Roadtrip mit dem SR+

Hallo zusammen,

nachdem ich seit mehreren Monaten nun viele Beiträge zum Thema Reisen mit dem Model 3 gelesen habe, möchte ich nun auch meine Erfahrungen mit euch teilen.
Ich bin Ende Juli mit meiner Freundin und meinem SR+ 2021 nach Kroatien (Lovran) gefahren.

Ich hatte etwas Bammel wegen des Ladenetzes in Kroatien bzw. vor allem in Lovran und Umgebung da dort keine SuC in direkter Nähe waren, ich muss aber sagen, dass der ganze Trip super angenehm war und ich jedem auch längere Strecken mit dem SR+ empfehlen kann.

Wir sind von Bad Oeynhausen Morgens um 06:00 Uhr losgefahren und hatten uns auf dem Hinweg das Ziel gesetzt bis Salzburg zu fahren und dort eine Zwischenübernachtung zu machen, da ich bisher keine Erfahrungen mit so langen Fahrten gemacht habe. Auf dem Weg haben wir natürlich Ladestops machen müssen und haben bei diesen auch immer nahezu voll aufgeladen, sodass wir oben raus natürlich recht lahm geladen haben, aber wir haben dem Navi einfach blind vertraut und nicht eigenmächtig mehr Stops gemacht. Die Stops waren für uns aber in keinster Weise störend oder nervig, da meine Freundin und ich beide mit winzigen Blasen gesegnet wurden, kamen uns die Stops nach durchschnittlich 2h Fahrtzeit immer sehr gelegen.

In Salzburg konnten wir beim Hotel kostenfrei laden und sind dann wieder um 06:00 Uhr los Richtung Lovran gefahren. Auf dem kompletten Weg haben wir ausschließlich SuC angefahren (Ausnahme Hotel + Stadtsäulen in Lovran) und haben wir auch wirklich gute Ladeleistungen erreicht (Peak sogar 165 KW).
In Lovran angekommen habe ich gehört, dass es im Dorf eine Ladesäule geben sollte.

Gesucht, gefunden und angestöpselt. Die Säule war sogar umsonst, jedoch gab diese nur 4 Kwh :smiley:

Wir hatten an der Ferienwohnung einen wunderschönen Stellplatz unter einem Kiwi Baum:

Nach einem schönen Urlaub mit kleinem Seeigel-Zwischenfall haben wir uns entschieden den Rückweg komplett durchzufahren.
Das haben wir dann auch sehr gut geschafft und haben die knapp 1.300km an einem Tag mit einer Reisezeit von insgesamt 16h geschafft.

Long Story Short: Trotz 16h Dauer war das die entspannteste Langstrecke, die ich jemals in einem Auto gemacht habe. Zwar ist der Vergleich mit meinem vorherigen Auto (Focus RS) nicht unbedingt fair, aber dennoch eindeutig :smiley:
Macht euch keine Sorgen bei einer Langstrecke mit eurem SR+ es geht wirklich herrlich.

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Super, da fahre ich auch immer hin. Nächstes Jahr Tesla. Warst Du um den 2 Juni herum? Dann hab ich Dein Auto am Lader gesehen :smile:

Ich war erst Ende Juni dort. Dann war das scheinbar ein anderer hier aus dem Forum :smiley:
Nächstes Mal trifft man sich dann vielleicht. :slight_smile:

Klasse! Danke für die Erfahrung.
Mir ist mittlerweile auch egal, ob ich 10 km mehr Reichweite hab oder weniger. Im Tesla-Ökosystem spielt das keine Rolle.
Und solange ich mindestens so häufig pieseln muss wie das Auto laden will- alles kein Problem. Ich mach den SR+ halt nicht randvoll und konnte feststellen, dass ein heißer Kaffee (nach dem Pieseln😉) noch nicht leer ist, wenn das Auto schon meldet, wir könnten weiter.
Für mich reicht der kleine Akku völlig

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Den Meinungen möchte ich mich anschließen. Wir sind im Sommer von Dresden nach Rügen gefahren. Immerhin knapp 500 km Strecke eine Richtung. Mit sehr konservativer Routenplanung im Auto und eher großzügiger Lademenge. Es war sehr entspannt, nicht wirklich langsamer als wenn wir mit unserem Prius gefahren wären. Und deutlich günstiger (etwa 30% überschlägig) war es auch noch. Der kleine Akku reicht vollkommen aus, wenn man kein Kilometerfresser ist.

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Was mich auch sehr überrascht hat, war, dass das Navi immer sehr sehr konservativ geplant hat. Wir hatten bei jedem SuC Stop immer mindestens 10-13% mehr Restladung im Akku als das Auto beim Losfahren ausgerechnet hat, sodass wir auf dem Rückweg auch einen Charger überspringen konnten.
Das war echt super.

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Genau. Die gleiche Erfahrung haben wir auch gemacht. Heißt auch, dass man beim Laden auf der Routenübersicht ohne Probleme mit einer geringen vorhergesagten Restkapazität bei Ankunft der nächsten Station losfahren kann. Es gibt genug Puffer in der Berechnung, dass auch kleinere Unpässlichkeiten auf dem Weg (Stau, Sperrungen, belegte Ladesäulen o.Ä.) kein Problem sein sollten.

Ja genau. Wir standen auch einmal für ca 2h im Stau in der prallen Sonne bei 30° und der Verbrauch war wirklich kaum zu spüren. Wir hätten da also auch noch länger verharren können.
Ich meine, dass wir in den 2h rund 6-7% verbraucht haben. Da kann ich mich aber auch irren.

Ganz meine Meinung, total entspannt 850km pro Tour in den Ferien zurückgelegt, immer mehr im „Tank“ gehabt als die Planung ursprünglich voraus sagte, und auch immer schneller mit dem Laden fertig gewesen, als die Mädels auf der Toilette brauchten :slight_smile:

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