Strompreisbremse + Anschaffung E-Auto 2023

Hallo!
ich hätte den Thread gerne in „Off Topic“ erstellt, ging aber nicht. Vielleicht wäre jemand so nett, und würde ihn verschieben.

Folgende - zugegebenermaßen etwas spezielle - Frage an alle:

Wir alle wissen, dass die Strompreise nächstes Jahr, und zum Teil jetzt schon, kräftig anziehen wird, und vrstl. ab 01.2023 bis zu einem Verbrauch von 80% des VORJAHRESVERBRAUCHES auf 40 Cent / kWh gedeckelt wird.

Mein MYP wird höchstwahrscheinlich erst in 2023 geliefert (RN1178…), weshalb sich auch mein Stromverbrauch erst im Laufe 2023 signifikant erhöhen wird. Nachdem meine Bemessungsgrundlage aus dem Vorjahr allerdings noch kein E-Auto berücksichtigt, befürchte ich hohe / sehr hohe Ladekosten auch beim heimischen Laden.

Gibt es hierzu schon irgend welche belastbaren Informationen zur konkreten, gesetzlichen Ausgestaltung? Hat sich mit der Frage schon mal jemand beschäftigt?

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Da wirst Du dann den Strom für Dein eAuto voll bezahlen müssen. Das sind Unschärfen, die der Regierung bewusst sind, die aber im Kauf genommen werden, um das Konstrukt überhaupt so kurzfristig umsetzen zu können. Es gibt Leute die sind schlimmer dran: z.B. Umrüstung auf Wärmepumpe oder zusätzliche Familienmitglieder.

Baue Dir eine PV auf Dein Dach und spare damit auf mittlere Sicht deutlich.

Das eAuto bleibt im meinen Augen ohnehin günstiger: Sehr geringe Wartungskosten, 10 Jahre keine Steuern und jedes Jahr die THG-Quote mit 400 Euro.

Ich habe für 2023 gerade einen Vertrag für 37,9 Cent abgeschlossen (12 Monate Bindung). Man muss schon gucken, wo man noch etwas günstiges bekommt. Das können in anderen Regionen auch mal 50 Cent sein. Nur die unkalkulierbare Grundversorgung sollte man meiden. - Meine Meinung.

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bei welchem Anbieter für 37 Cent ?

Aus dem Grund hat Österreich einen anderen Weg gewählt, der aber auch nicht besser ist bzw eigentlich schlechter ist.
Bei uns gilt ein Strompreisdeckel von 2900kw für jeden Haushalt, völlig unabhängig davon, wieviel Strom man bisher verbraucht hat!!!
Kleine Wohnung und alleinstehend, theoretisch alles gedeckelt.
Haus mit Familie ohne PV-Anlage: das Auto läuft definitiv oberhalb des Deckels, da brauchst wenigstens nicht mehr darüber nachdenken :weary:
Schöne Grüße aus Österreich

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Stadtwerke Kiel (nur lokal verfügbar).

e.on ist im eigenen Netz sogar noch günstiger.

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Da ist die Deutsche Lösung dann doch fairer, aber auch deutlich aufwändiger im der Abwicklung.

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Also im Winter 2023 müssen wir wohl noch mit hohen Preisen rechnen aufgrund Terminkontrakte. Ab Frühjahr 2023 sollten die PV Installationen samt Batterien aus 2022 wirken, da

  • Grundlast reduziert wird und
  • gleichzeitig Einspeisung den Bedarf für teure Fossilkraftwerke reduziert

Wenn du kannst, mache alles was möglich ist mit PV voll (selbst eine Mini-Balkonanlage bringt etwas).
PV ist die beste Versicherung gegen hohe Strompreise in Zukunft und gleichzeitig ein Money-Printer, egal wie gering die Einspeisung ist. Ggf. mit einer Batterie ergänzen, welche die teuren Abendstunden abdeckt, sodass dafür wiederum keine teuren fossilen Kraftwerke laufen müssen.

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Bezüglich Wärmepumpen soll es eine Sonderregelung geben, denke das würde dann in ähnlicher Weise auch für E-Autos gelten…hoffe ich zumindest. Wir sind Mitte diesen Jahres von Verbrenner auf zwei Teslas umgestiegen…

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Wenn man sich die Börsenpreise beim Stom ansieht, sind die Preise schon längst wieder ungefähr auf dem Niveau vom Anfang des Jahres.

Die völlig überzogenen Strompreise dort, gab es eigentlich nur einige Wochen.

Es wird nur noch einige Zeit dauern, bis man wieder Stromtarife zu vernünftigen Preisen abschließen kann.

