Reisebericht mit M3 LR: 3.900 km durch Italien

Hallo zusammen,

ich möchte gerne meine Erfahrungen aus meiner ersten langen Urlaubsfahrt mit meinem Model 3 LR MIC aus 11/2021 teilen.

Es ging von Köln aus über die Schweiz an den Gardasee. Von dort aus quer durch die Toskana bis nach Umbrien, wo wir (ich und meine Frau) auf einer Hochzeit eingeladen waren, und dann noch als Tagesausflug bis runter nach Rom.

Wir haben verschiedene Lademöglichkeiten entlang der Route genutzt und hatten mit verschiedenen Problemen zu „kämpfen“. Ich gebe euch immer unsere Tagesstrecke an und was wir dabei geladen haben, sowie die Kosten dazu. Am Schluss noch eine Zusammenfassung mit den Gesamtkosten und den entsprechenden Durchschnitten.

Tag 1 - Strecke 570 km
Es ging los in Köln, wo wir wohnen.
Wir haben vor Reisebeginn das Auto von 80% auf 100% an unserer Wallbox aufgeladen.
Das waren 20,18 kWh laut Stromzähler inkl. Vorkonditionierung zu 0,24€, das macht 4,94€
Dann ging es in die Schweiz zum Schwiegervater in die Nähe von Bad Zurzach.
Unterwegs haben wir 37 kWh zu 0,55€ am Supercharger in Murr geladen, macht 20,35€.
Angekommen sind wir mit fast leerem Akku, wie geplant, und wir haben bei meinem Schwiegervater übernachtet, der uns netterweise kostenlos über Nacht an seiner Wallbox hat laden lassen.
66 kWh gingen in die Batterie zu 0€.

Tag 2 - 431 km
Von der Schweiz ging es weiter durch den Gotthardtunnel an den Gardasee, genauer gesagt, nach Gardone Riviera ins „Hotel du Lac“.
Unterwegs haben wir am Supercharger in Brescia geladen.
Es wurden 36 kWh zu 0,52€ = 18,72€. Vom Prinzip her, hätten wir dort gar nicht Laden müssen, aber wir haben noch nie wo anders als an den SCs geladen und wollten beim ersten Versuch kein Risiko eingehen.
Das Hotel selber hatte keine Lademöglichkeit, allerdings ist direkt gegenüber auf einem Parkplatz eine öffentliche Ladestation.
Die konnte ich mit der EnBw Mobility+ App starten, was ich vorher natürlich schon recherchiert hatte. Die Säule ist etwas schwachbrüstig mit nur 7 kW-Ladeleistung. Etwas ärgerlich ist auch die Begrenzung auf nur 4 Stunden Laden. Danach fallen Blockiergebühren an.
Das Laden wäre eigentlich auch nicht notwendig gewesen, aber ich wollte es mal ausprobieren und es gingen problemlos 10,28 kWh zu 0,42€ in den Akku, macht 4,32€.

Tag 3 - 105 km
Wir sind an diesem Tag einmal halb um den nördlichen See gefahren und haben unterwegs mehrfach angehalten, z.B. in Limone.
Mit der Fähre ging es dann zurück von Torro del Benaco rüber nach Maderno, zusammen mit einem Ferrari-Club, alle natürlich auch im entsprechenden Outfit. Deren Alarmanlagen gingen mehrfach los wegen den Schiffsbewegungen. Ich hatte meine in weiser Voraussicht mit einem Wisch einfach vorher ausgeschaltet und hatte meine Ruhe :slight_smile:
Übernachtet haben wir wieder im selben Hotel wie vorher und an diesem Tag gar nichts geladen.

