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Serienproduktion des Model 3

Deine Annahme ist richtig.

Die sollen den Zoll bei E-Fahrzeugen reduzieren oder auf Null stellen.

Das wäre sinnvoll.

@redvienna: die Autolobby wird dafür sorgen, dass das ganz bestimmt nicht passiert

Die deutsche Autolobby hat gerade andere Sorgen als den möglichen Wechsel von Käufern in das Tesla-Lager.

Die ganzen Lieferketten stehen im Feuer, wenn sich plötzlich neue Zollgrenzen ergeben und die Handelspolitik in ein Armdrücken überwechselt. Der Sitz der Konzernzentrale ist ja nicht identisch mit den Fertigungsstandorten, die zudem - im Gegensatz zu Tesla - immer weniger integriert sind. Bei der europäischen Automobilindustrie kommen ja wesentliche Wertschöpfungen über das Netz der diversen Zulieferer und werden vom Markenhersteller nur aggregiert. Es wird als Folge Zeug in alle Richtungen über die Grenzen verschoben, wenn da Handelskonflikte angezettelt werden kann das Fahrzeug unter dem Strich kaum günstiger gefertigt werden. Wenn Zölle steigen geht das nur in das Portmonee der Regierungen und wird dann für zusätzlichen Unfug verpulvert, Zölle ist nur eine andere Form von Abgabe wie Steuern.

Die deutsche Automobilindustrie hätte daher gerne ruhiges Fahrwasser und idealerweise globalen Freihandel. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Warum sollte ein Fahrzeug, wo Akku und Vorderachse montiert ist, mehr Platz weg nehmen, als bei einem, wo das demontiert ist?

Tesla spart sich:

  • Demontage der Teile in Fremont
  • Separate Verschiffung
  • Montage der Teile in Tilburg.

Das lohnt sich ja eh nur so lange, wie die Kosten für das o.g. niedriger als die 5% des Fahrzeugpreises sind.
Beim Model 3 ist der Fahrzeugpreis um 50-66% geringer, also wird es sich nicht mehr lohnen.

Ich muss zugeben das ich das nicht gefragt habe in Tilburg.

Tilburg hat aber eine komplette Endkontrolle (soweit ich das als Laie beurteilen kann). Da ist z.b. auch ein Lichtschacht dabei obwohl ja am Lack gar nichts in Tilburg gemacht wurde. Eine Teststrecke hat Tilburg auch in der Halle.

Ich kann mich erinnern das die Qualitätskontrolle ziemlich viel Platz eingenommen hat und ich konnte mir die frage nicht verkneifen warum trotz dieses Aufwands Fahrzeuge im SeC mit recht offensichtlichen Mängeln ankommen. Diese Frage wurde mir natürlich nicht beantwortet.

Wenn Du die Gelegenheit bekommst schau dir Tilburg an - dauert nur ca. 1 Stunde ist aber sehr interessant.

Ich war schon zur Besichtigung und damals hat der Mitarbeiter schon vermutet, dass sie mit dem Model 3 nichts zu tun bekommen werden.

Es könnte ja auch sein das Tesla in Zukunft ein Montagewerk in Europa plant, analog wie BMW in USA. Wenn eine gewisse Stückzahl überschritten wird macht das auch sinn.

Meine mich zu erinnern, dass u.a. noch Kosten gespart werden, weil der Akku separat transportiert wird. Irgendwelche Vorschriften greifen dann nicht, ebenso Versicherungsbeiträge.

Vor Jahren hat mal Toyota die Klimaanlagen in Deutschland montieren lassen. Alle Fahrzeuge kamen ohne diese. Warum das so gemacht wurde, absolut keine Ahnung.

Zoll für Auto Baugruppen ist günstiger als Zoll für komplette Autos.

Da aber Zoll in Prozent anfällt und Montage mehr oder weniger in fixen Euro so ist es eben ein Unterschied ob ein Auto mit 130.000€ rein kommt oder eines mit 50.000€

Ihr unterschätzt die Professionalität von Zoll- und Finanzverwaltung.
Wenn das Auto in Teilkomponenten zerlegt wird, halbiert sich der zu verzollende Warenwert nicht. Es wird derzeit nur ein anderer Prozentsatz auf den Warenwert erhoben, also 5 % auf Teile im Gesamtwert von 80.000 EUR statt 10 % auf 81.000 EUR für das fertige Mobil. Bei der Verzollung spielt die Belastung des Endverbrauchers mit Umsatzsteuer noch keine Rolle und es wird dem Importeur, wenn er sich konzernintern selbst beliefert, natürlich noch Wertschöpfung für den lokalen Vertrieb und Serviceleistungen wie Supercharging gewährt. Der Zollwert wäre somit deutlich unter dem Netto-Verkaufspreis der Fahrzeuge zu erwarten, den wir im Konfigurator erleben.