Ich gehe davon aus, dass spätestens im März oder April der Spuk beim Strom vorbei ist.

Beim Gas sieht das aber anders aus, weil es da ja tatsächlich eine Unterversorgung gibt.
Beim Strom waren das hauptsächlich Spekulationen.

Auf keinen Fall würde ich jetzt noch einen Stromtarif für mehr als 6 Monate abschließen.

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Eine tatsächliche Unterversorgung gibt es auch so nicht mehr. Die Speicher sind randvoll und vor den europäischen Häfen dümpeln unzählige volle LNG-Tanker rum und warten darauf, dass wieder was reinpasst.

Was es nicht mehr gibt und geben wird, ist billiges Gas, daher werden die Gaspreise auch nie mehr dauerhaft die Vorkriegswerte erreichen können.

Und solange ein signifikanter Anteil des deutschen Stroms mit Gas erzeugt werden muss und das Merit-Order-System nicht angepasst wird, hat das auch immer wieder Auswirkungen auf die Strompreise.

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Habe genau gestern meine WP Preise bekommen: HT 35,93 NT 28,6 Grundpreis 7,41 /Monat im Ergebnis +90%

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Ist jetzt nicht so eklatant entscheidend für TOC, aber die Befreiuung von der Kfz-Steuer gilt nur bis 31.12.2030- also mittlerweile keine 10 Jahre mehr.

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Da hast Du ja noch ganz gute Preise. Glückwunsch!

PS: Nein, ich meinte das nicht sarkastisch.

Ich bin ganz froh, dass ich einen Tarif mit langer Laufzeit genommen habe. Im April im Mediamarkt abgeschlossen, läuft ab Dezember los. Habe dann Laufzeit bis April 2024 zu 25,5ct/kwh.

Ich hoffe nur, dass der Staat aufpasst und die Preisgarantien nicht aushebelt bei der Strompreisbremse.

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Wenn die Preise für die Kunden, sich wieder halbwegs an den aktuellen Börsenpreis anpassen, anstatt an die Spekulationen aus September, brauchen wir gar keine Strompreisbremse.

Hier der Verlauf: Preisentwicklung des Stromspotmarktes | day ahead

Nach den Tagespreisen müsste der Strom längst billiger sein, als er Anfang des Jahres war.

Der Rest ist mal wieder Spekulation und Gewinnmitnahme.

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Sieht doch eigentlich ganz gut aus. Wird sich sicherlich über die Zeit beruhigen.
Die Futures sehen ja eigentlich auch vernünftig aus.

Daher halte ich die Panik, die bei den Strompreisen immer noch durch die Medien geistert, für unbegründet.

Beim Gas ist das ein anderes Thema und ich setze aktuell voll auf elektrisch.

Wir habe schon 5 Wärmepumpen für verschiedene Mietshäuser und einige Teslas bestellt um die letzten Verbrenner zu ersetzen.

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…nur besteht der Strommarkt halt eben nicht nur aus dem Spotmarkt :wink:

Die Unternehmen, die sich rein nur aus dem Spotmarkt bedient haben…waren die, die jetzt massiv in die Insolvenz gingen.

Die Unternehmen die sich nachhaltig eingedeckt haben (Stichwort Terminmarkt-Futures) waren die, die hier jetzt weniger Probleme hatten…

Und da sich idR. über Futures eingedeckt wird, können die Strompreise für Kunden sich auch nicht wirklich nach dem Spotmarkt richten (auf den immer gerne gezeigt wird).

Für den Kunden verläuft das alles mit zeitlichem Versatz…

…genau…so pauschal könnte man das in der Bildzeitung als Überschrift nutzen :wink:

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Ich habe nicht behauptet, dass die Preise jetzt auf das Niveau der Tagespreise fallen müssen.

Nur passt der Langzeitpreis sich mehr oder weniger an den Tagepreis an.

Daher braucht man jetzt sicher nicht mehr mit steigenden Strompreisen zu rechnen.

Die werden sicher fallen.

Was das mit der Bildzeitung zu tun hat, ist mir jetzt nicht klar.

Wieso sollte sich der Langzeitpreis am Tagespreis anpassen? Der Tagespreis ist hohen Schwankungen unterworfen und hat nur wenig mit Langzeitkontrakten zu tun.

Dass es keine steigenden Strompreise geben wird ist ein Blick in die Glaskugel. Wenn es im Winter kalt wird oder die Franzosen Ihre Kernkraftwerk nicht ans Netz bekommen, dann wird der Strompreis am Spotmarkt wieder massiv nach oben gehen. Kritisch wird es im Mörz/April (meine Glaskugel).