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Standverbrauch Model S

Hallo zusammen. Ich bin zwar nicht ganz neu auf Tesla unterwegs, habe aber bisher keinerlei Fragen oder Probleme gehabt, die sich in Forumsaktivität geäussert hätten. Deshalb hier meine erste Frage an die Technikfreaks unter euch:

Bei meinem Modell S 85 (ohne sonst irgendwas…) sehe ich einen Standverbrauch von ca 35-40W. Dies entspricht ja in etwa dem angegebenen Verbrauch von 1% Batteriekapazität/Tag. Kann mir jemand sagen, was die Hauptverbraucher dieser 35-40W sind? Einen Bordcomputer zu puffern sollte bei der heutigen Technologie nicht so viel Leistung benötigen. Ist da sonst noch was? und wenn ja, was?

Such mal nach „Vampirverlust“ bzw. „Vampir“, da gibt es schon genügend Threads zu.


Ist mit der Suche nicht so einfach zu finden, Vampir ist das Stichwort :smiley:

Ok, danke ! Darauf wäre ich jetzt als Suchbegriff wirklich nicht gekommen :smiley: Schon ein kreatives Völkchen, die Tesla-Fahrer… :laughing:

Ich habe mich jetzt mal durch die relevanten Threads „durchgelesen“ und es werden ja zum Teil hochinteressante Informationen vermittelt. Allerding wird die zentrale Frage, was denn nun die 35-40W WIRKLICH verbrät, nicht beantwortet. Ich kann ja nur einen Vergleich mit meinem i3 ziehen. Der elektrische Aufbau ist identisch mit einer 12V Batterie zur Bordsystemspeisung und einer Traktionsbatterie, die die 12V Batterie per DC/DC Wandler nachlädt. Auch dieser hat eine permanent eingeschaltete Schlüsselerkennung und ist ebenfalls immer online, d.h. per App erreichbar. Trotzdem ist selbst nach einer Woche Stillstand kein Kapazitätsverlust erkennbar. Beide Wagen stehen in der gleichen Garage, haben also die gleichen Umgebungsbedingungen.

Ich will mich ja nicht über den Kapazitätsverlust des Tesla beklagen - vor allem, weil er sich durchaus in dem vom Hersteller genannten Rahmen bewegt. Trotzdem würde mich eben eine technische Erklärung interessieren. Ich könnte mir einfach vorstellen, dass da entweder noch erhebliches Spar-Potential vorhanden ist oder dass da etwas am Laufen ist, was für den „normalen“ Anwender nicht sichtbar aber trotzdem wichtig ist. Aber eben, selbst Tesla liefert ja keine klare Aussage zu diesem Thema. Oder habe ich da in diesen ellenlangen Threads etwas übersehen?

Ich habe seit vorgestern Firmware 7.0 aufgespielt und werde mal beobachten, ob sich da etwas geändert hat.

Andere Nutzer hier schreiben, dass der i3 das nur besser versteckt (er würde das einfach nicht anzeigen und stattdessen auf der folgenden Fahrt schneller runterrechnen, man könne auch durch starten einer Ladung ermitteln wieviel verloren ging).

Cheers Frank

Mach mal folgendes: lade den i3 auf zB 70%, dann lass ihn drei Tage stehen und lade weiter. Im Augenblick des Ladebeginns springt die Anzeige mehrere Prozent zurück (mehrfach App aufrufen), während er kurz vor dem Nachladen noch die 70% anzeigt - versteckter Standby-Verbrauch!

Danke für die Tips! Ich werde mal ein Auge darauf werfen. Allerdings ist mir solches Verhalten bis jetzt nicht aufgefallen, obwohl ich den i3 auch mal ein paar Tage stehen lasse (eben wenn ich mit dem Tesla unterwegs bin…). Aber es stimmt schon, wenn man explizit darauf achtet, sieht man wohl eher eine Auswirkung. Ich werde dann auch mal versuchen, den Standverbrauch des i3 auf diese Weise zu ermittlen.

Das wird beim i3 so ähnlich sein wie beim Smart ED, der nur einen minimalen Ruhestromverbrauch hat (Systeme sind auf die übliche 12V-Batterie ausgelegt), aber z.B. bei Temperaturerniedrigung eine Neubewertung des Antriebsakkustandes durchführt.

Das hat aber offenbar nichts mit dem beim Model S beobachteten merklichen Ruhestromverbrauch zu tun.

Ja, das wäre auch noch eine Möglichkeit. Es ist einfach interessant, wie sich die Hersteller ungemein bedeckt halten, wenn es um solche Fragen geht. Keiner lässt die Katze wirklich aus dem Sack. Ich frage mich einfach, wohin das führt, wenn dann wirklich mal die Fakten auf den Tisch müssen - z.B. bei einer - vielleicht sogar politisch motivierten - Verbrauchs-Erhebung. Ich halte es einfach für besser, von Anfang an die Wahrheit zu sagen, als sich die Wümer so nach und nach au der Nase ziehen zu lassen, was natürlich jeglichen Spekulationen Tür und Tor öffnet. Als Stromer sollten wir eben auch ein gewisses Lobbying wenn nicht direkt betreiben, so doch mit Fakten unterstützen. Es hat genug Geier in der Warteschleife, die sich auf jedes Krümel stürzen, das ein negatives Licht auf die Elektro-Mobilität wirft.

Man sollte es auch nicht überbewerten: Auch ein Benziner verdunstet einiges an Benzin aus dem Tank an heißen Sommertagen, aber da redet natürlich kein Mensch von. Oder dass z.B. ein Ducato nach einem Monat Standzeit einfach nicht mehr anspringt, da der Ruheverbrauch des 12 V. Akkus zu hoch ist usw…

Unter ungünstigen Bedingungen verdunsten 6-8l Benzin pro Jahr und Fahrzeug.

Das wären mal grob gerechnet 10 Euro im Jahr,
Bei über 30 Watt komme ich auf ca. 300 kWh im Jahr, die ca. 75 Euro kosten.
Natürlich macht das keinen Tesla Fahrer arm, wenn noch ein großer Anteil von der Sonne oder vom Supercharger kommt wirds ja auch nochmal deutlich weniger.
Aber irgendwie hat Tesla da doch wohl etwas nicht gut gelöst, ein IPhone hat etwa 6Wh Akkukapazität, der Akku wäre also in 12 Minuten leer!
Und alles was der Tesla im Standby so macht sollte ein Iphone locker können. Und das 24 Stunden lang…
Der Verbrauch ist somit eigentlch um den Faktor 100 zu hoch.
30 Watt Wärmeabgabe mussten doch eigentlich im Auto zu finden sein, hat zufällig jemand eine Wärmebildkamera???

Der Akku hat aber auch maximal 1kWh, die hat das Model S fast in 24 Stunden leer…

Hab ich. Können wir gern zum Einsatz bringen, wenn du ein Fahrzeug auftreibst, dessen Besitzer den Auseinanderbau übernimmt.

Ja, ich bin eben auch der Ansicht, dass 30-40W einfach zuviel sind, ohne dass eine eindeutige Erkläfung dazu vorliegt. Das ist ja immerhin eine mittlere Glühbirne und deren Wämeentwicklung würde sich schon bemerkbar machen, wenn sie an einem dezidierten Ort in Betrieb wäre. Standby-Betrieb von irgendwelchen Kommunikationskomponenten kann es definitiv nicht sein. Solcher Verbrauch bewegt sich in mW Grössen. Das mit der Wärmebildkamera wäre ja ein interessanter Versuch, allerdings würde es eben nicht ganz einfach sein, an die Quelle vorzustossen… :wink: Liest denn hier kein kompetenter Tesla-Techniker mit, der eine klare Aussage machen könnte ?? :open_mouth:

Versuch doch mal ohne das Auto zu zerlegen ob du etwas erkennen kannst, irgendwo muss die Wärme ja nach aussen…

Als Tipp zum Suchen hier meine Kandidaten für „always on“ Systeme:

  • Der hinter dem Touchscreen eingebaute Bordrechner.
  • keyless go Systeme
  • Umwälzpumpen (unter dem Frunk Boden)
  • DC/DC Wandler im Master Charger (unter der Rückbank)
  • BMS in der Traktionsbatterie

Kann man den Verbrauch eventuell im 12V Sicherungskasten messen?

Tja, wenn da eine Umwälzpumpe dauernd mitläuft, ist der Verbraucher schnell gefunden. Bordrechner und keyless go Systeme sind keine wirklichen Stromfresser. Der DC/DC Wandler hat wohl be so kleiner Leistung auch keinen besonders guten Wirkungsgrad. Ob und wie weit das BMS im Sleep-Modus arbeitet, ist wohl auch eine grössere Unbekannte. Wenn dem tatsächlich so ist, dann sind für mich BMS und Umwälzpumpe(n) klare Favoriten.Da kommen schnell mal ein paar Watt zusammen.

Meine Mutter hat mir immer eingeschärft, das Licht zu löschen, wenn ich es nicht mehr benötige. Und jetzt brennt in meiner Garage dauernd eine 35W Funzel… :laughing:

Meine Frage an die erfahrenen Model S Besitzer: Wie lange kann man ein Model S unberührt lassen, sodass es noch „anspringt“ im Sinne von Fahrbereit?

Hintergrund:
Meine Mercedes E-Klasse springt typischer Weise nach 14 tagen Standzeit nicht mehr an. Nun habe ich sogar schon länger das Auto nicht mehr bewegt. Ergebnis: Alles tot. Öffnen nur mit mechanischen Notschlüssel. Nun muss der Mercedes mehrere Stunden an das Aufladegerät, welches ich als alter Mercedesbesitzer als Standardausrüstung selbstverständlich in meiner Garage bevorrate. Aber am Flughafen parken und 1-2 Wochen in Urlaub fahren ist nicht mehr.