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Serienproduktion des Model 3

Ich kann dir leider nicht mehr dazu sagen, aber grundsätzlich hast du Recht.
Es müssen halt auf EU Ebene einige Tests absolviert werden und dafür braucht man auch Fahrzeuge die hinterher nicht mehr zu gebrauchen sind.
Das in der Entwicklung für den Weltmarkt die Ladesystene berücksichtigt wurden ist denke ich selbstverständlich.
Das die Produktion nicht soweit ist ist natürlich bedauerlich aber bei so einem Serienstart (der ist schließlich der allererste bei Tesla in der Dimension) kann nicht alles reibungslos verlaufen. Es ist vielleich auch dem Enthusiasmus und den Investoren geschuldet das man auf die Vorserien verzichtet hat. Aber auch die etablierten Hersteller haben ab und an Probleme beim Anlauf.
z.B. die S-Klasse (W222) hatte damals beim Anlauf Probleme die die Anlaufkurve um 7 Monate verschoben hatte.
Aber sehen wirs mal so, 10 Monate sind nicht mehr so lang. In der Zeit bekommst du auch keinen E-Smart.

Aber meinst du nicht das die 10% Importzoll die der Endkunde zahlen muss sich auf die Verkäufe auswirkt. Man macht ja ein CKD deswegen um den Importzoll zu senken und das Fahrzeug nicht zu hochpreisig wird.
Also mir würde es schon was ausmachen wenn ich 3500€ mehr zahlen muss beim Basisfahrzeug.

Es sind 5% Unterschied.
Komplettes Model 3 10% Zoll.
„Teile“ vom Model 3 5% Zoll.

Werden das komplette Modell und die Teile denn auch auf der gleichen Basis besteuert? Wenn Tesla es schafft einen relevanten Teil der Wertschöpfung buchhalterisch in die EU zu verlegen, dann ist die Basis für die Zollberechnung ggf. bei den importierten Teilen auch noch geringer und der Unterschied damit größer.

Ob es einen relevanten Unterschied in der Basis für die Zollberechnung gibt, weiß ich allerdings nicht.

Gruß Mathie

Vieleicht handelt Elon ja noch nen günstigeren Zollsatz aus. Er hat ja gute Kontakte und USA und EU wollen ja reden :slight_smile:

Ich spekuliere mal: wenn Trump auf EU Strafzoll gegen Stahl und Alu verzichtet, dann verlangt man von der EU auf überhöhte Importzölle auf US Cars zu verzichten.

Die Bundesregierung ist zuversichtlich, dass der Konflikt mit der amerikanischen Regierung über Strafzölle auf Stahl und Aluminium dauerhaft beigelegt werden kann. Sie ist bereit, Washington im Gegenzug niedrigere Einfuhrzölle auf amerikanische Autos in Europa anzubieten.

faz.net/aktuell/politik/ausl … 11172.html

Schön für uns, schlecht für Tilburg.
Die Endmontage wird dann wohl zum Ersatzteil-Verteilzentrum.

Transportzeiten schneller, Tesla-Preise günstiger, der Wechselkurs läuft ja auch in die passende Richtung. Haben wir heute schon ausreichend die US-Präsidentschaft gelobt? Das ist doch großartig.

Der Mann räumt tüchtig auf und bewirkt möglicherweise mehr für die Elektromobilität in Deutschland als unsere eigene Bundesregierung, die sich mit maximal 2.000 EUR einbringt.

Dann gehen aber wahrscheinlich keine 4 Stk. Model S mehr in einen Container. Selbst wenn, Tilburg hat trotzdem genug zu tun.
LGH

Die zusätzlichen Container-Frachtraten für Land- und Seetransportweg werden sicherlich deutlich günstiger sein als der Zusatzaufwand durch Zerlegen in Fremont und erneutes Zusammenbauen in Tilburg, so dass alleine das Handling für Tesla günstiger wird. Sonst bestünde ja kein Verbot, am bisherigen Verfahren festzuhalten. Ich nehme an, dass das alles 1:1 durchgereicht wird an uns Endkunden, der Verkauf global also weitgehend mit identischen Zielmargen erfolgt. Damit wird das Model3 günstiger als unter bisherigen Umständen oder vermeintlichen USD-EUR-Wechselkursen einer Clinton-Präsidentschaft.

Da die Automobil-Zollsätze vermutlich Signalwirkung auf das Weltbild der US-Handelspolitik haben, könnte da statt 10 % vielleicht sogar eine Null statt nur eine wechselseitige 5 % heraus kommen. Dass jetzt Europa mit Chryslers, Buicks und Ford Pick up-Trucks überschwemmt werden kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Insofern war der Punkt aus US-Sicht berechtigt, unseren Endabnehmern 10 % Zoll draufzuschlagen wo die US-Kunden nur 5 % belastet kriegen etwas einseitig. Bei Rindfleischhälften dies, bei Kühlschränken jenes, Handelspolitik ist ein Dickicht. Die Europäer haben die 10% auf Autos vermutlich eher gegen die Japaner gerichtet, die härtere Wettbewerber für die heimische Industrie sind. Für die ist jetzt gar nicht witzig, dass deren Endmontagen im Vereinigten Königreich liegen und demnächst wohl aus dem Zollgebiet hinauswandern.

