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Solaranlage, Entscheidungshilfe

Liebes TFF,

wir planen kommendes Frühjahr eine Solaranlage zu installieren. Zwei sympathische Betriebe haben wir ausgewählt, beide waren bereits vor Ort, nur können wir uns nicht entscheiden. Hier im Forum hat es ja viele, die sich damit auskennen, ich dachte mir ich frag deshalb einfach mal nach, wer weiss, vielleicht gibt es ja ausschlaggebende Punkte, die wir noch nicht beachtet haben.

Ausgangslage:
2/5 Ost-Nordost 22°, Dachfenster mittig, kein Schatten
3/5 West-Südwest 29°, Kamin im oberen Bereich, kaum Schatten

Vollbelegung Dach: ca. 24 kWp
Wunsch: ca. 18 kWp (optimaler Kompromiss aus Eigenverbrauch und tragbarer Investition)

Option Balkon: ca. 1.5 kWp in der Vertikalen für höheren Winterertrag
via Optimizer an 1 WR oder direkt an zweiten, kleinen WR

Module
Effizienz: um 300 Watt
Optik: all-black (nice-to-have) oder zumindest dunkler Rahmen (zwingend)
Herkunft Rohstoffe: möglichst zertifiziert (nice-to-have)
Energie zur Herstellung Zelle / Modul: möglichst erneuerbar (nice-to-have)

Vorschlag Installateur A: Aleo X79 HE, 310 Wp
Vorschlag Installateur B: Kioto Power 60, 310 Wp

Wechselrichter
Inselbetrieb: nice-to-have
Garantie: 10 Jahre, gerne mit Option zur Verlängerung

Installation in Technikraum im Erdreich (18° kühl im Sommer)

Vorschlag Installateur A: SolarEdge SE15K SetApp
Vorschlag Installateur B: Fronius Symo 10.0 M, evtl. „Gen24“

Steuerung / Smart Home
Webinterface: gerne lokal direkt im Gerät, aber Hauptsache detaillierte Auswertung möglich
Funktionen: (zwingend) z.B. Wärmepumpe ein für min. 1h wenn Überschuss > 3 kW, oder Heizeinsatz ein für min. 15s wenn überschuss > 2 kW
Anforderung: geringer Stand-By Verbrauch Nachts

Vorschlag Installateur A: Smartfox Pro
Vorschlag Installateur B: Fronius direkt, optional Loxone und/oder Ohmpilot

Erhöhung Eigenverbrauch

  • E-Auto an CEE16, manuell oder optional via Maxem / Tesla Wall Connector
  • Wärmepumpe mit Steuereingang, elektr. Anschlussleistung 2.2 kW (Haus und Wasser)
  • zusätzlicher Heizeinsatz im Boiler (Legionellenschaltung) 3x 2 kW, 1 oder 2 Phasen übersteuern
  • Geschirrspüler & Waschmaschine bei Bedarf manuell
  • Vorbereitung Akku: DC direkt irrelevant, geplant sind 2-4 Module aus Unfalltesla mit passender Steuerung, AC-seitig angeschlossen etwa in 2-3 Jahren

Was meint ihr? Kann man mit obigen Produkten etwas falsch machen? Für ein paar kurze Inputs wären wir sehr dankbar. :mrgreen:

Das sind sehr komplexe Anforderungen, die du da hast. Da empfehle ich das Photovoltaikforum photovoltaikforum.com/
Dort sind die Experten.

Nunja, es gibt hier im Forum durchaus auch Anbieter…

BEV Ladung:
Ich für meinen Teil würde Dir auf jeden Fall nicht zur CEE raten, sondern zu einer gesteuerten Überschussladung, z.B. mit der angebotenen Maxem Lösung.

Speicher:
Da Du ohnehin größere Summen ausgibst, einen erweiterbaren Speicher für den Nachtbedarf würde ich gleich dazu nehmen.

Hi,

Dein Dach ist in Ausrichtung und Gestaltung sogar ähnlich meinem Haupthaus. Ich habe lediglich viele Terrassendächer/Carport mit PV zusätzlich.

Module mit 310 Wp sind die unterste Grenze. Ich überlege z.Z. meine Anlage zu erweitern und tendiere zu mind. 330 Wp Halbzelle (besser bei Verschattung).

