Strompreisentwicklung vs. Elektromobilität

Hallo liebe Tesla Gemeinde, eigentlich bin ich ein dankbarer Konsument der hier veröffentlichten Beiträge, fühle mich aber aufgrund der Preisentwicklung auf dem Energiemarkt, ermutigt jetzt selbst mal einen Beitrag, mit dem Ziel einer guten Diskussion, zu bringen.

Ich erwarte die Auslieferung meines M3 LR in naher Zukunft, die in Aussicht gestellte Entwicklung der Strompreise lässt mich aber zweifeln, ob mein Finanzierungskonzept zukünftig noch aufgeht und der Kauf wirklich eine kluge Entscheidung ist.
Als Kunde bei den örtlichen Stadtwerken mit fairen Preisen und dem Privileg mein Auto zu Hause, an einer Wallbox, mit 11Kw/h laden zu können, erwarte ich eigentlich keine brachialen Preissprünge, wie sie z.B. an öffentlichen Ladesäulen, wo Preissprünge von über 100 Prozent, für möglich gehalten werden.

Aber angenommen die Preisentwicklungen für Strom, schießen wirklich auf „breiter Front“ durch die Decke, dann wird das unweigerlich am Charm der E-Mobilität kratzen und wichtige Vorteile wie niedrige Energiekosten gehen verloren.

Wie steht ihr dazu? Kommt da ein handfestes Problem auf uns zu oder nur ein „Holperstein“?

Steigen tut alles, da sehe ich also kein Problem.

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Wenn die Energiepreise steigen, dann steigt logischerweise auch der Preis für fossile Brennstoffe wie Erdgas, Benzin oder Diesel. Das hast du ja hoffentlich schon sehen können.
Mobilität generell wird teurer. Haushalts-Strom (sowie Autostrom) hingegen wird vsl. immer billiger sein als Benzin/Diesel, solange der Ausbau der Enerneuerbaren Energien weitergeht.
Man kann jetzt noch für um die 30ct/kWh 2Jahres Tarife abschließen und das plötzlich nach 2Jahren dann es 60ct/kWh überall kostet halt ich für sehr unwahrscheinlich.

Deinem Konzept das ein Elektroauto mit Hausstrom billiger ist als ein Verbrenner steht meines Erachtens nichts entgegen.

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Der Abstand zwischen den Kosten Strom/km und Sprit/km wird sich sicher nicht verringern. Abgesehen von den nicht monetären Vorteilen der e-Mobilität war es also eine gute Entscheidung, elektrisch zu fahren.

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Das alles was Energie bedeutet teurer werden wird ist wohl jedem mittlerweile klar.
Aber selbst bei 10 Euro auf 100 km fährst du umgerechnet z. Z. genauer ab morgen ein 4 Liter SUV :face_with_monocle:

Schwarzzenti

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Auch ich sehe kein Problem. Es mag Strompreiserhöhungen geben, auch empfindliche, aber es gibt auch Spritpreiserhöhungen. Und die Strompreise werden mit zunehmendem Ausbau von EE und Speichern wieder fallen. Die Spritpreise dagegen werden nachhaltig steigen.

Wie jede Glaskugel ist auch diese mit Vorsicht zu genießen, aber es spricht schon sehr viel dafür, dass man elektrisch nicht nur angenehmer und umweltfreundlicher, sondern langfristig auch deutlich billiger fährt.

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Alle endlichen Energieträger werden über kurz oder lang unbezahlbar!
Solange Strom mittels dieser Stoffe erzeugt wird, wird er halt auch teurer.
Ab dem Zeitpunkt an dem Strom endlich ausschließlich aus regenerativen Energien erzeigt wird, wird er preisstabil und erschwinglich sein und bleiben!

Wäre der Strompreis eine relevante Größe für die Verbreitung der eMobilität wären wir in D bestimmt nicht führend bei den Absatzzahlen für eAutos. EMobilität war, ist und wird auch in Zukunft Mobilität für einen Privilegierten Teil der Gesellschaft bleiben. Wer eine eigene Pv besitzt, dem ist der Strompreis egal.

Alle anderen werden weiterhin Verbrenner fahren …in naher Zukunft gibts dann eben eFuels für 50% der Bevölkerung.

Ich sehe maximal einen Holperstein.

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Du schreibst, dass Du mit Wallbox daheim keine brachialen Preissprünge erwartest. Sorry, aber das ist eine Ill. So wie wir bim Einkauf, an Tankstellen nd heimischer Energieversorgung diese Sprünge haben, wirst Du sie natürlich auch an Deiner Wallbox haben, soweit Du nicht noch eine geschützte Preisgarantie hast. Aber auch die werden sicher kippen. Der Markt ist schlicht vollkommen aus dem Ruder. Oder auch wieder nicht. Knappes gut, hoher Preis halt.

Gegen hohe Strompreise kann man sich zumindest als Eigenheimbesitzer immerhin tw. wehren, indem man alle verfügbaren Flächen mit PV belegt und den Überschuss ins Auto lädt (und ggf. irgendwann in Zukunft auch wieder zurück in Haus speist).
Eine Ölquelle haben in Deutschland wohl vergleichsweise wenige auf ihrem Grundstück.

