sein, aktuelle szm zu ersetzen und übliche auflieger zu ziehen, dann braucht er für den auflieger ein druckluftbremssystem,

oder jemand sorgt dafür, dass zügig auflieger mit einer irgendwie funktionierenden „elektrischen fahr- und feststellbremse“ den markt fluten, dann kann sich tesla die druckluftanlage klemmen. DAS wird aber auf absehbare zeit wohl nicht passieren.

zurück zur großen überschrift „aus sicht einer…“: der frachtführer kann seine üblichen auflieger nutzen.

Meine Gedanken zur Weiterentwicklung.

Schritt 1
Ich habe mich schon gefragt, ob es Sinn macht, E-Motoren in die Anhänger Achsen einzubauen, um den Antrieb gleichmäßiger zu verteilen. Zudem wäre mehr RehKuh nutzbar.

Schritt 2
Und wenn man schon daran herum bastelt, warum nicht ein ZusatzAkku dort verbauen? Mehr Reichweite, weniger HV Kabel. Unabhängiges Laden (Zeit und Ort) von Zugmaschine und Anhänger.

Schritt 3:
eigene Lenkung. Damit wären einige Fahrmanöver einfacher.

Das schöne an den Anhängermodifikationen: Man muss den Semi nicht verändern. Es ist ein fast unabhängig entwickelbares Zusatzprodukt verbunden über eine Steuerleitung.

(Anhänger = Sattelauflieger)

Das Problem wird doch sein, dass Unternehmer Geld verdienen müssen und heute bereits in einem extrem harten Wettbewerb stehen. Kompromisse, zum Beispiel hinsichtlich Lademöglichkeiten/Zeitbedarf/Investitionskosten und Betriebskosten werden die nicht machen und nicht machen können.

Anders als im Pkw-Verkehr, wo die Early adopter breit sind und waren, mehr Geld zu investieren und Kompromisse zu machen, weil sie an eine Sache glauben und sie sich leisten können und Spaß daran haben, wird das bei einem Transportunternehmen nur dann funktionieren, wenn für einen bestimmten Anwendungsbereich die Infrastruktur (Lademöglichkeiten, eventuell andere Vorbedingungen ( Platzbedarf etc.)) vorab bereits steht und von irgend jemandem bezahlt worden ist oder bereits steht und irgendwie in die Kalkulation des Fahrzeugs eingerechnet wird.

Einen solchen Truck kaufen und darauf hoffen, dass bald die erste Megacharger eröffnen o.ä.: Kann ich mir nicht vorstellen.

insofern wird das ganze Konzept wahrscheinlich zunächst einmal ein Nischenprodukt für Strecken oder Anwendungsbereiche bleiben, bei denen diese Vorbedingungen zufriedenstellend vorab erfüllt wurden.

Was im Übrigen keinesfalls ein Plädoyer gegen diese Semis sein soll, sondern allenfalls ein Plädoyer dafür sein kann, die notwendige Infrastruktur möglichst schnell zu schaffen, zur Not auch mit Einsatz öffentlicher Mittel.

Und andererseits ist im Bereich gewerblicher Transport zu berücksichtigen, dass dieser insbesondere in Deutschland in den letzten 20 Jahren überproportional explodiert ist, was im wesentlichen auch damit zu tun hat, dass der Ausbau des schienengebundenen Streckennetzes für Güterverkehr in Deutschland mit dem Wort Katastrophe noch euphemistisch umschrieben ist.
Holland und die Schweiz haben da geliefert, Deutschland nicht.
Und ich befürchte, Deutschland wird auch nicht liefern, um elektrische LKW auf die Straße zu bringen, zumindest nicht vor ca. 2039, denn dann hat bestimmt schon Mercedes den ersten elektrischen Mercedes-Truck angekündigt, der 20.000 km am Stück fährt, von 0 auf 100 in unter 3 Sekunden läuft und induktiv in 10 min voll geladen werden kann und bei schwierigen Rangiermanövern bis zu 30 min vollautomatisch fliegen kann… :unamused:

könnte eigentlich mal jemand die überschrift ändern? wir reden wohl eher über frachtführer (also die, mit den autos) und nicht über speditionen (das sind die mit dem telefon).

auch wenn es am markt die unterschiedlichsten mischformen gibt, ist aus speditions(abteilunhs)sicht die art der szm nicht so spannend.

Vorschläge?

Tesla Semi **** ****

Ganz simpel wäre

Tesla Semi Transportgewerbe

Hier wird sicher rundum bzg. des Semis gesprochen, aber nicht so detailliert wie in den anderen Semi Threads. Auch ist es sinnvoll hier die facts die so eintrudeln abzulegen.

Diese Video sollte die Frage umfassend beantworten:
youtu.be/dP0vIH8r-tE

Es gibt heute schon etliche Bereiche, in denen elektrische Antriebe problemlos eingesetzt werden könnten. Aber wie bei den Autos sind die Verbrenner in der Anschaffung zur Zeit sehr günstig und die Vorhersage der laufenden Kosten für viele noch ungewiss.

Als Beispiel neben den Supermärkten kann man auch so etwas banales wie einen Betonmischer betrachten. Fährt eigentlich nur Strecken bis etwa 40km (halbe Stunde) und kommt danach zum Stützpunkt zurück. Mit entsprechender Schnellladung ist der Wagen in der Mittagspause auch wieder fit für den Nachmittag.

Danke für das Video, vorallem das zweite Video! Guckt mal wie die auf die Autobahn drauf knallen - da kommt der MS grad so hinterher… DAS war eingangs im Thread meine Annahme. Elefantenrennen sind der Vergangenheit.

Wann warst du das letzte mal auf einer Autobahn? Elefantenrennen wird es weiter geben, die Zeiten, in denen LKW unter der für LKW zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine Steigung hochgekrochen sind und schnellere LKW dann langsam überholt haben, ist doch längst vorbei. Heute zieht jeder LKW seine Ladung problemlos eine Autobahnsteigung mit echten 80-85 hoch. Elefantenrennen gibt es heute, weil die Fahrer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit geringfügig überschreiten, das machen die dann auch mit einem Semi. Auch heutige Diesel-LKW können beladen über 100 fahren, nur ist dann bei der nächsten Kontrolle des Fahrtenschreibers der Führerschein weg. Also fährt man so schnell, dass er gerade nicht weg ist, das wird mit dem Semi nicht anders.

Man merkt, daß Du keine wirkliche Erfahrung mit dem Thema hast. :wink:

MAN liefert ab Werk schon mindestens 4 Geschwindigkeitsvarianten aus.

80-für Gefahrgut und Co
85-für sparsame Speditionen
88-für schnelle Speditionen
100-Werksfeuerwehr

Ihr vergesst auch noch den Punkt der Reifen. All die Systeme bisher basieren auf Drehzahlen eines Bauteils das genormt ist und bei der Periodischen Prüfung plombiert und eingestellt. Jetzt komme ich zum eichen des Teils mit runderneuerten Reifen die etwas mehr als die Mindestprofiltiefe haben und lasse auf 89km/h einstellen. Danach kommen zu Hause neue Reifen drauf… Juhu, Tachograph zeigt immer noch 89 an. GPS 97km/h… So viel zum Thema jeder gleich schnell. Nur blitzen lassen sollte man sich so nicht.

Und was die Beschleunigung betrifft. Ist für mich kein Argument. Ladungen müssen für sowas dann speziell verpackt etc. werden sonst kannst du regelmässig hinten wieder aufräumen. Und wenn man so fahren muss und die Beschleunigung braucht um im Zeitplan zu kommen dann ist der Disponent in der Spetidtion entweder ein Ar…loch oder einer mit vielen Diplomen der aber von der Welt draussen keine Ahnung hat aber theoretisch alles weiss.

Zu den Bremsen finde ich dass es durchaus von Vorteil ist wenn man da verschiedene Systeme hat die unabhängig voneinander auch steuerbar sind. Federspeicherbremsen die unabhängig vom anderen System arbeiten haben mir und vielen Leuten letzte Woche am Pass den Hintern gerettet. Denn nur das ABS und die Stabilitätskontrolle hätten einfach versagt. Genauso wie nur einfache Rekuperation auf Eis zum Beispiel hilflos gewesen wäre. So aber konnte ich mit Hilfe von der Betriebsbremse und dem Federspeicher (den ich mittels Hebel ziemlich genau dosieren kann und damit nur den Auflieger plus Antriebsachse bremse, wobei der Auflieger erst Bremsdruck bekommt) das Fahrzeug nach gut 200m aus Tempo 20 :exclamation: :exclamation: zum Stehen bringen ohne dass es nennenswerten Schaden gegeben hätte, abgesehen von einem „Kratzer“ hinten links auf 2 x 2 cm :mrgreen: Danach war erst mal 1h Pause angesagt bis der Winterdienst mit Salz kam…
Aber ich will nicht wissen wie das ein reines Reku-System macht wo man nicht mehr rein grapschen kann :sunglasses:

Gute Gedanken. Meine dazu:

  1. könnte für Sonderanwendungen sinnvoll sein. Quasi als Allrad für schwereres Gelände. Dagegen würden wohl die höheren Kosten sprechen.
  2. Das finde ich eine sehr gute Idee. Auflieger wird an der Lade- / Entladestelle nur noch gewechselt. Die Zugmaschine erhält einen beladenen Auflieger mit geladener Batterie und kann so seine Reichweite erhöhen. Vielleicht mit Fahrerwechsel. Dann kann die Zugmaschine ohne Ladezeiten am rollen bleiben. Sozusagen ein Wechselakku. Leider nur begrenzt einsetzbar.
  3. Das gibt es schon lange. Dafür braucht es keinen Tesla Semi

@spüli
schon klar. ich bezog mich auf den vor-post.
natürlich hat der semi ein druckluftsystem für die üblichen auflieger.

die elektrifizierung der szm hat den charme, neben den einsparungen über den strompreis, technisch sehr einfach zu sein (im vergleich zu den hunderten serviceintensiven bauteilen bei einer diesel-szm). es wäre irrig, diese enfachheit nun wieder durch basteleien am auflieger auzuhebeln.
möglicher weise wird es spezialanwendungen geben, in den eine elektrifizierung und/oder die ausstattung des aufliegers mit weiteren batterien sinnvoll ist. diese auflieger sind dann aber wohl an „ihre“ szm gebunden.
um mit dem semi in die marktbreite zu kommen, sollte er (und tut es ja auch) jeden aktuellen auflieger ziehen können.

Wobei ich als „schwereres Gelände“ auch leicht schneebedeckte Autobahnsteigungen zählen würde. Ein paar zusätzliche Antriebsachsen hätten wohl so manchen Stau des letzten Winters verhindert…

Heute 290 KM, gestern 170, die Woche über hab ich nicht mehr gezählt. Von deinem dollen Beschleunigungswundern hab ich aber nix gesehen - allein heute wurde meine These min. 25x bestätigt und das waren keine 20 Jahre alt Trucks.

e-szm werden das elefantenrennen auf der bab nicht beenden. der mit 92km/h wird den mit 89km/h immer „zügig“ überholen wollen. nur überwachte überholverbote mit hohen strafen wirken.

schonmal geschrieben: der charme der e-szm sind die geringeren kosten über die nutzungszeit. sich das durch teurere, wartungsintensivere auflieger zu versauen, ist eventuell keine gute idee.

die idee, den auflieger zu elektrifizieren (höhere reichweite duch zusatzakku, zusetzliche reku) wird eventuell zügig durch die weiterentwicklung der akkus überflüssig. durch die gesetzl. rahmenbedingungen zur höchstgeschwindigkeit und zu den lenkzeiten gibt es (bei ein-fahrer-zügen) eine tägliche maximalreichweite. wenn diese vom e-szm sauber abgesichert wird, bleibt für die idee des e-aufliegers nur noch eine sehr kleine niesche.

ich glaube, wir können uns zurücklehnen und mit freude beobachten, wie hier tesla alles richtig macht.

evtl. schreib ich recht undeutlich. Ich meinte explizit nicht Überholen auf topfebenen Fahrbahnen! Vorhin hat ein Bus… halloo??.. in Pforzheim fast die Autobahn lahm gelegt, weil er mit 45 den Berg hoch fuhr. Klar haben die Actrose überholt… und schon haste 5 kM Stau. und die wenigsten LKWs haben 4xx PS unter der Haube.

guck dir einfach die Reservier Liste des Semis an, dann haste die volle Erkenntnis. Beim Auto gibts schon 100te Anwendungen, beim LKW sind sicher paar mehr. Ich glaub nicht das Tesla Betonmischer demnächst ins Programm aufnimmt. Depot - Depot Verkehr wird der Semi ansprechen und dabei seine Vorteile voll auspielen. Die Videos vom Wiskey König sind da recht gut zur Abrundung des Themas.
youtube.com/results?search_ … Cning+semi

(an dem 45km/h-bus ändert eine e-szm aber auch nichts. DEN zu überholen halte ich für mehr als gerechtfertigt. und wenn das eine szm mit erlaubter max-geschwindigkeit macht, ist auf einer zweistreifigen bab auch die linke spur etwas langsam.
mich nerven die klassischen überholmanöver mit 3km/h-differenzgeschwindigkeit. dafür müsste es eine halbe stunde strafauszeit auf dem nächsten parkplatz geben.)

neuer titel! prima! (es zuckt mich jetzt nicht jedesmal zusammen, wenn ich „spedition“ lese)
DANKE!
:smiley: