Tesla Autopilot vs. Mercedes Drive Pilot

Aus TESLA in der heutigen Tagespresse… hier hin verschoben

Wie im anderem Thread auch schon erwähnt: gerade „im engeren Sinne“ ist die Bezeichnung absolut korrekt!

Du meinst vermutlich eher „im landläufigen Verständnis“.

Tesla nennt das Assistenzpaket: Autopilot
Mercedes nennt das Assistenzpaket: Drive Pilot

Jetzt schauen wir mal „eine Ebene tiefer“ zu der automatischen Lenkung, was ja eigentlich DAS entscheidene Teilpaket ist, das das „autonome Gefühl“ ausmacht:

Tesla nennt das: Lenkassistent
Mercedes nennt das: Lenk-Pilot

Huch! Wie bitte? „Lenk-Pilot“? „Es gibt also einen „Piloten“, der für mich lenkt und ich brauche mich darum nicht mehr kümmern?“

Also mal ehrlich: die beiden nehmen sich doch nichts, oder? Es müssten alle Mercedes-Fahrer mit Drive Pilot ebenso angeschrieben werden!

Aus TESLA in der heutigen Tagespresse… hier hin verschoben

Je nach „Standpunkt“: Ich meine im engeren Sinne, wenn Autopilot die absolute Autonomität bezeichnen soll. Wenn dies nicht der Fall ist, hast du natürlich recht. Ist hier aber auch nicht kriegsentscheidend.

Mag sein, dass hier eine Ungleichbehandlung vorliegt - in den USA wurde wohl vom Mercedes schon auf den Begriff „DrivePilot“ verzichtet. Ein Lenk-Pilot wäre eigentlich ein ziemlich dämlicher Begriff, da Pilot ja Lenken bedeutet. Als ein Lenk-Lenker… :smiley:
Im Endergebnisse kommt es da natürlich auf die Auslegung an, und die ist - wie jetzt schon zigfach geschrieben - m.E. auch nicht verhältnismäßig.

Ich glaube wir brauchen einen Thread, der speziell die teilautonomen Assistenzsysteme von Tesla und Mercedes vergleicht, weil dies nun schon in verschiedenen Threads angesprochen wurde.

Als Einstieg hier mal ein sehr ausführlicher Test des Drive Pilot:

computerbase.de/2016-08/mer … hrbericht/

Das ist doch kein Test. Das ist Werbung.

Ups :blush:
Das war der falsche Link. Jetzt ist er korrekt :wink:

Weitere Tests:

„I don’t understand how Mercedes-Benz could release this to the public. I hated literally everything about it. It drove like a drunk ten year old, fighting for the wheel with a drunk fourteen year old. It was, in most conditions, dangerous.“
http://www.thedrive.com/tech/4591/the-war-for-autonomous-driving-2017-mercedes-benz-e-class-vs-2017-tesla-model-s

„However, when you do engage the Tesla system, it works far better than it really should, and is without a shadow of a doubt a proper taste of the future of driving. And we love it!“
http://www.autofil.no/936897/hands-off

„Mercedes’s New E-Class Kinda Drives Itself—And It’s Kinda Confusing:“
https://www.wired.com/2016/06/mercedess-new-e-class-kinda-drives-kinda-confusing/

Edith sagt: Sollte meine Links auch bissl kommentieren

Oha gar nicht mitbekommen. Habe aber grade gesehen, dass sie den einen Werbespot jetzt geändert haben: youtube.com/watch?v=O2R54y-23bM

Nee,
eigentlich auch das nicht,
denn der Tesla Autopilot hält weder die Richtung konstant, noch hält er den Wagen auf einem festgelegtem „Radial“.

Naja den TheDrive Tester kann man nicht wirklich Ernst nehmen. Der hat schon mehrere tausend Killometer mit dem Model S gefahren (Cannon Ball). Mal Alex Roy Tesla googeln. Da macht Bjön noch einen neutraleren Vergleich… Und die Norweger testen auf einer Passstraße… Knaller! Denen sollte man mal einen Brief schicken.

