Tesla M3 nur 50kW am Supercharger

Hallo,

bin seit Mitte Dezember stolzer Besitzer eines M3 SR.
lade das Fahrzeug vorwiegend zuhause bzw. auf der Arbeit über Mode 3 (Typ-2 Stecker) mit max 11kW. Klappt ohne Probleme.
habe bisher 3 mal an einem Supercharger geladen. Leider sehr enttäuschend. Die Ladeleistung ging nicht über 50kW hinaus.
Ich möchte in den nächsten Wochen eine Tour von ca. 300km (einfache Wegstrecke) absolvieren. Da will und kann ich nicht 1 Stunde und mehr zum Laden am SC verbringen. Eigentlich sollte das M3 doch bis zu 150kW laden, die LAdezeit am SC ca. 20 Minuten betragen.

Hat jemand eine Erklärung dazu?
Danke für Eure Antworten

P.S.:
Woran erkenne ich ob mein Fahrzeug aus China kommt, einen LFP Akku hat usw.
Auch dafür Danke für die Antworten :wink:

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Das kannst du anhand deiner VIN erkennen. Siehe dazu Model 3 SR+ Q1 2021 Bestellungen und Auslieferung - #324 by zero-cobalt

Wegen des Akkus eventuell mal das überfliegen: Neuer LFP Akku der SR+ / Reichweite, Kapazität, Laderaten

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Ja, der Akku das MIC muss sehr warm sein um zu funktionieren. Auf Langstrecke unter 100km ist das nur schwer möglich.

Du solltest den Akku 30 Minuten vor der Abfahrt vorwärmen (Klima an) und dann die Supercharger im Navi eingeben (dann wärmt er währen der Fahrt weiter).

Dann solltest du versuchen den Supercharger mit 0-2% Akku zu erreichen (keine Sorge, der MIC hat auch unter 0 noch 10% Reserve). Wenn das navi zeigt, du kommst mit mehr als 2% an, fahr (wesentlich) schneller. Zeigt er an, das du unter 0 ankommst, fahr langsamer.

Spätesten ab dem 2. Supercharger solltest du damit 90-100kw erreichen können.

Mehr als 100kW kann der China-Akku nicht länger als ein paar Sekunden. Die 150kw über längere Zeit sind auch unter idealsten Bedingungen unmöglich.

Letztlich lädt der MIC klar langsamer als ein US (eher so wie ein ID3) UND der MiC hat es WESENTLICH schwieriger, diese idealen Konditionen zu erreichen. Meistens erst ab dem 2. Stopp.

Das mit dem langsamen Laden muss ja nicht zwingend nur mit den China Akkus zu tun haben. Habe ein M3 von September aus US.
Wenn ich bei kaltem Akku hier ums Eck die knappen 6km zum EnBW Charger fahre dann hab ich da - auch bei < 10% Ankunft „nur“ um die 45kW. Das steigt auch nicht wirklich groß an. Ist aber auch egal, lade ich da halt nur 10 Minuten, fahre dann 100 km zum nächsten Charger weiter und lade da dann schneller nochmal 10 Minuten :grin: oder wie ich halt bock hab.
Ganz anders sieht die Welt aus, wenn man vorher eine Strecke gefahren und der Akku schön warm ist. Da hab ich durchaus auch schon die 140 gesehen.

Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass mir das defensive Verhalten hier sehr gut gefällt und ich einfach hoffe, dass es dem Akku langfristig gut tut. - wäre der Wagen geleast und nach 3 Jahren weg, dann würde ich sicherlich anders denken - ist das dann nachhaltig? Weiß ich nicht. Ich will bei den eTrons z.B. nicht wissen, was der Akku da durch macht. Ist aber zu über 80% als Leasing Wagen unterwegs und juckt da die Fahrer halt nicht. Würde ich das wollen? Nein. (Den etron find ich übrigens ziemlich geil - mir geht es rein um den Akku/den Umgang mit diesem)

Wenn alles glatt geht, dann bekommt der Sohnemann in 8 Jahren nen M3 SR+ als Fahranfänger und ist dann in einem hoffentlich immernoch sicheren Auto mit einem angemessenen und nicht total runter gerockten Akku unterwegs.

Ich würde mir da also auf Langstrecke nicht wirklich Sorgen machen. :slight_smile: Der kleine Akku ist halt etwas „empfindlicher“ bei Kälte, aber wenn er einmal warm ist gibt es wenige Autos, die da bei der Effizienz in Kombination mit der Ladeleistung mithalten können.

