Supercharger: Optimale Fahrgeschwindigkeit

geht das, von Wien bis Hengersberg ohne Zwischenladung ? ( muss demnächst auch geschäftlich von Landshut nach Wien und überlege in Linz am SeC ein paar kW nachzuladen)

Sind knappe 300km und ein paar Zerquetschte, müsste also bei zurückhaltender Fahrweise gerade so machbar sein.

Was genau macht euch auf der Strecke Sorgen?
Vollladen, Geschwindigkeit bei 120 km/h einpendeln und gut.

Geht locker. Sogar Winter+Family mit ca. 20km typical Rest. Rasen ist klarerweise nicht. 120 und gut.

Also Wien - Hengersberg sind laut Maps 318 km.

Derzeit erreicht man mit Vollladung von 384 km im Endeffekt bei 120 km/h nicht mehr als 270 km.
(Sorry aber gerade getestet … ok mit Heizung, bei Regenfahrbahn bin aber sogar nur 110- 115 km/h gefahren und es kamen dann 295 km Reichweite heraus)

Bericht auf FB.

Vielleicht ohne Heizung und ohne Regen(fahrbahn)…

Meine Rechnung zur Sicherheit ist nunmehr.

318 km Strecke : 70 % mal 100 = 454 Reichweite

(Bis dato war der Verlust 20-30%)

Also würde ein Nachladen von 70 km an einer 22 kW Station genügen. (45 Minuten)

PS: Der Leihwagen hatte 36000 km.

Auf eine Strecke von etwas mehr als 300 km is eine extra Pause van 45 minuten + extra Fahrzeit ziemlich viel.
Man kann dan einfach 100 fahren oder sogar 90 und ist schneller und dann ist es zu schaffen.

In Oktober habe ich (Nacht) die Strecke Regenburg - Wien gemacht und met 30 Rest angekommen. Ich habe natürlich sehr vorsichtig gefahren doch es klappte.

Das Auto lässt sich einfach gut „bespielen“

Was heißt vorsichtig jetzt konkret ? :wink:

Das sind 396 km.

Tempomat 100 oder 90 oder gar nur 80 km/h ?!

Wahrscheinlich auch mit Plusgraden und ohne Regen(fahrbahn) oder ?

ich hab die Strecke schon desöfteren abgespult, geht bei konstanten 110 auch im Winter, auch mit Regen, vor Hengersberg mußte der Strom noch bis Regensburg halten !
Zugegebenermaßen muß man schon schmerzfrei sein wenn kurz vorm Ziel mal rated auf Null ist…

Fahre die Strecke übrigens nächste Woche wieder - doof ist dann nur wenn der ohnehin langsame SuC Wien wiedermal mit (Tesla)Taxen und SEC-Fzg. vollsteht… :imp:

Was meinst Du mit kurz vor dem Ziel ?

Wie weit bist Du nach Anzeige von NULL noch gekommen ?

Wahrscheinlich ohne Heizung / Klima ?!

PS: Durchschnitt waren rund 260 Wh , 75 kW sind nutzbar da kommen eben nur ca. 288 km raus. (Siehe auch Rechner auf der Tesla Seite und bei electric car guru)

Die knappen Abstände der SC vor allem in Deutschland machen schon Sinn. (Alle 200-250 km ein SC)

Dann kann man mit 120 oder mit 130/140 fahren. (Tempomat)

Du fährst bei konstant 110km/h 396km im Winter? Bei Regen? Mit Heizung? :open_mouth:

Sorry aber das halte ich für unmöglich!

Dank Hilden, Boxberg, User-Reports hier im Forum, dem Tesla-Rechner auf der FAQ-Seite und dem Report von Straubel Ende Dezember wissen wir recht gut, was geht:

  1. Regen: kann - je nach Intensität - Reichweiteneinbußen bis in den 2-stelligen Prozent Bereich bedeuten.
  2. Wind: Bsp - bei 10kmh Gegenwind darf man 10kmh langsamer fahren, um die gleiche Reichweite zu erzielen. Bei Rückenwind umgekehrt!
  3. Höhendifferenz Anfang/Ende: 20-40km pro 1000hm von Reichweite abziehen - oder zurechnen.
  4. Heizung/Aussentemperatur: siehe Tesla-Rechner.
  5. Reifen/Felgen: siehe Straubel-Statement: bis über 5% Unterschied id Reichweite, neue Reifen „kosten“ nochmal 1-2% Reichweite.
  6. Fahrweise: bei periodisch sehr hohen Stromentnahmen aus dem Akku kann gesamt weniger Energie aus dem Akku entnommen werden (Verlustleistung im Akku steigt mit Quadrat der Stromentnahme). Ein ruhiger Fuß / Tempomat hilft.
  7. Zuladung: auch noch ein paar Prozent.

