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STROMDAO - Autostrom für heimisches Laden

Die STROMDAO ist ein Anbieter für digitale Infrastruktur in der Energiewirtschaft. Da die Energiewirschaft allerdings meist nach dem Prinzip gibt es nicht, geht nicht handelt, haben wir uns entschlossen den Tarif dazu zunächst selbst an den Markt zu bringen. In diesem Thread möchte ich mich als Mitgründer den Fragen und Antworten stellen.

Was zeichnet den Tarif aus:

  • Keine Unterbrechungszeiten
  • Kein zusätzlicher Stromzähler (oder Stromanschluß)
  • Bis zu 5 Cent/KWh unter Haushaltstarif
  • Netzdienlichkeit wird belohnt
  • Deutlich unter den Tarifen öffentlicher Ladestationen (natürlich nicht Supercharger!)
  • Bundesweit verfügbar

Weitere Informationen unter https://autostrom.stromdao.de/.

Ich habe den StromDAO-Tarif für meinen Haushaltsstrom abgeschlossen. Zum 1. März 2018 müsste die Umstellung erfolgen. Ich bin sehr gespannt! :slight_smile:

P.S. Die allgemeine Diskussion über netzdienliche Stromtarife findet in einem separaten Thread statt:
:arrow_right: Stromanbieter mit netzdienlichen E-Auto-Tarifen

Ich habe eine Frage. Ihr schreibt das es für netzdienliches Laden 5cent Rabatt gibt, wie wird das dann gemessen ohne extra Zähler und wie sind diese Zeiten? Als Kunde wies ich ja nicht ob ich gerade netzdienlich lade oder nicht?

Wir hatten das doch schon im Thread für netzdienliches Laden.
Es wird übrigens immer noch ausschließlich Magdeburg als Ort angegeben, wenn man eine Abfrage macht.

Aus den Bedingungen:

…Die Strommenge für die die Netzdienlichkeitsprämie in Anspruch genommen werden kann, ist dabei in jedem Fall auf den Strombezug aus dem öffentlichen Netz begrenzt.

Siehe hier: autostrom.stromdao.de/articles/netzdienlichkeit

Damit bin ich raus. Für viele PV-Anlagenbetreiber nicht interessant.
Ich verbrauche 22.700kWh und beziehe 6.100kWh (Zahlen für 2017).
Damit ist die Prämie bei mir auf 6.100 kWh begrenzt.

Achtung Fallstrick, die 5 Cent Prämie gibt es nur wenn der Grünstromindex für die Postleitzahl des Wohnortes auf 100% steht.
Dies war bei uns nur einige Minuten der Fall in den letzten 24h.
Die Vorschau-Kurve für Eure PLZ findet Ihr hier: mix.stromhaltig.de/gsi/

Grüße SuCseeker

Ja. Ich habe Thorsten Zoerner gebeten, einen eigenen Thread zu eröffnen. Ich halte das Thema für sehr spannend, weil bislang kein anderer Anbieter einen ähnlichen Tarif hat. Alle kritischen Fragen sind berechtigt und werden zu beantworten sein… Zunächst einmal freue ich mich aber vor allem, dass mal jemand den Mut hat, das Naheliegende zu probieren, während alle anderen sich noch daran klammern, möglichst so weiter zu machen, wie gehabt.

Ich verstehe es auch noch nicht.
Ja, anhand des GSI kann ich sehen, wann die Ladung netzdienlich ist.
Aber wie überprüft STROMDAO, ob ich mich an diese Zeitfenster halte?

@Volker: Die Webseite spricht von einem E-Auto-Tarif. Haushaltstrombezug wird aber dennoch toleriert?

EDIT:
Beim Bestellformular wird das Rätsel gelüftet.
Das Modell funktioniert also nur mit bestimmten Wallboxen von Keba und den restliche Haushaltsstrom, den die Keba-Wallbox nicht sieht und an STROMDAO meldet, ist immer gleich „teuer“ (26 Cent).

