Schuko Dauerstrom: Normen und Realität

Wenn man aber von Zeit zu Zeit das Innenleben der Steckdose austauscht um der Ermüdung gegenzuwirken dann kann man auch mit Schuko lange und oft mit 10A laden. Warum die bei euch auf 13A freigegeben ist… wird schon seinen Grund haben. Aber mit etwas Verstand kann man auch mit der normalen Steckdose durchaus leben. Erst recht wenn die Alternative dann ein Verbrenner wäre…

Das Problem liegt in der Konstruktion der Schukodose mit dünnen Federbeinchen, die den Kontakt herstellen sollen. Zwischen Federbeinchen und Steckerstift gibt es nur einen winzigen Kontaktpunkt. Durch regelmäßige Nutzung, Alterung und Witterung leiern die Federbeinchen aus und es gibt eine Wahrscheinlichkeit für Korrosion am Kontaktpunkt. Je schlechter der Kontakt, desto wärmer wird die ganze Sache, was zunächst harmlos ist, aber weitere Korrosion begünstigt. Im Laufe der Zeit wird die Verschlechterung des Kontakts so selbstverstärkend.

Es spricht nichts dagegen, an Schuko zu laden, wenn man regelmäßig kontrolliert, dass keine übermäßige Hitzeentwicklung stattfindet. Das Problem liegt aber genau hier: Bei der regelmäßigen Kontrolle. Menschen tendieren dazu, auf eine Steckverbindung zu vertrauen, wenn sie einmal tadellos funktioniert hat, und vergessen dabei, dass jeder verschmorte Schukostecker am Tag zuvor noch „tadellos“ funktioniert hat.

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Ich habe für unseren iOn eine Legrand Green-Up Steckdose im Carport. An dem habe ich in der ersten Zeit den Tesla geladen, bis meine Wallbox installiert war. Der iOn zieht hier, durch Steckererkennung (Magnet im Stecker/Dose) bis zu 14,5 A. Der Tesla hat hier nur 8A gezogen, da das Gerät hier keine Erkennung hat.
Ich denke, an diesen Steckdosen sollte es kein Problem machen.
Übrigens, der iOn zieht an einer regulären Steckdose 8A und nur an diesen Dosen 14,5 A.

Vergessen, der Link zur Steckdose: legrand.de/green-up.html

Es gibt ja auch Steckdosen mir eingebauter Temperatursicherung (und Überspannungsschutz) zur Risiko Minimierung.

Dann gibt es auch einen Spannungsabfall, oder? Genau den kann man sogar sehr komfortabel in der App regelmäßig kontrollieren.

Das Problem bei Schuko ist ja vor allen Dingen das ständige rein- und rausstecken. Hat man eine superneue korrekte Installation, steckt nur einmal rein und zieht den nie wieder raus, dann kann man auch sehr lange recht sorglos mit 13A laden.

Trotzdem ganz klar: Schuko ist immer nur provisorisch, würde ich NIE als Dauerlösung nehmen.

Das sind die Meinungen durchaus widersprüchlich. Sicherlich befördert häufiges Ein- und Ausstecken eine Tendenz zur Korrosion, ganz besonders, wenn es öfter mal unter Last passieren sollte. Andererseits gibt es Leute, die konsequent immer ausstecken, wenn sie gerade nicht laden, damit die Federbeinchen nicht so schnell ermüden und die mechanische Spannung möglichst lange erhalten bleibt… Zusammenfassend ist es halt so, dass es keine einfachen Regeln gibt, die einem das sorglose Laden an der Schuko-Dose erlauben. Man ist immer selbst verantwortlich, und wer sich dieser Tatsache vollumfänglich bewusst ist, der installiert früher oder später eine Wallbox, oder wenigstens CEE blau.

Ja, das Regelwerk ist wie folgt: Deine Steckdose hat eine Leerlaufspannung, die Du ohne Last messen kannst. Wenn du dann mit 13A belastest, geht diese um einen gewissen Betrag runter, zum Beispiel um 10V. Das bedeutet, du hast einen Übergangswiderstand von 10/13 Ohm (R=U/I), an dem 130W Leistung abfallen (P=UI oder P=RI*I). Das entwickelt also so mehr Wärme als zwei alte 60W Glühbirnen. Das ist auf Dauer nicht gut. Logisch, oder?

Wenn Du kein Messgerät zur Hand hast, kannst Du dein Auto benutzen, indem du den Ladestrom einmal auf 5A und dann auf 13A einstellst und jeweils die Spannung notierst. Im obigen Beispiel wäre sie also um gut 6V gefallen. rechne mal nach.

Wenn sie in dem Experiment nur um 1V oder gar nicht fällt, ist Deine Schuko samt Installation noch gut. Trotzdem aufmerksam bleiben!

Das sollte das auto beim Entnehmen eigentlich selbstständig ausrechnen können.

Danke! Ich hatte zu Ampera-Zeiten mal eine Excel-Tabelle dazu gebaut, in der man selber seine Werte einsetzen kann (siehe Anhang).

Kabelverluste.xlsx (10.5 KB)
Es ging vor allen Dingen darum, wieviel man bei welcher Zuleitungslänge und welchem Kabelquerschnitt verliert.