Je nachdem wie man die og Punkte kombiniert, können sehr unterschiedliche Reichweiten herauskommen.

Sehr schöne Zusammenfassung!

Zitat user plus zur Erinnerung den Test vom August 2014.

Schade, dass der Rechner auf der Seite nicht bis 130km/h geht.
Schämt sich Tesla etwas über die geringe erzielbare Reichweite?

Um den Verbrauch bei 130km/h im ungünstigsten Fall (Winter) zu ermitteln habe ich folgende Berechnung auf der Tesla Webseite durchgeführt:
Aussentemperatur -10grad, Klima an, Autobahn, Standardfelgen
Dann kommt folgendes raus:
100km/h 344km
110km/h 316km
120km/h 290km
Ich hab mittels quadratischer Interpolation (da der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt) das Polynom ermittelt, welches durch die 3 obigen Punkte geht. x ist die Geschwindigkeit, y die Reichweite:
y=0.01x^2-4.9x+734
bei 130km/h ist die Reichweite 266km
80% von 266km (angenommen man lädt am Supercharger aus Zeitgründen nur bis 80%) = 212km
Mit 19 Zoll Felgen verringert sich die Reichweite um ca 4%, also sind wir bei 200km

D.h. von Supercharger zu Supercharger kann man bei 130km/h im Winter (angenommen man hat freie Fahrt, Staus bzw reger Verkehr vergrößern wahrscheinlich die Reichweite wegen der kleineren Durchschnittsgeschwindigkeit welche einen kleineren Luftwiderstand verursacht).

Also müsste man im Winter bei 130km/h alle 200km zum Supercharger und dort 30min laden.
D.h. eine 900km Fahrt z.B. von München nach Kiel würde ca. 9h dauern und man würde insgesamt 4 mal am Supercharger laden, insgesamt 2h von 9h.
Also wenn meine Berechnungen nicht falsch sind, kann man mit dem Model S auf längeren Strecken eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 100km/h erzielen. Wahrscheinlich kommt man schneller ans Ziel wenn man konstant 110km/h fährt statt 130km/h, da sich der Verbrauch bedeutend verringert.

Also die Wahl zwischen gemütlichem Fahren oder zügig Fahren und alle 2 Stunden eine Pause von 30min einlegen.
Im Sommer sind die Werte natürlich besser.

In anderen Ländern sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen tiefer, deshalb ist Deutschland eigentlich das „ungünstigste“ Land für E-Auto Fahrer die auf Autobahn zügig fahren wollen.
Das Model S hat viel PS unter der Haube und ein Teil der Besitzer möchte damit auf der Autobahn auch etwas heizen, aber er kommt bei langen Fahrten (>600-700km) nicht schneller ans Ziel als einer der mit einem Kleinwagen, welcher mit 110km/h konstant dahintuckert.
Wenn man es nicht eilig hat, dann ist das Model S natürlich für die Langstrecke gut, da man zudem sofern man Supercharger-Deckung hat, kostenlos durch die Gegend fahren kann.
Wenn Leute präzise Termine einhalten müssen, also man startet z.B. in München und muss um X Uhr in Kiel ankommen, dann muss man beim Model S um auf Nummer sicher zu gehen eben mit relativ geringen Durchschnittsgeschwindigkeiten rechnen (ish schätze < 100km/h).
Ideal wäre es halt, wenn die Batterie in Zukunft nochmals um 50% größer wird. (>120-130kWh).
Dann wären die Zeitunterschiede bei längeren Strecken bei zügiger Fahrweise gegenüber dem Verbrenner relativ klein.
Aber die meisten Leute fahren ja nicht jeden Tag so weit, also ist das Model S auch jetzt für viele ein alltagtaugliches Fahrzeug.

Viele Dinge richtig beschrieben, bei zwei Sachen möchte ich allerdings gerne einhaken:

19" Felgen verringern nicht die Reichweite. Richtig wäre: Bei Nichtverwendung der Kombi 19" Turbine mit Michelin Primacy kann bei zB Standardfelge und anderen Reifen die Reichweite um bis zu 5% niedriger sein - muß aber nicht.

Auch für das MS gilt: je schneller man fährt, desto eher kommt man an - (und jetzt kommts:) - sofern man den nächsten SC erreicht. Der Zeitverlust durch zusätzliches Stromnachladen ist kleiner als der Zeitgewinn durch schnellfahren. Dh ein Benefit durch schnellfahren besteht.

Heißt: ist der nächste SC nicht so weit weg, ruhig druff, wenns Spaß macht. Du kommst schneller an!

PS: Für mich persönlich ist allerdings der Verlust an Gelassenheit durch Schnellfahren größer als der Zeitgewinn, dh ich fahre (wie viele hier) Tempomat 110-130, wenn geht.

Neulich hatte u.a. Niels auch eine „Abhandlung“ zu diesem Thema gemacht. Ich meine, die optimale Geschwindigkeit zwischen den SuC i.S. von minimaler Reisezeit lag da bei 130-140 km/h. Hier habe ich auch den Link:

Dank Supercharger ohne irgeneinen Plan in den Winterurlaub losfahren geht schon, auch ohne SuC in Insbruck und Bozen, wenn man über Nacht irgenwo schnarchnuckel kann.

Nur mal so als aktuelles Praxisbeispiel meine Tripdaten mit 19 Zoll Pirelli Winterreifen.

Berghoch bei Schneemulm mit Heizung und Licht hatte ich oft und lange mehr als 600 Wh/km, also dreifachen Verbrauch. Sehr oft das Doppelte von Rated. Jetzt wundere ich mich schon sehr über den moderat tiefen Durchschnittsverbrauch.

Unter B: Zwickau => Frankfurt/M. mit Durchschnitt 130 km/h. dann bis Bregenz 140, Arlberpass hoch konnte er kaum noch anzeigen, Diagramm voll orange. Wieder runter Sankt Anton, der grüne Reichweitebalken wurde länger. Autobahn bis Landeck 110. Dann Landstr. über den Reschenpass Richtung Bozen Schnitt 65 schneller geht kaum. Der Rest ist Südtirol, bergig, kurvig, oft Ortschaften, selten kann man überholen, wenig zugeschneit, öfter Matsch oder nasse Fahrbahn, selten mehr als 60. Rückfahrt ohne Brennertunnel und Autobahn erst ab Insbruck via Kufstein, Irschenberg, A9 mit Schnitt 115 km/h nur die rechte Spur schneefrei, aber da fuhren viele unter 90.

Ganz oben die 110 km sind Münchber-Nord bis Zwickau in genau einer Stunde.

Die ganze Zeit haben wir das Doppelte von Rated vorgeladen und ich dachte auch verbraucht. Es liegt also ganz stark an der vorsichtigen Fahrweise, bedingt durch Schnee oder Glätte.
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na da hab ich mit meiner Frage "Hengersberg - Wien möglich " die Experten wachgerüttelt. [emoji6]
Bei den vielen Beiträgen kann ich mir es nun aussuchen ob es geht oder nicht[emoji34] Nach ca. 4Tkm eigener Wintererfahrung komm ich nicht unter 250 Wh/km bei moderater Fahrweise mit max. 125 km/h und 19 Zoll WR. Dann käme ich mit 75kW nutzbarer Energie grad 300 km weit. Ich versuch es mit 110 km/h und beobachte mal den Verbrauch. Wenn es die 250 Wh/km bleiben, werd ich wohl am SeC Linz nach Strom betteln [emoji4] Gruß Klaus

Kann es sein, dass das hier alles mächtig Off Topic ist und eigentlich mal in das Reichweiten-Thread verschoben gehört ? :laughing:

+1

Mod Note: habe es in den vorgeschlagenen Thread verschoben.