Schwächen meines Modell S nach über 200.000 km

Die Berechnungen von Klaus-Olaf finde ich nicht überzeugend:

  1. Weil einmal nicht auf 100% vollgeladen werden konnte, auf ein dauerhaften Zustand zu schließen, halte ich für voreilig. Auch ich habe dies mehrfach gehabt, es verschwand aber auch wieder, ohne dass ich sagen könnte warum. Klaus-Olaf rechnet daher von vornherein schon mit etwa 2% zu wenig. Wenn die Batterie von Klaus-Olaf dauerhaft nicht auf 100 % geladen werden kann, liegt vermutlich ein Defekt vor.

  2. Die 501 km Reichweite bei Vollladung waren bei meinem Model S bei Auslieferung auch angegeben, allerdings für „Rated Range“ und bei eingeschaltetem Reichweitenmodus. Nimmt man nun den Beitrag von Klaus-Olaf in seinem Blog vom 4.3.2014 ernst, der von einer nutzbaren Kapazität der Batterie bei Auslieferung von 75,9 kWh ausgeht und teilt dies durch die 501 km, ergibt sich ein Verbrauch von 151,5 Wh/km. Wenn jetzt noch 449 bei 98% SoC angezeigt werden, entsprechen dem 458,2 km bei 100% SoC. 458 km mal 151,2 Wh/km ergeben dann 69,412 kWh. Von daher hätte Klaus-Olafs Batterie erst einen Verlust von 8,55%.

  3. Schaltete man übrigens bei Auslieferung schon gleich den Reichweitenmodus aus, blieben schon damals nur 494 km übrig. Ich weiß nicht, ob Klaus-Olaf, so wie ich und auch die meisten Langstreckenfahrer, die ich in den letzten Jahren gesprochen habe, auch den an sich sinnlosen Reichweitenmodus ausgeschaltet hat. In diesem Falle wäre für die Batterie noch etwa 1 Prozent mehr drin, d.h. Der Verlust würde bei etwa 7,5 % liegen. Das ist dann auch sehr genau der Verlust, der nach dieser Laufleistung zu erwarten ist. Aber das ist die Hälfte dessen, was er angibt.

Mein Model S mit jetzt über 270.000 km (Batterie 220.000 km) kommt bei 100 % SoC noch auf einen typical Range von 364 km. Andererseits kann ich problemlos nach wie vor weit über 300 km weit auch bei tiefen Minusgraden fahren (vgl. 2012 Tesla Ausfahrt im Februar =10.-12.02. ff.), weil mein Model S inzwischen deutlich weniger verbrauchen tut :laughing: .

Übrigens: die im Blog von Klaus-Olaf vom 6.10.14 behauptete Problematik „Grenznutzen“, dass nämlich „Tesla bei ziemlich voller Batterie die Gesamtreichweite eher unter Einbeziehung der Zero-Mile Protection ermittelt und diese dann sukzessive dynamisch bei den weiteren Reichweitenberechnungen einspart“ ist natürlich Mumpitz.

Entschuldigt bitte die Naheris’sche Länge des Beitrages! :astonished: