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Tesla als Erstwagen

Bin zwar nicht Naheris, antworte aber trotzdem mal. Das Zitat auf welches sich Naheris bezieht stammt aus dem Artikel der Welt und wird im Ursprungspost angeführt:

„Allerdings müssen Mercedes, BMW oder Audi eben auch Lösungen für die kleineren Baureihen entwickeln. Und dort gibt es Käufer, die zwar mit E-Motoren fahren wollen, aber eben auch längere Strecken. Die sich aber kein zweites Auto leisten wollen oder können. Für die ist der Plug-in-Hybrid derzeit die einzige Lösung.

Darauf bezieht sich Näheres und ich stimme ihm zu. Wenn ich überhaupt elektrisch fahren will, aber auch längere Strecken zurücklegen muss und mir weder ein Model S noch einen Zweitwagen hinstellen will oder kann, dann bleibt nur ein PHEV wie der Ampera oder der Golf GTE.

Kein vollelektrischer Wagen kleiner als das Model S ist in Zentraleuropa derzeit uneingeschränkt langstreckentauglich. Auch nicht die Zoe mit 43kW-Ladung. Da fehlt es für den allgemeinen Einsatz noch an einer ausreichenden Zahl geeigneter Ladenpunkte direkt an den Fernstraßen.

Ich wundere mich sowieso wieso Naheris hier im Forum oft so angegangen wird. Habe von ihm eigentlich noch keine Trollposts gelesen. er mag manchmal anderer Meinung sein als der Forums-Mainstream, aber das sollte man schon aushalten können.

Gruß Mathie

Warum „müssen“ Mercedes, BMW, Audi das, Tesla aber nicht? Die müssen das auch! So wäre der Stand:

  • Langstrecke mit Oberklasse: Model S. Konkurrenz: nichts
  • Entwicklung Klassen darunter: Tesla ja, absehbar, andere: ?
  • Ladenetz: Tesla ja, BMerzAudi: fail

Klar ist das „derzeit“ nicht erhältlich. Aber der Satz, genau diese drei „müssten“ etwas entwickeln (und andere nicht?), unterstellt, man dürfe länger brauchen. Darf man nicht.

Die (davon unabhängige) Behauptung, die Teslafahrer halten eben Verbrenner vor, stimmt sowieso nicht, wie gezeigt.

Seit dem 10. Oktober denke ich über einen Plug-in Hybrid mit +5k Listenpreis nach.

10 kWh Akkus mit Verpackung 70 kg, Motor und Elektronik nochmals 40 kg.
Motor für die nicht angetriebene Hinterachse, Akku und Rest wo das Reserverad ist.

Das alles in ein geräumiges preiswertes Fahrzeug eingebaut, dass es auch nach den 5k Plug in Hybridaufpreis unter 20 kEUR kostet

Was ist mit den ganzen Haushalten, die als einziges Auto einen Zoe, LEAF, Drilling, BMW i3 haben? Die dürfte es dann nicht geben, oder sie fahren NIE weiter als 75km Radius. Zugegeben, aus Sicht eines Tesla Halters erscheint es unzumutbar, damit Langstrecke zu fahren. Aber da frage ich, sind wir vielleicht genau so betriebsblind wie besagter WELT-Autor?

Früher fuhren Reporter in fremde Länder, um von dort zu berichten. Bei E-Mobilität bekommt man dagegen die üblichen Vorurteile vom Schreibtisch aus serviert. Wohltuende Ausnahme ist Christoph Schwarzer, der sich wirklich in alles selbst rein setzt.
Nach einer Woche Zoe und 2 Wochen i3 kann ich ein bisschen rein spüren, wie diese Welt ist.

Ziel erreicht! Die Quote ist ziemlich eindeutig.
Die hervorgehobenen Worte im Zitat zeugen ja auch von einer reinen Vermutung.
Und wenn man „man“ sagt, ist meist „ich“ gemeint. :wink:

Nicht unzumutbar, lediglich mit deutlichen Einschränkungen verbunden. Wer irgendwelche Transportbedingungen bei uns als unzumutbar empfindet, egal mit welchem Verkehrsmittel, der möge sich mal vor Augen halten, welche Möglichkeiten der Mehrheit der Weltbevölkerung zur Verfügung stehen und dann noch einmal darüber nachdenken, was zumutbar ist und was nicht.

Da die meisten BEVs auf der Langstrecke deutliche Einschränkungen haben, sind Langstreckenfahrten mit E-Mobilen, die nicht von Tesla stammen eine Ausnahme und die Fahrer bzw. Fahrerinnen die diese auch für Langstrecken nutzen eher Enthusiasten als Normalos, die E-Mobile aufgrund des überragenden Komforts (laden zu hause, im Alltag keine Tankstellenbesuche, Laufruhe, Drehmoment…) fahren.

Wenn jemand diese Komfortmerkmale im Alltag genießen will, aber die Einbußen bei einer gelegentlichen Langstreckenfahrt nicht haben will, sind PHEV wie Ampera oder Golf GTE, die ja durchaus kurze bis mittlere Strecken rein elektrisch fahren können, derzeit wohl das Optimum, wenn man sich kein Model S leisten kann oder will. Das wird sich mit Erscheinen des Model 3 wohl ändern, aber vorher sehe ich das für diese Zielgruppe nicht.

Und gab es nicht kürzlich eine Studie von der DLR oder Fraunhofer, dass BEV-Fahrer hoch zufrieden mit Ihren Autos sind, die meisten aber noch ein ICE im Haushalt haben?