Ich habe auch SolarEdge. Tolle Sache. Bin zufrieden. Wenn du noch schnell Ergänzungen mit ungewöhnlichen Ausrichtungen wie verschattete Überdachung, Fassadenverkleidung plannst ist das System unschlagbar. Du kannst auch den SE17k nehmen. Genauso teuer. Aber Luft nach oben für spontane Expansionsideen.

Wichtig, melde viele Module von Anfang an an. Nachträglich ist kompliziert.

Hört sich bei beiden Angeboten gut an.

Ich habe Nord und Südseite komplett verbaut, leider nur 9.9 kWp. Teilweise Verschattung daher die Solaredge Optimizer mit verbaut. Diese kann ich sehr empfehlen.
Mein Wechselrichter ist Fronius, da ich auch den Hausakku von Fronius in Betrieb habe.
Mit dem Solaredge Wechselrichter hätte ich mit den Optimizer mehr Detailinformationen pro Panel zur Verfügung. Daher würde ich beim Ausfall eines Wechselrichters diesen evtl. mit einem Solaredge ersetzen.
Hausakku von Fronius ist ok, aber nicht besser als von anderen Anbietern.

Überschusssteuerung kannst du auch später noch ergänzen, falls es von Beginn weg nicht unbedingt Priorität hat.
Ich betreibe zwei TWC mit einem Raspi als Überschussmanager (kleine Bastellösung, falls dies kein Problem darstellt).

Was ich jedoch immer wieder machen würde, von Beginn weg die gesammte Dachfläche mit Panels belegen. Daher empfehle ich persönlich zur 24 kWp Variante.

Moin!
Ich würde auch die erste Prio auf die maximale Auslegung legen. Also alle Dachflächen so gut es geht voll belegen lassen. Wenn da dann Schatten und 3 Ausrichtungen zusammen kommen, führzt an SolarEdge kein Weg mehr vorbei. Das macht das System erst einmal teurer, kann aber in komplexen Situationen das beste aus allen Zellen heraus holen.
Für ein Dach mit 2 Hälften ohne Schatten ist SolarEdge hingegen herausgeworfenes Geld!

Die von Dir genannten Module sagen mir nix, da würde ich aber nach etwas mehr Leistung und ggf. anderen Marken nochmal nachfragen.

Wenn die Anlage dann brummt kann man sich Gedanken über die verbesserte Nutzung machen. Sobald aber ein Akku im Hause ist, braucht man aber eigentlich keine sauteure Regelung mehr. Für vielleicht 50-100kWh im Jahr lohnt sich auch keine Steuerung.

Aleo Panels sind gemäss Hersteller „Made in Germany“ und funktionieren bei mir sehr gut.

Ich habe pro Modul einen SolarEdge Optimizer P370 verbaut.

Als Wechselrichter habe ich den SolarEdge mit ModBus Zähler.

Funktioniert alles bestens

Morgens,

Pauschal kann man es nicht sagen, da keiner weis was der Gesetzgeber bis nächstes Jahr noch alles Ändert.

Dazu kommt was sinn und zweck der PV Anlage sein soll.

Wir haben eine 26KWP Anlage auf dem Dach, und zwar das Maximum was geht, damit machen wir an richtig guten Tagen über 175KW, aktuell 150KW. Intressanter ist es aber an Tagen die halt schlechter sind, und da merkt man meiner bescheidenen meinung nach richtig das Masse was bringt, wenn man an Tagen ohne Sonne nämlich noch soviel Produziert da man den Tagesbedarf Decken kann, ist das eine schicke angelegenheit.

Zum Thema Accu, kann ich Dir gleich sagen wird dir im Nachbarforum was hier genannt wird gleich ein shitstorm entgegen kommen, ich habe es da erst garnicht erwähnt nach diversen beiträgen, da ich mir das nicht geben wollte.

Wir haben das Solar Edge System mit Opimierern, da kann man schnell sehen wenn was nicht passt, und Schatten kann immer mal kommen, heute noch alle Super, in 2-3 Jahren machen nachmittags die Bäume vom Nachbarn schnellwachsend Schatten, der mehrbetrag war bei uns minimal, wenn man aber gerne schaut und Auswertet ist das eine nette sache.

PV Überschuss Laden, war mir sehr wichtig, unser Anbieter hat dafür sogar eine WALLBOX, steht aber Aktuell nicht so im Focus, wieso, ganz einfach, zum einen habe ich eine ABL und eine Tesla WallBox, dazu noch den JB2. Wenn die Sonne Brummt, kommt soviel vom Dach, das ich den Wagen etwas runter regele und dann einfach Laden lasse, nur ist leider unser Wagen meist nur am Wochenende wenn überhaupt da.