Tag 4 - 88 km
Um den südlichen Teil des Gardasees mit einem Stopp in Sirmione ging es weiter nach Verona in das „Hotel San Pietro“.
An dem Tag war zufällig das Giro d’Italia Radrennen in der Stadt und es ging zu wie auf dem Oktoberfest. Aber wir haben uns in den ruhigeren Teil der Stadt verzogen und haben dort unser Sightseeing erledigt.
Das Hotel hat einen Destination Charger, was für uns auch eine Premiere war.
Eine Ladung pro Aufenthalt ist kostenlos, was uns auch gereicht hat, da wir eh nur eine Nacht eingeplant hatten.
Über Nacht haben wir mit 53 kWh auf 100% SOC geladen zu 0€.

Tag 5 bis 7- 374 km
Von Verona ging es weiter für 3 Übernachtungen in ein kleines B&B namens „Ai Filari“ in Baone, bei den Euganeischen Hügeln.
Unterwegs haben wir noch eine kleine Wanderung durch die Hügel unternommen und sind so auf 102 km gekommen.
Die 3 Tage die wir dort waren, haben wir genutzt um uns mehrere Städtchen anzuschauen und auch um nochmal Wandern zu gehen. Und einen vollen Tag waren wir in Venedig.
Für die Ausflüge haben wir nochmal 272 km gebraucht.
Das B&B hatte keinen offiziellen DC, aber eine original Wallbox von Tesla, und dort gingen dann die ersten "Problemchen“ los.
Kostentechnisch wollten die Eigentümer 0,30€ pro kWh haben, was wir absolut in Ordnung fanden.
In den ersten zwei Nächten hatten wir nicht geladen, weil die Batterie noch voll genug war.
Am zweiten Tag nach der Rückkehr aus Venedig wollte ich dann Laden und habe den Stecker ins Auto gesteckt und es fing ganz herrlich an zu Klackern, weil die Verriegelung am Stecker nicht gegriffen hat. Ich habe dann den Stecker kontrolliert und er wurde wohl schon länger nicht mehr genutzt. Ein Insektenkokon steckte im Stecker und alles war voll mit einer weißen Masse, sah aus wie Vogelkot, wobei ich mir nicht erklären kann, wie der da reingekommen sein soll.
Nachdem ich das notdürftig gereinigt hatte, konnte der Stecker auch vom Auto verriegelt werden und der Ladevorgang hat gestartet, allerdings nur mit 4 kW. Erwartet hatten wir eigentlich die üblichen 11kW.
Ich habe dann mit den Eigentümern gesprochen und die haben mir erklärt, dass das schon die maximale Ladeleistung ist, weil das Stromnetz so instabil ist. Über Nacht ist der Ladevorgang auch mehrfach abgebrochen, wohl wegen den Spannungsschwankungen im Stromnetz (man hat auch die Glühbirnen ständig flackern sehen), er wurde aber auch wieder automatisch gestartet.
Insgesamt haben wir dann in der einen Nacht nur 38 kWh in das Auto laden können.
Netterweise wollte dann der Eigentümer beim Checkout kein Geld für das Laden haben. Im Gegenzug habe ich dann großzügig Trinkgeld gegeben, aber ich rechne den Ladevorgang trotzdem mit 0€ ein.

