Tempolimit auf deutschen Autobahnen Ja/Nein?

Veto. In dem Zeitraum bin ich viel unterwegs und möchte ebenso nicht gefährdet werden.

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Was die Amerikaner mit schnellen Autos, die ich so kenne, halt dann auch tun, Samstag auf die Rennstrecke und gut is.

Für mich sendet „unlimitierte Autobahn“ immer auch das Signal an eine gewisse Gruppe von Leuten, dass sie das Recht haben das auf Gedeih und Verderb auszunutzen. Sieht man ja ganz gut wie die Vertreterfraktion bei Aufhebung eines Limits losknallt als gäbe es einen Preis zu gewinnen oder einem dann in den Kofferraum fast reinfahren wenn man sich erdreistet beim Überholen den Überholten nicht grad zu schneiden oder den EAP zum Spurwechsel nutzt, der Sicherheitsabstand einhält beim Wiedereinscheren.

Hier im Großraum Muc können sie meinerwegen gernen einen lange angelegten Grossversuch zu 130 machen. Wie oft ich alleine auf der A8 und A95 schon wegen solchen Knallchargen stundenlang im Stau stand, und später an den vollkommen zerknautschten Wracks vorbei bin, die klar sichtbar über 3 Fahrbahnen geschleudert sind um dann in Leitplanken einzuschlagen mit sicher mehr als 130. Wie oft Freunde in den Feuerwehren hier ausrücken mussten um verstümmelte Leichen zu sehen oder noch schlimmer Leichenteile aufzulesen…

Die Zeiten zum Rasen sind aufgrund der Menge von Autos, LKWs, der CO2 Belastung usw. einfach vorbei, sorry. Es hat auch keinen Sinn dann immer wieder die Autobahnen zu nennen im letzten Eck des Emslands, da hindert ja niemanden daran ein Schild aufzustellen auf dem mehr als 130 gilt, aber es ist die grosse Ausnahme.

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Herrlich, da sind wir uns doch schon völlig einig. :tada::+1:

Es gilt das Tempolimit von 130 km/h und ggf. je nach Verkehrs- und Wetterlage bitte auch langsamer.

Sollten die Verkehrs- und Strassenverhältnisse allerdings eine höhere Geschwindigkeit zulassen gilt kein Tempolimit.

Bis die entsprechende Beschilderung vorhanden ist, gilt immer max. 130.

Zusätzlich müssen alle Besitzer einer Fahrerlaubnis ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre eine „Kurzprüfung“ ablegen. (ja ich gehöre auch dazu).

Fahrzeuge mit einer Höhe von über 180 cm und oder 2.2t Leergewicht werden generell bei 100 abgeregelt. Das spart richtig und legt den SUV - Irrsinn lahm.

Damit könnte ich leben.

@Volker.Berlin und andere
Die Argumentation der politischen Tempolimit-Befürworter ist seit Jahrzehnten durchsetzt von (um es nett auszudrücken) Halbwahrheiten, zweierlei Maß bzw. vorgeschobenen Argumenten, und Unaufrichtigkeit bezüglich der langfristigen Ziele.

Natürlich gibt es auch viele normale Verkehrsteilnehmer, die mittels Tempolimit das eine oder andere zu erreichen hoffen. Wie entspannt ist es doch in Land XYZ mit Tempolimit im Urlaub… Aber bei uns gibt es Ballungsräume, wo mehr los ist, außerhalb der Urlaubszeit fahren wieder mehr LKW, die Baustellen werden bei einem Tempolimit auch nicht weniger, und wer jetzt schon dicht auffährt oder nötigt, wird seine Gesetzestreue auch später nicht wiederfinden.

Wer ein Tempolimit einführen möchte, und vorgibt, dies zur CO2 Verringerung zu tun, der muß sich u.a. Fragen lassen, warum er nicht Ausnahmen für E-Fahrzeuge vom Tempolimit zulässt, und dies europaweit. Durch den dann beschleunigten Umstieg würde mehr CO2 eingespart, als es mit einem Tempolimit in D jemals zu erreichen wäre. Und eine verlangsamte Bahn spart auch jede Menge CO2. Außerdem haben wir hier ja gelernt, daß man dann endlich mal in Ruhe den Zustand von Laternen und Signalanlagen beurteilen kann :wink: .
Eine großartige Situation, um zu erkennen, ob CO2 der wirkliche Grund für die angeblich CO2 basierte Verbotsforderung ist, oder ob nur eine auto- und freiheitsfeindliche, mindestens intolerante, politische Ideologie nur nett verpackt werden soll.

Dann werden wieder die zu rettenden Menschenleben vorgeschoben. Es wurde von einem Teilnehmer das Bild eines Familienvaters bemüht, der nicht mehr nach Hause kommt. Eine trauriges Bild, aber anhand des Verbotes von Pedelecs kann man sehr gut prüfen, ob es wirklich um Menschenleben geht. Und wenn das autonome Auto sicherer ist als zu Fuß gehen, werden sie fordern, ab jetzt ausschließlich mit dem Auto zu fahren? Oder von der Bahn aus Sicherheitsgründen auf den Flieger umsteigen? Das glaubt den politischen Akteuren doch Niemand.

Was werden denn die Begründungen der jetzigen Tempo 130 Verbotsforderer sein, weshalb zu Fuß gehen und Mobilität mit zwei Rädern trotz Eigen- und Fremdunfällen weiterhin erlaubt sein soll? Wahrscheinlich die Gründe, die sie den jetzigen Zielen ihrer Verbotsforderung niemals zugestehen, irgend so ein Gedöns mit Freiheit und Eigenverantwortung, kommt gerade weltweit immer mehr aus der Mode.

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Kann man die Verlogenheit einer Forderung schöner entlarven als mit dem Wort „anfangs“ ? Einfach köstlich. Aber Verlogenheit ist kennzeichnend für die ganze Diskussion.

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Doch, das ginge schon.
Wenn die Begründung für ein Tempolimit die wäre, dass wir wegen den Energieproblemen möglichst schnell möglichst viel Energie einsparen müssen, dann wäre für mich ein auf den Sachgrund befristeste Tempolimit schon durchsetzbar.

Wenn das Energieproblem dann mal gelöst wäre, könnte man sich überlegen, für wen welche Ausnahmen gelten.
E-Autos könnte man ja später ausnehmen, was die Verbreitung fördern könnte.

madmax

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So lange nicht der komplette Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, spart ein Tempolimit natürlich auch bei BEV CO2 ein.

Wir können über eine Aufhebung diskutieren, wenn das erreicht ist.

Ein weiterer Punkt aktuell ist, dass in Raffinerien rund 3% des deutschen Erdgasverbrauches dahingehen. Das Thema fehlt mir in der Debatte über Einsparung. Mit einem Tempolimit hätte man vermutlich einen ähnlichen Einspar-Effekt wie bei den Atomkraftwerken.

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naja, so viel Öl spart nen Tempolimit nicht ein. Evtl. wenn man Daten vom Jahr 2000 als Vergleich zieht. Heute haben wir einen Deutschlandweiten Schnitt von <130km/h. Die Ersparnis wäre evtl. <1% des jährlichen Ölbedarfs. Da gibt es andere Sektoren wo man mehr Öl sparen kann. Beispielsweise wenn man den ganzen Transitverkehr langsam mal auf die Schiene bekommt.

Das macht man nicht lange. Ich habe neulich für eine Überschreitung der vorgegebenen Geschwindigkeit um 6 km/h 45€ bezahlt. In der Schweiz wohl um ein Vielfaches mehr.
Mir würde vorerst schon mal reichen wenn auf den Strecken mit Geschwindigkeitsbegrenzungen diese auch durchgesetzt würden. Das sind immerhin gut 40% der Autobahnen. Immerhin hat es einen Grund, wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzungen verhängt wird.

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Erdgaseinsparung ist kein Thema, wenn’s um‘s „Auto“ geht ….

Wieso denn nicht?

Bei einer Energiekrise darf man sicher auch von Grenzverbräuchen reden, wir nehmen alle vom selben Kuchen.

sorry, war ironisch gemeint (hätte wohl ein :wink: anfügen sollen)…

es lohnt natürlich imho auch auf solche Maßnahmen zu schauen (und hat mich noch nie überzeugt, zu sagen, a,b,c etc bringen nur Peanuts, denn viele Peanuts ergeben auch große Nüsse; obwohl seinerzeit beim CO2-Einsparen erstmal richtigerweise auf fossile Kraftwerke gesetzt wurde, um Großeffekte einzufahren - habe das alles hautnah miterlebt, da ich über 20 Jahre bei einem der großen Strom-und Gasplayer beschäftigt war)

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Wer adaptiv intelligent ist, der macht sich seine eigenen Grenzen bewusst und versucht, nicht nur das Beste für sich zu erreichen, sondern auch für andere. Wer dumm ist, verwechselt das eigene Wohl mit dem Gemeinwohl.

Quelle: ZEIT ONLINE | Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.

Keine Ahnung, was das jetzt mit diesem Thread zu tun haben könnte… :thinking:

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Transportverlagerung in 100 Jahren vielleicht, jedenfalls im eingeschlafenen Deutschland. 1 % Einsparung durch Tempolimit sofort. Wie war das mit dem Spatz imn der Hand und der Taubenschwrm auf dem Dach?

Da ist in Deutschland schon überall Tempolimit. In Berlin 80 km/, auf dem kompletten Ring 120 bis auf ein paar km im Osten.

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Ich bin ja ein Befürworter eines Tempolimits von 130-150, aber in letzter Zeit fällt mir ein ziemlich unerträglicher Trend auf: Linkespur-Kuschler mit 100 kmh.

Als A44 Pendler schätze ich mal, dass es an einer Mischung aus Ferienzeit und Benzinsparen liegt.
Ständig ist nachmittags im Berufsverkehr die linke Spur eine Kolonne mit Geschwindigkeiten zwischen 95 und 120 kmh.
Darunter sind sehr viele holländische, belgische und v.a. auch dänische Kennzeichen. Die blockieren nicht nur die linke Spur, sie ziehen auch völlig risiko-ignorant auf die linke Spur wenn jemand von hinten angerauscht kommt.

Doch es gibt auch genug deutsche Kennzeichen, die einfach kilometerlang mit 100 kmh an LKW Kolonnen vorbeifahren.
Als guter Tesla-Fahrer mit AP auf Abstand 5-7 übt man offenbar nicht genug Druck aus, sodass sich diese Herrschaften noch bestätigt fühlen, dass sie nichts falsch machen.

Als ich noch Corsa fuhr, versuchte ich immer mit 140 kmh möglichst schnell an LKWs vorbeizufahren, um das Risiko zu minimieren, dass mir jemand am Heck klebt und natürlich auch aus generellem Anstand ggü. schnelleren Autos.


Also kurzum: ich fordere eine Tempo-Untergrenze von 120 kmh auf der linken Spur. Wer kilometerlang mit 100 kmh links fährt, sollte ebenso hart bestraft werden wie ein Raser.

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Ist mir auch aufgefallen,ich hatte schon vermutet,das es militante Tempo 130 Befürworter sind,die extra den Verkehr ausbremsen wollen…Noch schlimmer,am gleichen Tag auf der A44 bei Soest,abends weniger Verkehr,ein Lkw fährt nach einer langgezogenen Kurve auf der linken Spur mit tempo 80,obwohl rechts nirgends ein Fahrzeug zu sehen ist…Wenn da ein Schnellfahrer gewesen wäre und nicht ich mit tempo 140-150,dann gute Nacht…ich möchte echt wissen was man sich bei sowas denkt…

Das wäre jetzt vor allem ein Argument für Tempolimit 150.

Ich verstehe diese Argumentation nicht. Unter keinen Umständen darf jemand irgendwo so schnell fahren, dass er vor einem Hindernis nicht mehr anhalten kann. Das hat mit einem Tempolimit überhaupt nichts zu tun.

Dann nehmen wir Mal eine kurvige Landstrasse,Tempo 100 erlaubt,90% der Autos fahren die Kurve mit 70,wenn man da hinter jeder Kurve ein liegengebliebene Fahrzeug vermutet,fahren wir auf der Landstrasse 50km/h,inklusive Hupkonzert…Ich hatte so eine Situation schonmal.
Der Staat Argumentiert immer so,man muss jederzeit anhalten können,auch wenn direkt vor einem ein Reh auf die Straße springt…aber beim ICE/der Bundesbahn ist das nicht möglich,weil der Bremsweg zu lang ist,da! wird auf die Physik verwiesen.
Ist genau wie beim anschnallen im Auto,da wird darauf hingewiesen,ab 30km/h kann man sich nicht mehr festhalten,aber im ÖPNV stehen die Leute in den Bussen.Passiert da was,wird auf das Schild bitte festhalten verwiesen.Hier wird die Physik ignoriert! Die Sendung Kopfball hat das Mal ausprobiert,obwohl der Fahrgast wusste,das eine Bremsung erfolgt und sich normal festhielt,ist er bei der Bremsung nach vorne gerauscht.