Für mich war das Thema Batterie schnell Klar das wir das machen, hier allerdings die richtige zu finden ist nicht so einfach, mein Tip, schaue genau auf die Lade und Entladeleistung, was bringt eine Batterie, wenn Spülmaschien oder Waschmaschine daraus nicht versorgt werden können.

Steuerung, da gibt es viel, und man kann viel machen, das kommt drauf an was man hat und wo es hin gehen soll, die meisten Firmen sind bei meiner Endlösung ausgestiegen, sogar einige Meister haben gesagt das Sie das nicht können und umsetzen zu wissen.
Das ist auch ein riesen Thema und sehr weit gefächert.

Auswertung und Monitoring, es gibt Leute die intressiet es nicht, dann gibt es die, die zu anfang schauen und dann nicht mehr, ich gehöre zur Sorte bei uns im Wohnzimmer hängt ein Bildschirm, der die Aktuellen Daten wiedergibt, hier kann ich Produktion, Verbrauch, Einspeisung, Stand der Batterie und udn Lade und Entladeleistung sehen, sowie noch einiges mehr. Dazu kommt noch eine Auswertung der Zähler vom Nezbetreiber die Ausgelesen werden, sowie der verbrauch in den Einzelnen Räumen und einzellne Verbraucher die etwas mehr ziehen.

Ob man das so genau haben muss oder will muss jeder selber wissen, ich habe das schon vor Jahren gemacht, weil ich die Daten haben wollte.

Wenn Also Pauschal gefragt wird, Maximum aufs Dach, Kühlen und vor allem Abgeschiedenen Ort für den Wechselrichter, der macht Krach, und bei den Batterien sieht es genau so aus wenn Sie kommen.
Steuerung kommt dann drauf an ob die Firmen das wirklich können, oder ob Du jemanden hast oder es selber kannst.

@tornado7: Wir beabsichtigen auch in relativer Kürze eine Anlage in ähnlicher Größe mit ähnlicher Ausrichtung installieren zu lassen - allerdings haben wir auch noch zusätzlich Süddachfläche. Bislang haben wir uns um PV wenig gekümmert, so dass es im Moment für uns schwierig ist, das Angebot zu überblicken und zu beurteilen. Da du bereits zwei Angebote hast, würde mich mal der Angebotspreis dafür interessieren. Dürfte vermutlich alles mit Installation sein. Nur mal bitte so ne Hausnummer, damit man einschätzen kann, über welches Investitionsvolumen man spricht. Zzgl. Batterie, wenn ich das richtig verstanden habe - aus meiner Sicht ein Muss. Vielen Dank!

Ich denke die Preise zwischen CH und DE werden ziemlich unterschiedlich sein.

Definitiv… ich bin auch am Planen die Anlage zu erweitern… aber ich rechne für zusätzliche 10kWp locker mit umgerechnet 20k€… sollte ich noch ein Gerüst brauchen dann lass ich es bleiben.

@Tornado
Welche Firmen hattest angefragt? Aus eigener Erfahrung kann ich von SolarLog Produkten abraten… die machten bei uns Probleme und haben keinerlei Kulanz oder ähnliches nach Ablauf der 2 Garantiejahre

Danke vielmals für eure zahlreichen und informativen Beiträge. Damit hätte ich hier nicht gerechnet :smiley:

Das …

… möchte ich als Grundgedanke voranstellen. Bis zu diesem Punkt „hangeln“ wir uns so gut es geht manuell durch :wink:

Wobei das …

… auch bei vorhandenem Akku natürlich noch ein Thema sein dürfte da am besten ohne Umweg (ok, AC ist auch ein Umweg) ins Auto.

Welche Module würdest du denn konkret nehmen ohne Verschattung? Da gibt es ja hunderte, und nur weil EU oder Germany draufsteht hab ich ja nicht automatisch die formulierten Kriterien erfüllt.

