Wir können doch nicht Tesla mit Daimler vergleichen nur weil die Autos im Premiumsegment ähnlich teuer sind. Auf der Bilanzseite liegen da Welten wenn nicht Universen dazwischen. Tesla macht Verlust und ein rentables SuC Netzwerk sichert uns allen ein Fortbestehen dieses. Will mir nicht vorstellen das es von heut auf morgen weg ist, solange Tesla keine amtlichen Gewinne macht besteht diese Gefahr immer! Guthaben auf dem Tesla Konto, wenn ich so was höre, sorry woher denn, noch mehr Verluste?.
Bei den SuC kommt hinzu das man vielleicht irgendwie CCS an jedem SuC hinbekommt(weis nicht wie beim aktuellen Design) aber die Abrechnung der abgegebenen Menge muss „geeicht“ gemessen werden, da redet das Eichamt ein Wörtchen mit. Man stelle sich vor wenn die ersten CCS Autos kommen und dann die SuCs belegen usw.
Ich denke das Tesla auf politischer Ebene Einfluss ausüben wird, vielleicht auf Europaebene, zumindest wird man es versuchen, eine Änderung der LSV wäre das einfachste. Im Sinne, wenn 8 Stalls SuC stehen müssen auch 8 CCS stehen. Dann wäre der Weg frei, die SuC Nutzung wie bisher, die M3 bekommen keinen CCS sondern sollen helfen das SuC Netz zu amortisieren. Mit den zusätzlichen CCS Ladern verdient man auch irgendwann Geld, kein Problem.
Wenn man auf ein Auto von 120k ein Gewinn hat von 25 bis 30k doch das Gewinn am nächten Tag anwendet für die Entwicklung von Model 3 und das fabelhafte Supercharger Netz, anders gesagt, die Zukunft, macht man kein Verlust. Sie gehen einfach weiter und überall kommen neue SuC Stationen mit immer mehr Leistung. Ich war in Kettleman City (Ca) und habe die neue 40 Stalls Bauarbeiten gesehen. Die kommen auch in Europa. Praktisch gesehen gibt es nur in Deutschland Problemen und die hat man selber gemacht.
Nur nochmal etwas dazu: Diese ABB-Säulen sind doch aber vollintegriert, oder? Die Supercharger sind ja „nur“ ein Gehäuse für die Kabelhalterung und das „Trumm“ von Gleichrichter + Technik steht schön versteckt abseits hinter dem allseits bekannten Bretterverschlag.
Ich bin mir sicher, dir wurde es schon zigfach gesagt: Supercharger-Bauten sind keine Kosten, die Verluste verursachen. Da tauschen nur Bilanzpositionen ein bisschen Zahlen aus. Cash wird weniger, Anlagevermögen wird mehr, das dann über lange Zeiträume abzuschreiben ist.
Die Bruttomarge wird vollständig aufgefressen von Kosten des operativen Geschäfts und Zinsen.
Praktisch gesehen ist der Supercharger-Ausbau in Osteuropa und Südosteuropa nicht existent. Praktisch gesehen stoppte der Ausbau in dem Moment, in dem der dafür seit 2014 zuständige Mitarbeiter für Powerwalls abkommandiert wurde (und inzwischen zu Porsche zum Ladesäulenbau wechselte). Letzte geplante Supercharger wurden dann 2016 noch fertiggestellt, seitdem ist Schluss. Würde mich nicht wundern, wenn Tesla für Deutschland und Osteuropa gar keinen Planer mehr beschäftigt.
Dir ist schon klar, dass in den ABB und Efacec-Säulen nicht nur die Abrechnungstechnik steckt, sondern die komplette Technik für Gleichrichtung? Also das, was bei Tesla in einem genauso großen Kasten steckt, den man dir nur nicht direkt vor die Nase stellt, sondern 10m entfernt aufbaut? Du kannst von Efacec, Circontrol, EBG Compleo und bald auch wieder ABB genauso Schnelllader mit abgetrennter Leistungselektronik kaufen, bei denen du dann nur noch einen schmalen Kabelhalter am Parkplatz stehen hast.
Stimmt schon, aber warum muss der Gleichrichter am Ladepunkt sein?
Ich bin überzeugt das eine zentrale Lösung einfacher/billiger ist und der Wirkungsgrad besser (die efacec Säulen pfeifen übrigens extrem nervtötend, offenes Fenster geht gar nicht, das nur am Rande).
Ich arbeite bei Huawei und wir haben in China bereits eine modulare Lösung auf dem Markt für 19" Schränke. 350 kW Ladepunkte sind dort das Ziel. Das geht dann eigentlich nur zentral. Es gibt dort Ladeplätze mit 50 Ladepunkten an denen die BYD Taxis geladen werden). Das ist eine Zentrale Lösung
Ich würde die Abrechnung über Fahrzeugidentifikation machen (was Tesla ja schon macht). Das ganze Ladekartengedöns ist doch Unfug und das bisschen mehr an Hardware imTrafohaus nimmt nicht viel mehr Platz weg.
Ich bestreite nicht, dass die SuC-Dichte in Ost- und Südosteuropa dünn ist, aber das dürfte der Kaufkraft, den Verkaufszahlen und damit der Nachfrage geschuldet sein. Und von »Schluss« kann keine Rede sein; ich war gerade erst am nagelneuen SuC in Prag. Ein weiterer in Tschechien ist in Bau, Bratislava (Slowakei) ist auch von 2017, wie Maribor (Slowenien) und 3x Kroatien …
Sodom und Gomorra überall. Die bauen da einfach Ladesäulen wo der E-Golf ind I3 nicht laden können. Das geht doch nicht.
Bei uns in Deutschland herrscht Ordnung. Und zwar die Ladesäulenverordnung. So geht das
Find ich nicht so gut jedenfalls nicht ohne das es dann deutlich mehr Stalls werden. In der aktuellen Stillstandsphase sind wir alle drauf angewiesen das die bestehenden nicht auch noch mit „artfemden“ Autos belegt sind. Sollte sicher der Status Quo ändern und der Ausbau Fahrt aufnehmen warum nicht.
OT: Nur um Euch allen eine Idee davon zu geben - Bulgarien ist ein Beispiel wo Tesla selbst alles stoppt. Im Land gibt es nach der neuesten Statistik 100 Teslas, die alle mit diesem Versprechen gekauft wurden, dass (bald mal) ein Supercharger kommen soll. ihr wisst alle wie lang diese Pläne aufgeschoben werden. Die Anzahl von 100 Teslas ist bei 7 M Einwohner (Kaufkraft mal abgesehen) garnicht wenig und könnte schon ein etwas größeres Engagement erwarten.
Da unsere Firma sich mit (Erneuerbare-) Energieprojekten beschäftigt bin ich seit 2013 mit Tesla in Kontakt. Zuerst mit Tesla in Kalifornien, dann mit Tesla Europe und Tesla Österreich. Sie haben schon Leute die am Ausbau des Netzes arbeiten. Bei Tesla scheint aber intern vieles schief zu gehen. Wenn wir den Supercharger mal außen vor lassen, hat das Team von Tesla welches am Netz arbeitet große Probleme mit externen Partnern zu arbeiten. Ich warte jetzt schon 3 Monate auf eine Antwort in Bezug dem Ausbau des DeC-Netzes in Bulgarien. Obwohl ich schon ein NDA unterzeichnet habe, und einige Locations für SuC und DeC habe, bewegt sich Tesla immer sehr langsam. Wer von Euch das DeC-Programm gut kennt, weiß, dass dieses keinesfalls eine hohe Investition von Tesla erwartet. Genau andersrum.
Für mich hat Tesla z.Z. schlicht und ergreifend die Probleme, die jedes wachsende Unternehmen hat. In Deutschland ist das Problem, natürlich, ein ganz anderes. Wollte nur sagen, dass Tesla in vielen Ländern von Osteuropa keinesfalls eine fehlender Nachfrage als Grund des stockenden Netzausbaus angeben kann.