Tesla deaktiviert von außen Autopilot nach Weiterverkauf

Wo versteigert Tesla Autos?

So steht es im englischen Original-Artikel, das das Auto direkt von Tesla auf einer Auto-Auktion angeboten wurde.

Das es da steht muss nicht heissen das das auch den Tatsachen entspricht. Mit wäre nicht bekannt das Tesla jemals so Autos verkauft hätte.

Das Auto wurde von Tesla nach dem „Lemon-Law“ zurückgenommen, d.h. das Auto hatte schwerwiegende Mängel. Diese Autos werden dann, meistens mit einem „Salvage Title“ (also Schrottauto-Status), versteigert. Der Händler hat das Auto auf so einer Auktion ersteigert und dann weiterverkauft.

cleantechnica.com/2018/11/27/te … ar-market/

Der Verkaufssticker ist vom Neuwagen, der an einen Kunden verkauft wurde. Dieses Auto ging (vermutlich als „Lemon“) nach einiger Zeit wieder zurück zu Tesla.

Tesla hat den Gebrauchtwagen auf einer Auktion am 15.11.19 an einen Händler verkauft und der Jalopnik-Artikel sagt nicht, ob dabei FSD mitverkauft wurde oder nicht. Genau an diesem entscheidenden Punkt, gähnt ein Loch im Artikel.

Dann wird im Artikel ein Dokument gezeigt nachdem Tesla am 18.11. AP deaktiviert habe. Am 20.12. kauft eine Privatperson den Wagen vom Händler und geht davon aus, dass FSD versehentlich von Tesla deaktiviert wurde und als Tesla dann sagt, es wurde absichtlich deaktiviert, weil nicht verkauft, gab es lange Gesichter.

Blöd von Tesla falls sie den Wagen auf der Auktion ohne FSD angeboten haben, aber die Funktion versehentlich aktiviert gelassen haben, noch blöder die Funktion danach zu deaktivieren, selbst wenn das legal sein dürfte. Manchmal bettelt Tesla einfach um mediale Haue …

Gruß Mathie

Das Thema verunsichert aber den Markt gesamthaft, weil auch nicht klar ist, ob das bei privatem Weiterkauf bestehen bleibt nach der aktuellen Argumentation von Tesla. So wie das beschrieben wurde, geht die Lizenz auf den Käufer über, ist aber nicht übertragbar. Bisher finde ich nichts anderes dazu, vielleicht weiss hier jemand mehr.

Nichtsdestotrotz nehmen die Modelle damit empfindlich Schaden im Weiterverkauf, weil die schlechte Presse jetzt erst mal anhält. Ob sich das für die Marke gelohnt hat, bezweifle ich. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nach-Verkauf-Tesla-deaktiviert-Autopilot-in-Gebrauchtwagen-aus-der-Ferne-4656050.html

So schlecht wie das seitens Tesla argumentiert wird, ist auch nicht klar, ob das Thema so bleibt, auf andere Länder ausgeweitet wird, andere Feataures auch betroffen sind usw. Traurig eigentlich, mit solcher Politik vergrätzt man nur unnötig potentielle Kunden.

Wenn auf deiner Rechnung steht FSD dann hast es. Basta! In dem vorliegenden Fall gibt es keine Rechnung da nie verkauft. Alles andere ist Spekulation und geht in der EU nie durch!

+1

Spekulation Hin- oder Her, ich frage mich was die Nummer soll. Das Ganze bringt nix außer negativer Publicity und das aktivlassen hätte Tesla nicht einen müden Cent gekostet.

Das ist ja das Problem. Es verunsichert ja hier schon etliche.

Das könnte ja die Intention gewesen sein.

Wie schon in Nutzung von RWE Ladesäulen geschrieben, ist der Marktplatz hier voll von mit FSD privat verkauften Fahrzeugen.

Welche Argumentation von Tesla? Laut Jalopnik hat sich Tesla trotz vieler Nachfragen nicht zu der Geschichte geäußert.

Wäre jetzt sehr überrascht, wenn ausgerechnet der Standard was zu der Sache von Tesla erfahren hätte. Vermute, dass beim Standard jemand was mit FSD und Free Supercharging verwechselt hat. Ist jetzt zumindest die mir am plausibelsten erscheinende Theorie.

Gruß Mathie

Hmm… Ich hatte mein M3 mit EAP + FSD im Jahr 2018 bestellt. Aber auf der finalen Rechnung, die praktisch am Tag der Abholung (manuell) erstellt wurde, findet sich EAP/FSD nicht mehr - damit ich die Bestellung nicht storniere und mit dem zu dem Zeitpunkt niedrigeren Gesamtpreis nochmals bestelle…

Da mir bereits damals dieses Verhalten höchst irregular vorgekommen ist, habe ich mehrfach, an mehreren Stellen beim Delivery Center nach einem schriftlichen Bestätigung gebeten, dass mein Fzg definitiv mit EAP/FSD ausgerüstet ist - damit genau so etwas (anonymer US Auditor kommt, und löscht das Flag in der Vehikel-Konfig) nicht passiert, bzw gerichtlich der zugesagte Zustand (inkl. EAP/FSD) Wiederhergestellt werden kann…