Ich glaube im Kern hat Mercedes eines besser gemacht. Wenn das System nicht mit ausreichender Sicherheit die Situation erkennt warnt es den Fahrer und übergibt die Kontrolle. Tesla ist viel zu lange bereit den Assistenten eingeschaltet zu lassen.

Ich habe das nachts mal ausprobiert an dieser Stelle:

https://goo.gl/maps/hCLpvwhMRs32

Der Tesla AP fährt hier am Tag mit anderen Autos etwas hakelig aber folgt in Richtung Kronberg brav der Straße. In der Nacht erkennt er viel zu spät das geradeaus etwas rechts verläuft und steuert munter über die Linien auf die Abbiegespur in Gegenrichtung und dann die Gegenfahrbahn. Ohne Warnung, ohne die Kontrolle abzugeben.

Eigentlich irrelevant da der Fahrer verantwortlich ist es nicht zuzulassen, aber wenn ist das mein größter technischer Kritikpunkt, insbesondere weil Musk immer noch sehr gerne über autonom fahren schwafelt.

@Leto: Das stimmt alles was du schreibst - aber: im Display zeigt dir der AP genau an woran er sich noch orientiert. Man kann genau beobachten wann er die seitlichen Begrenzungslinien nicht mehr ‚sieht‘ oder die Mittellinie… Ich gebe dir aber recht - der AP sollte wenn er nicht mehr 100% sicher ist alles notwendige erkannt zu haben den Fahrer (akkustisch/optisch) warnen und dann ggf. die Kontrolle abgeben. Ich würde mir wünschen es gäbe sowas wie einen optischen ‚confidence level meter‘ :slight_smile:

…und sollte sich ja auch nicht auf die AP Anzeigen sondern die Straße konzentrieren :wink:

Ich finde den blinkenden Rahmen um den „Tacho“ der 8.0 was das angeht übrigens sehr gut, der fällt auch aus dem Augenwinkel auf. Dem MS fehlt halt ein HUD für solche Funktionen. Da wird auch nur gewarnt wenn zu wenig Drehmoment am Lenkrad gespürt wird.

Das System selber hat das. wk057 hat das per hack im Dashboard mal eingeblendet.

Da kannst Du wunderbar sehen, was er noch peilt und was nicht und warum er etwas entscheidet und warum nicht.

Alles vorhanden…

Ne Status bar, die von Grün bis Dunkelrot geht, fände ich in der Tat hilfreich - unterstützend für den Fahrer und einfacher abzulesen im Ernstfall.

Sehr gute Idee !

:wink:

In den Tests steht, dass Drive Pilot noch nicht mal mitteilt, dass er abschaltet.

Man muss aber fairerweise mal zugeben, das die verbaute Mercedes Technik um Längen besser ist als das was aktuell im Tesla verbaut ist, bis Montag jedenfalls noch.

Leto, das habe ich auch gedacht bevor(!) ich diese beiden Testberichte zum Drive Pilot gelesen (solltest Du auch mal tun) habe!

Das Gegenteil ist aber der Fall! Dein o.g. Satz trifft eher auf Tesla als auf Mercedes zu.

computerbase.de/2016-08/mer … bericht/6/ (Seite 6):

Und hier in dem norwegischen Test:

autofil.no/936897/hands-off

Ja „Lenk-Pilot“ ist nicht besser als „Autopilot“, Steht auch so ähnlich in diesem Test.

Hier ein ausführlicher Video-Test vom Mercedes Drive Pilot:

youtube.com/watch?v=hSUVZWvF3ig

Habe das Video selbst noch nicht angeschaut.

Huh? Das mit dem Warnen ist das einzige, was Mercedes irgendwie richtig verkackt hat finde ich.

Edit: Oh Seite 2 wurde ja schon mehrmals gesagt :unamused:

Oh… wenn man sich das Video anschaut, merkt man m.E., dass Mercedes sich selbst „zurückhält“, um eben nicht in die Gefahr zu geraten, dass der Nutzer meint, ein vollkommen autonomes Fahrzeug zu führne.
Ein wenig so wie (die nachträglich eingeführte) „Hände-ans-Lenkrad“-Warnung von Tesla.