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RWE boykottieren – Hambacher Forst #Hambibleibt

Doppelt hält besser, hatte ich oben schon gepostet… :smiley:

Ist aber so aktuell, dass der Link eigentlich täglich neu gepostet werden sollte! :sunglasses:

Gruß

E-BOB :stuck_out_tongue:

RWE zu boykottieren ist schwierig, da sie erfolgreich versuchen, ihr Geschäft auf andere Unternehmen zu verteilen, denen man die Verbindung zu RWE nicht sofort ansieht. Aber ich versuche es, wo es geht.

Und auch ich wäre am Sonntag im Hambacher Forst auf jeden Fall dabei, aber leider gibt es einen anderen Termin, der nicht verschoben werden kann.

Ich bewundere alle, die aktiv sind und sich gegen massive Veränderungen in der Umwelt stemmen!

Der Tagebau hat jahrzehntelang in Mitteldeutschland großflächig alles weggefressen, was im Weg stand. Da ist der Hambacher Forst sicherlich ein Fußballfeld dagegen.

Proteste haben einen Wert. Im Kapitalismus sind sie aber vollkommen uninteressant. Es geht um Profit und nicht ein paar aufmüpfige Menschen oder gar tote Tiere. Die werden industriell in Milliarden getötet, auch natürlich von großen Fischen im Meer. Es zählt nur der hungerstillende Profit, auch privat rennt keiner hurraschreiend in die Insolvenz.

Nicht kaufen ist die einzige Lösung. Gilt für alles, auch Verbrennerantriebe. Dumm nur, dass der geringste Preis das Verhalten festlegt und nicht irgendeine Vernunft.

Geht aus wie das Hornberger Schießen
heißt wohl bald
Geht aus wie das Hambacher Abforsten.

Das ist richtig, kann man auch hier nochmal schön nachlesen:
:arrow_right: sueddeutsche.de/wirtschaft/ … -1.4133033

Natürlich geht es um Profit, aber manchmal hängt der Profit auch mit den Menschen zusammen. Dass in Chemnitz Dinge passieren, die im In- und Ausland für Beunruhigung sorgen, kann zum Beispiel durchaus den Profit eines ortsansässigen Unternehmens beeinflussen:
:arrow_right: zeit.de/2018/39/nomos-glash … -rassismus

Auch für einen kapitalen Bock wie RWE ist Image nicht unwichtig. Es gibt ja da bekanntermaßen enge Verflechtungen mit der Politik, und in der Politik ist Image wiederum alles. Es ist ein Riesenunterschied, ob die Aktivisten im Hambacher Forst in der öffentlichen Meinung ein paar Spinner sind, oder ob sie eigentlich Stellvertreter sind für eine Meinung, die in der breiten Bevölkerung mehrheitsfähig ist. Siehe dazu auch:
:arrow_right: zeit.de/gesellschaft/2018-0 … pp-umfrage

Und genau deshalb – um den Bogen wieder zurück zu schlagen – ist es durchaus wichtig und relevant, Solidarität mit den Aktivisten zum Ausdruck zu bringen, indem man die Petition unterstützt (wenn man das möchte):
:arrow_right: campact.org/hambach

Alles Gesagte ist zweifelslos nicht dumm. Außerhalb des Kurzzeitgedächtnisses geht es dann munter weiter. Wie lange sollen Braun- und Steinkohle nicht mehr gefördert werden? Viele Jahrzehnte! Inzwischen sind aus den Förderpfennigen Fördercent geworden. Mit Steuergeldern wird das Leben verlängert, sehr human! Ich danke Elon Musk, dass ich kein Benzol an einer Tankstelle mehr einatmen muss und keine Ölsteuern beitrage für ein Moor-In-Brand-Schießen. Fenster habe ich zugemacht bis die Rauchwolke aus Niedersachsen raus ist. Luft zum Atmen ist Mangelware auf dem Planeten. Der könnte ein Terraforming gebrauchen.