Gruß Mathie

Mathie hat es genau dargelegt. Ich beziehe mich auf die ursprüngliche Posting und die erste Antwort darauf (ich hatte ja die Zweite). :slight_smile:

Die Massenhersteller kommen halt „von unten“ an die Elektromobilität, Tesla „von Oben“. Das hatte ja Daimler schon ausprobiert, nur leider waren sie zu weit „oben“ mit ihrem SLR. Tesla hat es richtig gemacht und nun sind alle (alle) Premium-Hersteller schlicht hinten dran. Zählt man ca. zwei Hersteller in China nicht mit (Byd und Denza), sind es sogar alle Hersteller, die hinterherlaufen. :wink:

@Mathie:
Das man immer erst mal gegen meine Argumente ist, ist schlicht historisch gewachsen. Ich habe mir im November als Neuling erlaubt darzulegen, warum ein MS sich gegen einen A6 in Vollausstattung für eine Firma auf 4 Jahre derzeit nicht rechnen kann - und das noch als der S85D fully loaded noch unter 100k zu kriegen war. Dann habe ich noch versucht zu argumentieren, dass ich nicht glaube, dass Audi die wieder angekündigte Elektromobilität wieder abkündigt. Seither bin ich hier klar ein Audi-Fan (auch wenn ich schon länger keinen mehr fahre). Audi ist hier generell nur dann eine gute Wahl, wenn man etwas schlecht machen will. Schau mal in die Umfrage welches Auto der MS ersetzt hat - dann weißt Du warum. :wink:

Bei uns ist der 70D der Zweitwagen - korrekt! Der Erstwagen ist dann der P85D. :laughing:

Stimme Dir da voll zu. Was mich erstaunt ist, dass viele Hersteller versuchen Probleme zu loesen, die derzeit (noch) nicht einfach loesbar sind, anstatt sich auf Probleme zu konzentrieren, die einfach loesbar sind. Bildlich gesprochen, kommt mir das Verhalten unserer Hersteller vor, als seien sie 5. Klaessler, die anstatt ihrer einfachen Mathehausaufgaben versuchen Fermat’s Theorem zu loesen, daran scheitern und daraus schliessen, dass alle Mathematik vergebens ist. Dabei wissen doch alle Hersteller, dass sich bei Autos Innovationen von Oben durchsetzen (vom ABS, dem Kat, Airbags bis hin zu all den Assistenzsystemen die man derzeit kaufen kann, die kamen alle zu Erst in der Oberklasse).

Frei nach dem Motto: „warum einfach, wenn es auch kompliziert geht ?“

Ich nutze meinen als Erstwagen. Ein 2. Model S bringt mir nix. Ich kann mit einem Hintern auch nur einen Gaul reiten [emoji1]

Warum sollte ich vom Model S noch auf einen Verbrenner umsteigen? Das macht doch absolut keinen Spaß… Von den restlichen Argumenten abgesehen.

Mein erster Plan:
Kaufe 2x Model S 60 D (und entsorge beide Mercedes)
Eins steht am Haus und lädt PV und ist Familienzweitwagen für den Tag.
Das andere ist unterwegs,
Am nächsten Tag wird getauscht.

Leider ist der 60D gecancelt worden. Also upgrade.
Da Geld nicht aus den Ohren wächst, habe ich erst einmal EINEN Model S 85D angeschafft und ein Mercedes muss notgedrungen Zweitwagen spielen.

Beim vorletzen Mal als ich über den Tesla ausgefragt wurde (also letzte Woche) meinte einer: „Na aber wenn du dich daran gewöhnt hast willst du ja nie mehr in ein anderes Auto sitzen!“. Antwort: „Ganz genau, so ist es.“

Die Freundin hat noch einen Verbrenner, aber der wird nur für Kurzstrecken gebraucht. Wochenenden und Urlaube finden immer im Tesla statt.

Du verbringst Dein ganzes Wochenende und Deinen gesamten Urlaub im Tesla? Respekt :wink:

Bei der Liegefläche und mit Freundin, warum nicht? :smiley:

Oder wie Bjorn es formulierte: What happens in the Millenium Falcon, stays in the Millenium Falcon :smiley:

Ich benutze den Verbrenner nicht unbedingt eher für Langstrecke sondern habe halt noch 2 andere Autos die auch bewegt werden wollen. Daher kann ich nicht behaupten, das Model S wäre mein primäres Fahrzeug.

Grüße
Oliver

Bei mir ist das Model S absolut der Erstwagen. Und ich pendele am Tag 160km. Der Verbrenner der Gattin wird nur noch dann benutzt, wenn wir beide gleichzeitig unterwegs sein müssen.

Ersatz für den Verbrenner ist schon in Sicht: Model 3 reserviert! Ab dann nur noch elektrisch! Und nie mehr fossiles Zeugs zum Fahren verbrennen. Jetzt ist die Bundesregierung dran die Energiewende nicht auszubremsen, sondern voranzutreiben, damit der Anteil an regenerativ erzeugtem Strom zügig weiter wächst. Hoffentlich wird das Model 3 nicht zu breit und passt noch in unsere Garage.

Ich freue mich schon darauf meine Mitmenschen nicht mehr mit Lärm, Abgasen und Gestank zu belästigen. Sie haben’s nur noch nicht kapiert, was sie an mir haben. :laughing:

Bei uns ist der Benziner (Mini) der Zweitwagen und wird so bald als möglich durch ein Model 3 ersetzt!