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SOx, der Abgasskandal der eMobilität

[Mod Note: Diese Diskussion wurde ausgelagert aus dem Thema Autoabgasskandal. Saubere Trennung war nicht immer möglich.

Edit: Danke Volker für die Mühe

Eigentlich sollte dieser thread „SOx, der Abgasskandal der eMobilität“ heissen.

Bei der Betrachtung des dt. und weltweiten Strommix fällt auf, dass dieser stark mit dem Giftgas SO2 verbunden ist. Bei der Betrachtung der spezifischen Emission von eMobilen wird dieser Schadstoff aber fast gar nicht in der öffentlichen Diskussion erwähnt.

Dies ist insofern bedenklich, da SOx neben NOx (und weiteren Luftschadstoffen) zu den Ausgangsprodukten des sekundären Feinstaubs zählen.

Auf Verbrennerseite ist SOx in den Abgasnormen nicht mehr enthalten, da die effiziente Entschwefelung der gängigen Kraftstoffe die Emission auf ein fast vernachlässigbares Niveau gedrückt hat. Lediglich bei der Saldobetrachtung aller emittierten Feinstaubbildner wird das SOx dort noch korreliert betrachtet.

Nicht vor 10 Jahren sondern noch vor zwei Jahren, weil uns glaubhaft gemacht wurde, dass diese Diesel sauber sind.

Genau das ist doch die Sauerei an dem Skandal: Wir sind als Autokäufer betrogen worden. VW und auch die anderen Autokonzerne haben uns, unterstützt von den Regierungen, was nettes vom „Clean-Diesel“ erzählt und wir haben es geglaubt.

Und jetzt stellt sich ein Herr Müller, der seinen Kunden jedes Jahr mehr Geld wegen der angeblich immer saubereren und somit teureren Diesel aus der Tasche gezogen hat, hin und spricht davon, dass der Kunde in Europa keinen Schaden hat.

Übrigens funktioniert der Betrug weiterhin: Auch aktuell wird bei allen CO2-Vergleichen zwischen Vebrennern und anderen Antriebstechniken mit den falschen Werten aus den Verkauskatalogen der Autobauern gerechnet. Und Nox wird garnicht betrachtet, als wenn es im Diesel nicht entstehen würde bzw. garnicht giftig wäre :blush:

Hmm, die Umweltbelastung durch Kohlestrom ist gebührend berücksichtigt.
Die Herstellung von Diesel und Benzin ebenso?

Und heute wird Dir eingeredet, die E-Mobilität sei global betrachtet sauber?

Speziell bei SOx ist sie das Gegenteil! Das erzählt Dir nur niemand.

Ich fuhr deshalb schon vor 10 Jahren CNG und fahre es heute noch: 33mg/km NOx, 0,4mg/km SOx, das schafft global betrachtet kein E-Mobil!

Eine Gaswäsche kann beim Kohlekraftwerk aber nachgerüstet werden und der Bund kann auch kostengünstig Bau und Betrieb der Gaswäscher überwachen. Die Nachrüstung von 43 Mio Verbrennern mit effektiver Filtertechnik ist ebenso unmöglich wie die effektive Überprüfung der korrekten Funktion. Alternativ kann man auch die Kohle vor der Verbrennung entschwefeln, so wie es mit Motorkraftstoffen auch getan wird. Irgendwas sagt mir, dass die Elektroautofahrer auch gegen höhere Preise für sauberen Strom nichts einzuwenden haben.

Im laufenden Betrieb?

Alle in D laufenden Grosskraftwerke haben schon seit Jahren DeNOx, DeSOx und E-Filter. Die Messwerte sind für jeden einsehbar im PRTR Register hinterlegt.

z.B. Jänschwalde (22TWh/a):
[album]800[/album]

Lediglich in Osteuropa laufen noch ein paar Anlagen ohne diese Technik, werden aber Zug um Zug nachgerüstet.

Das ist grosstechnisch noch nicht machbar und höchstwahrscheinlich wirtschaftlich wenig sinnvoll.

Dort hat man, was SOx angeht, die '‚Umrüstung‘ über den entschwefelten Kraftstoff erledigt. Die Überprüfung ist eigentlich Aufgabe von TÜV/Dekra/KüS.

Jo, und bei standby ohne vampire drain… :wink:

Ach Cheap&Clean - die Filter in den Kraftwerken sind so ausgelegt, dass sie die Grenzwerte erfüllen. Genauso wie beim Verbrenner auch. Gib den Kraftwerken strengere Grenzwerte, dann wird auch mehr Schadstoff abgeschieden. Wie gut das mit der Abgasreinigung bei 43 Mio Verbrenner-PKW funktioniert, wird in diesem Thread übrigens erörtert. Offensichtlich nicht so gut. Und ob die Kohleentschwefelung wirtschaftlich sinnvoll ist oder nicht, spielt doch keine Rolle. Wirtschaftlich sinnvoll ist ein Kraftwerk ohne jedwede Abgasreinigung oder Arbeitsschutz. Da wir aber nicht mehr im 19. Jahrhundert leben, gibt es in manchen Teilen der Erde noch mehr Anforderungen als nur den Betrieb bei minimalsten Kosten.

Vampire Drain hast du beim Verbrenner auch - ist da nur nicht so offensichtlich und aufgrund weniger Elektronik bei vielen Autos geringer als beim Model S. Gäbs kein Vampire Drain, bräuchten Oberklasse-Limousinen ja nicht 2 dicke 12V-Batterien, die dann trotzdem nach wenigen Wochen leer sind. Und der verdunstete Kraftstoff und mitverbranntes Motoröl kommen noch hinzu.

