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Steuern und Abgaben: Strom vs. Benzin

Wenn aber Steuerausfälle drohen, weil Tausende (momentan 1x tausend) Billigstrom am SuC zapfen statt hoch besteuertem zu Hause? Oder all die Durchreisenden mit Model S? Statt teuer Strom bei RWE, Vattenfall usw. kommt da viel weniger rein! Nicht dass noch ausländische E-Fahrzeuge von der kommenden Maut befreit werden! :astonished:

Wenn Steuerausfälle drohen, muss eben eine andere Steuer erhoben werden, oder irgendwo eingespart werden (da gibt es viel Potenzial)…

Hoffentlich entfällt die Maut für E-Fahrzeuge in Deutschland :mrgreen: :sunglasses:

Wir wissen doch gar nicht, zu welchem Preis Tesla den Strom für die SuC einkauft. Und die Umlagen sind unabhängig vom Bezugspreis, können aber ggf. vermieden werden, z.B. bei räumlichen Zusammenhang zur Stromerzeugung, Eigenerzeugung (PV-Anlage beim SuC) oder Vermeidung der Nutzung öffentlicher Netze.,

Passend dazu ein Kommentar von Christoph M. Schwarzer:
heise.de/autos/artikel/Billi … 16171.html

Falsch:

Auf Preisbasis US$ 100, der momentante Ölpreis ist nur eine Feder die gespannt wird den Ölpreis in unglaubliche Höhen zu schleudern,
bedeuten 100 km Premiumauto fahren 6 EUR Ölimporte. Bei sonst üblichen 1,45 EUR pro Liter landen 12,32 EUR an der Tankstelle
6,23 EUR Differenz zwischen Ölimport und Abgabepreis an der Tankstelle.

Beim Tesla-S kostet der Strom nach EEX Börsenpreis 0,75 EUR bei 21,5 kWh / 100 km.
An der Steckdose eine Haushalts müssen dafür 0,25 EUR * 21,5 = 5,38 EUR bezahlt werden.
4,63 EUR Differenz zwichen EEX Börsenpreis und Abgabepreis an der Steckdose.

Strom ist von EEX Börse bis Steckdose viel höher Belastet als Mineralöl.

Wir hatten das Thema übrigens schon mal hier diskutiert: Weniger Staats-Einnahmen durch Elektroautos?

Der Strompreis liegt schon seit langem im Mittel unter 4ct/kWh.

Die Bezeichnung „Strompreis“ auch für die ganzen Zuschläge aus dem EEG++++ und Steuern zu benutzen halte ich für irreführend.

Bisschen OT, aber in Anlehnung an pollux: Wieso ist denn die kWh in Deutschland derart teuer? Kann das mal jemand einem ahnungslosen Österreicher erklären? Ich lese hier regelmäßig von Preisen zwischen 20-30 Cent pro kWh.

Gerade habe ich selbst meinen Stromversorger gewechselt (schaue jährlich, wie sich die Tarife entwickelt haben) und bin derzeit bei einem Brutto-Arbeitspreis von 4,93 Cent pro kWh (beim bisherigen Stromversorger 7,5 Cent). Dazu kommen €1,80 Grundgebühr pro Monat, die verbrauchsabhängigen Kosten für die Netznutzung sowie Steuern, Ökostromförderbeitrag und Ökostrompauschale.

Meine Jahresstromrechnung für 2014 betrug bei einem Verbrauch von 1258 kWh ganze € 244,68. Das sind im Schnitt 19,45 Cent pro kWh, wobei sich dieser Betrag aufgrund der Fixkostendegression (Grundgebühr, Netznutzungsgebühr, Ökostrompauschale) bei steigendem Verbrauch nochmal deutlich nach unten verändert.

Diesen irren Unterschied im Arbeitspreis kann ich mir nicht logisch erklären. Sind bei euch die Abgaben so viel höher?

:arrow_right: de.wikipedia.org/wiki/Strompreis

Kurze Antwort? Ja.

im Moment ist es teurer ein kleines Elektroauto zu fahren als einen gleichgrossen Verbrenner. Wir haben den Vorteil durch die sehr grosse Effizienz unseres Model S und die Supercharger :smiley:

@Volker.Berlin: Danke für den Link!

Stimmt auch, aber nur teilweise. Die EEG-Umlage schlägt bei euch deutlich zu, aber laut Volkers Link sind allein schon die Erzeugungskosten bei knapp 13 Cent…

Ich will auch solche Strompreise wen muss man dafür umbringen :smiley: :astonished: :open_mouth:

Mehrere Millionen Windrädchen, Photovoltaikanlagen und Biogasgeneratoren :wink:

Gruß SRAM

Diese These wird durch Wiederholen nicht wahrer. Stichwort grid parity.

Nationale Unterschiede :wink: :

grid parity german: der Strompreis im bestehenden Netz wird durch Geschäftsbeschränkungen, Auflagen, Zwangsabgaben und Steuern solange erhöht bis die Alternativen zum selben Preis produzieren können.

grid parity US: die Alternativen stehen solange unter Marktdruck, bis sie mit dem bestehenden Netz konkurrieren können.

(Und deshalb baut man energieintensive Produktionen besser in USA auf…)

Gruß SRAM

Eine kWh selbst erzeugten Stromes vom eigenen Dach kostet mir etwa 6ct. Auch muss ich die Anlage auf keinem Fall nach 20 Jahre, nach Auslaufen der EEG-Vergütung vom Dach reißen, sondern liefern noch weitere Jahr, da die Anlage abgeschrieben, sogar fast kostenlos Strom.

Ich habe gestern einen interessanten Beitrag zur EEG Umlage bzw. versteckten Kosten bei konventionellen Strom gelesen. In Anbetracht, dass im Forum von Schmarotzern geredet wurde, die sich an der EEG-Umlage bereichern, ist diese Studie vielleicht ganz lesenswert.

presseportal.de/mobil/story. … maid=16698

Die EEG Umlage sieht jeder auf der Stromrechnung und jeden Oktober geht die Höhe des nächsten Jahres durch alle Medien. Würde man das mit AKW- und Kohlestrom genauso machen, würde sich kein Mensch über die paar Cent EEG aufregen.

Aktuelle Berechnungen der Dt Bank. reneweconomy.com.au/2015/solar-g … world-2017

Der schlechteste Fall 2017 erreicht Solarstrom in „nur“ ca 67% der Länder der Welt Grid Parity
Der wahrscheinliche Fall in 80% der Länder der Welt ist das der Fall.

Wenn 70-80% der Welt in 2 Jahren billiger Strom vom Dach bekommt als vom Netz wird sich die komplette Energieerzeugung insgesamt sowieso radikal ändern müssen.

Ist doch eine recht spannende Entwicklung, dieses ganze Steuern und Abgabenzeugs auf Strom wird man eh neu überdenken müssen, wenn sich da immer mehr zeitweise ausklinken weil es weltweit billiger ist Solar zu nutzen.

das Paradoxum: da solarstrom weniger kostet als vom netz, lohnt sich PV zum Eigenverbrauch -> weniger umsatz der EVU und Netz -> höhere Strompreis Höhere Netzentgelte, höhere EEG-Umlage -> Eigenverbrauch lohnt sich noch mehr -> Politik reagiert -> EEG-Umlage auf Eigenverbrauch -> kaum einer baut noch PV aufs Dach