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Spannungsabfall beim Laden

Vorab zu Deiner Beruhigung : Du hast den Auftrag ja offiziell an einen Elektriker vergeben, also einer Fachfirma, der Du als Laie vertrauen darfst, machen die einen Fehler, haften die auch, Du bist aus der Haftung raus. Dies ist z.B. wichtig bei einem Brand verursacht durch einen technischen Defekt in der Elektrik. Ein Grund warum ich z.B. bestimmte Dinge nicht selber mache sondern auch an eine Fachfirma vergebe und auch eine Rechnung will.

Und noch ein paar wichtige formale Dinge :

Ich höre immer wieder , das ist doch alles nicht zu schlimm, technisch kein Problem. (Ich mache manchmal auch Dinge, die in keiner Norm so drin stehen, aber dann weiß ich was ich tue und begrenze das Risiko)
Man kann technisch machen was man will, solange kein Schaden entsteht interessiert sich niemand ( in Deutschland) dafür.
Aber wehe es kommt zu einem Schaden (z.B. Brand durch technischen Defekt):
dann gibt es mindestens eine Versicherung, die nicht zahlen will und dafür einen Schuldigen sucht, dem Sie den Schaden ans Bein binden will, bei größeren Schäden oder Personenschäden kommt dann noch ein Staatsanwalt mit ins Boot, der auch einen Schuldigen sucht.
Bei dieser Suche werden zuerst die Formallien abgeklopft, hat jemand etwas nicht normgerecht gemacht (unabhängig davon, ob das technisch überhaupt eine Rolle spielt) ist er dran und trägt jetzt selber die Beweislast, dass sein nicht normgerechtes Handeln nicht zu dem Schaden geführt hat. => Gutachter => sehr teurer Prozess mit ungewissen Ausgang, Richter sind keine technischen Fachleute aber Richter fällen Urteile.
Hast Du aber normgerecht gearbeitet, dann bist Du aus dem Schneider, selbst dann, wenn die Norm selbst falsch war und u.U. Ursache für den Schaden war (!!).

Ein Beispiele wie schnell das gehen kann :
Bis in die 80’ziger war es zulässig und üblich, bei Kabeln die abisolierten Enden mit Lötzinn zu benetzen oder in Lötzinn einzutauchen und über einfache Schraubklemmen zu befestigen.
Diese Art der Verbindung hat in einigen Fällen zu Brandschäden geführt, was zu einer Änderung in der Norm führte. Diese Art der Verbindung ist heute per Norm untersagt, es ist vorgeschrieben entweder spezielle Schraubklemmen mit Drahtschutz oder Aderendhülsen zu verwenden oder andere Verbindungselemente zu verwenden.
Wenn Du also 1980 einen Adapter gebaut hättest, könnte Dir heute keiner ans Leder, wenn Du z.B. keine Klemmen mit Drahtschutz verwendet hast, heutzutage könnte das ein Grund sein, dass die Versicherung sich weigert einen entsprechenden Schaden zu bezahlen.

de.wikipedia.org/wiki/Litze_%28Elektrotechnik%29 (unteres Drittel)

Du selber nicht aber Dein Elektriker. Sicherungen dienen als Leitungsschutz (nicht als Geräteschutz!!). Es kann z.B. (theoretisch) zu einem Schaden im UMC oder in Deinem Adapter kommen, der dauerhaft einen Strom von 50 A fließen lässt, mindestens aber die CEE Dose ist nur für 32 A auslegt => (theoretisch) Brandgefahr im Fehlerfalle. Ist alles mit 32 A abgesichert fliegt die Sicherung und schützt so die Leitung und damit Haus/Garage vor einem Brand.

Genau hinschauen, ich habe 2 Adapter erwähnt :

a) von 16 A (Stecker) auf 32 A (Dose), wird in eine 16 A Dose eingesteckt : braucht keine zusätzliche Sicherung, stelle ich versehentlich > 16 A am Roadster ein fliegt die 16 A Sicherung in der Hausinstallation und alles ist gut, nichts passiert

b) von 32 A (Stecker) auf 16 A (Dose), wird in eine 32 A Dose eingesteckt, hier ist und muss eine 16 A Sicherung im Adapter integriert sein, sonst besteht Brandgefahr für das Equipment, was nur für 16 A ausgelegt ist, und dies nicht nur im Fehlerfalle sondern auch im Normalfalle, wenn 32 A gezogen werden. (diesen Adapter brauchen wir aber für den Roadster nicht, ist für andere EVs gedacht, die sich an eine 32 A Dose hängen wollen)

Allgemein : Du kannst immer Equipment einsetzen, das mehr Strom kann als Deine Zuleitungssicherung, niemals umgekehrt. Wenn es doch erforderlich ist musst Du eine geeignete Zwischensicherung setzen.

Vielen Dank für Eure Hinweise.

Ich habe heute meine 50 A-Sicherungen gegen 35 A getauscht (32 A gibt es wohl standardmäßig nicht als Schmelzsicherung). Damit sollte auch im unwahrscheinlichen Fall eines Defekts des UMC kein Strom größer 35 A durch den Adapter gehen.

Grüße
Thorsten

Warum hast du keine normalen LS-Schalter genommen, die sind doch viel praktischer.

Der Elektriker hat 50 A Schmelzsicherungen und einen FI-Schalter verbaut. Das wollte ich nicht komplett umbauen. Daher habe ich nach Rücksprache mit dem Elektriker die Sicherungen gegen 35 A getauscht.

Wenn zukünftig an das Kabel ein anderes Ladegerät mit höherer Leistung angeschlossen wird (bspw. für ein Model S/X), werde ich die Installation nochmal komplett prüfen lassen. Bis dahin sollte ich aber mit meiner jetzigen Konstellation auf der sicheren Seite sein, oder?

Grüße
Thorsten

hmm ich darf unsere Fotos von der spanien frankreich tour hier wohl besser nicht posten. :wink:

ich habe in unserem Neubau fast Thorstens installation beauftragt.
im Keller 3x63A abgesichert, in der garage eine CEE63A, mit dem 63A Stecker gehe ich in einen kleinen Henselkasten, in dem 3x32A Sicherungen sind. von dort aus mit einem dünneren Kabel auf eine 32A Dose.

Vorteil ist, wenn Rafael mit seinem mobilen HPC vorbeikommt, kann er sich an der 63A CEE hängen.
lg
mischa

… vorbildlich!
Aber was anderes: mobile HPC - hast Du dazu nähere Infos? Interessiert mich sehr.
EG
Martin

klingt leider spannender als es ist. Rafael hat an einem normalen HPC den Roadsterstecker-Halter abgeschraubt und ihn auf dem Beifahrersitz mitgenommen.

Nochmal zurück zum Ausgangsthema: Habt Ihr eine Idee, warum ich grundsätzlich nur Spannungen um die 220 V und z.T. sogar unter 220 V beim Laden mit 32 A bekomme?

Kann ich mit einfachen Mitteln prüfen, ob meine Verkabelung das Problem ist oder bereits eine geringe Spannung an meinem Hausanschluss ankommt?

Grüße
Thorsten

Ob die geringe Spannung an der Steckdose anliegt kann man mit jedem handelsüblichen Messgerät, das auch für Wechselstrom geeignet ist, feststellen.

Lade Bernd und/oder mich übernächste Woche auf einen Kaffee ein, dann können wir das schnell klären.
Nebenbei könntest Du mein OVMS flashen, dass ich jetzt nach ca. 9 Monaten doch mal einbauen will :smiley:
Wenn es was schwieriger wird könnte ich auch einen Netzanalysator auftreiben :wink:

Aber zu 95 % muss das am Hausanschluss liegen, denn Verkabelung ist ja für mehr geeignet (bis auf Dose und Adapter)

Talkredius, da ich in E-technischen Dinge eher Laie bin, wäre Deine Unterstützung sehr willkommen. Kaffee, Kuchen, (alkoholfreies) Bier etc. stehen selbstverständlich zur Verfügung.