Die Idee mit dem überdimensionierten WR gefällt mir. Ein Mitglied meinte via PN, es gäbe leider keine Last-Effizienz-Diagramme der Geräte. Muss ich denn bei „nur“ 10 bis 15 kW mit Einbussen ggü. den kleineren Schwestermodellen rechnen, oder gibt es sonstige Vor- oder Nachteile? Und in unserem speziellen Fall; angenommen im Winter liegt Schnee auf dem Dach und nur die Module am Balkon liefern dringend ersehnten Strom mit circa 1 kW; springt da der grosse WR an (Mitglied hat sogar schon lediglich 200 W ablesen können mit 25 kW WR) oder reicht das dem dicken Klotz nicht und die Anlage bleibt tot (denn das behauptet mein Installateur)?

Optimizer sind 1 pro 2 Module vorgesehen bei beiden Installateuren.

Steuerst du ein oder mehrere Geräte direkt über den Fronius? Dieser soll bspw. Steuersignale an kompatible Wärmepumpen senden können. Und falls ja, würdest du nicht diese Fähigkeit verlieren, da der SolarEdge angeblich keine solchen Steuerungen kann? Ich befürchte jedoch, der integrierte Funktionsumfang wird nicht ausreichen (Mindestlaufzeit Wärmepumpe, Prioritäten unter den „Überschussverwertern“ etc.) auch wenn mir das deutlich sympathischer wär als ein Flickwerk aus verschiedenen Steuerzentralen.

Das sagen hier fast alle. Problem ist nur; wir haben leider, leider nicht unendlich Geld zur Verfügung und es stehen auch noch andere Projekte an. Und: Es gibt eine Obergrenze, was für unseren Verbrauch Sinn macht. In der Schweiz ist der Abnahmepreis nicht fix, wenn mir mein Versorger in 5 Jahren nur noch 4 Ct pro kWh bezahlt, dann bringt mir ein riesiger Überschuss auch nicht viel. Und für den Eigenverbrauch gibt es eine Obergrenze, unsere Devise ist ja grundsätzlich ein sparsamer Umgang mit Energie. Irgendwo bei knapp 20 kWp haben wir a) eine stolze Anlagengrösse erreicht und b) auch ein Optimum für Eigenverbrauch/Einspeisung getroffen.

Danke für diesen Erfahrungswert.

… deshalb fliegen Anlagen um 10 kWp bei uns raus. :wink:

Danke auch für den Tipp zur Leistung bei der Batterie. Da fliegt wahrscheinlich auch einiges raus.

Siehe Tabelle. Ist meine eigene Entscheidungshilfe und sollte selbsterklärend sein. Sind Schweizer Preise, wie bereits hier angemerkt.


Der gelbe Anbieter hat ein genossenschaftliches Modell, die angehäuften Stunden sind auf den Hausdächern anderer Mitglieder innerhalb zweier Jahre abzuarbeiten. Der blaue, kommerzielle Anbieter erlaubt uns mitzuhelfen, was in etwa auf’s gleiche rausläuft. Vorteil blau: Ist am Tag der Inbetriebnahme alles abgeschlossen.

Grundsätzlich, PV alles was geht. Zuviel kann man nicht haben.
In Deutschland rechnet sich das aufjedenfall.

Zum Laden:
Auch bzw. gerade mit Speicher ist eine intelligente Ladelösung Pflicht.
Klar puffert der Speicher tagsüber viel, du willst aber eigentlich eine Lösung die den Speicher beachtet und ihn abends nicht entlädt.

Wichtig ist aber erstmal das Dach mit PV voll zu machen :slight_smile:

Morgens,

Kannst Du was zur Kleinen Bastellösung sagen?
Klingt interessant, RasPi und Wallbox sind vorhanden, daher wäre ich mal neugierig, ich lerne gerne was dazu.

Danke

Es ist aber die Schweiz. Von daher würde ich mich auch um die Vergütung des Stroms informieren.
Meine Vermutung ist, dass Du im Sommer massivste Überschüsse haben wird, die Du selber kaum verbrauchen kannst und im Winter trotz 20 kWp kaum Ertrag haben wirst. Ist halt das Problem bei Ost/West.

Hier mein Beispiel: Ist Nordrhein-Westfalen und 70° West mit Südeinschlag und -110° Ost mit Nordeinschlag (wobei Nord = 180°/-180°, Ost = -90°, Süd = 0° und West = +90° ist. 9,6 kWp ist West und 10,56 kWp ist Ost:

Bester Sommerwert:

Bester Dezember-Wert:
Dezember.jpg

Aber schau selber nach was bei Dir in den Jahreszeigen geht: re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html (rechne mit 10% Systemverlust und mal sämtliche Modelle durch und nehme den Mittelwert)

Als Logger empfehle ich Dir den Sun-Watch.