Das Elektroauto kommt in einen Container, rollt über Eisenbahngleise und Ozeanwellen zu uns. Die Batteriesysteme sind als problematische Brandlast sicher ein Thema und nicht besonders gut für Luftfracht geeignet, aber im Prinzip rollen sie dann doch über die gleichen Gleise und Ozeanwellen nach Europa. Da kommt kein zertifiziertes Feuerwehrboot gesondert angerudert, dass für alles mit Lithium-Ionen vorgeschrieben wäre. Vielleicht reisen sie luftiger auf dem Containerschiff oben und in einer Box mit Sprinkleranschluss, damit man sie bei Havarie leichter löschen oder verkippen kann. Ich wäre aber überrascht, wenn diese Zusatzleistung eine tiefe Fleischwunde in die Kalkulation ziehen würde. Es muss nicht konstant gekühlt werden, da ist der Transport jeder Banane im Zweifelsfall aufwändiger.

Ja, das macht bei einem nachhaltigem Absatzerfolg Sinn.

Ich nehme an, dass Tesla dann aber nicht nur eine Endmontage aufbaut, sondern eine komplett integrierte Fertigung. Vom Rohstoff bis zum fertigen Fahrzeug. The Machine, that builds the machine.

Das stabilisiert vor allem die Unternehmensrisiken von Tesla. Wenn es in Nordkalifornien beispielsweise bebt, dann käme der ganze Laden aus dem Tritt. Vielleicht weniger, weil die Konstruktion der Werkshallen leidet. Aber die US-Infrastruktur ist ja so auf Verschleiß ausgerichtet. dass beispielsweise die Autobahn rund ums Werk sowie zwischen Fremont und Sparks gestört wird und die Mannschaft beschäftigt sein wird, nicht nur im Werk alles neu zu kalibrieren, sondern auch zu Hause wieder alles in Griff zu kriegen. Die Amerikaner kriegen derartiges Ungemach erfahrungsgemäß deutlich schneller wieder in Griff, als bei uns. Richtig glücklich ist das derzeit nicht und aktuell darf es schon mal gar nicht rumpeln.

Unsere Freunde aus Japan haben ihre Industrie ebenfalls in einer Starkbebenzone sitzen und Sony hat 2016 beispielsweise einen massiven Gewinneinbruch erlitten, als ein wichtiges Sensorwerk ausgefallen ist (siehe handelsblatt.com/unternehmen … 35558.html).

Bei Tesla ist alles wichtig, liegt um den gleichen Kirchturm herum und es gibt keine Redundanz. Das muss sich ändern, unabhängig von der Frage, ob Europa als erster Expansionsschritt zur globalen Diversifikation ideal wäre.

Eine Gigafactory mit PKW-Produktion ist sowohl für Europa als auch für Asien angekündigt worden. Die kommt also, allerdings wurde damals (wahrscheinlich sehr bewußt) kein Zeitrahmen genannt. Ich denke mal, die werden bis Ende 2018 suchen und Mitte 2019 mit dem Bau der Fabrik anfangen. Anfang/Mitte 2020 wird die dann PKW liefern. Wahrscheinlich Model 3 und Y gleich zusammen.

Ich denke nicht das es so schnell geht. Alleine die Produktionsanlagen dauern über 1 Jahr. Wenn Mitte 2019 angefangen wird dann eher 2021/2022 fertig. Fremont war ja Bestand und der Aufbau der Fertigung fürs Model 3 hat fast 2 Jahre gedauert und ist noch nicht ganz abgeschlossen.

Ich denke die VIN Nummern bei der Registrierung könnten auch dazu dienen dass man im Q1 Call zeigen kann dass man zwar im Q1 noch Schwierigkeiten hatte die Produktion zu steigern man aber am Ende auf die 2000 Einheiten gekommen sei, welche aber noch nicht ausgeliefert wurden. So ähnlich war das auch am Ende des Q4 wo man darauf verwiesen hat dass man im Dezember ja bereits bei 900 Stück die Woche sei. Wenn man nun die knapp 3000 Einheiten aus 2017 und 900 Stück je Woche (Produktionsrate aus dem Dezember nimmt) kommt man alleine schon auf 14.300 Autos zum Ende des Q1.

Bin gespannt wie es weiter geht. Hoffe auf jeden Fall dass die Rate nun deutlich gestiegen ist.

Entscheidend wird sein, ob das nur ein Zwischenhoch war/ist (wie zum Ende Q4/17) und danach wieder einbricht (warum auch immer), oder ob man es dann konstant schafft und weiter steigert. Einmalige, kurze Peaks helfen momentan nicht weiter.

Wer sich bei Bloomberg mal die Batches anschaut wird sehen dass es bereits kurz vor dem Ende des Q4 2017 eine hohe Registrierung gegeben hat. Ich wäre noch vorsichtig mit zu viel Euphorie. Ich halte den Counter von Bloomberg weiterhin für realistisch und es könnte gut sein, dass weiterhin die PRoduktion unterhalb der 1000er Marke fest hängt.

auf dem VIN Chart kann man das besser erkennen. Und das ganze ist ein wenig ausführlicher.

Laut Bloomberg sind es 11257 also 962 pro Woche