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Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

Tut mir leid cer, aber ich empfinde das so, wenn Du so etwas schreibst:

Nochmal: zu behaupten es gäbe nicht den geringsten Vorteil, ist egozentrisch! Denn es gibt Vorteile! Auch, wenn diese dich persönlich nicht betreffen.

Meiner Einschätzung nach gibt es einen, vielleicht ist es sogar DER einzige, Vorteil weshalb SUVs immer beliebter werden: das Ein- und Aussteigen fällt Menschen mit Rückenproblemen leichter.

Vielleicht findest Du und andere SUV-Hasser das lächerlich, aber ich habe das jahrelang live miterlebt bei meinen Schwiegereltern: erst seit Jahrzehnten Audi Kombi gefahren, dann mit ca. 65 Jahren auf Audi Q5 gewechselt und jetzt Kia Niro Hybrid.
Es gab nur diesen einzigen Grund für meine Schwiegereltern: „das Ein- und Aussteigen geht für uns so viel einfacher“.

Früher gab es keine hohen Fahrzeuge, die sich trotzdem wie ein PKW fahren ließen. Aber inzwischen gibt es eine reichliche Auswahl und Rückenleiden werden ebenfalls dramatisch häufiger (75% aller Berufstätigen haben Rückenschmerzen!).

Natürlich braucht der Niro meiner Schwiegereltern etwas mehr Sprit als ein „niedrigeres“ Auto mit dem gleichen Innenraumvolumen, aber soll ich den beiden 75-jährigen jetzt ernsthaft DAS (s.u.) sagen?

Es gibt immer mehr Menschen mit Rückenleiden <-> es gibt immer mehr SUVs - für mich gibt es da eine deutliche Korrelation.

Ich hoffe, dass es so verständlicher ist.

Verständlich ja. Aber absolut nicht ernst zu nehmen, bedaure (und ich denke, dass dir das auch bewusst ist).
Es gibt eine Menge Autos, die nicht in die fragliche Kategorie gehören und ebenfalls eine erhöhte Sitzposition bieten. Mag sein, dass es ein paar Leute gibt, die sich wirklich mit diesem Argument ein SUV anschaffen (und es nicht nur vorschieben). Sind es 10% der SUV-Käufer? Sind es 20%? Muss ich davon ausgehen, dass die Fitnesskanonen im X4 und GLE Coupé ihre Autos gar nicht aus Eitelkeit fahren, sondern weil sie alle vom Bandscheibenvorfall bedroht sind? Haha.

Und noch mal (zum dritten Mal jetzt): Ich bin nicht pauschal gegen SUVs. Ich finde sie nur all Massenphänomen schädlich und begrüße es, wenn es – auch kräftigen – gesellschaftlichen Gegenwind gibt.

Wer ein SUV braucht, soll halt auch die Stirn haben, diesen Gegenwind auszuhalten (und wer eines braucht, wird ihn auch aushalten).
Aber sich weinend hinstellen: Bubu, die bösen sozial-Egoisten wollen mir mein dickes Auto miesmachen – das find’ ich einfach arm.

Freiheit endet da, wo die Freiheit des nächsten anfängt.
Und viele SUV verletzen auf verschiedene Weise meine persönlichen Grenzen, täglich. Sie nehmen mir Platz weg auf den ich Anrecht habe, sie zwingen mich, mich durchzuschlängeln, sie verdecken Dinge, die ich aus Gründen der Verkehrssicherheit gern sehen würde, sie bedrohen mich mit ihrer enormen kinetische Energie, und so weiter und so fort…
Ich kann das aushalten. Aber ich bin nicht verpflichtet, es gut zu finden. Im Gegenteil, es ist mein Recht, es schlecht zu finden – und das auch zu sagen.

Ja und? Der Momentanverbrauch sagt doch nichts. Schon mal die Vollstrom-Videos von Björn Nyland auf den deutschen Autobahnen gesehen? Da ist der Verbrauch auch weit weg vom Durchschnitt. Hier stehen lächerliche 3500 Wh/km auf dem Tacho.
https://youtu.be/K8YwOhtroAc?t=11

Es sind nicht nur die Rückenprobleme, es ist der allgemeine körperliche Abbau und die sich verringernde Beweglichkeit im Alter. Meine Mutter ist viel lieber im Auto meiner Schwester mitgefahren als in meinem MS, weil durch die tiefe Sitzposition für sie das Ein- und Aussteigen für viel beschwerlicher war.