Und ein Firmware Upgrade des OVMS sollte auch kein Problem sein. Damit kenne ich mich besser aus.

Lass uns zu dem Thema gerne mal telefonieren.

Grüße
Thorsten

Ein Spannungsabfall auf 220 V oder weniger bei 32 A ist nicht so schön. Zum Vergleich: ich habe hier im Neubaugebiet bei 32 A noch 235 V ungefähr zur Verfügung und noch ein 10 m Kabel von Conrad ist dazwischen und trotzdem ist die Spannung stabil. Bei so niedrigen Spannungen wie bei dir, kommst du bald in die Nähe, wo das Ladegerät des Roadster abschaltet.

Thorsten, die Heizperiode hat begonnen, kommt die Spannung von Deinem neuen BHKW?

Ich habe gerade noch mal eine kleine Top Off-Ladung gestartet. Vor dem Laden zeigt das Display ca. 230 V. Nach dem Start mit 24 A geht die Spannung auf ca. 224 V runter und steigt dann wieder mit sinkender Ampererate.

Die KWK-Anlage war zu der Zeit aus, scheint also nicht das Problem zu sein.

Bisher hat der Tesla beim Laden nie gemeckert. Er kommt also mit den ca. 220 V bei 32 A klar. Ich werde die Ladung in den kommenden Tagen auf 24 A (ggf. sogar 16 A) reduzieren, bis klar ist, woran es legt.

Grüße
Thorsten

In den USA kriegt der Tesla manchmal 208V zu futtern auf dem Campingplatz (208V three phase wye -> phaseconverterinfo.com/phase … ltawye.htm). Die EU-Roadster haben hoffentlich kein grundsätzlich anderes Ladegerät?

Ich wusste doch, dass ich das irgend wo schon mal geschrieben hatte : :smiley:

Zitat aus einer Mail an Thorsten vom 26.04.2011, 22:50 Uhr :

geht die Spannung von 230V auf ca. 209 V zurück, was der UMC mit
Fehlermeldungen quittiert, stelle ich die Ladestromstärke auf 13 A statt 16
A, bleibt die Spannung bei 212V und der SMC meckert nicht mehr.
Dickes Kabel => stabile Spannung auch bei hoher Stromstärke."

ab kleiner 210 V fängt der UMC an zu meckern, lädt aber weiter, ab kleiner 200 V geht er auf rot, mit automatischem Reset, 5 x Reset, dann bleibt er auf rot.

Ich habe heute nochmal auf 32A umgestellt und folgendes festgestellt:

  • Die Spannung fällt z.T. bis auf 217 V ab
  • Die Stromstärke schwankt zwischen 29 A und 33 A (trotz Limit auf 32 A)
  • Sobald ich auf 24 A oder 16 A runtergehen, bleibt die Stromstärke absolut konstant und die Spannung steigt auf etwas über 220 V

Hängt die Schwankung der Stromstärke mit der niedrigen Voltzahl zusammen?

Ich werde in jedem Fall meinen Elektriker bitten, sich die Sache die Tage nochmal anzusehen.

Grüße
Thorsten

Wenn die Stromstärke so schwankt, könnte das Problem auf beim PEM liegen, wenn er starkt verschmutzt ist. Man erkennt dies daran, das die rechte Anzeige von 32A runter geht auf z.B. auf 27A. Die linke Zahl ist der tatsächliche Ladestrom.

lg

Eberhard

Hallo Eberhard,

auf der rechten Seite bleibt es bei 32 A. Nur die linke Seite schwankt.

Grüße
Thorsten

wenn die batterie zu mehr als 80% voll ist, wärs auch normal.

lg

Eberhard