Stört der OBD2-BT Dongle den CAN-Bus?

Hallo zusammen,
es schreiben hier eine Menge Teslafahrer das sie fleißig ihren Akku bzw. Wagen mit Hilfe eines OBD2-BT Dongle auslesen. Ist ja alles schön und gut, aber es sagen auch viele das der Dongle auch ordentlich den CAN-Bus, bzw. den Wagen stören kann.
Meine Frage ist nun, was ist klüger?

  • Den Dongle NUR dann anklemmen wenn man was auslesen möchte
  • Oder den Dongle ständig am Stecker lassen

Jedes mal das Teil dort reinfummeln um mal eben was auszulesen ist unpraktisch.

Ich selbst habe ein MS, Bj,2013

Wie sind so eure Erfahrungswerte bzw. wie geht ihr da vor?

lg

Da stört nichts. Auch andere BT Geräte und Smartfones stören das Auto nicht.
Habe den BT Dongle immer angesteckt, im Model S und im Model 3.

Ich versteh noch nicht ganz was Deine Bedenken sind. Auf dem CAN-Bus gibt es (vereinfacht gesagt) lesbare Leitungen und schreibbare Leitungen (das hat nix damit zu tun ob man nur lesend drauf zugreift - Leseleitungen enthalten nur Statusnachrichten, ein Kurzschluss hier führt zu keiner Unterbrechung bei relevanten Systemen). Ich gehe davon aus dass der Adapter auf ODB die Schreibleitung nicht angreift, es gäbe dazu auch keinen Bedarf. Auf der Leseleitung kannst nix stören oder kaputt machen. Relevante Systeme lesen keine Statusnachrichten, sondern kommunizieren aktiv auf den anderen Leitungen.

Meiner (XTRONS) ist seit >6Mt immer drann und da stört garnix.

Ich kann mir aber vorstellen, dass es qualitativ schlechtere gibt, welche dann auf dem CAN-Bus einen ungewollten Widerstand oder Kapazität bewirken, was dann den Power für div. Systeme, die am Bus hängen verringern könnte. Auch ist immer die Frage wie intelligent die sind und ob sie auch ohne aktivem BT zum Handy den Bus dauernd abfragen. Dies könnte z.B. auch ein Einschlafen der Systeme verhindern.

Ich habe meinen wieder abgebaut. Es ging die Klimatisierung über App nicht mehr. In App angezeigt, sie wäre an. Tatsächlich nichts. Ich werde das Teil hin und wieder anklemmen, um nach dem Akku zu sehen.

Als ich mal wegen diverse Fehlermeldungen im Display im SeC war, fragten die mich was ich alles für Fremdgeräte angeschlossen habe. Also USB Sticks, USB induktions-Ladestation fürs Handy usw.
Und als ich erwähnte das ich ein ODB2-BT Dongle erwähnte, sagte er mir direkt das das Modul ein Störfaktor sei. Also besser den Dongle abklemmen.

Das sagt jeder Autohersteller/Werkstatt.

Mag sein, aber üblicherweise fährt auch kein Fahrzeug anderer Hetrsteller ständig mit einem solchen Modul durch die Gegend.

Natürlich tun sie das. Ich hatte beim Prius ebenfalls ein Display hinter dem Lenkrad platziert, welches über einen Dongle lief. Auch bei anderen Fz nutze ich das Teil um Zusatzdaten anzuzeigen oder für ein Headup Display.

Im Model S nutze ich keine Anzeigen während der Fahrt, vergesse aber den Dongle abzunehmen, da nicht nötig. Bei mir stört er nicht.

Hallo,

Eigentlich sollten die Dongel nur horchen, aber es gibt auch lesen und schreitende, und da gute und schlechte.
Ich persönlich habe in das Fach unter dem Display einen Anschluss für den Dongel eingebaut, so kann ich das Fach nutzen, und wenn ich Auslese brauche ich ihn nur einstecken und muss nicht jedesmal was abbauen. Somit hat man definitiv keine Probleme, das SEC behält ihn nicht ein und man muss nicht diskutieren, und ich brauche auch die Daten nicht ständig, daher spare ich mir das gerne.

Und ja, es gibt SEC die das behalten, und ja es gibt SEC die es nur ausstehen und dann auch die Diskusjon wer für eine Fehlersuche zahlt.

Ich würde es so wieder machen, einfach, unkompliziert und keine Diskusjon.

Warum sagst Du das? Hab so ein OBD Modul seit 11 Jahren an meinem Sharan hängen, und seit 4 Jahren am Ioniq. Und ich kenne noch andere.

Es gibt wie viele zugelassene Autos? Irgendwas bei 40 Mio. Wenn Du ein OBD seit 15 Jahren hast und noch einige andere kennst, ist das dann „üblich“? Ich sagte das, weil wahrscheinlich weit über 90 % keine solchen Teile im Auto haben, sie also üblicherweise nicht nutzen :slight_smile: Das ist aus meiner Sicht der Sinn für „üblich“

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Ich bezog das „üblicherweise“ in Deinem Satz: „üblicherweise fährt auch kein Fahrzeug anderer Hersteller ständig mit einem solchen Modul…“ eher auf das „ständig“ (also auf die Dauer) als auf die Anzahl der Fahrzeuge. Ich las das so dass Du der Meinung bist, dass wenn jemand sowas nutzt, er/sie es nur temporär dran hängt.

Die hängen üblicherweise nicht am CAN Bus sondern an einem speziell genau dafür vorgesehenen Bus. Da ist das kein Problem.

Sorry, aber das ist Falsch. Das Besondere am CAN Bus ist eben, dass der bidirektional ist und nur zwei Signalleitungen hat, jeder Teilnehmer kann lesen und schreiben. Man sollte aber davon ausgehen, dass der Adapter nur lesend zugreift.

Wenn die allerdings einen normalen CAN Chip verwenden, wird er auch schreiben, die Norm sieht nämlich vor, dass der nach fehlerhaftem Empfang einer Nachricht ein entsprechendes Acknowledge setzt, damit sie noch mal gesendet wird. Wenn der also z. B. einen billigen Quarz verwendet, kann es durchaus sein, dass der den Bus stört.

Ich hab extra betont, dass dies vereinfacht dargestellt ist - aber meine Analogie mit „Leitungen mit nur Statusinfos“ wurde wohl nicht so wahrgenommen wie ich mir das wünschte.

Es würde mich wundern, wenn Tesla als einziger Hersteller einen einzigen CAN-Bus hat, alle anderen haben nämlich mehrere, genau aus dem Grund, dass es gefährlich ist, den OBD-Port an einen einzigen CAN-Bus zu hängen oder generell von einem Defekt aus alle Systeme lahm zu legen. Es gibt also üblicherweise mehrere CAN-Busse (lustiges Wort) in einem Fahrzeug, und auf die meisten hat man eh keinen physischen Zugriff. Der, an dem normalerweise der OBD-Port hängt, ist üblicherweise für den Betrieb des Fahrzeugs absolut irrelevant. Den kann man kurzschließen und das Auto wird fahren wie davor. Ich gehe davon aus, aber es ist eine Annahme, dass die CAN-Bus, den Tesla da so offensichtlich am Hintern der Mittelkonsole vorbei führt, jetzt nicht grad jener ist, mit dem der Akku explodieren kann.

Weil es ziemlich bescheiden dargestellt wurde und bei dem Einen oder Anderen möglicherweise die Erwartung weckt, man könne da nichts kaputt machen. Es gibt aber auf einem CAN Bus keine Leseleitung, egal wie man es darstellt.

Ja, aber einen solchen nutzt man hier nicht.

Mutige Annahme. Da dort immerhin eine ganze Menge relevante Daten anliegen, kann man nicht ausschliessen, dass er nicht völlig unwichtig ist. Es reicht ja, wenn die Stecker während der Fahrt auseinanderrutschen, weil sie nicht richtig eingerastet sind.

Ok, damit hier Klarheit herrscht: es gibt verschiedene Sicherheitsebenen im Fahrzeug, und die Sicherheit für die wirklich relevanten CAN-Daten und Steuergeräte wird dadurch gewährleistet, dass diese physisch so gut wie nicht erreichbar sind, und nur wenige Steuergeräte darauf Zugriff haben.

Es gibt in jedem Fahrzeug auch eben einen CAN-Bus, der sämtliche relevanten Daten an periphere Systeme wie Tachoeinheit, zentraler Bildschirm (bzw. dessen Steuereinheit) etc. bringt. Das ist das, was ich als „Status-CAN-Bus“ bezeichnen würde. JEDER OBD-Stecker kann auch schreiben, das muss er auch können, weil er sonst an viele Daten gar nicht ran kommt, die muss man nämlich explizit anfordern damit sie überhaupt geschickt werden.

Wie wahrscheinlich ist es also, dass der einzige CAN-Bus, der einigermaßen leicht im Zugriff ist, und auch noch dort eine Verbindung hat, die man öffnen kann, für eine sicherheitsrelevante Ebene zur Kommunikation dient, ABER gleichzeitig gibt es in einem Tesla keinen CAN-Bus, der nur Status-Infos bzw. einfache Steuerbefehle für Komfortfeatures übermitteln kann? Ich würde sagen, dass diese fast 0 ist. Weil irgendwo müssen sich auch die Tesla-Werkstätten rein hängen können, und auch die hängen sich ganz sicher nicht an einen CAN-Bus, bei dem es um die Kommunikation zwischen Steuergeräten oder System geht, bei denen nix schief gehen darf.