Richtiger Reifendruck

Habe 3.2 bar drin bei den Winter 21".

Ist eigentlich nicht unbedingt nötig. Mit einer günstigen, handlichen Fusspumpe für Autoventil mit digitalem Manometer geht das auch. Eine solche kann platzsparend immer dabei sein. Wer will kann sich auch ein passendes Dichtmittel dazu kaufen.
Hier eine solche Pumpe für nur 39.39 € rosebikes.de/artikel/bikers- … aid:547475

Habe auch schon mit einer Fahrrad-Standpumpe Autoräder bargenau nachgepumpt (diese gehen ja bis 8-10 bar)

Meiner Erfahrung nach eignen sich für Autoreifen hochvolumige MTB-Standpumpen wie die Topeak Joe Blow Mountain am besten. 3,5bar gehen mit letzterer problemlos, irgendwann so ab 4,5bar wirds dann kraftraubend. Mit den rennradtauglichen kleinvolumigen (=dünnen) Pumpen wie dem SKS Rennkompressor pumpt man sich bei Autoreifen nen Wolf.

Diese Fußpumpe hat geschätzt ein Viertel des Volumens eines Rennkompressors. Damit würde ich keinen MTB-Reifen aufpumpen wollen, geschweige denn auch nur 0,2bar in vier Autoreifen.

Ich habe seit unserem Umbau (23 Jahre) einen 10 bar 2 Zylinder-Kompressor in der Garage (da wo ich mich mit dem MS nicht hineingetraue). Der pumpt mir alle Reifen auf… :smiley:

@Karlchen:
Ich habe das Messprotokoll zwar gesehen und genau erklärt bekommen, aber es nicht mitgenommen.
Ärgert mich zwar nun etwas, aber damals dachte ich mir: wenn ich sowieso nichts ändern kann, bringt es mir nichts.
Aber der nächste Servicetermin kommt bald, Vermessung ist ja nun obligatorisch, dann werde ich das Protokoll mitgehen lassen.
Ich habe zwar noch ein paar Werte im Kopf, bin aber nicht 100 % sicher, will nichts Falsches von mir geben.

Mir wurde gesagt, dass nun deshalb die Vermessung bei jedem Service gemacht werden muss, weil (angeblich) schon bei minimalen Abweichungen ein deutlich erhöhter Reifenverschleiß vorhanden sein soll.
Somit @ Eberhard: vielleicht passt ja was nicht bei Dir, wenn der Verschleiß der 19 Zöller so extrem ist? Meine 19 Zoll Winter (Original Tesla Felgen+Gummis) auf P85+ haben normalen, geringen Verschleiß…

Es gibt noch viele Gedanken mehr zu dem Thema, und für mich Widersprüche. Wenn für mich nicht etwas plausibel ist, tue ich mir schwer etwas zu „glauben“.

Eines davon ist: Wenn nun meine Reifen recht neu sein müssen, und das sooooo wichtig für die Achsvermessung sein soll, was ist wenn ich dann auf Winterreifen umstecke? Dann passts ja wieder nicht!
Antwort: ja, sollte nach Umstecken wieder gecheckt werden. Wer macht das schon?

Es wird nun mal die Masse oder Worst-Case angenommen. Ist ja so gesehen auch voll ok und lobenswert! Nur kann man meine 20.000 km zwischen den Services nicht mit einem Mietwagen oder Taxi vergleichen. Wurde auch so bestätigt „Mietwagen sollten eigentlich alle 2 Wochen herkommen zum Vermessen“.
Ich touchiere nun mal keine Randsteine, meine Felgen sind vollkommen unbeschädigt nach 100.000 km, und Schlaglöchern weiche ich aus. Verschleiß war immer zufriedenstellend, keine Veränderungen.
Ich war ungehalten, weil die hinteren Gummis auf ca. 50 % runter waren (ich fahre immer legal, aber bis auf Indikator runter), und solche zu tauschen widerstrebt mir.

Und wenn nun die Werte so genau sein müssen, aber gleichzeitig fast nichts eingestellt werden kann, was ist dann wenn etwas mit dem Fahrwerk nicht passt? Oder aus Alterserscheinung z. B. das Chassis sich verändert hat?
Fahrwerkskomponenten tauschen? Chassis tauschen? Neu ausrichten? Auto tauschen? Verstehe ich nicht…

OK - bin nun etwas abgedriftet vom Reifendruck, aber es hat irgendwie damit zu tun, und zwar:

Ich fragte, wenn nun die Achsvermessung so genau sein muss, und die Reifen recht neu sein müssen, also der Reifen muss passen, dann ist wohl auch der Reifendruck wichtig.
Wenn ich nun aber statt der z. B. 2,8 Bar mit 3,2 Bar fahre, dann passts ja wieder nicht? Ja! Aber sie müssen bei der Achsvermessung den vorgeschriebenen Druck einstellen.
Gut - wenn nun im SeC mit 2,8 Bar befüllt wird, in der sagen wir 20 Grad temperierten Werkstatt, dann hab ich im Winter bei -10 Grad 0,3 Bar weniger drin, im Hochsommer bei 40 Grad 0,2 Bar mehr.
Und das ist wieder egal? Der Reifendruck verändert sich nun mal, auch beim Fahren durch Reifenerwärmung. Also es geht nun mal nicht soooo genau.
Schon mal unterschiedliche Reifendruckmanometer an Tankstellen versucht? Auch hier gibt es nette Abweichungen.

Genauigkeit ist ja lobenswert, aber nicht immer sinnvoll. Und ehrlich - ob 2,8 oder 3,2 Bar oder etwas mehr - auch schon egal.
Aus Erfahrung kann ich sagen: es hat bei mir und für mich nur positive Veränderungen gebracht.

Bevor jetzt jemand verwirrt oder verunsicht ist, ich will damit nur sagen:

  1. Wenn etwas bezüglich Reifen, Fahrverhalten, Verschleiß nicht passt, auf zum SeC zur Vermessung und Reifenwuchten samt Höhenschlag-Check.
  2. Wer will und es sich zutraut, und mit den positiven und negativen Veränderungen leben kann, geht mit dem Druck rauf (@ Blackbird: ja, musste auch ein paar Mal das „Druckgerät“ wiederbefüllen)
  3. Wer sich unsicher ist: lasst es wie vom SeC vorgegeben.

OK - noch was zu den Reifenkanten - um die geht es ja eigentlich beim Verschleiß (aus meiner Sicht), wie vorhin beschrieben.
Ich denke, die Reifenkanten sind nicht nur wegen Spur und Sturz (ich kann es ja nicht ändern), sondern auch aus folgenden Gründen belastet:

  1. Achsvermessung ist bei Höhe „Normal“ gemacht. Ich fahr ab 80 km/h auf „Niedrig“. Dass der Sturz dadurch noch größer wird, leuchtet wohl jedem ein. Was mit der Spur passiert: keine Ahnung. (ach ja: „Fahre meist auf Low. Könnt Ihr nicht auf Low die Achsvermessung machen?“ - „Nein, muss auf Normal sein“ - „grml…“)
  2. Höhe auf „Hoch“ oder „Sehr hoch“, nun sieht es nach Sturz in die andere Richtung aus, also äußere Reifenkante, besonders auf der Vorderachse belastet.
  3. Und dann noch (z. B. Parkhaus / Parkplatz), heftig einschlagen. Aua - das Ding fährt vorne nur auf den Reifenkanten, links und rechts. Deshalb sind vorne die Kanten so in Mitleidenschaft.
    Einziges, was mir dazu einfällt: entweder weitere Kurven, oder zumindest sehr langsam fahren wenn stark eingeschlagen wird.
    Denn höherer Druck hilft da gar nichts, so wie der auf den Kanten fährt.
    Dann fällt mir noch etwas ein: vielleicht ist es schon jemandem aufgefallen (bei vorgeschriebenem Druck), bei vollem Einschlag, ganz langsam, je nach Grip, bei 21 Zoll: Das Ding „hüpft“ manchmal, also Reifen rutscht. Ich kenn das nur von „richtigen“ Sportwagen. Ich glaube, es ist deshalb, weil bei vollem Einschlag sozusagen die beiden Reifen etwas gegeneinander arbeiten - also es „rubbelt“ permanent - bis zum kleinen „Rutscher“.
    Enge Kurven am Parkplatz sind wohl nicht so gut.

Ich hoffe das ist nicht zu kryptisch geschrieben…

Grüße,

mmm

Mmm, danke für den ausführlichen Beitrag, auch wenn ich nicht immer folgen konnte :slight_smile:
Hier der alte Link zum Reifenverschleiss [url]Kosten für Reifen höher als für Strom?]
Ich habe da auch ein Foto gepostet.

bin mal spaßeshalber 4 tanken dicht hintereinander/gegenüber (um erwärumg zu vermeiden) angefahren, um die genauigkeit der „geeichten“ luft-ladestationen zu vergleichen. da sind mir max. 0,1 bar differenz von tanke zu tanke aufgefallen bei meinem wunsch-druck von 2,5 bar vorn am roadster. schon ganz brauchbar also deren geräte denke ich.

daheim mit meinem reifendruck-tester lag der angezeigte druck dann 0,2 bar unter dem geeicht zuletzt gentankten druck. schlimmer noch - auf niedrigerem druckniveau von 2,0 bar bei meinem motorrad vorn zeigte mein handmessgerät schon 0,3 bar weniger gegenüber geeichten tankstellen-werten. m. e. völliger mist also diese rel. günstigen druck-tester. vermutl. sind die manometer von rennkompressoren keinen deut besser, zumal man sich mit unseren pkw reifendrücken zw. 2-3 bar im unteren messbereich der manometer bewegt.
mein fazit: ohne geeichte manomter weiß eigentlich kein fahrer, welchen druck er wirklich in seinen pneus hat. (es sei denn, man hätte eine mehrere meter hohe quecksilber-säule zur verfügung. aber wer hat die schon…?)

holger

Meine nächste Tankstelle befindet sich ca. 3-4 km von unserem Haus entfernt. So viel ich weiss haben sich die Reifen aber schon nach 1-2 km erwärmt, so dass ich bei Ankunft an der Tankstelle die Reifen nur in warmen Zustand aufpumpen kann. Die Fahrt dorthin ist Innerorts und Überland, d.h. max. 80 km/h.

Angenommen ich möchte meine 19" auf 3.4 Bar (kalt) aufpumpen.
Weiss jemand, um wieviel ich den Druck anpassen müsste?
Was mir auch nicht ganz klar ist, muss ich bei warmen Reifen grundsätzlich mehr oder weniger reintun, damit’s dann im kalten Zustand wieder mit den angestrebten 3.4 Bar übereinstimmt?

Slightly confused… :confused:

Bei mir verändert sich der Reifendruck vom Losfahren bis zur Tankstelle (sind knapp 2 Km Stadtverkehr) um 0,1 bar - von 3,1 auf 3,2 (das ist der Druck, den ich an der Tankstelle aufgepumpt habe) - D.h. sie kühlen sich über Nacht auf 3,1 (bei der jetzigen Witterung) runter und sind innerhalb 1 - 2 Km wieder auf 3,2 bar hochgewärmt.

Vllt. das als Richtschnur!

also, wenn dein reifen kalt 3,4 bar hatte, hat er das nach einer warmfahrt hinterher im kalten zustand auch wieder - wenn nicht, verliert der reifen luft!
wenn du warm mehr reinpumpst, hast du auch kalt mehr druck drin. irgendwie logisch - die luftmenge ist ja größer geworden.

vielleicht kannst du hiermit etwas anfangen

de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rei … eratur.svg

Die Luftmenge sollte sich nicht ändern.

Danke für eure interessanten Inputs. Ich hab mich inzwischen für ein pragmatisches Vorgehen entschieden.

Eben einen Luftdruckprüfer (<EUR 20) bestellt, nun kann das „Rätsel“ um den korrekt eingestellten Druck relativ einfach wie folgt gelöst werden:

  1. Auftanken an der Tankstelle mit etwa 0.5 bar zu viel, egal welche Temp. die Reifen haben.
  2. Heimfahrt
  3. Ein Bierchen zwitschern (der Vollständigkeit halber sei erwähnt: dieser Schritt ist natürlich fakultativ, aber trotzdem empfehlenswert :wink: )
  4. Wenn Reifen abgekühlt sind, daheim mit Messgerät Luftdruck prüfen und so viel Luft ablassen, bis gewünschter Druck erreicht ist.

Probleme wie:

  • welche Temperatur hat nun mein Reifen genau?
  • bei welcher Temperatur muss ich wieviel bar mehr oder weniger aufpumpen?
  • wie exakt ist eigentlich die Luftdruckanzeige an der Tankstelle?
    sind damit gelöst.

Zudem hab ich nun keine unhandliche resp. platzwegnehmende Pumpe daheim herumstehen, sondern lediglich ein kleines Messgerät.

Schritte 1-4 alle ein bis zwei Monate wiederholen. :slight_smile:

Kurze Nachfrage
wenn man Luft ablässt, kann man zur Kontrolle die Anzeige im Tachometer nutzen?

  1. wenn man durch aufpumpen/luftzufuhr den druck erhöht, erhöht sich auch die luftmenge = masse = anzahl der luftmoleküle im reifen, sonst würde der druck nicht steigen!

  2. die anzeige des luftdruckprüfers (<20 €) darf man getrost in frage stellen! billig kann jeder aber genau/gut ist teuer. (s. o.!)

(war die frage mit dem tacho ein scherz?)

Guck dir mal diesen Test an:
motorradonline.de/motorradzu … est/526344

Für mich kommt der relativ seriös daher und ja, die besten kosten tatsächlich nicht alle Welt.
Der Test wurde zwar an Motorradreifen durchgeführt, dies dürfte jedoch keine Rolle spielen.
Eine der Aussagen aus dem Test ist auch, dass die günstigen Geräte nur geringfügig schlechter sind als Profigeräte und man deshalb getrost mit diesen „Billig“-Prüfern messen soll/darf.

Aber lasse mich gern eines besseren belehren. :slight_smile:

Nicht wirklich - du kannst ja den Druckprüfer mit zum geeichten Gerät an der Tanke nehmen und es somit überprüfen und für dich verlässlicher machen. So mache ich das.

Frank

4fach Druckanzeige - kann man am Lenkrad auswählen

donnerwetter! sachen gibt´s! :wink: hätte ich nicht gedacht…

Ich zumindest kann den Luftdruck der Reifen im Tacho sehen. Auch im Stand. Ob die Anzeige auch bei nicht drehenden Reifen im Stand ausreichend schnell reagiert um den Druck durch Luftablassen genau einstellen zu können kann ich nicht sagen. Aber wichtiger ist ja auch dass man während der Fahrt die Veränderungen sehen kann.

Höre ich im Umkehrschluss daraus, dass im Stand der letzte Bewegungsstand gemeldet ist und weitere Veränderungen im Stand nicht mehr mitgeteilt werden??
In diesem Fall müsste man zur Kontrolle einige Umdrehungen weiterrollen?