Stromschlag durch mangelhafte Erdung

Hat das jemand selbst mal erfahren müssen?
Würde mich interessieren ob das eine echte Relevanz hat oder ob das eine Wahrscheinlichkeit hat wie beim Lotto.

Unser Hausanschluß ist 30 Jahre alt. Den hat man vor 18 Jahren beim Aufbau der PV Anlage zuletzt geprüft. Alles soweit i.O. bei mir.

Dazu gab es schon einen Beitrag, der direkt das Nextmove-Video verlinkt hatte und geschlossen wurde.

Hier ist Nextmove meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinaus geschossen. Wenn die Steckdose keine Erdung hat bekommt man auch am Toaster, dem Bügeleisen oder jedem beliebigen anderen Elektrogerät eine gescheuert.

Gruß Peter

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Nicht das diese Video noch 100 Mal gezeigt wird.

Wenn etwas Falsch abgeklemmt wird, dann passiert das überall.
Schon komisch das man das nicht wirklich im Video so auch gesagt hat.

Keine Frage, an fremden Steckdosen kann man nicht einfach so mal auf die Schnelle es kontrollieren, wenn man nichtsgerade das passende Equipment dabei hat.

…man bekommt nicht zwingend eine „gescheuert“, nur wenn ein Fehler im Gerät herrscht, steht am Gehäuse Spannung an.
Die „Erdung“ senkt das Spannungspotential, lässt Strom abfliessen und löst dadurch den (vorgeschriebenen) FI aus…

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Drum eben. Nur weil der Schutzleiter vom Toaster defekt ist, liegt da keine Spannung am Gehäuse an - beim e-Fahrzeug aber schon!

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Ich halte das Nextmove Video auch für komplett überzogen. Die Spannungen dürften beim Anfassen allesamt zusammenbrechen. Der Widerstand ist sehr hoch und die Spannungen kommen durch kapazitive Effekte. Früher waren am Röhrenfernseher vorne auch 15-20.000V und es hat gebizelt, wenn man mit der Hand ans Glas gefasst hat. Gestorben ist keiner.
Ich fürchte hier muss sich Nextmove schon Clickbait vorwerfen lassen.

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Das was Nextmove da anprangert ist ein ganz normales Verhalten eines jeden Gerätes welches über Entstörkondensatoren im Netzeingang verfügt. Ohne Erdung entsteht so ein Spannungsteiler der das Gehäuse ungefähr auf halben Potential der Netzspannung zieht. Entstörkondensator – Wikipedia

Das was mich eher nervt ist das durch einen solchen Bericht mal wieder die ganze Presse auf ein solches Thema anspringt und in Verbindung mit Elektroautos bringen. Der Spiegel hat es zum glück aktuell noch hinter seiner Paywall…

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Das ist aber auch lediglich vollkommen ungefährliche kapazitive Aufladung.
Fürchterlich technischer Unfug.
Derlei dummsinnige Geschichten gehören verboten und aus dem Netz genommen.

Sorry aber damit hat sich der Urheber selbst disqualifiziert.

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Ich habe einfach mal meiner eigenen und den hier gegebenen Erklärungen getraut und den Selbstversuch gewagt. UMC2 / Model3 → Schutzkontakt abgeklebt.
Wie zu erwarten stellt sich die isolierte Karosserie auf ein Potential zwischen Erde und Netzspannung ein. Kann man auch messen. Logisch, weil der Multimeter 20MOhm Innenwiderstand hat. Misst man den Strom zwischen Türklinke und Schutzerde, so fließt <<1mA. Und ich wahnsinniger habe sogar angefasst. NIX. Bricht wie schon mehrfach geschrieben sofort zusammen.
Natürlich macht dennoch eine Schutzerde Sinn und es wäre natürlich auch besser, wenn die Notladeziegel den Schuko testen würden. Aber so wie präsentiert ist das kompletter Clickbait.

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An sich ist eine Warnung vor einer schlechten E-Installation sinnvoll. Das wird gern unterschätzt, wie ich bei Wallbox Installationsduskussionen immer wieder feststellen muss.

Schade, dass NextMove hier aufgrund seines Titels und des Ansatzes den eigenen Beitrag in den Schmutz zieht.
Schade, denn es sind durchaus interessante Infos enthalten.

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genau das erwarte ich eigentlich von einem Ladegerät im Jahr 2021. Und wie im Video auch geschildert, man kann überall auf solche Installationen treffen, davor ist niemand sicher.

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Ein Warnsignal würde wohl ausreichen.
Dann könnte ich auf dem Campingplatz mit dem nicht korrekt geerdeten Stromanschluss trotzdem noch laden und würde selbst etwas vorsichtiger sein und Kinder vom Fahrzeug fernhalten.