Das steht aber auch:

[i]Prämie für Netzdienlichkeit bei Eigenstrom

Prämienberechtigt ist jeglicher Ladestrom an der eigenen Ladestation, die mit dem Netzanschluss des Kunden verbunden ist. Dies beinhaltet ausdrücklich auch Strom, der aus lokalen PV-Anlagen oder aus Strom erzeugenden Heizungen stammen. Aus Sicht der STROMDAO ist jeglicher Strom netzdienlich, der nicht das öffentliche Stromnetz benötigt. Die Strommenge für die die Netzdienlichkeitsprämie in Anspruch genommen werden kann, ist dabei in jedem Fall auf den Strombezug aus dem öffentlichen Netz begrenzt.[/i]

Bin auf Freitag gespannt da ist ja die InfoVeranstaltung und ein Vertreter von Stromado dabei, hab da diverse Fragen, vermute aber das es mit einer Tesla Wallbox erstmal noch nicht funktioniert.

Ich habe einen E3DC Speicher mit pv-gesteuertem Laden.
In 2017 hatte ich 12.000kWh Stromverbrauch, davon 8000kWh aus Eigenverbrauch, davon ca. 4000kWh als Autostrom. weitere 4000kWh wurden aus dem Netz bezogen.
Von den 16.000kWh Erzeugung wurden 8000kWh eingespeist.

Wenn ich das Alles so richtig verstanden habe, wäre damit mein ganzer Netzbezug für die Netzdienlichkeitsprämie qualifiziert?

Ja, Deine 4.000kWh aus dem Netz sind prinzipiell qualifiziert für die Prämie, ABER:

  • Die 100%, also 5 Cent erhältst Du aber nur gutgeschrieben, wenn während Deines Bezuges dieser 4.000kWh der GSI (Grünstromindex) in Deinem Postleitzahlgebiet auf 100% stand.
  • Du eine KEBA oder BMW-Wallbox hast.
  • Der Strom aus dem Netz über die Wallbox bezogen wurde.

Grüße SuCseeker

So hat er aber nicht geschrieben. Es wurde nur die Einschränkung gemacht, das die Prämie auf die Menge des bezogenen Netzstromes beschränkt ist. D.h. auch wenn ich für 8000kWh qualifiziert bin, bekomme doch nur für 4000kWh die Prämie, die der bezogenen Netzstrom entspricht…

Am Freitag wissen wir mehr, bin jetzt auch sehr gespannt auf die Veranstaltung(eStammtisch in Feldheim), als Solaranlagenbetreiber hab ich die gleichen Fragen wie ihr.

Das E-Auto ist halt ein prädestinierter Anwendungsfall, weil man relativ große Strommengen relativ leicht zeitlich hin und her verschieben kann. Ich will mal sehen, wie das im Haushalt funktioniert und ob man da was sparen bzw. sich netzdienlich organisieren kann, primär wohl durch zeitversetztes Starten von Wasch- und Spülmaschine. Da ich aber in meinem 5-Personen-Haushalt nur 2.500 kWh p.a. verbrauche (ohne den Strom für’s Auto), wird der Effekt wohl eher gering ausfallen, da ich nicht so viel „Verschiebemasse“ habe, wie gewisse andere Leute mit 22.700 kWh p.a… Sucseeker, das ist heftig, wie machst Du das? Ganzjährig beheiztes Schwimmbad mit Saunalandschaft?

Ich bin eher daran interessiert, an dem Experiment teilzuhaben, als daran, viel zu sparen. Der dynamische Strompreis ist für mich hauptsächlich eine anschauliche Art, Netzdienlichkeit zu quantifizieren, und ein Kommunikationshilfmittel gegenüber meinen vier Mitbewohnerinnen. So wie ich das verstehe, ist das alles in Bewegung und hat durchaus experimentellen Charakter. Insofern sind die Aussagen auf der Homepage wohl auch eher als Diskussiongrundlage nach aktuellem Stand der Entwicklung zu sehen, und nicht als das „Kleingedruckte“, was bei anderen Anbietern unverrückbar in Stein gemeißelt ist.

Ich muss also zusätzlich erstmal 11€ Grundgebühr zahlen, um dann 5ct vielleicht sparen zu können?
loht also erst ab mindestens 220KW/h im Monat.
Da muss man schon wirklich oft zuhause zu Unzeiten laden, damit sich der ganze Aufwand auch lohnt. Von Kosten für Boxen etc. mal abgesehen. Das trifft doch von der Minderheit der EV-Betreiber nochmal nur eine verschwindende Minderheit… :neutral_face:

Ja, die Grundgebühr ist heftig, das habe ich auch schon kritisiert. Immerhin gibt es keine Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen, man kann also jederzeit wieder wechseln, wenn es einem „zu bunt“ wird.

Ist auch vom Strompreis nicht wirklich ein Angebot

Nein. Es geht ja auch nicht darum, in einen Preiskampf einzutreten, sondern eine neue Form der Abrechnung auszuprobieren, an die sich bis jetzt noch keiner rangetraut hat, obwohl sie für das Gelingen der Energie- und Mobilitätswende mindestens hilfreich, vielleicht sogar entscheidend sein könnte.

Hallo Zusammen,

wie versprochen hier meine Antworten. Bei den Quotes habe ich etwas gekürzt… also für den Originalwortlaut bitte oben im Thread schauen.

Zeiten
Für die kommenden 24-36 Stunden existiert immer eine Vorhersage des Grünstromindex. Dieser ist frei einsehbar und kann zum Beispiel über stromdao.de/crm/service/gsi/?plz=69256 für die Postzleitzahl 69256 angesehen werden. Natürlich nutzt diesen Wert nur Maschinen (Programme), daher gibt es auf der verlinkten Autostrom-Seite die Möglichkeit den Wert auch als „Mensch“ zu lesen.

Messung
Die Messung erfolgt mit einem beliebigen Strommessgerät (Fahrzeug, Wallbox, Zwischenzähler, SmartPI,…) - einzige Bedingung, die gegeben sein muss, ist dass auch der Zählerstand des Hauptanschluss vorhanden sein muss. Hierzu sind wir leider regulatorisch verpflichtet.

Die direkte Antwort auf die Frage ist damit:
Gemessen wird schon, aber durch Selbstmessung - hier vertrauen wir den gemeldeten Werten (und ja, wir machen Plausibilitätschecks).
Der Kunde weiß, ob und wann er netzdienlich ist, indem er für die kommenden Stunde den GSI abruft.

Danke für den Hinweis - bitte mir mal eine PM mit dem Browser - Default ist Magdeburg, weil wir da ein Projekt hatten - nach etwas Ladezeit sollte aber auch jeder andere Ort eintragbar sein. Alternativ die Abfrage via stromdao.de/crm/service/gsi/?plz=10117 (und 10117 mit einer Postleitzahl ersetzen). Der Wert „eevalue“ ist der Grünstromindex.

Erst einmal RESPEKT! Gute Planung des Eigenverbrauchs! - Leider müssen wir die Begrenzung so machen, da die restlichen 22.700-6.100 = 16.600 KWh (=Eigenstrom) nicht bilanziert werden in der Energiewirtschaft. D.h. sie existieren quasi nicht in den Marktprozessen. Für mich hört sich dies allerdings ohnehin nach einer PV-Anlage an, die etwas größer ist (22 KWP?) von daher könnten wir hier über eine Sonderregelung vielleicht etwas machen - kommt auf das Baujahr der Anlage an. Solche Sonderfälle machen aber das Kleingedruckte langsam schwierig, weshalb wir die Prämie erst einmal begrenzen auf die Netzentnahmemenge - bis zu deren Höhe allerdings auch auf Eigenverbrauch geben.

Für jede PLZ in Deutschland gilt, dass der Mittelwert von (50 = 2,5 Cent Prämie) im Jahresschnitt erreicht wird. Im November-März gibt es daher Tage mit sehr geringen Werten. Faustformel ist allerdings dennoch, dass man alle 2 Tage die volle Prämie in 4 Stunden bekommen sollte. Es werden nur Stundenwerte herausgegeben (keine Minutenwerte).

Wir glauben Deinen Angaben… genauso wie bei einer konventionellen Stromzähler mit „Postkartenablesung“ man auf die Ablesungen des Kunden vertraut. Schummeln kann man aber nur im Bereich von 24-36 Stunden, da nur für dieses Zeitfenster die GSI-Werte vorhanden sind (es wird die Signatur benötigt, die man beim Abruf bekommt - Blockchain Gedönz…). Wer immer mit Plausibilität schummelt, sollte sich aber bewusst sein, dass dies auch ein Betrug ist, wenn es rauskommt.

