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Tesla S ohne Supercharger-Anschluss? Elektrische Unterschied

Hallo liebe Tesla-Fans!

Ich habe auf mobile.de einige Tesla Model S mit dem Hinweis „ohne Anschluß für Supercharger“ gefunden.

Wo ist das Problem?

Eigentlich haben doch alle die Typ2-Dose, oder?

Könnten das US-Modelle sein? Gibt es da keine Adapter?

Falls es Unterschiede zwischen US-Modellen und EU-Modellen gibt - woran liegt es?

  1. Ist die Gleichspannungsladung nicht bei allen gleich?

  2. Sind die „Ladegeräte“ nicht wie Notebook-Netzteile unabhängig von der Netztechnik der Wechsel-/Drehstromnetze (also 1,2,3 phasig und 110-480V) - ein Auto muß doch überall auf der Welt schnellgeladen werden können?

Fragen über Fragen …

LG, mat

US Modelle haben einen anderen Ladeanschluss. In den USA, Japan und Kanada nutzt Tesla seinen eigenen proprietären Anschluss. In Märkten mit dreiphasigen Hausanschlüssen nutzt Tesla Typ 2. Die Supercharger haben entsprechend in USA, Japan und Kanada andere Stecker als zB in Europa. Daher kann man nicht einfach anschließen, auch wenn es elektrisch ginge (fabbec hatte für die 80edays Tour einen Adapter gebaut).

Solange man den richtigen UMC hat, kann man mit Adaptern an Wechselstrom auch ein amerikanisches Modell in Deutschland laden - dann allerdings nur einphasig wegen des einphasigen Ladeanschlusses am Auto.

Hallo ensor!

de.wikipedia.org/wiki/UMC

Was ist ein UMC? Die obigen Link angegebenen Dinge sind es wohl nicht … :slight_smile:

D.h. zuhause könnte ich mit dem US-Modell dann eine Phase mit 63A belasten, wenn ich die Ladesteckdose, deren Absicherung und den Adapter richtig bastele - aber unterwegs ginge es nur langsam?

Ein EU-Tesla bietet hier also einen deutlichen Mehrwert?

LG, mat

Ja, hier in der EU auf jeden Fall!

Gruß Mathie

Der UMC ist der Universal Mobile Connector, sozusagen das intelligente Adapterkabel, welches den Anschluss am Model S/X mit einer gängigen Steckdose verbinden kann. Bei uns in Deutschland kann man auf den UMC entweder einen normalen Schukostecker oder roten CEE Drehstromstecker stecken. In den USA ist der UMC im Gegensatz zu Europa einphasig, man kann verschiedene amerikanische Stecker aufstecken.

Wenn du ein amerikanische Model S hier fahren wolltest, dann

  • kannst du die Supercharger hier nicht nutzen, weil der Stecker nicht passt
  • könntest du mittels amerikanischem CHAdeMO Adapter zumindest an CHAdeMO Ladesäulen Gleichstrom laden
  • müsstest du einen amerikanischen UMC mit amerikanischen Aufsätzen benutzen, dazu dann ein Adapter, um den amerikanischen Stecker an einer deutschen Steckdose anzuschließen
  • könntest du mittels Typ 1 auf Typ 2 Adapterkabel an öffentlichen Ladesäulen laden - allerdings nur einphasig. Amerikanische Modelle haben zwar ihren eigenen Tesla-spezifischen Anschluss, werden aber mit einem kleinen Typ 1 Adapter für öffentlich US-Ladestationen geliefert. Beim Laden in Europa sähe das dann so aus: Typ 2 Ladestation - Adapterkabel auf Typ 1 - Adapterstecker auf Teslastecker. Eine 16A Ladestation würde (da in diesem Fall nur einphasig) lediglich 3,6kW statt 11kW liefern, eine 32A Ladestation nur 7,2kW statt 22kW. Also jede Ladezeit x3.

Um es mal kurz zu machen… vergiss es!
Ein US-Modell in Deutschland zu betreiben ist nur mit vielen Workarounds und Einschränkungen möglich. Ganz zu schweigen von den sehr wahrscheinlichen Garantie- und Serviceproblemen.

In meinen Augen sind diese Fahrzeuge von ahnungslosen Importeuren nach Europa gebracht worden, mit dem Ziel, das schnelle Geld zu machen.

Vielleicht meint er aber auch nur das der Wagen keine Flat hat…

+1 Wollte ich gerade schreiben.

… oder aber, dass es ein alter S60 ohne SuC-Freischaltung ist.

Also für 10k kannst du ihn als Stadtauto kaufen würde ich sagen

Vielen Dank für die sehr informativen Antworten!

Scheinbar importieren einige Leute das Model S und hoffen auf ahnungslose Käufer - so einer bin ich ja nun dank Euch nicht mehr.

Ich finde es allerdings auch ziemlich komisch, daß die internen Ladegeräte nicht einfach jeden Stromquelle (3~ oder 1~) mit dem maximalen Strom, den sie anbietet benutzen (bei Notebook-Netzteilen sogenannter Weitbereichseingang). Gut, daß wir in Europa den Typ2-Stecker haben! Proprietäre Systeme habe ich noch nie gemocht.

