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Supercharger und Frau allein nachts unterwegs

Auf dem Weg von Baden-Baden nach Hamburg hatte ich meine Frau an Bord. Wir haben 3x gehalten (1x Neuberg, 1x Lutterberg, 1x Rhüden), bekanntermaßen alles Autohöfe. In Neuberg wurde es schon leicht dunkel, die Supercharger stehen etwas abseits. Wir (=in der Regel wohl männliche Forumsleser) finden das gut, weil das Zupark-Risiko sinkt. Mein Frau fand das gar nicht gut, denn sie meinte wenn sie zukünftig mit ihrem Model X auf Langstrecke nachts allein unterwegs sei, dann sei das nicht lustig. Zwar ist meine Frau selbstbewusst, schlank und groß und stark (als Reiterin), und damit nicht gerade potentielles Überfallopfer. In Lutterberg war es besser beleuchtet und direkt am Restaurant (aber hohes Zupark-Risiko). Rhüden wieder alles dunkel, Restaurant nachts geschlossen, McD schon deutlich entfernt.

Das ging so weit, dass meine Frau sagte, ich solle das Model X mal wieder abbestellen, das sei nichts für sie. Sie wolle erst eins, wenn sie nachts 700 km am Stück fahren könne ohne anzuhalten. Oder wenigstens wie eine beleuchtete Tankstelle wo auch ein paar mehr Leute unterwegs seien.

So richtige Argumente fehlten mir spontan (ausser du bist doch groß und stark und fällst nicht ins Beuteschema) und diese Sichtweise war mir natürlich nicht bewusst.

Also was gebt Ihr mir dazu für Hinweise, Ideen etc. (ausser ihr Pfefferspray bei der Auslieferung des Model X in die Hand zu drücken). Will natürlich das Model X nicht an so was scheitern lassen …

So ganz von der Hand zu weisen sind die Argumente nicht. Manche Supercharger sind wirklich abgelegen und für Frauen nachts um halb 1 sicher nicht der Wohlfühlort. Vielleicht solltest du es so machen wie du es in deiner Beschreibung schon angesetzt hast. Die Charger nach Bedenklich und Unbedenklich (Lutterberg) einteilen und sehen ob es dann überhaupt noch ein Problem ist. Wenn sie alle Strecken bei der steigenden SuC-Dichte ohne „Bedenklich“ fahren kann wäre das Problem gelöst.

Wir sollten TM darum bitten mit genau der Begründung, dass sie alle SuCs wo nicht schon geschehen GUT zu beleuchten - das ist die beste Prävention und vermittelt Sicherheit. Nichts ist so bedrohlich wie ein schummriges Eck/Gasse/Parkplatz… :frowning:
P.S. würde meiner Holden auch missfallen…

Hatte ich auch gedacht. Da alle SC bereits Strom und LAN haben müssen, würde ich da Licht und Kameras installieren. Macht von den Kosten her keinen Unterschied, die Wirkung ist aber gleich eine ganz andere.

Hallo Boris!
Ein ernstes Problem, welches Tesla aus folgenden Gründen ernst nehmen muß - Beleuchtung ist das Minimum. Denn sonst:

  1. Der selbst auferlegte Anspruch höchsten Sicherheitsniveaus leidet - die hohe MX-Sicherheitsanspruch muß auch für die Infrastruktur gelten.
  2. Risiko Negativpresse
  3. Frauenanteil der MX-Käufer wird eventuell höher als beim MS sein, da SUVs ein stärkeres Sicherheitsgefühl geben sollen.

Anmerkung: Auch mit dem Benziner lass ich meine Frau nicht gerne allein nachts reisen. Eine Freundin wurde in Paris am hellen Tag aus ihrem SUV (M-Daimler) gezerrt… Selbstschutzmaßnahmen und offene Augen sind auch tags obligatoire, egal mit welchem Panzer unterwegs.

Um Argumente gegenüber Tesla zu sammeln, kann ev ein Anruf bei der Autobahnpolizei Aufschluss geben, was insbesondere nachts auf den Autohöfen los ist bzw in den letzten 10J los war.
Gruß Chris

Oder das hier kaufen: amazon.de/Neu-Gentleman-Scho … B00KLJWPHG

Scherz bei Seite: Wenn kriminelle darauf kommen das ausschließlich Fahrzeuge im Wert von 100.000 Euro dort min. 20 min. parken :wink:

Also meine Regierung ist glaube ich noch gar nie alleine über 300km gefahren. Von daher wäre es bei uns wohl kein Thema. Aber der Einwand ist schon valide. Falls nötig könnte man auch eine Übernachtung einplanen und im Hotel einstöpseln. 700km am Stück sind ja auch ganz schön anstrengend. Ich persönlich habe normalerweise nach 3 Stunden Fahrt den Autobahnkoller.

Hi,

für meine Frau ist das kein Problem - selbstbewusst und kein Stück ängstlich (und auch nicht zierlich klein. :wink: ). Zudem in Yellowknife (in den Northern Territories aufgewachsen) und somit an Dunkelheit und schräge Gestalten gewöhnt (zumindest im Winter). Hat auch mal in Vancouver in einem gruseligen Stadtteil (East Hastings) gelebt.

Was meiner Frau Angst macht ist Regen beim Fahren (Schnee liebt sie) - ist bei mir genau umgekehrt.

Cheers

Frank

Ich denke, sobald die Solar-Carports kommen, wird das ganze auch schön ausgeleuchtet werden. Und je mehr Tesla gekauft werden, desto eher kommen die Carports. Also nicht abbestellen, sondern eher den Hinweis an Tesla geben, dass ohne Carports nicht finalisiert wird.