Also mich verunsichert diese Vorgehensweise massivst! Und keinerlei deutlich kommunizierte Vorgehensweise von seite Tesla…

Ich schätze, ich muß am Montag eine Hardcopy der Konfig meines Fahrzeugs auf Papier - diesmal mit Nachdruck - verlangen… :frowning:

Hi,

stellt euch mal vor das ein Fahrzeug (Tesla oder anderes) durch einen internen Fehler mit Schickimicki-Räder ausgeliefert wird. Der Händler bemerkt es nicht, und der Erstbesitzer nimmt den „Goodie“ stillschweigend und zufrieden zur Kenntnis. Nach einiger Zeit wechselt der Erstbesitzer dann über einen nicht-Markenhändler das Fahrzeug, und dieser verkauft es dann an den Zweitbesitzer, der sich über das schicke Fahrzeug freut. Eines Tages sieht man dann beim Hersteller das VIN XXXX aus Versehen mit Schickimicki-Räder ausgeliefert worden ist, ohne dass dafür bezahlt worden ist. Der Hersteller schickt dann übernacht Leute zum Standort des Fahrzeugs hin, die die Schickimicki-Räder ab- und Standardräder anschrauben.

Wäre sowas eure Meinung nach OK?

Wir befinden uns als Tesla-Fahrer ja eigentlich immer und vollständig den Launen der Hersteller ausgesetzt - siehe dazu die ellenlangen Themen zu den durch die verschiedenen Updates eher verschlechterten als verbesserten Eigenschaften unseren Fahrzeugen.

Wir können grundsätzlich eigentlich nichts tun wenn wir einen Morgen in unser vertrauter Tesla einsteigen und eine Mitteilung auf unser gelbumrandetes Display vorfinden: „Aus XXXX Gründen haben wir heute Nacht ein Update vorgenommen. Ihr Fahrzeug hat jetzt eine Anpassung der Antriebsleistung auf max 100 kW bekommen, die Batterie ist auf 50 kWh angepasst worden und das Fahrzeug erreicht jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h. Die Sonderfunktionen FSD, Autopilot, Herbeirufen sind deaktiviert worden. Wir freuen uns weiterhin über ihr Beitrag zur Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltiger Energie.

Aber das wussten zumindest die alten Hasen unter uns, als wir Mitte/Ende des vergangenen Jahrzehnts reingestiegen sind. Vielleicht haben die „neuen“ weniger Verständnis dafür.

Und die „alten Hasen“ hätten im Gegensatz zu den „Neuen“ wenigstens etwas Verständnis dafür? :astonished:

@Europhil Die Option wurde aber bevor der Händler den Wagen an den Käufer verkauft hat entfernt. Bei der Probefahrt war die Option bereits entfernt!

Laut Informationen aus dem Jalopnik-Artikel war die Auktion am 15.11. die Deaktivierung drei Tage später am 18.11. und der Verkauf dann über einen Monat später am 20.12.

Hier was der Händler Jalopnik mitgeteilt hat:

jalopnik.com/tesla-remotely-rem … 1841472617

Der Käufer wusste also laut Aussage des Händlers, dass er das Auto ohne FSD erhält. Aber aus irgendwelchen Gründen glaubte er, dass Tesla das Feature kostenlos wieder aktivieren würde.

Dein Beispiel, wo dem Käufer etwas weggenommen wurde, passt also ganz und gar nicht zum Vorgang! Die Wegnahme erfolgte beim Händler der das Fahrzeug von Tesla erworben hatte. Der Händler behauptet in seiner Aussage übrigens nirgends, dass er das Feature von Tesla erworben hatte, nur dass es da war.

Gruß Mathie

Ich glaube das wollen einige gar nicht wissen.

Tesla hat ein Fahrzeug mit aktiviertem FSD beworben und an einen Händler so verkauft und nach dem Verkauf die FSD Option deaktiviert. Hört doch mal auf das schön zu reden!
Ob die Option vorher versehentlich aktiviert war, spielt überhaupt keine Rolle. Das jetzige Verhalten ist genau der Grund dafür, wieso Otto Normal Verbraucher es ablehnen dass der Fahrzeughersteller im Nachhinein over the Air an dem Auto rumspielen darf. Die negative Presse zu dem Thema ist absolut gerechtfertigt. Die Beispiele mit den nachträglich umgebauten Felgen passen 1:1 aber aus unerfindlichen Gründen kann das so mancher Tesla-Anhänger hier trotzdem nicht akzeptieren.
Tesla hat bei diesem Einzelfall einfach scheiße gebaut weil Tesla selber einen Fehler gemacht hat und dem Zwischenhändler ein Feature verkauft hat, welches das Auto gar nicht besaß.
Und dass unsere Autos gerne mal Features temporär deaktivieren, ist leider auch eher regelmäßig als selten, insofern kann man dem Händler auch keinen Vorwurf machen, wenn er zunächst von einem Bug ausging, als FSD den Dienst verweigerte.

Einmal noch dann bin ich hier raus: TESLA hat für dieses Fahrzeug NIE ein FSD verkauft. Und egal wie man es dreht, bei uns in der EU könnte dieser Fall so NIE passieren.