Ich hab zu Hause 23,5kWp und neu in Firma 32,4kWp.

Beide Anlagen mit Solar Edge, bin sehr zufrieden damit.

Module zu Hause alles Glas/Glas, in Firma farbige Glas/Glas in Fassade und glas/folie gerahmt auf dem Dach.
Alle Module von Megasol.

Zu Hause Batterie von Trina Bess, 18kWh, 15 nutzbar. AC System, 8kW Lade und Entladeleistung 3 phasig.

Zu Hause Smart Energy Control.

Darfst gerne mal vorbeikommen wenn Du magst.

Welche Kriterien? Meine Module sind von Kyocera.
Bei idealer Beleuchtung muss es nicht Halbzellen sein.
Es kann sinnvoll sein, über 2m Module nachzudenken, wenn die Geometrie zu deinem Dachlayout harmoniert. Das spart Montagekosten und Optimizer.
Evtl nimmst du Module um die 380Wp und die 800er Optimizer.

Ich habe SE8k und 2x SE17k in Gebrauch.
Der kleine springt morgens schneller an.
Die großen halten Abends länger durch.
Jeder WR kann abends mit 25W und weniger sich langsam in den Schlaf wiegen.
Morgens ist es sprunghafter.

Ich habe irre Verschattungsszenarien und 13 verschiedene Ausrichtungsdefinitionen. Hier hat selbst SolarEdge seinen Meister gefunden. Da müsste ich aber etwas länger ausholen…Bei dir sieht es ja übersichtlicher aus ?

Was ich toll finde, ist, dass man nachträglich ohne Reue ändern und optimieren kann.
Zu Anfang hatte ich vornehmlich diese grobe Zuweisung
OST , SE17k, P600
SÜD , SE8k, P350
WEST , SE17k, P600

Dann kam im Sommer die Erkenntnis, dass die WR in die Begrenzung laufen, thermisch [Garage wird 40 Grad warm] und Pmax. Nach der Reihe kamen Ost, Süd, West WR auf Pmax Begrenzung.

Abhilfe: Wenige Modulfelder umgestringt, sodass die WR eine weniger einseitige Layoutaufnahme haben. OST und WEST haben einige Modulepositionen getauscht.

Auf der WEST Seite ist Schornstein und Erker. Die P600 haben 2 Module. Bei resultierender Teilverschattung leiden immer beide Module gemeinsam.

Abhilfe: Für die kritischen Positionen ist nun SE8k mit P350 [also 1 Modul] zuständig.

Es ist gelungen, Pmax nur noch kurzzeitig zu erreichen, aber der Energieberg hat sich Tageszeit verbreitert. Über die letzten Jahre konnte die Ausbeute leicht verbessert werden.

Es gibt noch mehr Tipps. Musst nur fragen.

Schau mal hier:

Das Python script nennt sich TWCManager.
Rest auch gerne per PN oder neuen Thread.

Im Zuge der Recherche um auf unserem Dach eine PV zu installieren habe ich gezielt nach Herstellungsbedingungen und im Speziellen nach dem CO2-Fussabdruck von Solarpanels gesucht.

Selbst hochwertige Module aus Europa (Kioto, Österreich) können über eine Tonne pro Kilowatt-Peak (kWp) an grauer Energie mit sich bringen. (siehe Dokument Certisolis) Andere hersteller hingegen, z.B. REC, kriegen das mit gut der Hälfte hin.

Unter dem Strich bedeutet das, dass der naiverweise von einigen als „CO2-neutral“ bezeichnete Strom dann in einem schlechten Fall mit rund 50 Gramm pro erzeugter kWh zu Buche schlägt. In einem guten Fall (Beispiel REC) sind wir bei rund 25 Gramm und somit in ähnlichen guten Bereichen wie Wasser- oder Windkraft, je nach Standort.

Wer einen LiIon-Hausakku einsetzt muss nochmal rund 30 bis 40 Gramm pro kWh auf obige Zahlen addieren (7 kWh, 20 Jahre zu 250 Zyklen), um auch in der Nacht angeblich CO2-neutralen Strom beziehen zu dürfen, substituiert damit möglicherweise auch überdurchschnittlich schmutzigen Nachtstrom vom Netz.

