Supercharger: Optimale Fahrgeschwindigkeit

Ich hab da mal ein bisschen mit electricar.guru herumgespielt.

So wies aussieht ist die maximal erreichbare Durchschnittsgeschwindigkeit bei Langstrecken, wenn man die Ladepausen mit einrechnet ca. 120km/h, und zwar geht das nur wenn man 160km/h fährt und die Batterie jeweils nur auf 70% lädt. Falls man sich entscheidet, die Batterie bis 90% zu laden (weil z.B. die Supercharger so weit auseinander stehen) kommt es etwa aufs Gleiche raus ob man 120 oder 160 km/h fährt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit inkl. Pausen ist dann zwischen 90 und 100 km/h.

Das stimmt zumindest ungefähr mit meinen Erfahrungen überein. Wie seht ihr das? Habt ihr andere Erfahrungswerte?

160km/h, bis 70% laden:
160kmh_70percent.png

180km/h, bis 70% laden:
180kmh_70percent.png

… und hier noch
120km/h, bis 70% laden:
120kmh_70percent.png

bzw. dasselbe bei 0° Celsius und 20mm/h Niederschlag, ohne Vorheizen mit Steckdose. Dann muss man falls man mit 100% losfährt spätestens nach 280km nachladen:
120kmh_70percent_winter.png

Wie hier auch schon von vielen angesprochen ist das eben nicht immer ganz so einfach da die Ladeleistung des SuC eben von 0% an bis rund 50% mit rund 100kW vorwärts geht und darüber hinaus dann langsamer wird.

Ich denke fast dass das wichtiger ist relativ „leer“ zum SUC zu kommen wie über den einen oder anderen km/h nachzudenken. Ich hatte den Eindruck dass bei meiner letzen längeren Fahrt Tempomat knapp unter 130 die beste Wahl war. Im Winter denke ich müsste man mal schauen wie sich die Heizleistung in Abhängigkeit der Geschwindigkeit abbildet.

Man könnte vermuten dass es auch da eine optimale Geschwindigkeit gibt. Im Sommer ist es dann mit der Klima eher umgekehrt.

Ich hab mit da auch Gedanken gemacht und als Ausgangswert eine Fernreise genommen. Komme zu einer Optimalgeschwindigkeit von 120km
energiespeicher.blogspot.de/2016 … ieren.html

und berechne dann die mittlere Geschwindigkeit, die kaum über 100km/h liegt http://energiespeicher.blogspot.de/2016/01/tesla-geschwindigkeit-optimieren.html

Eduard Heindl

Die 10min für Ab/Auffahrt halte ich aber für sehr viel. Gerade bei vielen Stops verzerrt sich damit das Bild. Ich würde eher von 5min ausgehen. Ausserdem kann man wohl durchaus davon ausgehen, dass man bei langen Strecken mit (relativ) voller Batterie startet und dann fast leer ankommt (Destination Charging).

Ansonsten eine gute Berrchnung, die sich von o.g. Punkten abgesehen mit meinen Erfahrung deckt. Wenn ich es eilig habe, lade ich meist nur auf ca. 60% (Abstand zwischen Supercharger erlaubt auf manchen Strecken keine 50%) und fahre dann mit 130-140 los, lasse mir eine kleine Reserve, die ich dann zum Schluss ggf durch schnelleres Fahren (aber nie über 160) wieder abbaue. Auf vielen Strecken komme ich damit auf Durschnittsgeschwindigkeiten über 100km/h. Z.B. Taunus-Basel: 380km in 3,5h oder Taunus-Berlin (550km) in 5h, also etwa 110km/h.

Je länger die Distanz, desto mehr nähert man sich einem Gesamtschnitt von knapp 90 km/h an. Wenn ich natürlich voll losfahre und nur einmal lade, liegt der Schnitt weit höher. Aber das ist nicht Langstrecke.

Idealtempo bei den D Modellen ist etwa 135 km/h, die non D Modelle etwa 125 km/h.

Bei non D deckt sich das mit meiner Erfahrung

Hallo
Ich häng mich mal an diesen Thread an mit meiner Frage - faszinierend all eure wissenschaftlichen Berechnungen, grosser Respekt! :astonished:

Ich fahre bald ein gebrauchtes Model S 60 und freue mich riesig auf meinen ersten Tesla… doch nach allem, was man hier so liest, braucht man starke Nerven, um sich nicht verunsichern zu lassen. :confused: :slight_smile: Nun, die mutmasslichen 240km bei 80% Ladelimit dürften im Alltag für meine üblichen Pendelstrecken problemlos ausreichen, da mach ich mir keine Sorgen. Die eigentliche Feuerprobe steht im Sommer an, wenn wir mit dem Model S von Bern über Genf, Chambéry, Valence, Nîmes nach Perpignan fahren wollen. EV Trip Planner meldet für das Model S 60 mit 19 Zoll-Rädern, bei 26°C Aussen- und 21 Innentemperatur, voraussichtliches Autobahntempo 100-120km/h, folgende Etappen:

Model S 60
Bern-Chambéry 250km (!) 0:38 Min. (Ladezeit
Chambéry–Valence 161km 0:44 Min.
Valence-Nîmes 154km 1:14 Min.
Nîmes-Perpignan 226km
2:36 Min.

Meine Hypothese lautet: Wo ist das Problem? Ich behaupte mal, dass wir mit diesen Etappen doch ohne Weiteres von A nach B kommen müssten, wenngleich mit der Einschränkung, die erste Etappe durch einen weiteren Ladestopp in Lully (ca. 60km nach Bern) abzusichern.

Dazu der Vergleich mit dem
Model S 85D
Bern-Chambéry 250km 1:01 Min.
Chambéry-Nîmes 309km 0:45 Min.
Nîmes-Argelès 226km
1:46 Min.

Natürlich braucht der S85D fast eine Stunde weniger Ladezeit, aber mal im Ernst: Pausen von insgesamt zweieinhalb Stunden auf knapp 800km sind doch wohl das mindeste, was man eh einplanen würde? Mal sehen, wie gut das klappen wird - ich werde berichten.

Das ist genau das, was vile Petrol-Heads nicht wahrhaben wollen. Mit dem Model S wird das Rasen zum Reisen und die Ladeweile zu einer willkommenen Unterbrechung. Man kommt entspannt am Ziel 1-2h später an, wird aber festellen, das der urlaub schon mit der Abfahrt angefangen hat und der Urlaubseffekt nicht schon mit dem Stress durch die Rückreise zerstört wird sondern noch viel länger anhält.

Fahre am Sonntag ca. 600km mit Baby an Board. Da sind sowieso schon mögliche Unterbrechungen eingeplant, dafür stehen immerhin 4 mögliche SuC (2 geplant) zur Verfügung und noch eine Typ2 Ladesäule für mögliche weitere Pausen.

Da am Hotel im Zielort geladen werden kann, wird der letzte Aufenthalt am SuC ensprechend kurz ausfallen können.

Man muss sich bei den Berechnungen immer entscheiden wo die Todzeiten mit reingerechnet werden.
Das sind die Zeiten von Abfahrt Autobahn, Fahrt zum SuC, Anhalten bis Einstecken und Ladebeginn.

Ich habe nur die reinen Ladezeiten genommen (von Einstecken bis Ausstecken) und alles andere auf die Fahrzeit gerechnet.
Dass hat zur Folge dass ich nur noch Durchschnittsgeschwindigkeiten von unter 100 km/h hatte!
Auf der Autobahn bin ich aber durchweg Tempomat 120-130 km/h gefahren.

Für meine Fahrt von Stuttgart nach Hannover habe ich daher für die 550 km doch 6 Stunden reine Fahrtzeit gebraucht.
Kann also nur empfehlen auf der Autobahn etwas schneller zu fahren um die An- und Abfahrten etwas auszugleichen.

Zum Laden habe ich übrigens 2 Stunden gebraucht, da ich kein Destination-Charging hatte und so eine Reserve bis zurück um SuC laden musste.

(Da sind die „Fossilcars“ einfach besser dran, da die schneller an die Tanke kommen.)

Ich bin früher mit dem Verbrenner immer mit Tempomat 140 km/h über die Autobahn zur Arbeit und zurück gefahren.
(10 km Stadt + 75 km Autobahn je Strecke)
Tatsächlich hatte ich - je nach Verkehr - aber eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 92 - 98 km/h.

Aber auch nur, wenn die Tanke direkt an der Straße liegt, über welche du sowieso fahren würdest.
In Ballungsgebieten ist das vielleicht häufig der Fall, auf Autobahnen fast immer, aber wer tankt schon freiwillig das völlig überteuerte Zeug direkt an der Autobahn, wenn er am Autohof viel billiger tanken kann?
Ich habe noch nie an einer Autobahntankstelle getankt und bin immer an einen Autohof gefahren.

Ähnlich sieht es bei den Superchargern aus:
Fahre ich z. B. sowieso über die A1 bei Kamen-Zentrum vorbei, dann dauert die Anfahrt zum Supercharger gerade einmal 2 Minuten.
Fahre ich jedoch auf der A2, dann dauert die Anfahrt desselben SuC 6 Minuten.
Umwege von bis zu 10 Minuten, weil ich noch tanken musste, sind im Ruhrgebiet zwar eine Seltenheit, aber bei Kundenterminen im Emsland war das „normal“.

Ich bin gestern und vorgestern auch Hannover <> München 635 km gefahren. Hinfahrt 130 km/h und 3 kurze Supercharger-Stopps / Rückfahrt 150 km/h und ein langer Supercharger Stopp (Essenspause) und ein kurzer. Interessant war: Staubereinigt inklusive Supercharger-Stopps waren wir bei der Hinfahrt 7h Stunden und Restakku bereinigt 6h 45 Min bei der Rückfahrt unterwegs [Voraussage des Bordcomputers war 7h]. Auf der Hinfahrt mit 3 Leuten wären wir vermutlich mit dem Benziner auf einem Drittel der Strecke zwar schneller gefahren (vermutlich 160 km/h - auf zwei Drittel der Strecke wäre nicht schneller fahren möglich gewesen[Verkehr/Begrenzung]). Die Pausen bei der Hinfahrt waren auch notwendig wegen Toilettenpausen - und danach ging es ziemlich direkt weiter. Nachts, allein, mit weniger Begrenzung und freier Autobahn mit Benziner und wenn möglich über 200 km/h und ohne Pause ging es früher auch schon in knapp über 4,5 h als Vergleich. Gestern und vorgestern wäre es aber nicht mal annähernd möglich gewesen und ich hatte Kollegen an Board.

Was das für mich heißt: schneller fahren scheint auch schneller zu sein (wobei es natürlich auf der Rückfahrt bergab ging).

Am vergangenen Wochenende fuhr ich von Dortmund nach Speyer (315 km).
Auf der Hinfahrt mit AP auf 150 km/h, Zwischenstopp in Wilnsdorf (also nach ca. 104 km), da ich nicht vollgeladen losgefahren bin.
Den SuC Hirschberg habe ich nicht mitgenommen, obwohl er fast auf der Strecke lag, da ich am Ziel eine kostenlose RWE-Ladestation haben würde.
Und für den Fall der Fälle hätte ich noch genug im Akku gehabt, um auf dem Rückweg zum SuC Hirschberg zu kommen.

Leider konnte ich an der RWE-Säule nicht genug nachladen, um es bis nach Wilnsdorf zu schaffen, also musste ich einen Zwischenstop in Hirschberg machen.
Das brachte mich auf die Idee, so schnell wie möglich (und erlaubt) zum nächsten SuC (Wilnsdorf) zu fahren und dort mit <10% SoC nachzuladen, um anschließend wieder so schnell wie möglich (und erlaubt) bis zum SuC Kamen zu fahren, wo ich wieder mit ~10% SoC ankam.

Als ich in Hirschberg losfuhr überholte ich kurze Zeit später ein Model S, welches mich in den Baustellen dann wieder überholte.
Das ging die ganze Zeit so weiter.
In Wilnsdorf habe ich ihn dann jedoch nicht angetroffen, dafür aber in Kamen.
Er ist mit TACC 130 km/h durchgefahren, ich habe in Wilnsdorf nachgeladen.
In Kamen sind wir dann beide gleichzeitig wieder losgefahren.

heute das thema hier „gefunden“.
TOLL @snooper77 :exclamation:

kannst du das anpassen ans MX? würde mich riesig freuen :exclamation:

Werde ich tun, sobald Tesla einen Reichweitenrechner analog zu dem fürs Model S macht.

Der Verbrenner sagt Dir dass Du 140 fährst tatsächlich warst du aber mit 133 unterwegs:)

danke dir schon einmal jetzt :exclamation:

Welches Model mit welchem Akku hast du?
Ich werde auch hier und da die Strecke Hannover <-> München fahren.

Danke für den Erfahrungsbericht.

Er hat laut Angabe untenstehend einen 85er. (Nicht D)

Wie man sieht ist der Unterschied recht gering. Wobei 150 km/h zu 130 km/h schon ein Unterschied ist und in Österreich zu Problemen führen könnte.

Mein Credo:

AP / Tempomat 135 / 130 km/h einstellen dann schafft man ~ 120 - 115 km/h im Schnitt. (ohne Laden)

Wer weiter kommen will soll 120 km/h einstellen. :wink:

Es ist eine Geschmacksache ob ich einen langen Stop mache mit einer Stunde oder eben 2-3x kurz (habe ich bis dato nur in D gemacht da SC-Dichte sehr hoch) anhalte.

Hier kann man sich mit der Geschwindigkeit spielen. (Faktor einstellen)
evtripplanner.com/planner/2-7/

Vielen Dank, für die tolle theoretische Ausarbeitung und die vielen Erfahrungsberichte. Muss ich mir abends mal als Lektüre vornehmen.

Für den MX gibt es inzwischen nichts, oder?