Tesla deaktiviert von außen Autopilot nach Weiterverkauf

Es wäre doch hammer, wenn man die Software mitnehmen könnte als jedesmal bei einen neuen Tesla dazu kaufen.

Man kauft ja die Software und nicht die Hardware.

Ist doch heute bei jeden anderen elektronischen Gerät nicht anders. Man kauft eine APP und wenn man ein neues Handy hat, ist die App hinter dem Account und nicht nur auf den einen Handy drauf.

Finde damit ist es deutlich einfacher, solange man einen Tesla fährt und kauft.

Wenn es noch möglich wäre, dies zu übertragen, da man zum Beispiel gar kein Tesla mehr fahren will, wäre doch allen geholfen.

Hast Du irgendeinen Hinweis darauf, dass dies so ist oder geplant sein könnte oder ist das nur eine Wunschvorstellung wie Du es für wünschenswert hieltest?

Gruß Mathie

Da hier die Spekulationen nur so ins Kraut schießen, mache ich hier mal zu.
Eine Zusammenfassung der bekannten Fakten findet sich hier Tesla Service Center in Eindhoven

Der von Tesla deaktivierte AP wurde nun von Tesla wieder aktiviert:
teslamotorsclub.com/tmc/threads … st-4462556

@Kumasasa … diese Info ggf. dem ursprünglichen Thema zufügen.

Ich habe Hinweis zur Reaktivierung des Autopilots (mit Link auf Tesla Motors Club) hierhin verschoben.

Nun hat es sich auch bei mir bestätigt - Tesla sperrt vom Vorbesitzer bezahlte Funktion des AP und berechnet diese dem Nachbesitzer neu!

Hintergrund:
MS Bj. 3/2018 im Jahr 2019 gebraucht über einen VW-Händler erworben. Dieser hatte das Fahrzeug über eine Auktion gekauft.
Das MS hatte u.a. folgende Ausstattungen:
Assistenzsysteme:
Rückfahrkamera, Fahrassistenz-Systeme: Spurwechselassistant, Spurhalteassistant, Parkassistent inklusive automatischen Einparken, Einparkhilfe, Tempomat, Autopilot HW Version 2.5
Im Vorfeld des Kaufes hatte ich mir über Tesla die OptionsCode des Fahrzeuges ausdrucken lassen. Hier war vermerkt:
Autopilot Firmware APF0 Base Default Auto Pilot Firmware
Drivers Assistance Package APH3 Autopilot Hardware V2 Hardware + Pascal ECU
Autopilot Package APPA Autopilot Base Package
Wegen Fehlermeldungen im Zusammenhang mit dem Assistenzsystem wurde durch das SeC Berlin die Front-Kamera gewechselt. Hier habe ich mich zum Kauf des FSD-Pakets entschieden, die Rechnung beinhaltete folgende Positionen:

  1. Autopilot Basic to Full Self Driving (1507235-04-A) - 6.300 EUR
  2. Autopilot Basic (1507235-03-A) - 3.100 EUR

Da ich die 2. Position nicht so richtig nachvollziehen konnte, habe ich mich in den vergangenen Monaten um eine Klärung bei Tesla bemüht. Die übliche Nichtreaktion von Tesla auf diverse E-Mails und Schreiben nervte gewaltig. Kürzlich habe ich deswegen zu diesem Sachverhalt nochmals über die APP eine Anfrage gestartet und nunmehr folgende Antwort erhalten:
"Sehr geehrter Herr XXX
wie mit Herrn XXX (Mitarbeiter im Servicecenter Berlin) besprochen, ist die Rechnung richtig. Sie haben das Fahrzeug gebraucht erworben und der Vorbesitzer hatte den Autopiloten Base bezahlt. Dieser ist aber nur für den Vorbesitzer und nicht für Sie bestimmt. Die Liste die Sie erhalten hatten (Option Code) war vor dem Fahrzeugwechsel in unserem System. Somit ist es notwendig von Ihnen beide Autopiloten zu erwerben, somit ist die Rechnung richtig. Mit freundlichen Grüßen Ihr Tesla Service Team"

Ist dieses Vorgehen von Tesla auch anderen Besitzern bereits so ergangen und wie kann man diese Vorgehensweise werten?

Weiß jemand was in den AGB bei der Erstauslieferung stand? Wenn das personengebunden verkauft wurde, dann ist das so. Was steht denn in deinem Paket, ist es auch „nur“ an dich oder an das Fahrzeug gebunden?

A.K

Kann ich dann bitte einen neuen Tesla ganz ohne jeden Autopiloten kaufen?