Ja … bzw. nein. Für den Haushhaltsstrom würde ich eher auf einen EEG-Tarif gehen s.h. stromhaltig.de/strompreis/ - der kann natürlich auch für Autostrom genutzt werden und basiert auf ganz Deutschland (ohne lokale Abhängigkeit des GSI). Nachteil: Im Jahresmittel gibt es hier keine Garantie - die Extremas kommen seltener vor / werden nur an 2-3 Tagen im Jahr erreicht… - Wenn wir als STROMDAO hier generell E-Auto-Tarif für alles erlauben würden, hätten wir bei der Abbildung in den Strommarkt einige Herausforderungen. Ich mache das Beispiel andersherum: Natürlich merkt keiner, wenn der Kühlschrank am Wärmpumpentarif hängt…

Wir schreiben keinen speziellen Typos von Wallbox vor. Es muss nur eine Messung der Strommengen erfolgen - wie der Kunde dies anstellt ist uns erst einmal egal. KEBA/BMW (und einige Derivate) haben wir fertige Software, für Stromzähler bei denen von Discovergy und Smappee, bei Messung im Fahrzeug für Renault und Nissan. Für Eigenbau haben wir ein Image für den SmartPI.

Arbeitspreis
Wie Volker schon geschrieben hat, kann man erst ab einer gewissen Anzahl an Kunden auch besser einkaufen - ganz ehrlich, von den Mengen sind wir heute noch weit entfernt. Da die Energiewirtschaft nur in Anzahl der Netzanschlüsse zählt, brauch man unter 50.000 nicht anfangen… - Allerdings konkurieren wir auch weniger mit Haushaltsstrom, als mit offener Abrechnung - und wer nicht am Supercharger tankt, der hat im öffentlichen Raum Preise deutlich über 35ct/KWh.

Bitte nicht falsch verstehen, wenn ich bei Preisdiskussionen etwas „pushy“ bin, aber die STROMDAO trägt das volle Risiko des First-Movers. Wir machen mit dem Autostrom mit Sicherheit keinen großen Gewinn, schaffen es aber die Prozesse soweit hinzubekommen, dass unsere Kunden (Stadtwerke, Versorger, Erzeuger) selbst einen solchen Tarif anbieten können.

Grundpreis
Wie im Grün- und Weißbuch zum Strommarkt 2.0 von mir bereits veröffentlicht, denke ich dass Energie auf Dauer keine Kosten mehr verursacht. D.h. KWh Preis wird bei 0 Cent liegen. Im Gegenzug wird der Grundpreis ansteigen, da man sich bei Erzeugungsanlagen einmietet und deren Abschreibung zahlt. Hiervon sind wir allerdings noch etwas entfernt, dennoch setzen wir bei der STROMDAO den Hybridstrommarkt auf Basis der Blockchain Technologie um. Dadurch kann eine Zuordnung von Nutzungsgrad einzelner Anlagen durch bestimmte Kunden 1:1 erfolgen. Vermutlich war/ist die Finanzierung hinter den Supercharger auf ähnlicher Grundlage entstanden.

So, hoffe ich habe jetzt nichts übersehen :slight_smile:

Gruß,
Thorsten

Danke für die ausführlichen Antworten und die offene Worte.

Grüße SuCseeker

P.S.: Daten unserer PV in der Signatur und ein Projekt hier: [import.gwk.st/t/neues-projekt-tesla-fahrzeugbatterie-als-pv-speicher/14276/1)

Ich habe ein E3DC-Speicher an PV mit 18kWp (bald 28kWp), bekomme natürlich die 1/4h Daten über Netzbezug etc. für jeden beliebigen zeitraum. Darüber hinaus kann ich über RSCP und meinen Raspberry PI auf die Echtzeitdaten (1sec) der am E3DC verbauten Zähler zugreifen u.a. auch den Zähler der Wallbox. Nur wie kann ich automatisiert diese Daten an Euch weitergeben?