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Serienproduktion des Model 3

Da dies mein erster Beitrag ist mal eine kurze Vorstellung meinerseits.Ich bin in der Automobilindustrie tätig und fahre berufsbedingt diverse. E-Fahrzeuge. Auch Tesla befindet sich in meinem Tätigkeitsfeld. Ich verfolge hier im Forum die Themen bzgl. M3 schon lange und habe mich jetzt dazu entschieden mich anzumelden.
Man darf zwar nicht zuviel sagen aber was man sagen kann ist das die Produktionsrate derzeit im ansteigen ist. Die Anpassungen für den EU-Raum sind am laufen, auch die Fahrtests.
Das die Rate nicht so ausfällt wie geplant liegt noch an mehreren Ursachen. Daran wird aber mit Hochdruck gearbeitet.
Die neue Grohmann-Anlage für das Akku-Packeting wird demnächst aufgebaut und in Betrieb genommen. Dies dauert aber noch etwas Zeit.
Es ist natürlich für viele die ihr M3 erwarten ein Geduldsspiel aber die Wartezeit lohnt sich.

Heute auf electrive.net:
:arrow_right: electrive.net/2018/03/21/te … roduktion/

Heute die Nachrichten von vorgestern befeiern?

Typischerweise wird in den deutschsprachigen Webseiten nachgeschrieben, was zuvor auf elektrek & Co. veröffentlicht wurde. Neuigkeitswert nahe Null. Vortagesaktuell ist beispielsweise, dass Tesla Preise für den kanadischen Markt genannt hat und dass dort nun in Kürze Bestellungen aufgenommen werden:
electrek.co/2018/03/21/tesla-mo … ada-price/

Anrollen der ersten Auslandsvermarktung hört sich mit europäischen Ohren doch ganz verheißungsvoll an.

Bleibt leider dabei, dass der Produktionsausstoß nachhaltig nicht das Zwischenziel von 2.500 Fahrzeuge/Woche zu erreichen scheint (Ohne Grohmann-Automaten in der Gigafactory 1) und wohl noch weiter Produktionshöllen herrschen. Und hinter Kanada steckt möglicherweise mehr ein Umfluten der Auslieferungen zur Optimierung des Schwellenüberlaufs des US Federal Tax Credit-Förderprogramms.

Ok, tut mir Leid. Halte mich künftig zurück… Ich bin tatsächlich nicht auf dem letzten Stand, was Model 3 betrifft, und hatte gehofft, die Nachricht hätte noch Neuigkeitswert.

Schon gut, war mehr Kritik an der Quelle und nicht zum Posting. Im Prinzip gibt es ja leider derzeit kaum Neuigkeiten, was den Produktionsanlauf betrifft.

Die beiden VIN-Tracker, insbesondere die Bloomberg-Variante, fassen die Tageserkenntnis zusammen plus die Spreadsheets, in denen US-Kunden ihren Sachstand zur Bestellung dokumentieren. Wir haben hier leider kein Eifelvögelchen, was uns zwischen den Zeilen etwas zu der Flaschenhalsbearbeitung zwitschert. Oder vielleicht doch, man weiss es nicht so recht.

Ich fand es jetzt nicht so verkehrt.

Elon Musk sprach von 2500 Einheiten / Woche als „run rate“, also als Produktionsgeschwindigkeit. Wenn diese Geschwindigkeit für eine Stunde gehalten werden kann, ist er nach seiner Definition am Ziel. Das wären bei Zweischicht-Betrieb (80h/Woche) also 33,3 Fahrzeuge in einer Stunde gebaut.

Als nächstes muss diese Geschwindigkeit eine Woche lang eingehalten werden, ohne Aussetzer, Softwareprobleme, Roboterstörung, Teilemangel oder krankheitsbedingte Ausfälle bei der Belegschaft. Das ist noch mal ein ganz anderer Stiefel, über den er sich - ganz Physiker - hinwegsetzt. Was hat denn die reale Welt mit meinen hehren Zielen zu tun? :mrgreen:

Daher denke ich, wir werden die Produktionsrate von 2.500 Einheiten pro Woche noch lange nicht an solchen Dingen wie höchste registrierte VIN ablesen können. Es zählt, was Tesla Anfang April im Quartalsbericht schreibt. Und dann müssen wir noch ein Quartal lang warten, um zu sehen, ob wirklich in 12 Wochen 30.000 Model 3 gebaut wurden.