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Abwarten. Da passiert noch viel.
Strommarkt und -preise soll ja anders reguliert werden als derzeit.

Wirtschaft würde auch an zu sehr explodierenden Strompreisen schwächeln. Das läuft nicht unendlich und unkontrolliert aus dem Ruder.
Denke persönlich, als Stromkonsument wird das glimpflicher ausgehen als als Sprit- und Gaskonsument.

Was genau passiert (ist), darüber sprechen wir dann in 5 Jahren (rückblickend).

Was PV angeht: Hilft, ja. Aber im Winter wird kaum Überschuss geladen. Auch Wärmepumpen wollen (Solar)strom.
Im Mittel übers Jahr spart man schon viel, aber komplett unabhängig ist man auch nicht.

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Wenn wir momentan von etwa 2 EUR pro Liter Sprit ausgehen und sparsam mit 5l/100Km auskommen sind wir bei 10 EUR auf 100Km
Meinen LFP fahre ich lt Anzeige mit 14,7 auf 100Km (33.000Km seit 08/21)
Da darf der Strompreis auf 0,66 EUR steigen…bei 10% Ladeverlusten on Top immer noch 0,62 EUR
Kleinigkeiten wie Steuer, THG und Inspektionen mal außen vor.

Bin nach wie vor optimistisch die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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Und wenn der Strompreis bei 66ct ist, kostet der Sprit auch keine 2€ mehr sondern ist auch teurer… :wink:
Von daher gleicht sich das ja an.

wenn ich auf check24 vergleiche sind die billigsten Tarife um die 55 ct/kWh.

Ja dann solltest du mal in deinen MediaMarkt fahren und dort vor Ort den Tarif abschließen.

Übrigens, da es vielleicht nicht jeder auf dem Schirm hat: die Erholung an den Strommärkten, die mit der Rede von Frau von der Leyen am Montag in Bled begonnen hat, setzt sich auch heute weiter fort. Das ist immer noch alles viel zu teuer, keine Frage, aber die Situation stellt sich heute viel weniger schlimm dar als vor einer Woche.

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Dass die Entwicklung des Strompreises ein Hemmschuh für die E-Mobilität sein kann ist jetzt auch in den Medien angekommen.

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Wer eine eigene Pv besitzt, dem ist der Strompreis egal.

Das halte ich für ein Gerücht. Für 20.000km pro Jahr braucht man mind. 4.000kWh.
Meine produziert ca. 9.600kwh für Haus, Büro, Heizung und WW. Reicht um fast 70% übers Jahr abzudecken mit 8,25kwp und einer Speicherbatterie. Eingespeist wurden ca. 3.900kwh.
Nur: Auto ist tagsüber unterwegs hängt abends am Kabel (=Netzstrom) oder man ist beruflich weiter weg unterwegs (=Ladesäulen) oder das Auto hängt ein paar Tage an der PV ist aber voll, was ebenfalls keinen Nutzen bringt. D.h. trotz PV kann man nur einen Bruchteil fürs eigene Elektroauto nützen, daher ist der Strompreis auch bei eigener PV nicht egal.
Wer natürlich nur 5.000km abends fährt, da wäre es anders, aber halt unrealistisch.

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Wenn wir momentan von etwa 2 EUR pro Liter Sprit ausgehen und sparsam mit 5l/100Km auskommen sind wir bei 10 EUR auf 100Km
Meinen LFP fahre ich lt Anzeige mit 14,7 auf 100Km (33.000Km seit 08/21)
Da darf der Strompreis auf 0,66 EUR steigen…bei 10% Ladeverlusten on Top immer noch 0,62 EUR … Bin nach wie vor optimistisch die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Ganz verstehe ich Dich da nicht. Dieselkosten sind ca. 10€ pro 100km. Korrekt.
Der Strompreis für Neuanmeldungen ist in Ö 0,67€ und dann bist Du mit E-Auto (EQE ca. 18kw/100km) mit Ladeverlusten schnell über 13€ pro 100km. Das liegt 30% über dem des Dieselfahrers.

Wieso bist Du da noch optimistisch? Was die Preise von Altverträgen und Ladesäulen betrifft, so kannst Du davon ausgehen - über kurz oder lang - dass die 67cent auch dort kommen werden.
Damit ist das E-Auto deutlich teurer mit der Tendenz nach oben, während das Rohöl mittlerweile wieder billiger wird.

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Kommt halt drauf an was/wie man rechnet :wink:
Du nimmst die Werte vom Benz, bei meinem Auto wären es mit deinen 0,67€ 10,05€/100km.


Wenn man sich den Trend anschaut mach ich mir da keine Sorgen (Hoffnungen?) dass Diesel merklich günstiger wird, geschweige denn günstiger als Strom. (Politische „Geschenke“ außen vor)

Mein Chef hat schon vor Jahren gesagt das wir ca 120$ pro Barrel Öl brauchen um auch neue Quellen mit einigermaßen Gewinn zu erschließen.

Beim Strom hingegen gehe ich von einem Plateau oder gar einer Reduzierung mit steigendem EE-Anteil aus.