Ich hoffe halt einfach, dass wir jetzt mit den eAutos nicht die gleichen Fehler wie mit den Vorgängern machen und einfach mit den Ressourcen um uns werfen, nur weil die Art des Antriebs jetzt effizienter ist. Dann stehen die jetzt jungen in 40 Jahren wieder da wo wir jetzt sind.

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Der kommt in „Baucontainer“ und dient dann als Speicher.

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Kann der EnBW-Lader 50kW?

Dann sieht es so aus, dass dein M3 den Akku für schnelles Laden vorwärmt. Dazu nutzt es bis zu 7kW zum Akku heizen.
Oder in deinem Fall vermutlich 5kW.

50kW Leistung der Ladesäule
-5kW Akku heizen
=45kW übrig zum Laden

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Ahoi,
Ich denke mal, Du meinst meinen Kommentar :grin:

Die Lader bei uns hier haben alle 150kW und bei warmem Akku gibts da auch bis 130 kW fürs M3.
Kalt ist halt so eine Sache. (43-45kW) Man kanns ja auch gut an der :snowflake: und den Punkten bei der Rekuperation sehen, dass da nicht viel geht.

Was ich noch nicht ausprobiert habe ist: Wenn Punkte und Flocke weg den Ladevorgang neu starten. Vielleicht ist das ja ne mögliche Lösung für und Kleinakkufahrer :grin:

Wollte den Thread aber nicht kapern hier. Auf „längeren“ Strecken (50-60km) gehts besser. Am Besten natürlich mit Vorkonditionierung. Geht halt aber nicht immer.
„Langstrecken“ >50km kenne ich keine Probleme oder „Wartezeit ängste“. Da ist der Akku idr. Schneller voll als die Runde Schach oder die Folge Jakari zuende. :joy:
Beim MiC könnte sich ja sogar softwaretechnisch noch etwas tun.

Langer Text, kurzer Sinn und was ich eigentlich sagen will:

Kleiner Akku, egal ob MiC oder US - Wenn kalt, dann langsam < 50kW.

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Dann sag ich mal Danke für die Antworten. Dass es da solche Unterschiede bei den Akkus gibt wusste ich nicht (US bzw. MiC). Davon hat Tesla mir vor dem Kauf nix gesagt :frowning: Vielleicht wird`s im Sommer ja besser :slight_smile:

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Welche Unterschiede meinst du?

@zslic hat einen MiUS und aufgrund einer kalten Batterie ähnlich langsame Ladegeschwindigkeiten wie du sie beschrieben hast.

Hast du überhaupt schon herausgefunden, ob du ein MiUS oder MiC hast?

Ich fahre ein M3 aus US. Und habe halt bei kaltem Akku auch nur sehr geringe Ladeleistungen, so wie die MiCs es eben auch haben.

Vollkommen normal und OK. Auf „langen“ Strecken wird de Akku warm und Laden geht schneller.

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@yogibaer
Wie hier schon gesagt wurde ist es normal, wenn nach nur kurzer Anfahrt zum Supercharger der Akku noch nicht auf Temperatur ist, das betrifft alle Akkutypen im Winter. Der LFP Akku (für Tesla neue Technik) braucht wohl etwas mehr Temperatur als die anderen, um auf Touren zu kommen und schnelles Laden zu ermöglichen.
Wenn du dann bei deiner geplanten Langstrecke nach so 200km Fahrt lädst, wird das Auto schneller laden, da dann der Akku allein durch die Entladung auf eine höhere Temperatur kommt (und es vermutlich auch schon wieder etwas wärmer sein wird).

Aktuelle Ladekurven mit warmem Akku des MiC an SuC V2 (hier) und SuC V3 (hier - von 10-80% in 29min) verlinke ich mal. Da sieht man auch, dass der Akku auch - anders als oben behauptet - auch ein paar Minuten im dreistelligen kW-Bereich lädt. Wichtig ist, dass du mit niedrigem Ladestand anfängst zu laden, aber auch das ist generell bei Tesla so zu empfehlen.

Also Info noch: Tesla hat für Februar (um KW8) herum ein Update angekündigt, dass die Ladeleistung der MiC weiter anheben soll…so lange ist noch etwas Geduld gefragt.

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Einfach etwas mehr Zeit am Supercharger einplanen, als in den Posts der US-M3 genannt werden. Etwas umgewöhnen muss Du Dich sicher damit, dass scheinbar am besten mit möglichst leerem Akku <10% geladen wird und die „Verbrennerdenke“ - Mit halbvollem Tank sicherheitshalber tanken - völlig kontraproduktiv ist und deutlich geringere Laderaten zur Folge hat.
Und ja, davon hatte Tesla nix gesagt, dass die Akkutechnik beim M3 MiC eine andere ist. :thinking: :rage: