Tesla deaktiviert von außen Autopilot nach Weiterverkauf

Tesla hat ein Fahrzeug mit aktiviertem FSD beworben und an einen Händler so verkauft und nach dem Verkauf die FSD Option deaktiviert. Hört doch mal auf das schön zu reden!
Ob die Option vorher versehentlich aktiviert war, spielt überhaupt keine Rolle. Das jetzige Verhalten ist genau der Grund dafür, wieso Otto Normal Verbraucher es ablehnen dass der Fahrzeughersteller im Nachhinein over the Air an dem Auto rumspielen darf. Die negative Presse zu dem Thema ist absolut gerechtfertigt. Die Beispiele mit den nachträglich umgebauten Felgen passen 1:1 aber aus unerfindlichen Gründen kann das so mancher Tesla-Anhänger hier trotzdem nicht akzeptieren.
Tesla hat bei diesem Einzelfall einfach scheiße gebaut weil Tesla selber einen Fehler gemacht hat und dem Zwischenhändler ein Feature verkauft hat, welches das Auto gar nicht besaß.
Und dass unsere Autos gerne mal Features temporär deaktivieren, ist leider auch eher regelmäßig als selten, insofern kann man dem Händler auch keinen Vorwurf machen, wenn er zunächst von einem Bug ausging, als FSD den Dienst verweigerte.

Einmal noch dann bin ich hier raus: TESLA hat für dieses Fahrzeug NIE ein FSD verkauft. Und egal wie man es dreht, bei uns in der EU könnte dieser Fall so NIE passieren.

Gemäß Windowsticker besaß das Auto bei Neuauslieferung eben doch FSD. Was kommt denn als nächstes, werden beim Verkauf von Gebrauchtwagen die Sitze ausgebaut?

Und das ist falsch. Als der Zwischenhändler das Auto von Tesla gekauft hat, war FSD an und aktiv auf dem Verkaufsangebot beworben. Darauf musste der Käufer aka Zwischenhändler sich verlassen können.

Ich glaube da hast du dich beim Zitieren vertan…

Stimmt bezog sich hierauf:

Das Auto hatte gemäß Windowsticker als Neuwagen eindeutig FSD

Leider ist das ganze wieder einmal für Tesla kein Ruhmesblatt in After Sales Kommunikation, so wird das Internet nie vergessen, wenn man nach Tesla OTA und Deaktivieren von Features sucht, liest man daß Tesla das macht…ob es stimmt oder nicht, aber man bekommt es als Suchresultat.

Warum hat man das Ganze nicht unkompliziert gelöst, hätte den Zwischenhändler angeschrieben und gesagt, uns ist da ein Fehler passiert, wie können wir das für Alle gut lösen.

Der Zwischenhändler wäre zufrieden, würde Tesla wegen der Offenheit loben, so hat man aber eine schlechte Publicity, für etwas das Tesla eigentlich fast nichts gekostet hätte.

Also in Kommunikation und Kundenbetreuung ist Tesla immer noch ein Startup.

Ein ganz schlechtes leider. :unamused:

Woher hast Du diese Information? Der Händler sagt im Jalopnik-Bericht nichts dergleichen und alle anderen Berichte, die ich gelesen habe beziehen sich auf Jalopnik.

Wenn Du eine Quelle hast, die belegt, was bei der Auktion wirklich versteigert wurde, brächte das die von vielen hier ersehnte Klarheit.

Gruß Mathie

Ich finde es interessant, wie viele auch hier annehmen, die genauen Verkaufsbedingungen von dem Fahrzeug von Tesla an den Händler zu kennen. Da wird nur von dem sagenumwobenen „Sticker“ geredet, ohne sicher zu stellen, in wie weit dieser für den Verkauf an den Händler noch gilt, ob vielleicht noch explizite andere Angaben gemacht wurden. Es war ja wohl eine Auktion, daher vermute das es dafür noch spezielle Vereinbarungen gab. Ohne diese zu kennen, lässt sich der Fall nicht entscheiden.

Wenn Tesla den Wagen mit FSD als gelistetes Feature verkauft hat, müssen sie das liefern. Wenn sie das nicht getan haben, dann nicht. Bliebe nur noch die Frage, ob der Händler in irgendeiner Weise getäuscht wurde. In jedem Fall wäre das so oder so ein Job für die Anwälte, nur spricht der Artikel leider - oder bewusst nicht davon.

Unabhängig von den Modalitäten des Verkaufs, es ist allerdings nicht in Ordnung, das sich die Funktion des Wagens so einfach verändert, ohne das eine entsprechende Kommunikation mit den Betroffenen stattfindet. Selbst wenn sie rechtens ist, sollte eine Deaktivierung vorher angekündigt werden und auch ein Ansprechpartner genannt werden, um eventuell strittige Fragen zu klären. Genauso sollten die Papiere für den Wagen von Anfang an in Ordnung und sorgfältig geführt sein.

Der Thread hier ist an Peinlichkeit kaum überbietbar. Aber nicht für Tesla, sondern für Euch, die Ihr Euch in wilden Spekulationen ergeht, ohne zu wissen was wirklich passiert ist oder ob überhaupt etwas passiert ist. Wenn ich solche Dinge lese bin ich froh nicht mehr Moderator zu sein.
LGH

Ja, aber das sagt halt leider nichts über den Gebrauchtverkauf aus. Und genau darüber schweigt der Händler, Tesla schweigt sowieso und lässt dem PR-Desaster seinen Lauf.

Ich möchte hier mal zusammentragen, was ich über den Fall weiß (mit Quelle) und was nicht

  1. Tesla verkauft einen Neuwagen mit FSD (Monroney-Label im Jalopnik-Bericht)

  2. Tesla nimmt den Wagen (mutmaßlich nach Lemon Law) zurück und versteigert ihn (Jalopnik)

  3. Welche Ausstattung Gegenstand der Versteigerung war, konnte ich noch nirgends finden

  4. nach der Versteigerung war FSD nutzbar (Aussage des Händlers bei Jalopnik)

  5. 3 Tage nach der Versteigerung wird das Feature deaktiviert, laut Tesla weil FSD nicht mit verkauft wurde (Servicebericht von Tesla bei Jalopnik abgebildet)

  6. Die Probefahrt mit dem Käufer fand nach Deaktivierung statt. (Aussage des Händlers bei Jalopnik)

  7. Händler und Käufer haben sich darauf verständigt („agreed“), dass das ein Bug sei und Tesla FSD wieder mit einem späteren Update aktivieren würde. (Aussage des Händlers bei Jalopnik)

  8. Der Wagen wurde über einen Monat nach Deaktivierung von FSD schließlich verkauft.(Ergibt sich laut Jalopnik aus den Fahrzeugdokumenten, die Jalopnik einsehen konnte)

  9. Tesla weigert sich FSD kostenlos zu aktivieren, würde das nur gegen Zahlung der Freischaltgebühr machen. (Zitat aus der Antwort von Tesla, aus der Jalopnik zitiert)

Wenn jemand noch weitere Tatsachen kennt, bitte die Liste oben mit Quelle ergänzen!

Ich verstehe nicht, warum sich der Händler, wenn er ehrlich davon überzeugt war, FSD rechtmäßig erworben zu haben, nicht in dem Monat zwischen 4 und 8 versucht hat, das Thema mit Tesla zu klären oder falls er es erfolglos versucht haben sollte, die Versuche zu belegen.

Völlig unklar ist mir, wie sich der Käufer in 7) mit dem Händler darauf verständigen konnte, dass FSD wieder kostenlos aktiviert werde, aber erst nach dem Kauf bei Tesla nachfragt.

Ebenso unverständlich ist mir, sollte Tesla den Wagen tatsächlich ohne FSD verkauft haben, dass Tesla dies nicht belegt, sondern die Story unkommentiert lässt, obwohl Jalopnik vorab um Stellungnahme gebeten hat.

Gruß Mathie

Ich finde das einfach unmöglich, die Sache so systematisch aufzudröseln. Mir war gerade danach, mich heftig über Tesla aufzuregen und weiß jetzt nicht mehr, ob das noch gut rüberkommt. Naja, gehe ich halt in einen Thread über Ladegeschwindigkeit, da gibts immer was zu echauffieren.
:imp:

@Dazzler, Sorry wollte Dir nicht Deine Sonntagnachmittagsdosis Adrenalin nicht wegnehmen. Aber Du hast ja einen Thread zur Substitutionstherapie gefunden, da lass ich mich dann heute nicht mehr blicken :wink:

Gruß Mathie

Mir hat ein BMW Händler vor vielen Jahren einen E34 Unfallwagen abgekauft. Die Beschreibung war laut Dekra Gutachten. Einige Monate später bin ich dann hin, um die eingelagerten Räder und das Radio abzuholen. Der Vertragshändler hatte die Sachen längst verkauft und war nicht bereit, für Ersatz zu sorgen. Erst die zuständige Richterin hat dann das Verhältnis zu mein und dein beim BMW Händler wieder geradegerückt.
Ich kann Tesla gut verstehen, ist in der Umsetzung aber sicher ungeschickt gewesen.

Sehr gute Zusammenfassung. Danke für Deine Mühe.

Die ganze Sache ist beschämend für Tesla. Der Kundenservice bei Reparaturen mit den oft sehr langen Wartezeiten ist ohnehin nicht gut beleumundet, da sollte die Firma eigentlich jede unvorteilhafte Publicity mit solchen Fällen wie hier vermeiden.

Auf jeden Fall besteht nun im Second Hand Markt genug Verunsicherung, dass die Preise für die Fahrzeuge nachlassen und/oder sehr kritische Zweitkäufer zu erwarten sind, weil sie allenfalls Features als nur noch „temporär“ ansehen werden. Verdenken kann man es ihnen leider nicht. Ich hätte mir hier eine kulantere Art von Tesla gewünscht, dann wäre es gar nicht erst so in den Medien „hochgepoppt“.

Was ist mit denen die FSD gekauft haben, es nie gekriegt haben und das Auto würde beim weiterkauf kein FSD mehr haben… kriegen die ihr Geld zurück?

Ist doch völlig egal, selbst wenn hier irgendwo ein Fehler drin ist, wieso hat das etwas mit anderen gebrauchten Teslas zu tun oder mit 2 nd Hand BMWs? Man kann dich echt aus allem was drehen, wir Deutschen sowieso. :frowning:

Welche Autos sollten das denn sein? Das können ja nur welche sein, die von Tesla zurückgekauft werden, weil man einen neuen Tesla kauft.

Ich gehe davon aus, dass man sich da einig wird, denn sonst kauft man ja keinen neuen Tesla. Und wenn kein neuer Tesla, dann kauft Tesla den alten auch nicht zurück und kann damit auch FSD nicht beim Weiterverkauf rausnehmen.

Gruß Mathie

Danke für Deine Zusammenfassung Mathie.
Es bleiben Punkte ungeklärt.
Dafür wird hier ganz schön viel in alle Richtungen geschludert. Trägt sicher nicht zur Klärung bei.

Aber was soll‘s…sind hier im TFF sowieso ziemlich viele ziemlich gelangweilt und hauen undefiniert in die Tastatur.
Daran hab ich mich seit längerem gewöhnt und nehme es nicht ernst.