Jetzt interessiert mich aber schon, wo beim Tanken ausschließlich mit Naturstrom das Stickoxid herkommen soll ?
Und bitte nicht wieder mit dem Deutschland-Mix ankommen, dass bei Kohlekraftwerken welches entsteht ist klar. By the way, kennen wir da die NOx und SOx Emissionen pro kWh ?

Keine Frage, aber status quo sind (mein Beispiel Jänschwalde) ca. 1g/KWh NOx bzw. SOx. Und die werden wir auch noch in 10 Jahren sehen!

Das sollte man tun, aber dann stösst man bald an technische/wirtschaftliche Grenzen.

Ja, es geht hier primär um den Diesel. Bei anderen Kraftstoffen ist die Sache entspannter.

Sie ist auch technisch nicht vernünftig darstellbar!

Willst Du jetzt ernsthaft die Selbstentladung einer Starterbatterie mit der einer 90KWh Traktionsbatterie vergleichen?

Die Verdunstung wird aufgefangen und dann später mitverbrannt. Was glaubst Du was bei der Kohle alles mitverbrannt wird?

Es geht nicht um die Selbstentladung der Batterien, sondern um das, was die Steuergeräte / Funkempfänger / Alarmanlagen … dauerhaft an (standby-)Strom ziehen, wenn das Auto abgeschaltet ist - was Teekay ja auch schreibt.
Ein Lithium - Akku hat lt. Wikipedia eine monatliche Selbstentladung von < 2%, eine Bleibatterie bis 30 % - aber wie gesagt, das meinte er ja auch nicht, vampire drain ist, wie oben beschrieben, der Verbrauch nicht (ganz) abschaltender Elektroniken - die Selbstentladung der Batterien ist da nicht relevant.

Oh, Entschuldigung, das war etwas unklar. Ich bezog mich eigentlich auf den Gesamtverlust, d.h. Leerlaufverlust Bordelektronik/BMS und Selbstentladung HV-Batterie (und 12V Bleibatterie).

Da kommst Du mit 2% monatlich nicht hin… Hier im Forum hatten das einige ja schon fast täglich :smiley:.

Es spricht auch absolut nichts gegen CNG als Brückentechnologie für diejenigen, die das brauchen oder für ihren Einsatzzweck als sinnvoller betrachten!

Allerdings ist das Argument ein E-Auto würde schlechter dastehen kompletter Unsinn, da man nicht das Jahr 2016 als Vergleich ansetzen darf, sondern die Entwicklung von erneuerbaren Energien parallel zur Verbreitung der E-Autos sehen muss. Und da schaut es nunmal über die nächsten Jahrzehnte betrachtet mit den E-Autos bei weitem am besten aus.
Der Mensch hat nur irgendwie nicht die Gabe mitbekommen über die Grenzen des laufenden Jahres besonders weit hinweg zu sehen.

Der status quo ist nunmal leider so. Ich sehe leider keine signifikante Veränderung in den nächsten Jahrzehnten, da global der Zubau an fossilen Kraftwerken unvermindert anhält…

Biogas zählt auch zu den EEs und ist ein bedeutender Teil der Energiewende. Dazu wird sich evtl. in nächster Zeit Synthesegas gesellen. Es bleibt spannend.

Nur zur Klarstellung: weltweit ist 2015 der Anteil der Windernergie an der Stromerzeugung um 33% gestiegen und die Photovoltaik um 18%…
Quelle:http://www.worldnuclearreport.org/IMG/pdf/20160713MSC-WNISR2016V2-HR.pdf
Der Trend zu den Erneuerbaren weltweit ist ungebrochen und offensichtlich. Wer das nicht sieht ist ein Relaitätsverweigerer (oder TRUMP Anhänger).
Und der Ausbau der Erneuerbaren erfolgt schneller als sich eMobiltät durchsetzt (leider). Wenn alle PKW (!) ind D elektrisch angetreiben würden müsste unsere Stromproduktion um ca 10% ansteigen, das liegt deutlich unter dem Zuwachs der Erneuerbaren. Also bitte: Fakten und keine Mutmaßungen!

OK, habe jetzt auf die Schnelle nur 2014 zur Hand, aber 4% von 77,2% sind absolut gesehen immer noch mehr als 8% von 22,8%!

[album]801[/album]

Keien Ahnung was die Quelle für die Zahlen ist - aber: auch die Tabelle sagt, dass der Anteil der Erneuerbaren an der Gesamtenergieproduktion zwischen 2004 und 2014 steigt! Also was ist dein Punkt? Prozentrechnen kann ich auch… Das Wachstum von Kohle, Öl, Gas und Nuclear zwischen 2004 und 2014 (4%) liegt nach deiner Tabelle unter dem Gesamtwachstum von 5%. Nimmt also in seiner Bedeutung ab…

CheapAndClean, bitte fang nicht wieder damit an, Grafiken ohne Quellenangabe zu posten! Das ist extrem unseriös!

Das ist die globale Stromerzeugung, das ist doch das Thema, sollte man an den ca. 23PWh eigentlich erkennen?

In aboluten Zahlen: Zuwachs Konventionell: 6013 TWh, Zuwachs EE: 2808 TWh! Das ist mein Punkt. Der Umwelt sind relative Zahlen egal.

Edit: Hier die Quelle der Grafik: docplayer.net/22648389-World-ene … tives.html