Technische Akku Frage

Hallo,
ich frage mich wieso der Porsche Taycan gegenüber dem Telsa M3 Perf. mehr Dauerleistung hat.
Dazu habe ich mich über die verbauten Zellen informiert.
Mit dem Porsche kann man (laut Test eines Automagazins) scheinbar unbegrenzte Beschleunigungsorgien durchführen, obwohl der die eigentlich (dachte ich zumindest bisher) schlechteren Pouch Zellen hat:

In der zweistöckigen Performance-Batterie Plus (Serie in Taycan Turbo und Taycan Turbo S) sitzen 33 Zellmodule, die je aus zwölf einzelnen Zellen (insgesamt 396) bestehen. Die Gesamtkapazität beträgt 93,4 kWh. … In Summe werden in 28 Modulen 336 Zellen nach dem technischen Prinzip 168s2p verschaltet. Die Zellen selbst sind sogenannte Pouch-Zellen. Bei diesem Zelltyp wird der Elektroden-Stapel nicht von einem festen Gehäuse, sondern von einer flexiblen Verbundfolie umschlossen. Dadurch lässt sich der vorhandene rechteckige Bauraum der Batterie optimal nutzen und das Gewicht reduzieren.

Telsa verbaut m.W.n. u.a. wegen der hohen thermischer Wärmeabfuhr fast 5000 Einzelzellen des Typs 2170, die optimal gekühlt werden können. Im Test wurde nach ein paar Beschleunigungsorgien gedrosselt (Was ich absolut richtig finde).

Weiß Jemand warum der Taycan mit den Pouch Zellen dennoch länger Dauerleistung bringt ?

Ich möchte kein 200.000€ mit einem 50.000€ Auto vergleichen, es interessiert mich allein die Technik und warum sich Tesla die Mühe macht fast 5000 Zellen pro Auto zu verbauen, statt nur 200-300 Pouch Zellen, die scheinbar genauso, oder wie beim Porsche noch mehr Dauerleistung vertragen.
Ist hier einzig die Kühlung (Wärmepumpe) größer?

Ist eigentlich nicht die Chance höher, dass 1 oder mehrere Zellen ausfallen, wenn man die 10 fache Anzahl verbaut ?

MfG

Hat er nicht. Nach ungefähr der Nordschleifenstrecke (Zufall?) stinkt er plötzlich ab. Ein M3P hat dieses Problem nicht. Jedenfalls war das 2021 so.

Glaubst Du nicht? Guckst Du hier:

https://www.golem.de/news/japan-ev-grand-prix-tesla-model-3-schlaegt-porsche-taycan-im-rennen-2104-155773.html

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Zum Vergleich „Porsche Taycan gegenüber dem Telsa M3 Perf.“ kann ich nichts sagen, aber wenn man die Geometrie von Pouch- und Zylinderzellen vergleicht, so gibt es bei Letzteren ein „Innen“ welches theoretisch schlechter gekühlt werden kann als etwas flaches :thinking:

Was für eine Chemie in den Zellen von Porsche nun tatsächlich
verwendet wird, Porsche/Audi/VW machen nach meinen Infos
keine genauen Angaben.
Aber im Grundsatz gehe ich davon aus, dass man natürlich versucht,
den vorhandenen Platz im Auto optimal mit Akkukapazität zu füllen.
Was nun aber Optimal ist, liegt nun auch daran wie ich eben die Zelle aufbaue.
Optimal kann auch ein Kostenfaktor sein, Rundzelle = relativ einfache Produktion
Pouch = Raumausnutzung gut, aber Herstellung aufwendiger usw.
Die Zellchemie bestimmt dann auch die „akzeptable“ Lebensdauer eines Akkus.
Vollpowern bis dar Akku glüht kann man natürlich machen, aber wie oft macht das
der Akku mit?
Ein Werbeargument beim Smartphone ist die Ladezeit, bis das der Akku wieder
von einem Stand „X“ voll ist. Es gibt kaum ein anderes Bauteil, wo man selbst nach
einiger Zeit erkennt wie hier die Leistung einbricht.
Schonendes Laden und nur bis zu einem gewissen Ladegrad den Akku zu befüllen,
kenne ich erst seit einigen Android Versionen.

danke für die Antworten :+1:
die Golem News kannte ich noch nicht