@S85User
Die Rechnung vom SeC beinhaltet:
Kunde möchte das komplette Full Safe Driving (großes Paket) käuflich erwerben.
Dann unter der Position Teile ersetzt oder hinzugefügt die beiden benannten Autopilot-Positionen. Inwieweit das Kunden- oder Fahrzeuggebunden ist mag ich nicht einschätzen, kann mir das auch nicht vorstellen, dass ich z.B. bei einem Fahrzeugwechsel dann die noch nachzurüstende HW 3.0 und die Software mitnehmen kann.

Ich stelle mir hier gerade zwei Fragen:

  1. Ist diese Vorgehensweise von Tesla in DE überhaupt rechtlich zulässig?
    Ich habe ein Fahrzeug mit einer bestimmten Ausstattung/Funktion gekauft (nicht geleast oder gemietet).
    Wenn ich dieses an einen Dritten weiterverkaufe, darf der Hersteller dann Funktionen deaktivieren, die ich mitgekauft hatte?
    Ich erinnere mich an den Fall „Used Software“, in dem Microsoft es verbieten wollte, Software und Lizenzen weiterzuverkaufen.
    Microsoft hat den Fall verloren, weil das Verbreitungsrecht durch den Verkauf erschöpft ist.
    Siehe auch: Gebraucht-Software – Wikipedia

  2. Bei meinem Model S 85 aus 2015 gab es noch nicht die Option „Autopilot“, sondern nur das „Tech Paket“, welches später mit der Einführung des Autopilots um diese Funktionen erweitert wurde.
    Falls ich dieses Auto jetzt weiterverkaufe:
    Darf Tesla die Option „Autopilot“ deaktivieren, da sie in meinem Kaufvertrag aus 03/2015 nicht explizit erwähnt ist?
    Darf Tesla die Option „Autopilot“ in meinem Fall gar nicht bei Weiterverkauf deaktivieren, da sie nicht als separate Funktion verkauft wurde?

Eigentlich erübrigt sich meine zweite Frage, da Tesla durch den Verkauf seiner „Autopilot-Software“ das Verbreitungsrecht erschöpft hat.

Möglicherweise hängt es auch von dem Geschäftsstatus ab.

Werden die Fahrzeuge privat verkauft, bleiben die Pakete im Bestand.

Werden die Fahrzeuge B2B verkauft, kann Tesla die Pakete streichen.

Beispielsweise haben wir 2007 unseren Prius ohne irgendeine Garantie von Toyota Stuttgart gekauft. (war dann 4% günstiger). Die Möglichkeit sich die Garantie gegen Geld streichen zu lassen gibt es bei privat -> Händlergeschäften nicht.

Ich kann mir nicht Vorstellen, dass Tesla ohne Rechtssicherheit handelt. (O.K vielleicht liegt ja auch an meiner reduzierten Vorstellungskraft)

A.K

Also, nachdem ich selber nicht mehr ganz durchblicke, die Dinge sich ständig ändern, dann frage ich mich: Wie ist es nun aktuell ?

Ich, Unternehmer, möchte ein gebrauchtes LR AWD von einem anderem Unternehmer abkaufen. Das Fahrzeug beinhaltet FSD.

Wenn ich das LR AWD nun kaufe, streicht Tesla die FSD Funktion oder wird die mit übertragen?

Es könnte auch etwas mit den ABO zu tun haben, welches kommen soll.

Bei Tesla einmal FSD bezahlt, im Account gespeichert und auf ein neues Fahrzeug übertragbar. Finde die Idee eigentlich noch angenehm für den Endkunden. Es braucht aber etwas Zeit, bis sich dies auf den Gebrauchtwagenmarkt widerspiegelt.

Dämlicher Clickbait im Standard-Artikel. Hier ist eine objektiv nicht erworbene Lizenz zufällig im Rahmen des Halterwechsels deaktiviert worden.

In Deutschland hat ein Käufer immer das Recht, Softwarenutzungsrechte weiterzuverkaufen.

Das Thema ist am Beispiel MS Windows ja auch umfangreich durchentschieden:

Der BGH entschied in einem Urteil im Jahr 2000, dass der Weiterverkauf von datenträgerbasierter Software grundsätzlich nicht über Lizenzbedingungen von den Herstellern eingeschränkt werden kann. Der sogenannte Erschöpfungsgrundsatz findet demnach auch Anwendung auf OEM-Lizenzen, so dass der Handel mit OEM-Software ohne Einhaltung der OEM-Bedingungen grundsätzlich für rechtswirksam erachtet wird.

