Rimac Concept One gewinnt VS LaFerrari und P90DL vorFaceLift

Ich finde die Vergleiche hochinteressant - insbesondere wenn man die Preisklasse in die Betrachtung einbezieht.
Man Stelle sich vor wie Tesla ein R-P90DL für das Geld eines der Konkurrenten modifiziert - andere Batterie Chemie (muss ja nur wenige Zyklen halten) und bessere Kühlung/Auslegung aller Komponenten.
Dann ist das"Wiederholbarkeits-NOS-Argument" auch vom Tisch :mrgreen:

Mit dem Model S fuhr ich jetzt 67.000km und war noch nie beim Service. Zum LaFerrari fand ich keine Angaben zum Service - aber der Vorgänger Enzo musste alle 15.000 Meilen das Öl und Filter wechseln. Soweit ok. Aber alle 30.000 Meilen muss der Motor raus, um die Steuerkette zu tauschen. Beim 7-Jahres-Gratis-Service-Angebot ist der LaFerrari nicht mit bei. Mh, warum wohl?

Für den Tesla zahl ich 960 Euro für Vollkasko mit beliebiger Laufleistung und Fahrerkreis. Beim LaFerrari dürfte es satt fünfstellig bei kleiner fünfstelliger Jahresfahrleistung und nur mir als Fahrer sein.

Der Tesla kostete mich 123.000 - die Umsatzsteuer beim LaFerrari ist bereits fast doppelt so hoch wie mein Kaufpreis für den Tesla.

Der Tesla fährt mit 7 Personen, der Ferrari mit 2.

Aber unser ICE-Freund hat Recht: Auf der Rennstrecke würde der Tesla nicht so schnell sein wie der Ferrari. Träfe ich selbigen allerdings in Frankfurt im Alltag an der Ampel, wär ich schneller weg.

Und wenn jetzt das Thema LaunchControl aufkommt: Am Berliner Kudamm hat die Polizei mal Freitag Nachmittag 3 dieser Lärmkarren eingezogen. Tragischerweise hatte der TÜV, der eine Schallemissionsmessung durchführen konnte, zu dem Zeitpunkt schon zu, so dass die gesetzeskonforme Auslegung des Abgasstrangs leider, leider erst am folgenden Montag festgestellt werden konnte. Auch die Polizei ist erfinderisch, wenn man sie nur lange genug nervt. Und LaunchControl beim Ferrari ist definitiv extrem nervend.

Mindestens die Hälfte dieser lärmenden Supersportwagen wird doch niemals eine Rennstrecke sehen. Die werden gekauft, um in Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Berlin und Stuttgart im 1. Gang die Flaniermeilen entlang gefahren zu werden. Und dabei ist der Tesla dann nicht nur schneller weg, er zieht auch mehr Aufmerksamkeit auf sich. Nimm den roten Lack, damit man das Auto auch sieht, und mach den Test. Ich sitz öfter mal im Auto, während ich an einer auch gern von solchen Lärm-Sportwagen frequentierten Tankstelle lade. Die anderen Autos werden natürlich angeschaut. Aber stehenbleiben, darüber reden oder sogar Fotos machen - das tun die Leute regelmäßig nur beim Tesla. Und zwar über alle Nationalitäten hinweg.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich hab Standard-Weiß genommen, weil ich kein Bock auf Neider habe…

@TeeKay
+1 :smiley:

Hab noch keine Tesla-Neider getroffen. Die Aufmerksamkeit der positiv gesinnten Passanten kann trotzdem zuweilen unangenehm sein. Ist andererseits aber auch wieder ein gutes Training für introvertierte Typen. Am besten beim ersten Mal aber nur mit psychologischer Betreuung in Berlin Friedrichstraße oder Kudamm einstöpseln, wo sich pro Minute 250 Touristen entlangschieben. :slight_smile:

Ich war mal eine Zeitlang mit einem schicken roten Mustang Cabrio unterwegs, als man die noch aus den USA importieren musste. Natürlich wurde ich da auch oft angesprochen. Das Auto stand aber auch auf dem Mitarbeiter-Parkplatz/-Parkhaus von den Kunden, bei denen ich als IT-Freiberufler arbeite. Das hat sich spürbar auf das Arbeitsverhältnis ausgewirkt… :neutral_face:

@yellow: Ich gebe Dir jetzt mal ein praktisches Beispiel, weshalb solche unsinnigen „Schwanzvergleiche“ trotzdem was bringen für die E-Mobilität.
Seit Wochen bin ich mit den Zivildienstjungs unterwegs - und musste da natürlich dieses Video mal zeigen. Dass E-Autos und Tesla insbesondere bei der Beschleunigung aus dem Stand unschlagbar sind, war allen bekannt. Das Argument war jedoch: „Denen geht doch schnell der „Schnauf“ aus…!“ Der Rimac hat sie nun eines besseren belehrt.
Darunter auch einer, dessen Vater eine PV mit i3 zuhause hat… :wink:
Der Punkt ist: Wenn man den Leuten zeigen kann, „Elektro kann“ dann sind sie überzeugt - völlig egal ist, dass sich wohl keiner von den Jungs jemals eine solche Höllenmaschine wird leisten können. Und das ist ja das erklärte Ziel von Rimac: Den Leuten zeigen, was Elektro kann. Und das schafft der Concept One. :mrgreen:

Das ist auch eine meiner größten Sorgen mit dem Tesla. Bin auch selbständiger IT-ler. Ich will auf keinem Fall damit auffallen. Ich habe mir den Tesla bestellt, weil ich elektrisch und technisch begeistert bin und dieses Auto einfach DAS beste Auto z. Zt. ist - zum Angeben bestimmt nicht. Wenn man aber den Preis kennt, fangen vlt. manche Kunden an zu grübeln. Vlt. bilde ich mir das aber nur ein. Das Auto sollte doch heute kein Statussymbol mehr sein, oder?
Sorry - ist jetzt auch OffTopic.

Deine Sorgen sind unbegründet:

Kann ich bestätigen. Ein 8-Zylinder-Cabrio (kein US-Mustang, sondern ein British-Car) zieht dämliche Kommentare an jeder Ecke und an jeder Tanke nach sich.
1 Jahr Tesla , und nur noch positive Kommentare, bisher 0 Neid.
Mach Dir darüber keine Sorgen. Gerade für einen IT-ler eigentlich super, denke ich.

Kann ich so bestätigen.

Bei mir auch - mein Boxster vorher zu mehr negativen Diskussionen geführt.

Bislang bei mir auch. Eigentlich nur Begeisterung pur … ok bei einigen muss man mal nachhelfen mit ein bisschen Erklärungen zum elektrischen Fahren und die Leute mal spontan auf eine Runde einpacken. Spätestens dann ist die Begeisterung da :wink:

Ich bin auch IT-ler und habe meinen 85D jetzt seit 06/2015 , privat gekauft und fahre fast täglich in die Werke mit dem „Stern“ , keinerlei Neider eher die Frustration das der eigene Arbeitgeber nicht in der Lage ist vergleichbares zu bauen …

Danke Leute. Das beruhigt. Ich werde dann berichten.

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Auch auf Baustellen gibt es nie dumme Bemerkungen.
Vom Helfer bis zum Polier kennt fast jeder Tesla und ist begeistert, einen zu sehen.

LG
Frank

Kann mich den Argumenten nur anschließen. Niemals werde ich auf eine Rennstrecke fahren. Mein Interesse an Formel 1 und DTM ist seit Jahren erloschen. Bin ab und zu mal einen BMW M6 gefahren. Die Beschleunigung in 4,6 sec. von 0-100 gelang nur mit Launch Control. Zwischen den Starts mussten zehn Minuten Pause eingehalten werden. Der Lärm nervte irgendwann, der Spritverbrauch ebenso. Der 70l-Tank reichte nicht für die Reichweite einer Ladung im Tesla.

Aber jetzt geräuschlos an der Ampel weg zu schnipsen und gefahrlos Überholvorgänge auf der Landstraße zu realisieren, macht mich glücklich. Dazu kommt der Strom noch von Greenpeace Energy…für meine Kinder gibt es keine bessere Familienkutsche. Erstaunlich ist auch, wie leise die montierten Michelin Pilot Sport 3 abrollen. Musste schmunzeln, weil sie eine MO (Mercedes Only) Kennzeichnung tragen. Habe aber an anderen Teslas schon TO (Tesla Only) gesehen.

Viele Grüße.

Rimac gibt für 0-100 km/h auf seiner Website 2,6 sec. an. Das Model S P100D wird auf der deutschen Teslaseite mit 2,7 sec. angegeben. Eine Zehntelsekunde…

Gruß.

Die 2.7 sind aber abzüglich dem ‚one-foot-rollout‘. Ist bei den US Angaben üblich.
Ich weiss nicht, ob die bei den 2.6 Sekunden vom Rimac auch abgezogen worden sind. Sonst sind die Zeiten nicht vergleichbar.