Aus dem gleichen Grund sind die auch bei den Müttern so beliebt. Kinder auf den Rücksitz packen geht viel einfacher, weil man aufrechter an den Kindersitz auf der Rückbank kommt. Ganz zu schweigen davon, dass man aufgrund des höheren Kofferraums viele Kinderwägen einfach so reinstellen kann und sie nicht jedesmal zusammenklappen muss.

Nicht nur beschwerlicher. Meine Mam kommt aus meinem S nicht ohne fremde Hilfe raus. No chance. Auch nicht aus dem A3.
Aus dem X4 z.B. ohne Probleme.

Quatsch. Die fahren ein größeres Auto als du. Nicht mehr und nicht weniger. Du redest dir nur gern ein, dass die Grenze zwischen Platz wegnehmen und Platz opfern müssen (zufällig) ganz genau jenseits des Autos verläuft, für das du dich aus welchen Gründen auch immer entschieden hast.

Das ist ein sehr guter Vorschlag und würde niemanden treffen, der das SUV auch artgerecht nutzen möchte. Es würde die ganzen Poser verhindern, denn so ist es kein Statussymbol mehr. Es müssen nichtmal 100 km/h sein, besser 130, damit es europaweit überall sinnvoll gefahren werden kann.

Vergisst die Kreuzfahrten und privaten Flugzeuge nicht. Das ist auch unnötig.

Nein, DAS ist Quatsch. Ich habe kein Problem mit größeren Autos. Ich sehe, ganz konkret, ein allgemeines Problem mit Autos die hoch sind, und unterhalb der Sichtlinie der meisten Verkehrsteilnehmer praktisch undurchsichtig sind.

Was mir entgeht, ist der Unterschied zwischen Platz wegnehmen lassen und Platz opfern. In Städten und Bauwerken ist der zu Verfügung stehende Raum nun mal limitiert. Mutwillig öffentlichen Platz zu beanspruchen, den man nicht braucht, ist prinzipiell antisoziales Verhalten – Dauer-Ladesäulenblockierer.

Es kann Gründe geben, ein Fahrzeug zu haben, das diesen Platz benötigt. Dann gibt es halt einen Kompromiss, mit dem die Welt leben kann (ich auch).

Aber niemand wird mir wegargumentieren, dass ich das statistische Größenwachstum von Alltagsfahrzeugen schädlich und falsch finde, weil es die Lebensqualität aller Menschen in Summe eindeutig senkt.

Und apropos Rückenleiden:

AU muss ich aber noch Erwerbstätig sein.

Ich hoffe man findet zukünftig noch andere Möglichkeiten rückenkranken Menschen zu helfen, als panzerähnliche Fahrzeuge zu bauen, die einem auf der Straße unnötig die Sicht versperren.

Du magst es lächerlich finden, ich nicht! Ich stehe dazu, dass das der Hauptgrund für den SUV-Boom ist!
Es ist zwar auch nur Anecdotal evidence, aber in meinem gesamten Bekanntenkreis gibt es nur 2 SUVs. Beide werden von Menschen gefahren, die Rückenprobleme haben (eine ist 75, eine 46). Darüber hinaus gibt es Freunde, die darüber nachdenken, aus eben diesem Grund beim nächsten Fahrzeug auf ein SUV zu wechseln.
Und aus den ersten Reaktionen nach meinen Beitrag merkst Du vielleicht, dass ich damit nicht ganz so falsch liege?

Merkst Du nicht, was Du hier machst? Einzelfälle von „Hass-Modellen“ herausgreifen, dich darüber lustig machen und damit eine ganze Fahrzeugkategorie diffamieren!

Ja was denn nun? Ja? Nein? Aber nicht jeder, der will, darf einen kaufen? Nur auf Krankenschein?
Und meine 75-jährige Schwiegermutter soll schön Gegenwind bekommen und in dem Medien angefeindet werden, weil ihr neues Auto ihr mehr Lebensqualität bietet?

Zusammenfassung des o.g. Textes: Meine Bedürfnisse sind wichtiger als die der anderen!
Oder: Omma soll sich mal schön aus ihrem Model 3 zwängen, denn ein Model Y würde mir die Sicht versperren.

Ich glaube generell ist eine „UMWELTSAU“ nicht an einem Auto direkt zu messen.

Nehmen wir an meine Frau fährt 3 KM mit dem dicken X6 jeden Tag auf die Arbeit. Ich fahre mit dem Polo 100 KM OneWay jeden Tag?

Oder ich fahre mit dem X6 in der Woche genauso viel wie mein Nachbar mit dem Polo. Aber er geht am WE mit seinem Privatflugzeug immer runden drehen.