Tag 8 - 216 km
Von Baone ging es weiter nach Florenz in das „Classic Hotel“.
Florenz ist eine sehr schöne Stadt mit einer beeindruckenden Kathedrale, aber das Hotel war leider der totale Reinfall.
Von der Ausstattung her in den 70ern hängen geblieben, war es auch noch die teuerste Übernachtung von allen, die wir gebucht hatten. Ausgewählt hatten wir das Hotel wegen dem Destination Charger.
Weil wir in der Nacht zuvor nur so wenig Laden konnten, kamen wir mit 14% SOC im Hotel an und ich wollte das Auto auch gleich zum Laden anstecken. Zuerst gab es noch eine Diskussion an der Rezeption über die Kosten. Vorab hatten wir die Info bekommen, dass das Laden kostenlos ist und jetzt sollten wir pauschal 30€ bezahlen. Bei der Diskussion kam dann raus, dass man nur bezahlen muss, wenn man über Booking.com gebucht hat, was wir aber nicht getan hatten, weswegen wir dann doch umsonst hätten laden dürfen.
Das Hotel hatte sogar 2 Ladepunkte und leider haben beide nicht funktioniert. Beim ersten hat das Auto gar nicht auf den Stecker reagiert. Es hat nicht verriegelt und die Lade-LED hat auch nicht geblinkt. Die App hat nur angezeigt „Ladefehler - kein Strom“. Beim zweiten Stecker hat er wenigstens verriegelt aber die LED wurde schnell rot und wieder die Info „Ladefehler - kein Strom“ in der App. Die Reset-Taste an den DCs hat nicht weitergeholfen, sowie der komplette Neustart des Autos.
Vom Hotel aus war keiner da, der uns helfen konnte, deswegen sind wir erstmal in die Stadt gegangen. Später, als wir wieder zurück waren, war dann der Zuständige da, der dann nochmal die Sicherung raus- und wieder reingedreht hat, aber am Fehlerbild hat sich leider nichts geändert.
Ich wollte dann unbedingt wissen, ob es am Auto oder am DC liegt, deswegen haben wir uns in der Mobility+ App den nächsten öffentlichen Charger rausgesucht und sind dorthin gefahren. Der war auf dem Parkplatz einer Autowerkstatt und das Firmentor war schon verschlossen, so dass wir nicht an den Charger rankamen. Wir sind dann weiter zum nächsten gefahren, der war auch auf einem Parkplatz mit Tor, das zugehörige Restaurant hatte aber noch offen, so dass wir dort dann problemlos 13,8 kWh zu 0,42€ (insges. 5,79€) laden konnten, was die Weiterfahrt am nächsten Tag erst ermöglicht hat.
Die Zeit war auch nicht verschenkt, da wir uns ganz in der Nähe den Sonnenuntergang am Piazzale Michelangelo zusammen mit Michelangelo’s David angesehen haben.

Tag 9 bis 13 - 272 km
Nach dem Ärgernis in Florenz ging es weiter zu der Hochzeitslocation in der Nähe von Fabro, die „Tenuta di Poggiovalle“, ein Agriturismo.
Wir hatten vorher dort per Mail angefragt, ob eine Lademöglichkeit angeboten wird, aber leider haben wir keine Antwort bekommen.
Deswegen hatten wir direkt eingeplant am Supercharger in Arezzo länger zu laden, damit wir am Ziel mit möglichst vollem Akku ankommen. Umso ärgerlicher war es, dass wir die Nacht vorher in Florenz nicht haben Vollladen können.
Wir haben stattliche 67 kWh zu 0,52 € geladen und damit die höchste Einzelposition von 34,84 € generiert.
Dies war auch der erste Ladestopp, bei dem wir tatsächlich während des Ladens im Auto saßen und gewartet haben. Bisher hatten wir das Laden an den SCs immer mit der Mittagspause verbunden, sodass der Akku gleichzeitig mit dem Magen voll war und wir nicht warten mussten.
Dank Netflix im Auto war es aber nicht langweilig.
In den folgenden 5 Tagen vor Ort haben wir die Feierlichkeiten genossen und sind nicht viel Auto gefahren. Wir waren nur kurz Einkaufen, denn die Location war für Selbstversorger und einen Abstecher nach Montepulciano haben wir gemacht.

