Tesla M3LR Reisebericht Süd-West Norwegen

Wir waren 2 Wochen mit M3 MIC-LR zwischen Kristiansand-Stavanger-Lyseboten-Hovden unterwegs. Obwohl Norwegen oft als EV Wunderland beschrieben wird, sind meine Erfahrungen nicht ganz so.

Anreise über Dänemark Hirtshals-Kristiansand geht super. Auf der Fjord Schnellfähre gibt es für 13€ 11kW Strom. Man kommt dafür als erster and Bord and auch als erster runter, das ergibt fast 3h Stunden laden, also auch ein guter Preis. Laden ist unkompliziert ohne Karte oder Code – einfach einstecken.

Dann nach Stavanger gab es 2 SC, V2. Der letzte vor Stavanger ist 95km entfernt, Also in Stavanger gibt es keinen. In der Hotelgarage gab es Ladesäule für Leute mit norwegischer Handynummer. In der Stadt im Parkhaus welche für Leute mit norwegischem Wohnsitz. Bei Shell gab es 50-150 kW Lader, die mit der Shell-Karte unkompliziert zu nutzen waren., Aber auch gut besetzt. Um die Ionity Charger lungerten immer die stromhungrigen Taxifahrer – da kam ich gar nicht durch. In Stavanger gab es auch noch Charger die am VW Elli Netzwerk funktioniert hätten. Bei Mer konnte ich mich registrieren, habe ich aber nicht versucht. Ein Shellcharger und ein cooler Roller passten auch.

Verzweifelt vor einem Charger in Sinnes stehend kam ich auf die Bilkraft App – die funktionierte. Damit gab es auch mehr Charger. Registrierungsmenu ist in Norwegisch. In Rystadt war der Charger gegenüber einer Shellstation im Holzhäuschen ohne Schild versteckt. Da ich wegen Mangel an SCs den Tesla nicht zum Vorheizen tricksen konnte, gab es nur so 35-45kw Strom, je nach Akkuwärme. Persönlich fühlte ich mich in Südfrankreich auf dem Land wohler als in Norwegen (Tesla-mässig).
Vor den Hütten in den Bergen parkten auch keine EV. Die scheinen mit Selbstladen zum Herumfahren in der Stadt genutzt zu werden. Für den Hüttenausflug nimmt man dann den Kombi.

Das Fahren im Tesla auf den engen Gebirgstrassen war umwerfend gut. Immer nur mit einem Pedal, super Beschleunigung aus der Steilkurve. Klasse. Fuhr 8 Stunden ohne Ermüdung. Aber: In der Spanne von 30-60 kmh „schnell“ zu fahren kostet herzhaft Strom. Gerne 28 kwh/100km und mehr. Ein Antritt aus 30kmh aus der Kurve kommend mit schwer bepacktem Tesla gibt schöne 600watt/km peaks. Auf gut ausgebauten Straßen mit 70-90 kmh kommt man auf 13 kw/100km. Die von der Tesla App errechnete Rekuperation beim Bergabfahren bezieht wohl auf Rollen nahe null (oder nicht?) oder auf Rollen mit 70 kmh was aber nicht geht. Keine Ahnung. Die geplanten Zahlen erreichte ich nicht. Das bringt einen so in Bergen abseits einer nicht Nicht-Norwergern zugänglichen Ladestruktur schon ins Grübeln.
Um Kristiansand war die SC Struktur OK, irgendwo gibt es wohl auch einen V3. Die Leute fahren wohl nicht gerne Rückwärts - viele Stationen waren daher von vorne einparkend zugänglich.

Alles in Allem trotzdem Super, Treibstoff kostete weniger als die Hälfte gegenüber ICE und der Fahrspaß war xmal besser. Waren mit voller Campingausrüstung unterwegs, dass passte zu zweit super, zu viert hätte es mit einer Heckbox funktioniert. Lebten nur von mitgebrachtem und gekauften Sushi-Lachs (<30€/kg – fast günstiger als hier). Nicht-kommerzielle Alkoholmitnahme wird ja nicht kontrolliert…

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