Oder ich hab en X6 aber ne WP mit PV und mein Nachbar fährt Polo feuert mit ner alten Ölheizung.

Ich denke ohne die individuelle Umweltbilanz zu machen, ist da schwer eine Unterscheidung zu treffen.

BTW. Wir haben hier einen der hat ein EDEKA Laden. Fährt SUV, pflanzt aber für jeden Kunden der sein Tupper mitbringt für die Wurst reinzumachen einen Baum im Wald.

Ist der Thread schon so am Ende, dass man die „Argumente“ von Hr. Lindner (FDP) rauskramen muss? Natürlich ist ein SUFF, der nur steht, umweltfreundlicher als ein Kleinwagen, der gefahren wird. Wenn deine Frau aber nur 3 km zur Arbeit hat soll sie doch bitteschön das Fahrrad nehmen.

@yellow, ich finde es schade, dass du einen so krassen Mangel an differenziertem Denken an diesem Freitagnachmittag zur Schau stellst.
Wenn du deinen Text später noch mal liest, wirst du evtl. feststellen, dass du genau das tust, was du mir vorwirfst, mit umgekehrten Vorzeichen:
Anhang von Einzelanekdoten den Quatsch einer ganzen Fahrzeuggattung/Fehlentwickung im Konsumverhalten pauschal entschuldigen.

Schau dich um, achte darauf, wer in diesen Autos sitzt, wieviele Personen, was sie damit tun, wie sie »parken«, Spuren wechseln, Fußgänger und Radfahrer »berücksichtigen« – am besten in Städten, denn darum geht es mir erklärtermaßen. Vielleicht verstehst du mich dann besser.

Den Teil mit: »Ich kritisiere es, akzeptiere aber, dass ich damit leben muss.« scheine ich ja nicht recht verständlich machen zu können.

Ich höre jetzt in diesem Thread mal auf, weil ich keinen Streit will. Mein Standpunkt solle eigentlich deutlich sein.
Wer mir Egoismus vorwirft, hat leider nichts verstanden. Ich kann nämlich mit der Anwesenheit von SUV auf den Straßen leben. Ich schon. Aber ich bin halt nicht allein…

(Den Text nach »Freiheit endet da, wo die Freiheit das anderen anfängt« habe ich zwar aus der Ichperspektive geschrieben. Aber es sollte eigentlich jedem klar sein, dass da auch »man« stehen könnte – es geht um die Perspektive der Geschädigten, in deren Schuhe ich mich hier rhetorisch stelle. Tragisch, dass man sowas erklären muss.)

autobild.de/bilder/was-kost … html#bild2

Was willst Du damit sagen, Kumasasa?

Ich habe es doch sogar extra als „anecdotal evidence“ gekennzeichnet!?

Das habe ich gemacht! Aber anscheinend sind meine Erfahrungen andere als Deine. Ich kann keinen Unterschied feststellen.

Dann lassen wir es dabei.

Ich finde es nun mal schade, dass anhand von Einzelfällen und ganz bestimmten Fahrzeugen (es werden immer die gleichen genannt: X4, X5, X6, Cayenne, …) oder Fahrern Pauschalverurteilungen vorgenommen werden :frowning:

Man sollte es schon ernst nehmen, wenn sich in Städten ganze Protestbewegungen gegen diese Fahrzeugklasse bilden. Da ist meistens schon ein Fünkchen Wahrheit mit dabei.

Dass dein Bezug auf die Herstellerangaben des CO2-Ausstoß der diversen Fahrzeuge der VAG mindestens so anekdotisch ist wie mein Verweis auf den Schluckspecht ist.
Wobei der Schluckspecht-Nachweis wohl tatsächlich auf einer Messung Dritter basiert, die Seriosität der Herstellerangaben lassen wir mal außen vor…

@Cer
Ich fahre täglich in Berlin. In der City wist Du mit Sicherheit weniger Sicht haben wegen diverser LKWs, Transporter, Wohnmobile usw. Alles deutlich voluminöser, als ein SUV. Das Argument mit der Sicht finde ich seltsam.

Dann kommt auch noch immer wieder der Titel „Panzer“. Wer mal einen Panzer von nahem sehen möchte, fährt mal am Brandenburger Tor vorbei. Da stehen zwei in der Nähe. Moderne sind allerdings größer und schwerer.

Ich finde schon komisch, wie hier auf andere Fahrzeugtypen gezielt eingedroschen wird. Als wenn das alles Panzerfahrer sind, die die schwächeren Menschen am liebsten zerquetschen oder ihnen wenigstens Raum und Sicht nehmen.