Tesla-Ladeexperten möchte ich hier noch an einen neuen Thread zum Thema PV-Ladung verweisen - würde mich da über Anregungen freuen.

Danke nochmal! Habe verstanden - kein US-Modell, keines ohne Supercharger-Flat … möchte ja gerade Langstrecke. Wahrscheinlich müssen sich für den Gebrauchtwagenmarkt erstmal Abkürzungen für diese beiden „Mängel“ etablieren.

Was ich noch öfters fand war: Reparierter Unfallschaden (aber nicht bei Tesla repariert). Da frage ich mich, ob sich schon genug Karosseriebauer mit der Tesla-Karosse auskennen um Schäden fachgerecht zu reparieren, d.h. ob das auch ein „no-go“ ist?

Gruss, mat

Das Problem sind nicht die Ladegeräte im Tesla. Das Problem ist schlicht, dass der Ladeanschluss von US Fahrzeugen einphasig ist. Es fehlen einfach die Kabel und Pins um dreiphasig laden zu können. Der Lader im Fahrzeug sollte sich in Europa nicht groß von den US Fahrzeugen unterscheiden.

Du hättest auch in Europa keine Garantieansprüche. gegen Tesla. Wenn es blöd läuft bekommst Du den Wagen gar nicht repariert.

Tesla macht die Karosseriearbeiten ja auch nicht selbst. Aber auch hier würde ich auf Fremdarbeiten verzichten, solange noch eine Garantie besteht. Das erspart im Zweifelsfall viele Diskussionen.

Zu Deinem letzten Absatz, es ist ein ähnliches „No go“.
Wenn Tesla der Meinung ist, der Unfall war und ist nicht reparabel, dann sperren Sie das Fahrzeug. Du kannst zwar damit fahren. Es gibt jedoch keinerlei Wartung, Service o.ä. Soweit ich es mich erinnere ist es dann für Supercharger und Internetverbindung gesperrt.
LGH

Das neue Ladesystem ab 06/2013 kann recht einfach umgebaut werden. Wenn er in den USA Superchargerzugang hatte, wird der Wagen danach auch in EU am SC laden können.
Umbau ist in max 2 h gemacht und zur Konfiguration der Software ist nichtmal root nötig, das macht der Wagen mit den richtigen Kommandos selbst, er muss vorher nur richtig parametriert werden.

Mit Unfallwagen, ich fahre selbst einen, wäre ich auch vorsichtig. Letzte Woche habe ich mit jemandem gesprochen, der einen Wagen aus DO gekauft hat und jetzt einen feuchten Akku hat, was in der Regel das Todesurteil für den Akku ist. Bzw hat er ihn scheinbar nichtmal als Unfaller gekauft^^

Erstmal hallo an alle und Dnake,
ich wollte mich hier mal einklicken,
lese hier seit langer Zeit mit und habe auch eine S P85D und einen X P100D (X in USA).
Hat schon mal Jemand so ein Auto selber umgerüstet ? (USA / EU)
Tesla macht ja nichts anders wenn Sie Gebrauchte vom US auf den EU Markt schiffen.
Bitte nicht gleich mit Steinen werfen aber ich weis wo von ich spreche und habe beruflich viel
mit Tesla Freemont zu tun.
Eigentlich wollte ich nur Marco2228 eine PN schreiben aber das geht nicht wenn man Newbie
ist. LOL

Also das habe ich ja noch nie gehört, dass Gebrauchte aus den USA nach Europa von Tesla importiert werden. Meinst du vielleicht einfach die vorkonfigurierten Modelle?

Und sicher, dass du mit Tesla viel zu tun hast? Der Ort schreibt sich nämlich „Fremont“, mit einem E… :wink:

Das war ja nicht die Frage ja aber bin mir sehr sicher und Schreibfehler werden ja noch erlaubt sein.
Und ja ich war dieses Jahr dort schon 3 mal Beruflich.
Die Frage war ob es hier Jemanden gibt der das schon mal Umgebaut hat.
Oder sich mit dem Umbau beschäftigt hat.
Laut Teile Katalog sind die Lader USA / EU gleich nur der Ladeport und der Kabelsatz vom Verteiler zum Ladeport scheint andres zu sein.

Am ehesten weiß „fabbec“ darüber Bescheid. Er hat für die Weltumrundung einen Adapter gebaut, um mit seinem europäischen Tesla in Amerika am Supercharger zu laden. Es hat funktioniert und er meinte auch es ging anders herum genauso.

Meines Wissens sind die Lader wirklich gleich.
LGH

Ok Danke für die Info.
Sollte hier sich jemand schon näher damit befasst haben dann kann er sich ja gerne melden.
Ich denke aber wenn man den Port umbaut mit der Verkabelung und es in der Config frei gibt
sollte es gehen. Auch die SC Nutzung wird ja vom Auto bestimmt nicht vom SC also sollte das auch
gehen.
Und hat Jemand Erfahrungen mit dem bestellen der Teile ?
Weil Hochstromteile ja in EU auf der Sperrliste stehen ?
Schon mal jemand ein Sperrteil in NL zu ordern ?
Und bevor der Kommentar kommt ja bin KFZ Meister und Ing und habe auch den Hochstromschein für KFZ.