Quelle: Teslamotorsclub.com

Ich sehe den höheren Frauenanteil beim Model X eher wegen besseren Zugänglichkeit der hinteren Sitzreihen. Meine Frau ist mit dem Model S und dem Ampera nicht zufrieden, weil sie sich beim Hereinsetzen der Kleinen bereits den Rücken verrenkt hat => Beide Wagen sind viel zu niedrig.
Da ist der X als Familienkutsche ein großer Fortschritt, insbesondere wegen der oft kritisierten Flügeltüren. Wegen der Supercharger und der nächtlichen Problematik hat sie sich bisher eher entspannt geäußert. Sie hat eh keine Lust alleine im Dunkeln auf Fernreis zu gehen.

Danke für die vielen Rückmeldungen. Ich lasse die Reservierung natürlich weiterlaufen. Notfalls verkaufe ich das Model X dann sofort - wohl mit Gewinnn.

Hi,

hier noch kurz ein Original Zitat meiner Frau (sie hat auch schon in Russland, Guatemala, Schottland und Italien gelebt) : „Warum haben die Frauen in Deutschland Angst im Dunkeln? Es ist hier so sicher wie nirgendwo.“

Cheers

Frank

Hallo zusammen
Mensch seid Ihr alle Macker :smiley:
Scherz beiseite - ich meine schon, dass dieses Problem ernst genommen werden sollte, denn sogar ich - ja ein Mann - finde es viel angenehmer an einer beleuchteten „Tankstelle“ Zeit zu verbringen, als in einer spärlich beleuchteten hinteresten Ecke eines grossen Parkplatzes.
Gegebenenfalls kann so ein Problem ja mittels LED-Leuchten gelöst werden. Diese wären regelbar und könnten bei Anwesenheit heller leuchten, als wenn niemand am Charger ist.

Lukas

Ich denke in der zweiten Rollout-Welle kommen dann überdachte Supercharger mit Beleuchtung, PV-Dach und Batteriespeicher.

In Berlin wurde drum gestritten, ob das Pleiteland aus Prestigegründen die gesamte Stadtautobahn beleuchten muss, oder ob nur ein Teil reicht. Beleuchtung ist Luxus - und Tesla ist auch Luxus. Beides sollte zusammenpassen - nicht aus Sicherheitsgründen, sondern um dem exklusiven Anspruch der Marke gerecht zu werden. Die SuCs haben Ladetempel verdient, wie sie Fastned in den Niederlanden aufstellt. Was bringt mir das 950 Euro teure Lichtpaket im Model S, wenn ich beim Greifen des SuC-Kabels mangels Beleuchtung in die Sch**ße meines Vorgängers trete?

Nun, wie hier bemerkt wurde: Tesla ist Luxus, also ist das Ganze ein Luxusproblem. Und wie meine Frau schon treffend feststellte: ausgerechnet in einem der sichersten Länder (kaum bis keine Schusswaffen, relativ wohlhabend im Durchschnitt etc.) haben die Frauen (Leute) Angst…

Und ansonsten: Ja, wenn man in einer Luxuskarosse rumfährt, muss man damit rechnen nicht nur Bewunderung zu ernten, sondern auch Neid und Missgunst. Daher habe ich es vor Tesla vermieden solche Autos zu fahren, obwohl es monetär möglich gewesen wäre.
Wer das Eine luxuriöse fahren will muss meiner Meinung nach also auch in der Lage sein, das Andere auszuhalten bzw. sich politisch oder sonstwie dafür einsetzen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch weiter auseinander klafft und somit die Wahrscheinlichkeit für die Verbrechen vor denen eure Frauen Angst haben nicht noch weiter ansteigt.

Die einzige andere Alternative zeigt uns das Reich des Bösen (USA) wo alle Menschen inkl. Kleinkriminellen auch gleich Schusswaffen haben können und somit eigentlich nur noch übrig bleibt das Luxusauto von der gated community (geschlossene/eingezäunte Wohnanlage) nur noch direkt zum bewachten Parkhaus bzw. dem Valet Parking fahren zu können weil man sonst Gefahr läuft überfallen zu werden bzw. das Auto demoliert/gestohlen zu bekommen. In solch einer Gesellschaft möchte ich nicht leben. Darum unterstütze ich soziale Bewegungen für gesellschaftlichen Wandel und deren Unterstützer wie z.B. bewegungsstiftung.de

Cheers

Frank

Hallo
vielleicht mal diese deutsche App ausprobieren. Ist kostenfrei. Eine Art Tote Mann/Frau Schalter. Wenn man sich nicht rührt geht die Alarmessage raus.
Heißt Pretecta fürs Iphone und Android. pretecta.de/

Gruss Siggy

An meinen 550i habe ich einfach ein 523i-Schild geklebt und schon bin ich nicht mehr reich und luxusverwöhnt. :slight_smile: Beim Tesla gehts nicht so einfach.

S60 auf P85+ sind aber auch keine schlechte Differenz, könnten 50k sein (aber ich sehe ein das es nicht das Problem löst)

Ich weis nicht, als Frau rennt man doch auch ohne model s mal durch ne dunkle Gasse, ist manchmal nicht vermeidbar.

Wer Angst hat, kann sich doch ein pepperspray mitnehmen. Beim anfahren des supercharger würde ich die Augen offen halten, dann mit Spray in der Hand austeigen, anstöpseln und wieder ab ins auto, dann kann man ja abschließen. Dürfte vielleicht 15s dauern, bis man wieder im Auto sitzt.

Supercharger sind außerdem an Orten aufgestellt, die von der Infrastruktur her Sinn ergeben, d.h. die Polizei wäre bei nem Notruf sehr schnell da.

Da hätte ich im normalen Straßenverkehr mehr Angst, mir kommen immer Leute im Kreisverkehr entgegen, oder fahren mir vor der Nase vorbei während ich grün habe…