Versteht mich nicht falsch; all die erwähnten Quellen drücken den Strommix ganz gewaltig nach unten und sind vielerorts die einzige Art von Kraftwerk, welche man als Privathaushalt zur Energiewende direkt physisch beisteuern kann. Ich bin aber der Meinung dass man solche Sachen halt abklären sollte, bevor man kauft bzw. den Zuschlag erteilt. Und ganz offen, ich bin etwas enttäuscht ob den Werten selbst vieler europäischer Module im Vergleich mit Wind und Wasser, aber das ist nunmal der Stand der Industrie.

Wir selbst sind noch unentschieden; im Moment sieht es bei uns nach etwa 15 kWp mit REC und Fronius aus. Speicher sind im Moment noch die flüssigen „Alpenbatterien“ / Pumpspeicher unseres Landes (naturemade star), wir würden jedoch gerne möglichst bald ein Produkt aus folgender Liste ergänzen, von welchen wir uns allesamt eine Reduktion der zusätzlich erforderlichen grauen Energie auf ein sinnvolles Mass versprechen:

  • SecondLife: 2-4 Module aus Unfalltesla, also 8 bis 20 kWh nutzbar, quasi sucseeker sein Projekt in klein
  • VoltStorage, Vanadium-Redox-Flow, >1.5 kW, >6 kWh (wäre eine Pilotanlage der Marke in der Schweiz)
  • GreenRock, Salzwasserbatterien, ähnliche Leistung wie Redoxbatterie
  • (neuer) DC Akku am Fronius, aber nicht die Marke BYD

Die Preise dieser Varianten sind, ausser beim Eigenbau, alle ungefähr gleich mit etwas über 1000 CHF pro kWh und die Investition amortisiert sich, wenn überhaupt, nur über einen sehr langen Zeitraum.

Eine direkt an den Fronius gekoppelte DC Batterie wäre zwar technisch elegant und effizient. Doch BYD kommt mir nicht ins Haus.

Dokumente:

  • die 2014er und 2017er Ausgabe der SVTC-Scorecard
  • CO2-Analysen pro kWp von Solstyce (Frankreich)
  • CO2-Analysen pro kWp von Certisolis (Frankreich)

Spannend find ich auch die Bemühungen der Firma REC in diesem Bereich:
recgroup.com/de/nachhaltige … e-produkte
svtc_solar_scorecard_2017.pdf (1.22 MB)
svtc_solar_scorecard_2014.pdf (367 KB)
rec_twinpeak_solstyce_2_0.pdf (106 KB)
rec_peak_energy_solstyce_2.pdf (569 KB)
certisolis_kioto_solar.PDF (362 KB)

Es geht weiter: 52 Module von REC (TwinPeak 2 Mono, 315) sind bereits zu Hause. Wir konnten die bei einer Grossinstallation (1 MWp) direkt vom Hersteller für 110 EUR das Stück mit-einkaufen, voraussichtlich etwa 5 bis 10 Restmodule kommen je nach Tolpatschigkeit der Monteure nach Inbetriebnahme der grossen Anlage noch dazu. :wink:

Beim Speicher läufts auf SecondLife raus, z.B. Sucseekers PowerWall20.

Die grosse Frage die sich aktuell stellt: Steuerung.
Loxone, WR integriert (Fronius, Solar Edge, Kostal, …), SolarLog, SMA Sunny Home Manager, SmartFox Pro, Smart Energy Control, … Was soll es denn sein?

Der Installateur schlägt Loxone vor. Man könne beispielsweise unterschiedliche Präferenzen für Hoch- und Niedertarif oder Sommer/Winter programmieren, oder einen Minimal-Soll-Wert für das Auto einstellen sodass bei düsterer Wetterprognose in der Nacht zuvor auf 50% geladen wird, oder im nebligen Dezember die thermischen Speicher ebenfalls in der Nacht zuvor günstiger laden, usw.

Dumm nur; als ich mir das am Beispiel Wallbox angeschaut habe, war ich erstaunt, dass die KEBA P20 als einzige (!) unterstützt wird. Flexibilität sieht anders aus.

Auch bei SmartFox scheint das nicht besser zu sein. Deren „eigene“ Wallbox kann zwar Phasen umschalten (toll!), wird aber auch von KEBA produziert und kostet entsprechend und andere Produkte bleiben aussen nach meinem aktuellen Wissensstand aussen vor.