Ein Fall wurde im April 2008 (LG München I) rechtskräftig zugunsten eines grundsätzlichen Veräußerungsrechts entschieden. Auf Vorlage des BGH hat der EuGH entschieden, dass gebrauchte Software weiterverkauft werden darf. Der BGH entschied mit Urteil vom 17. Juli 2013 – Az. I ZR 129/08 (UsedSoft II), dass der Erschöpfungsgrundsatz auch auf per Download erworbene Software gilt.

Es gibt nur eine Ausnahme: Wenn im Rahmen einer Lizenz das einfache Nutzungsrecht ausdrücklich nur für jeweiligen Nutzer verkauft wird. Dies muß aber sehr deutlich im Vertrag/ den AGB geregelt sein, was bei Tesla nach meiner Kenntnis nicht der Fall ist.

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Müsste demnach heißen, dass wenn ich ein gebrauchtes Model 3 kaufen, dessen Vorbesitzer FSD auch gekauft hat, ich ebenfalls FSD habe? - Wäre ja arg wenn Tesla das FSD Paket OTA lösche würde, und ich FSD nochmal kaufen müsste.

Wenn das Auto FSD hat, geht es auf den Käufer über.
Privat->Privat
Firma->Privat (Bäcker an Privat)
Privat->Firma (egal ob Bäcker oder Händler)

Wenn das Auto an Tesla zurückgegeben wird, wird FSD entfernt.
Wenn das Auto an Tesla zurückgegeben wird und Tesla es an einen Händler weitergibt, wird FSD entfernt. Es ist üblich das Fhz an eine GW Drehscheibe/Börse an Händler für den Weiterverkauf verkauft werden.

Kauft man einen Tesla von einem Händler, der kann das Auto über die GW Drehscheibe über Tesla bezogen haben, kann FSD nicht mehr da sein. Prüfen, schriftlich mit dem Händler fixieren.

Tesla hat mir ein Inzahlungnahme Angebot für mein M3 FSD gemacht, neben dem normalen Wertverlust wurde der Preis für FSD abgezogen. Eben weil Tesla den Wagen ohne FSD weiterverkauft.

Dasselbe gilt für kostenloses SuC.

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Warum zieht Tesla den Preis davon bei dir ab? Du hast es ja bereits bezahlt. Normal müssten Sie es dir dann ja refundieren??

woher weisst du, dass es abgezogen wurde? Hast du den ganzen schritt mit den fotos im account usw auch schon gemacht?

bernhard

Vielen Dank für den Beitrag @Cosmo

War nicht am vergangenen Sonntag Abend in dem T&E Talk hiervon die Rede? Wenn ich mich da richtig erinnere, dann wurde doch darüber berichtet, dass Elon gefragt worden sei, ob man „sein“ FSD nicht von einem Tesla zum nächsten „mitnehmen“ könne, also wohl z.B. von M3 auf MY. Das wurde von Elon negativ beschieden, aber angekündigt, dass man sich FSD z.B. für die Ferien über einen gewissen Zeitraum mieten könne.
Aber wenn das Feature jetzt weder am Fahrer oder ersten Eigentümer/Besitzer hängt und auch nicht am Fahrzeug (diese beiden Möglichkeiten gab es ja bei Free Supercharging), dann wäre es bei einem Privatverkauf absolut gar nicht in Ordnung, das dann abzuschalten, wenn nicht vorher klar war, dass es sich um eine Miete für den ersten Besitzer handelte. Denn eine vom Voreigentümer bezahlte und deswegen (und nicht etwa irrtümlich) erfolgte Freischaltung des FSD kann dann ja nicht weggenommen werden, denn irgendwo muss die Freischaltung ja bleiben: Entweder bekommt der Eigentümer das FSD für seinen nächsten Tesla (tolles Kundenbindungstool) oder das FSD geht auf den nächsten Eigentümer über. Ausnahme wäre wie gesagt, wenn zuvor klar gewesen wäre, dass die 7300 CHF als Miete zu verstehen sind und dann eben enden, wenn der erste Eigentümer verkauft (oder der Wagen an Tesla zurückgegeben wird, dann wäre das - wie auch die Abschaltung von Free Supercharging - in Ordnung).
Ich fände ein Abomodell aber gar nicht schlecht, ähnlich wie die bei Premium Connectivity nach einer gewissen Zeit oder Prime bei Amazon: Wer es für ein Jahr nimmt, bekommt es billiger und wer monatlich bezahlt, der zahlt eben mehr. Denn beim aktuellen technischen Stand und auch der rechtlich sehr einschränkenden Situation in Europa finde ich 7300 CHF für „die Katze im Sack“ etwas viel und würde das nur machen, wenn das am Auto bleibt und man so eine Art Belohnung für seine Risikobereitschaft erhält. Sonst eben per Abo, wenn das dann mal läuft und zugelassen ist.