„als der Zusatzaufwand durch Zerlegen in Fremont“ … @Flottes Wiesel - hast Du schon mal Tilburg besucht und gesehen was da „zerlegt“ aus den USA ankommt? Ich glaube es eher nicht.

Ich habe es mir angesehen und war sehr überrascht wie gut das geregelt ist. Das Auto kommt in 3 Teilen

  • voll ausgebaute Karrosie mit montierter Hinterachse und einer „behelfs“ Vorderachse damit der Wagen selber rollen kann
  • Vorderachse mit Motor
  • Akku

Vorderachse und Akku werden erst in Tilburg dem Wagen zugeordnet. Die Teile müssen also nicht gemeinsam transportiert werden und man muss nicht warten bis man die passenden Teile gefunden hat. Es gibt vielmehr ein kleines Zwischenlager damit immer ausreichenden Achsen/Akku vorhanden sind.

Wenn ich es richtig verstanden habe gelten für den Akku auch andere Sicherheitsanforderungen beim Transport und deshalb auch ohne Zollregeln andere Argumente für einen getrennten Transport.

Auf meine Frage ob den auch das Model 3 in Tilburg montiert werden wird kam sofort die Antwort das das aus Kapazitätsgründen nicht geht. Man ist schon mit Model S/X voll ausgelastet. Im Gegensatz zu Freemont war in der Halle auch zu sehen das sie komplett genutzt wird.

Ich nehme an, dass die Model S- und Model X-Exportfahrzeuge in Fremont trotzdem durch eine Endkontrolle laufen müssen, so dass dort was zumindest temporär fahrfähig wird und anschließend Demontage stattfindet. Ansonsten müsste in Tilburg ja Kapazität verfügbar sein, um alles mögliche nacharbeiten zu können, falls dort erst eine umfassende Endkontrolle wäre (Sie prüfen natürlich schon vor Weitertransport an die Service Center, aber vermutlich nur bezüglich der verheirateten Komponenten).

Ich hatte aber noch nicht das Vergnügen, eine Tesla-Fertigung besichtigen zu dürfen. Ich kenne nur andere Produktionsstätten. Daher ist das Spekulation.

Deine Annahme ist richtig.

Die sollen den Zoll bei E-Fahrzeugen reduzieren oder auf Null stellen.

Das wäre sinnvoll.

@redvienna: die Autolobby wird dafür sorgen, dass das ganz bestimmt nicht passiert

Die deutsche Autolobby hat gerade andere Sorgen als den möglichen Wechsel von Käufern in das Tesla-Lager.

Die ganzen Lieferketten stehen im Feuer, wenn sich plötzlich neue Zollgrenzen ergeben und die Handelspolitik in ein Armdrücken überwechselt. Der Sitz der Konzernzentrale ist ja nicht identisch mit den Fertigungsstandorten, die zudem - im Gegensatz zu Tesla - immer weniger integriert sind. Bei der europäischen Automobilindustrie kommen ja wesentliche Wertschöpfungen über das Netz der diversen Zulieferer und werden vom Markenhersteller nur aggregiert. Es wird als Folge Zeug in alle Richtungen über die Grenzen verschoben, wenn da Handelskonflikte angezettelt werden kann das Fahrzeug unter dem Strich kaum günstiger gefertigt werden. Wenn Zölle steigen geht das nur in das Portmonee der Regierungen und wird dann für zusätzlichen Unfug verpulvert, Zölle ist nur eine andere Form von Abgabe wie Steuern.

Die deutsche Automobilindustrie hätte daher gerne ruhiges Fahrwasser und idealerweise globalen Freihandel. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Warum sollte ein Fahrzeug, wo Akku und Vorderachse montiert ist, mehr Platz weg nehmen, als bei einem, wo das demontiert ist?

Tesla spart sich:

  • Demontage der Teile in Fremont
  • Separate Verschiffung
  • Montage der Teile in Tilburg.

Das lohnt sich ja eh nur so lange, wie die Kosten für das o.g. niedriger als die 5% des Fahrzeugpreises sind.
Beim Model 3 ist der Fahrzeugpreis um 50-66% geringer, also wird es sich nicht mehr lohnen.

Ich muss zugeben das ich das nicht gefragt habe in Tilburg.

Tilburg hat aber eine komplette Endkontrolle (soweit ich das als Laie beurteilen kann). Da ist z.b. auch ein Lichtschacht dabei obwohl ja am Lack gar nichts in Tilburg gemacht wurde. Eine Teststrecke hat Tilburg auch in der Halle.

Ich kann mich erinnern das die Qualitätskontrolle ziemlich viel Platz eingenommen hat und ich konnte mir die frage nicht verkneifen warum trotz dieses Aufwands Fahrzeuge im SeC mit recht offensichtlichen Mängeln ankommen. Diese Frage wurde mir natürlich nicht beantwortet.

Wenn Du die Gelegenheit bekommst schau dir Tilburg an - dauert nur ca. 1 Stunde ist aber sehr interessant.

Ich war schon zur Besichtigung und damals hat der Mitarbeiter schon vermutet, dass sie mit dem Model 3 nichts zu tun bekommen werden.

Es könnte ja auch sein das Tesla in Zukunft ein Montagewerk in Europa plant, analog wie BMW in USA. Wenn eine gewisse Stückzahl überschritten wird macht das auch sinn.