P.S. bin selbst Physiker und kenn die Denke.

Bevor hier wieder wild rumspekuliert wird, zitiere ich gerne was Elon Musk wortwörtlich im Rahmen der Fragen und Antworten von Q4 2017 gesagt hat:

und

Also tut mir leid, aber ich kann anhand dieser Zitate weder die „run rate“ von @volker noch die „Ende März“-Behauptung von @cer bestätigen.

Natürlich heisst die Aussage von Elon Musk nur, dass sie die 2.500 pro Woche anpeilen und nicht, dass sie sicher sind diese auch zu erreichen. Aber ganz offensichtlich gibt es da einen Zusammenhang zur Grohmann-Anlage.

Quelle (in Leseansicht öffnen):
seekingalpha.com/article/414436 … transcript

Da gebe ich dir vollkommen Recht.
Besonders was Roboterprobleme und Teilemangel betrifft. Nicht das ich da was wüsste. :wink:

Vielleicht verstehe ich da ja was falsch. Aber nach meinem Verständnis ist die Anlage in Deutschland gelaufen, wurde dann eingepackt und verschifft und wird / ist im März im Werk an(ge)kommen. Wie lange dauert es, sowas aufzubauen? Wie lange, es wieder stabil zum laufen zu bringen? Nach meinem technischen Verständnis würde ich sagen: Wenn sie Ende Q2 sauber läuft, dann ist es sehr gut nach Plan gelaufen. Die Vorstellung, eine solche Anlage werde geliefert und könne im selben Monat anfangen zu produzieren kann ich auf Basis meiner Industrieerfahrung einfach nicht nachvollziehen. Nicht mal Elon erwartet sowas.

Zum Thema „Run Rate“ verweise ich auf die schon vor Monaten besprochene Tatsache, das Tesla in Bursts fertigt. Die Zahl der neu vergebenen VINS lässt demnach ebenso keine Rückschlüsse auf die möglichen oder erreichten Taktzeiten zu wie die Zahl der übergebenen Fahrzeuge. Höchstens kann man erkennen, dass noch nicht die erstrebte Prozessicherheit da ist – nicht aber, wie weit Tesla von einer solchen dauerhaft stabilen Fertigung entfernt ist. Wie ich früher schon mal geschrieben habe: Wenn ich Tesla wäre, würde ich bei jedem, auch kleinen, Problem anhalten und dieses nachhaltig beseitigen wollen.

Das gibt es in keiner Automobilfertigung der Welt. Bei jedem Hersteller steht täglich das Band, oft mehrmals.
Aber klar: Musk hat auch hier die Vorstellung, an das physikalisch mögliche Ideal näher heran zu kommen – und das sorgt in der Anfangsphase für massive Verzögerungen. Siehe oben. Ich hoffe, er hat das Paretoprinzip verinnerlicht, sonst werden die nie fertig mit dem Vorbereiten.

(Hihi, gerade bei der Absicherung des Begriffes „Paretoprinzip“ gefunden: de.wikipedia.org/wiki/90-90-Regel). Passt perfekt zu Tesla.)

ich Orakel mal, das Ding ist tot.
Erinnern wir uns mal wie es war mit dem Model S.
Am Anfang RWD mit 60er und 85er Akku.
Ende 2014 Ankündigung mit AWD mit 60er und 85er Akku.
Innerhalb 2 Monaten wurde der 60D aus der Liste gestrichen.

Ich erinnere mich daran sehr gut. Ich wollte unbedingt den 60D haben. Da er nicht mehr bestellbar war, habe ich aus Frust den 85D bestellt. Um mich zu besänftigen, habe ich einige Extras dazu geordert und entschieden, den Wagen evtl länger als 3 Jahre zu fahren.

