Tempo 30 innerorts

Mein Post wurde leider in ein ein neuen Beitrag verschoben und ich wollte keine Tempo Diskussion vom Zaun reissen

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Spanien hat innerorts Tempo 30 und auf einspurigen Straßen innerorts Tempo 20.

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Ich dachte immer, eines der Hauptmotive wäre ein verringerter Schadstoff-Ausstoß. Aber bei 30 km/h und erst recht bei 20 km/h verursachen alle Autos einen höheren Schadstoff-Ausstoß als z.B. bei 40 oder 50 km/h.

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Interessanterweise war das Argument in Spanien nicht die Umwelt, sondern, dass es weniger Unfälle gäbe. (Was sicher nicht verkehrt ist, wenn sich dran gehalten wird).

Aber, ich fürchte, OT.

ich habe gerade mal ein wenig nachgelesen: Diese Aussage basiert wohl auf einer Studie aus dem Jahre 2012 aus Baden-Württemberg (Mercedes-Country), wo diese Beobachtung gemacht wurde.

Eine Vergleichsstudie in Berlin kam zum gegenteiligen Ergebnis (wohl auch, weil da kein Autohersteller direkt vor Ort ist, der auf das jeweilige Landesamt direkt wirken könnte). Der ADAC dagegen kam in München (BMW-Hood) wieder zum gleichen Schluss, wie die Studie des Nachbar-Bundeslandes nahegelegt hat.

Aktuellere Studien habe ich keine gefunden. Allerdings ist es schon bemerkenswert, dass jene Städte bzw. Bundesländer mit Autobauern zum einen Ergebnis kommen, jene Bundesländer OHNE einen Autobauer vor Ort zu einem anderen.

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Naja, dass die im links-grünen Berlin immer und überall andere Ergebnisse haben, kennt man ja. Daraus würde ich nichts ableiten :wink:

Mein Wissen (aus verschiedenen Quellen) ist, dass die ICE für round about Tempo 50 optimiert sind. Damit scheint es bei 30 nicht so gut zu laufen.

Mit dem BEV macht das 30 dann aus Umweltaspekten und Lärm eh keinen Sinn mehr :smiley:

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Unter 30 km/h aufgrund des [email protected]#%&*!1!! AVAS erst recht nicht.

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Du gehst von konstanter Fahrt aus. Durchschnittsgeschwindigkeit in Berlin um 18 und in Hamburg um 20 km/h und in der Hauptverkehrszeit bist du deutlich drunter,

Ein toller Verbrauch bei konstant 100km/h auf der Autobahn ist möglicherweise nicht als Ziel anzusehen, um den optimalen Verbrauch beim Rennen zur nächsten Ampel im Stadtverkehr zu erreichen.

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Vermutlich soll mit diesen Limits auch die Stadt für den Autoverkehr unattraktiver gemacht werden. Richtig so!

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tatsächlich sind die meisten Motoren auf zwei bis drei Geschwindigkeiten hin optimiert - einmal liegt es bei knapp über 20, einmal bei um die 60 und einmal bei 90 - jeweils die häufigsten Tempolimits auf der Welt (90km/h entspricht rund den 55mph in den USA, 60 den 35mph und 20 den 15mph). Für alles darüber gibt es dann noch die Getriebe mit den zusätzlichen Gängen obenrum, aber wirklich effizient sind die Motoren da nicht (was man bei unseren Vehikeln btw. auch schön sehen kann - denn genau da gehen auch bei uns die Verbräuche relativ flott nach oben).

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Ich wäre hierbei offen bis dafür, denn das innerörtliche Autofahren würde weniger attraktiv werden, was bei mir die Hoffnung nährt, dass die Bequemlichkeitsfahrten reduziert werden könnten.

madmax

Insider:
Wer 50 fahren will, kann das dann ja gerne auf der Autobahn machen… :cowboy_hat_face:

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Das hat nichts mit Motoroptimierung zu tun, das ist allein Getriebe.

Die Getriebe werden so eingestellt, dass die Motordrehzahl sie bei den genannten Geschwindigkeiten im optimalen Bereich ist.
Da gibt es sogar bei manchen Herstellern je nach Zielmarkt unterschiedliche Getriebekonfigurationen, die gezielt auf die lokalen Tempolimits abgestimmt sind.

Ist auch so ein Ding, wo dann Importe, die gar nicht für den deutschen Markt bestimmt waren, plötzlich höhere Verbrauchswerte haben. Der Motor des importierten Autos läuft halt in DE nicht in dem Bereich für den sein Getriebe optimiert wurde.