Bin wieder etwas raus aus dem Thema und weiß daher auch gar nicht mehr genau, ob da alles korrekt ist bezüglich 3phasigem Laden (das war mir zu Ampera-Zeiten noch egal).
Vielleicht kann man diese umstricken auf „Temperatur an Steckdose“?

Ergo: Es brennt nicht an der Steckdose, sondern z.B. im Gang wo sich die Verteilerdose befindet (oft an der Decke zu finden).
Eine Wärmebildkamera könnte das auch erkennen. Besser aber ein Fachmann, der die gesamte Leitungsführung überprüft.

Ich hoffe ich bin hier richtig mit meinem Anliegen :slight_smile:
In der Sammelgarage, in welcher ich aktuell Parke, gibt es leider keine möglichkeit ein Elektroauto zu laden (nicht mal eine „Haushaltssteckdose“). Nun ist meine Überlegung von der Sammelgarage in eine „eigene“ (gemietete) Garage zu wechseln. Dort wäre auch eine eine „Haushaltssteckdose“ vorhanden.

Da ich hier schon einiges gelesen habe, frage ich mich nun, ob es eine Möglichkeit gibt, diesen Anschluss zu verbessern (nicht von der Geschwindigkeit, sondern mehr der Sicherheit) bzw. zu sichern? Also dass es gegen Überhitzung o.ä. geschützt ist. Ist so etwas Möglich? Sodass man sein Elektroauto - ohne sorge - angesteckt lassen kann über Nacht? (Das ein Elektriker diesen Anschluss erstmal Prüfen muss etc. ist klar :slight_smile: )

Tausch (oder lass tauschen) die Schuko-Steckdose gegen eine blaue CEE-Campingsteckdose: amazon.de/REV-CEE-Wandsteck … B000VDCIYC
Die ist für 16-A-Dauerstrom ausgelegt.

Die Zuleitung dahinter aber bitte vom Fachmann ebenfalls überprüfen lassen. Verteildose mit Lüsterklemmen? Durch Federklemmen ersetzen.

Sieht man (begrenzt) auch am Spannungsabfall bei Ladungsbeginn.

Genau was Kumasasa und tornado7 gesagt haben! :smiley:

Falls Du noch einen von den alten dreiphasigen UMCs hast, benötigst Du außerdem noch diesen Adapter:
:arrow_right: emobility.lemontec.de/Ladekabel … -kurz.html

Tatsächlich kannst Du damit dann sogar (etwas) schneller laden, nämlich mit 16 A statt mit 10 A (empfohlen) bzw. 13 A (max.). Klingt nicht viel, macht aber auf die Dauer doch was aus! Voraussetzung dafür ist, dass Du beide oben genannten Hinweise beachtest – Dose und Zuleitung müssen „fit“ sein.

Vielen Dank für Eure Hinweise :slight_smile:
Prüfen lassen werde ich es so oder so.

Dann muss ich nur hoffen dass die Vermieter sich nicht quer stellen :slight_smile:
(Falls jemand Erfahrungen mit dem Thema Miet-garage/stellplatz und dem Anliegen des Elektroauto-Ladens hat, würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen)

Ich gehe jetzt davon aus:

  1. Das es Lastmäßig kein Problem ist in der Garage 16 A aus der Steckdose zu ziehen.
  2. Das alle Mitmieter damit einverstanden sind
  3. Es so eingerichtet wird, das der Verbrauch gesondert abgerechnet wird.

In der Realität wird es zuerst schon an Punkt 1 scheitern, denn der Stromverbrauch
wird wahrscheinlich für Garagen auf alle Mieter pauschal umgelegt.
Es wird auch wohl nur eine Zuleitung geben, wo vielleicht noch Licht und Steckdose
getrennt sind, aber alle sich 16A teilen müssen.
Es ist für Punkt 3. schon ein relativ hoher Aufwand nötig und wenn man dann Anfängt
zusätzliche Leitungen zu legen, dann sofort 3~! :wink:

      1. befürchte ich allerdings auch.
        Als Vermieter von Stellplätzen hat man es auch einfach nicht „nötig“ sich mit so einem Thema (selbst wenn die Kosten übernommen werden) zu beschäftigen, weil die Nachfrage so groß ist :-/ Da muss ich wahrscheinlich Glück haben entweder eine Garage zu finden die bereits einen stärkeren Anschluss vorweist oder einen Vermieter der Elektroauto fährt :smiley:

Versuchs mal mit der Suche im Forum :wink:

z.B.:

Installation von Ladestation als Mieter/Wohnungseigentümer
Laden in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses
Problem: Aufladen im Mehrfamilienhaus, Rechtsanwalt hier?
Eigentumswohnung + Lademöglichkeit Zentral/Dezentral?

Danke Yellow!
Schaue ich mir an :slight_smile:

Bei den alten 3-phasigen UMC habe ich einfach eine rote Dose mit nur L1-Anschluss, dann brauche ich keine Adapter dazwischen :wink:

Ansonsten gibt es auch Schuko+Camping Kombination (ich habe selbst diese gekauft, aber für 11,45 und 1111,45 Euro :wink: ):
ebay.de/itm/91509-Kombi-Car … 1765197738