Ich glaube, Tesla hat davon gelernt und kennt nun die Methode, wie man den Umsatz maximieren kann.

Warum sollten die das beim Model 3 nicht wiederholen?

Das sehe ich genauso, viel interessanter als die letzte Märzwoche sind die ersten Aprilwochen. Eine gute burst-rate hatten wir schon Ende Dezember, und danach wurden die Gesichter wieder lang.

Echt schlimm, wenn man mehr bestellen muss, als man will. :laughing:

Das halte ich noch für wichtig:

Elon bestätigt hier, dass erst das Beheben der Probleme in der Akkupack-Fertigung eine Produktionsrate von 2.000+ pro Woche ermöglicht.
Und dass 5.000 erst erreicht werden, wenn auch der Teilemangel behoben ist.

Von daher halte ich es auch für unwahrscheinlich, dass bereits jetzt eine Rate von 2.000 Stück pro Woche erreicht wurde, selbst wenn dies möglicherweise durch zusätzliche Ressourcen bei der halbautomatischen Fertigung der Akkupacks trotzdem realisiert werden kann.

Ich würde Tesla zudem nicht auf die 2.500 bis Ende März festnageln, denn Elon hat klar und deutlich gesagt, dass sie sich das selbst als (wie immer extrem ehrgeiziges) Ziel gesetzt haben.

VIN 11188 wurde gesichtet. (Und ja, ich weiß, dass das nichts bedeutet)
photos.google.com/share/AF1QipP … RhLXNZVGZB

Sehe ich genauso und würde ich so oder so machen wenn ich Tesla wäre. Ich denke sogar nur an den 40er Akku beim MS der nur dazu diente um zu zeigen dass man so günstig ein Auto bauen kann.

Mit der offenkundigen Abkündigung eines SR-AWD-Model 3 gibt es von der aktuellen LR-RWD-Ausgangsbasis somit zukünftig einen klaren Pfad nach oben - Upgrade zu einer LR-AWD-Ausstattung und ggf. noch als Sahneschnitte eine LR-AWD-Performance-Version sowie einen Pfad nach unten, nämlich zum SR-RWD als günstigem Einsteigermodell und dem plakatierten Preis von 35.000 USD bzw. lokalem Äquivalent. Vier Varianten.

Wenn man sich durch den Konfigurationsdschungel eines Audis klickt, beleuchteter Außenspiegel erfordert Zubuchung von Kuhglocken-Hupe und Geht-aber-nicht-mit-Regeln zur Abrüstung des Lenkrads von Fünf- auf Vierspeichendesign, dann ist der Tesla-Ansatz erfreulich simpel. Premium-Interiör an/aus, Autopilot an/aus, Fullselfdrive an/aus, Reifen hübsch/häßlich. Keine wechselseitigen Abhängigkeiten. Bleibt zur Auswahl noch Karosseriefarbe und idealerweise Sitze schwarz/weiß.

Der Kunde wird also nicht mit Auswahl überfordert. Es reicht ja schon, dass derzeit Langmut und Geduld ausgereizt wird.

YMMD … Beschreibung der Konfiguratoren ist köstlich :slight_smile:

Variantenvielfalt erfordert natürlich eine genauere Steuerung. Je weniger Varianten umso besser. Andererseits muss man natürlich auch sehen das im Basis M3 mehr Hardware verbaut ist als das was man bezahlt.
Das schlimmste wäre wenn das Verhältnis Basis zu Premium zu ungleich wäre, also zu viele Basis bestellen. Das würde den Ertrag sehr schmälern.
Bei Audi wird natürlich nur das verbaut was bestellt wird. Erfordert aber eine hohe Genauigkeit in der Logistik des Teilehandlings. Hier wird ja Sequentiell geliefert und gefertigt.

Fast 2000 pro Woche.

electrek.co/2018/03/23/tesla-mo … uction-q1/