Klar kannst Du das von einem 2021iger Netzteil erwarten. Ist keine Vorschrift. Ist bei Deinem PC im Metallgehäuse am Schreibtisch genauso. Der Titel des Videos wäre dann: Nextmove mag die Elektro Vorschriften nicht.

Und tatsächlich passiert auch nix, wenn das Auto ok ist. Und wenn bei dem Auto der Hochvolttank undicht ist, dann brauchst Du auch kein Ladegerät…

Klar, liegt der Defekt bei der fehlenden Erdung der Steckdose, aber von einem hoch entwickelten Elektroauto erwarte ich, dass das erkannt wird.
Die Renault Zoe kann zwar nicht viel, aber das kann sie.
Also Jungs, seid nicht so empfindlich.
Der Hinweis von nextmove war mehrfach da, dass die Ursache der Steckdose zuzuschreiben ist.
Der Bericht ist legitim, auch wenn man vier, recht unwahrscheinliche Umstände erfüllen muss bis man eine geklebt bekommt.

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Die Hersteller machen das so mit Absicht so, wenn Du das auswertest wie die Zoe bekommst Du ein Auto das als Ladezicke verunglimpft wird. :wink:

Die Zoe hat allerdings noch einen anderen Grund dann das Laden zu verweigern. Das hat allerdings mit ihrem nicht galvanisch getrennten Lader zu tun.

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Niemand sollte davon ausgehen, dass die zum Laden angebotene Schutzkontaktsteckdose -insbesondere auf Reisen- vorschriftsmäßig installiert wurde und auch den Bestimmungen gemäß funktioniert. Deshalb wäre es durchaus sinnvoll, bei Urlaubsreisen das mitgelieferte 230V Ladekabel um einen PRCD-S zu ergänzen.
Gerade die im Video gezeigte Wanddose wäre ein prima Kandidat, eine solche Schutzeinrichtung vorzuschalten. Da war der optische Eindruck schon nicht sonderlich vertrauenserweckend.
Was den im Video angesprochenen Jungen betrifft, welcher vom angemieteten Model-S eine mitbekam, weil die betreffende Steckdose fehlerhaft installiert wurde, so sollte sein Vater bzw. der Hausbesitzer umgehend eine Prüfung der ortsfesten Elektroinstallation des Hauses beauftragen.

Was Campingplätze betrifft, wäre auch dort so eine angesprochene zusätzliche Schutzeinrichtung eine gute Wahl!

also entweder ich hab das alles nicht richtig verstanden oder Du. :wink:

Nicht der Überbringer der schlechten Nachricht ist der Schuldige. Es geht darum, das es Ladegeräte gibt, die trotz fehlendem Schutzkontakt beginnen zu laden und eben keine Warnung an den Benutzer deutlich machen. Und ganz wichtig, es gibt eben Ladegeräte die machen das. Es stellt sich die Frage warum es nicht alle Ladegeräte machen!?

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Grundsätzlich finde ich den Bericht von Nextmove gut und wichtig. Es werden nur meiner Meinung nach die falschen Schlüsse gezogen.

Ich muss mein E-Auto auch in Ländern laden können, die standardmäßig eben kein Erdungskabel haben. Insofern liegt der Fehler nicht bei Tesla oder Hyundai, sondern bei den Fahrzeugen, die eine Ladung an der Haushaltssteckdose ohne Erder verweigern.

Ich muss die Risiken kennen, klar. Daher ist die Anzeige beim Audi, wo ich auf das Problem hingewiesen werde, dann aber übersteuern kann, aus meiner Sicht ideal.

Solange der „Stromschlag“ dann im tollerablen Maß liegt, ist das aus meiner Sicht so in Ordnung. Am Weidezaun wird es ja auch geduldet, ohne dass da reihenweise Kinder und Rentner umfallen.

Das größere Problem ist aus meiner Sicht nach wie vor, dass die Hersteller die Amperezahl für das Laden an Haushaltssteckdosen nicht automatisch weiter runterregeln und es hier nach wie vor zu verschmorten Steckdosen und Kabelbränden kommen kann.

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Weil es technische Unterschiede bei den Ladegeräten gibt. Die Zoe ist aufgrund von Vorschriften gezwungen das Fahrzeug über eine Schutzerde zu Erden.

Und es gibt Fahrzeuge die nicht zwingend auf die Schutzerde angewiesen sind weil das Bordladegerät eben schon andere Sicherheitsstandards erfüllt. Die Schutzerde ist da nur zusätzlich dran um noch mehr Sicherheit zu bieten, auf die man aber in Ausnahmefällen auch verzichten kann ohne Gesetze oder Normen zu verletzen.

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