Die :arrow_right: Sternfahrt zum Hambacher Forst am Sa, 29.09.2018 hat jetzt einen eigenen Thread.

wieviele Megawatt ließen sich auf den Braunkohle Brachen etwa installieren, komplett mit PV belegt braucht man das ein oder andere Kraftwerk
nicht mehr. Letztes Jahr ging der gesamt Strombedarf entgegen jeglicher Vorhersagen ja wieder zurück. Ich glaube etwas von 550 TW/h gelesen zu haben.
Gruß Helmut

Den gleichen Gedanken hatte ich heute morgen auch.
550 TWh? Das weiß ich jetzt nicht, aber so viel sollte den gesamten elektrischen Energiebedarf von Deutschland decken :exclamation:

Und wenn man es so machen würde, wie die Italiener es probiert haben, auf gut 4m aufgeständert, kann man drunter Landwirtschaft betreiben. Dem Vernehmen nach war der Ertrag gegenüber Vergleichsflächen nur minimal beeinträchtigt…

Aus Wkipedia

Das könnte tatsächlich reichen. :open_mouth:

Die „Revier PV“ könnte die elektrische Energie dieser Nation aufbringen!
Warum brauchen die dann noch das Wäldchen?

4m geständert? Das entspricht der Wuchshöhe betäubender Nachtschattengewächse. Vielleicht züchten die Italiener so Tagschattengewächse, die die in Brüssel betäuben sollen :laughing:

Die 2300km² aus Wikipedia sind aber wahrscheinlich auch historische Flächen und zum großen Teil bereits wieder „renaturiert“

Mal ein kleines Gedankenspiel:
Annahme 500kWp pro Hektar PV Freiflächenertrag = ca. 500MWh Ertrag/ ha * a

Beispiel Tagebau Hambach
Die Gesamtfläche ist laut Wikipedia mit 85km² etwas grösser als der Chiemsee = 8500ha * 500MWh/ha*a = ungefähr 4,25TWh/a
Eine Anlage auf einer vergleichbaren Fläche hätte 4,25GWp und entspräche einem Zubau von 10% der heute installierten Bestands PV-Leistung.

Derzeit werden dort jährlich übrigens etwa 40Mio t Rohbraunkohle aus dem bis über 400m tiefen Tagebau gefördert und in den umliegenden Kraftwerken zu etwa 60Mio t CO2 und 50TWh el. verstromt.
PV wird man genau da später eh nicht mehr aufstellen können, da bereits einige km³ bereits „verstromt“ sind.
Aber immerhin fast 10% dieser endlichen und umweltverachtenden Stromerzeugung könnte bei gleichem Flächenverbrauch durch Photovoltaik ersetzt werden. Dann natürlich leider nicht ganz jahreszeit-/ tageszeit- und witterungsunabhängig.

Wenn man dann noch aufständert und die Fläche parallel landwirtschaftlich nutzen kann…

Ich rechne mit 200Wp pro qm und erreiche damit sogar 17 TWh p.a.
Aufständern und landwirtschaftlichen Nutzen unbedingt kombinieren.

Daran habe ich noch gar nicht gedacht :wink:

oekotest.de/bauen-wohnen/RW … 667_1.html

Wenn man aktiv den Strombezug wechselt, dann kann man zweifachen Nutzen erzwingen:

  1. Finanzieller Druck auf RWE, denn Kundenn bleiben weg.
  2. Verlagerung zu EE stellt (noch mehr) die künftige Notwendigkeit von BKK in Frage

Kluge Aktion, insbesondere der regionalen Anwohner.

Die Optionen als Kunde und Verbraucher:
energyload.eu/energiewende/deut … oekostrom/

Nicht zu vergessen (für Berlin und Brandenburg): Strom aus Feldheim :smiley:
:arrow_right: eq-strom.de/autostrom/

Diskussion dazu hier:
:arrow_right: Spezieller Stromtarif für E-Fahrer in Berlin und Brandenburg

Die Bürgerwerke haben eine Liste mit RWE-Beteiligungen herausgegeben. Neben vielen Stadtwerken findet sich darin auch die aktuell so beliebte MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen.
buergerwerke.de/wp-content/uplo … eiligt.pdf

Man kann davon ausgehen, dass alle aktiven Teilnehmer am innogy e-Roaming in irgendeiner Weise mit denen verbandelt sind. Also auch die BEW und die Lechwerke.

Lange Lisfe… Da word unterwegs Strom Tanken für einige ja richtig komplex. Bezieht Tesla auch wo Strom für SuC von RWE? Dann müsste man die ja auch in Zukunft meiden…

Nicht die Gier, sondern die unüberlegte und dumme Energiewende. Deutschland ist eben ein Industrieland und da benötigt es eben verlässliche Energie. Und nein, in den Leitungen kann man eben keinen Strom speichern.