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Geringe Geschwindigkeiten von Autos haben viele weitere Vorteile!

U.a. sorgt ein Tempolimit 20km/h dafür, dass Fahrradfahrer jeglicher Art problemlos auf der Straße mitfahren können.
Die Trennung zwischen Fahrradweg und Autostraße wird damit obsolet. Der Platz wird besser genutzt, gefühlt „mehr“.
Hier in Münster haben wir auch ein solches Versuchsprojekt, eine Haupteinfallsstraße mit Tempo20:

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Verkehrsraum wird weniger stark separiert sondern harmonisiert. Das Miteinander gefördert und dadurch der Stresslevel reduziert und ein wesentlich lebenswerterer Raum geschaffen.

Auch das Fahren im Auto ist bei Tempo 20 schöner, sofern man darauf zeitlich eingestellt ist: es ist ein entspanntes Cruisen. Der Verkehrsfluss wird erhöht. Gefahrensituationen nehmen ab. Seitenstraße verbinden sich besser.
Am Ende gewinnen alle.

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Getriebe werden aber passend zu den Motoren ausgelegt bzw. angepasst. Das ist btw. auch der große Irrtum der ganzen „Tuner“, die meinen, wenn man nur EINE Komponente an einem Wagen verändern würde, hätte es nur und durchweg positive Einflüsse auf den gesamten Wagen - und damit im schlimmsten Fall den gesamten Wagen stattdessen verhunzen.

Motoren haben neben ihrer Drehzahl auch einen Kernlastbereich, in dem sie ideal arbeiten. Darauf sind die Getriebe wiederum abgestimmt, um in den genannten Geschwindigkeiten genau diese idealen Lastbereiche zu erwischen. Verkürzt oder verlängerst du jetzt einfach die Übersetzung, ist der Motor ggf. zwar in seinem idealen Drehzahl-, aber nicht mehr in seinem idealen Lastbereich. Die Folge ist eine Verringerung der möglichen Gesamtleistung, Verringerung der Effizienz oder - im Worst-Case - sogar ein Schaden an Motor oder Getriebe (oder beidem).

Es gibt nicht umsonst Berechnungsmodelle, mit denen du die Motorspezifikationen und das Zielgewicht des Fahrzeugs als Werte einträgst, nur um DANN erst die Werte für das Getriebe zu bekommen.

Danke für diese Erfahrung!

Aktuell ist es wirklich schwer mit einem normalen Fahrrad im Verkehr mit zu schwimmen. Es gibt oft nur schlecht ausgebaute Fahrradwege. Deshalb lassen es viele.

Erstmal hat man wie beim Thema Tempolimit auf der BAB viele Bedenken aber wenn man es mal „wo anders“ ausprobiert hat findet man schnell gefallen daran.

Es ist entspannter und der Verkehr fließt besser, mit mehr Rücksicht auf die Schwächeren.
Die Zeit die man benötigt wird fast gleich bleiben. Der Zeitfresser sind immer noch die Ampeln und der Verkehrsfluss generell (in der Stadt).

P.S. Die ICE spielen eh bald keine Rolle mehr…

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und sind lauter wird es auch!

Kennt man vozugsweise aus Gegenden mit hoher >8 Zylinder ICE Dichte, die 30km/h lt. Tacho 45 km/h im ersten Gang fahren…sag mal bitte die Queille für deine Information?

es gibt gute Beispiele ausserhalb DE, wie in ES, NL und BE …BEispiel: Entschleunigtes Brüssel - Tempo 30 für die belgische Hauptstadt | deutschlandfunk.de

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Für die „richtigen“ Innenstädte sehen ich da keine Probleme. In Ortschaften bei Durchgangsverkehr empfinde ich 30 km/h als quälend langsam. Hier sind teilweise 50 km/h schon an vielen Stellen grenzwertig und es hält sich eh niemand dran.

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DAS liegt aber eher am Stadtlayout und der seit über 60 Jahren autofokussierten Verkehrspolitik.

Kurzum: Wenn du meinst, jeder müsse mit seinem Auto jeden Gullideckel in der Stadt erreichen können, ohne auch nur einen einzigen Meter zu Fuss gehen zu müssen, musst du halt mit REICHLICH Asphalt arbeiten. Da bleibt dann nicht mehr viel Spielraum für Alternativen.

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Sicher, dass du dem richtigen geantwortet hast? Deine Antwort hat mit meinem Post eigentlich nicht viel zu tun.