Tag 14 - 324 km
Für den vorletzten Tag in Poggiovalle hatten wir einen Trip nach Rom eingeplant.
Weil der Akku für die Strecke für unser Gefühl einen Tick zu leer war und wir von dem Erlebnis in Florenz noch etwas nervös waren, haben wir einen Sicherheitsstop am Supercharger in Magliano Sabina gemacht, damit wir nicht auf den letzten Prozenten in Rom ankommen.
Geladen hab wir nur 6 kWh zu 0,52 €, machte 3,12 € total.
In Rom hatte ich schon einen Platz im „Parking Faravelli“ reserviert, inkl. Destination Charger.
Das Personal war super nett, das Laden war absolut kein Problem und hat super geklappt. Die Parkgebühr für den ganzen Tag betrug 25€ und das Laden war inklusive und das haben wir auch gut ausgenutzt.
Bis 100% gingen 67 kWh in den Akku zu 0€ (die Parkgebühren hätte man auch für einen ICE gezahlt).
In Rom haben wir das volle Programm absolviert mit Pantheon, Kolosseum, Forum Romanum, Trevi Brunnen, Spanischer Treppe, Espresso, Pizza und Gelato :wink:
Auf der Rückfahrt haben wir nicht geladen.

Tag 15 - 170 km
Am letzten Tag des Urlaubes hatten wir nur einen kleinen Ausflug geplant in den Sacro Bosco, den Park der Ungeheuer, der wirklich sehr nett ist.
Ein paar Kilometer haben wir dann auch noch fürs Einkaufen verbraten. Wenn wir schon mit dem Auto in Italien sind, dann können wir uns auch den Kofferraum mit Spezialitäten vollladen :wink:
Mittlerweile hatten wir in Poggiovalle auch herausgefunden, dass dort an der Rezeption eine „Lademöglichkeit“ angeboten wird, zu einem Pauschalpreis von 15€ pro Ladevorgang. Die Tage zuvor war der Akku noch zu voll, als das sich dieses Angebot rentiert hätte. Aber nach dem Tagesausflug war der Akku bei 20% und nachdem am nächsten Tag die längste Einzelstrecke anstand, war das ein guter Zeitpunkt um vollzuladen.
Leider hat sich deren Lademöglichkeit als sehr gewagte Konstruktion herausgestellt. Es war nur eine normale Wandsteckdose, diese mit den drei senkrecht übereinanderstehenden Kontakten, in die ein Umstecker auf den blauen Campingstecker kam. Daran hing dann eine Kabeltrommel, die wiederum wieder in dem beschriebenen italienischen Stecker endete. Also sehr abenteuerlich.
Zum Glück hatten wir vor der Reise in den italienischen Adapter für den Ladeziegel investiert, der uns jetzt das Laden erst ermöglichte. Das italienische Stromnetz war aber natürlich wieder instabil. Laut Google hat es dort auch 230V Netzspannung, in der Tesla-App wurden immerhin noch 206V angezeigt … Die Glühbirnen haben dort auch gelegentlich geflackert …
Der Ladevorgang hat also auch, wie zu erwarten war, ein paar Mal unterbrochen.
Mit 3 kW Ladeleistung gingen dann mit Ach und Krach nur 40 kWh in den Akku, sodass am nächsten Morgen nur 70% SOC erreicht wurden. Die 15€ Pauschalpreis auf die kWh umgerechnet, ergibt einen Preis von 0,37 €. Nicht gerade günstig, vor allem weil wir die Ladeelektronik ja selber mitgebracht hatten, aber es war für uns auch noch keine Abzocke.
Ich habe dann mit der Eigentümerin noch eine Weile über Elektromobilität geredet. Sie hatte absolut noch keine Ahnung davon (ich habe sogar erklären müssen, warum ich das Kabel von der Trommel voll abgewickelt hatte), aber sie hatte immerhin schon die Anschaffung einer Wallbox beschlossen, so dass die Kabeltrommel dann hoffentlich bald Geschichte ist.

Tag 16 - 800 km
Mit den besagten 70% SOC ging es zurück von Poggiovalle in die Schweiz, nochmal zum Schwiegervater.
Das Navi hat uns verkehrsbedingt dezent um die Großstädte herumgeführt, so dass wir zwar sehr zäh fließenden Verkehr hatten, aber zumindest keinen kompletten Stillstand.
Wir haben zweimal am SC laden müssen, einmal in Modena und einmal in Grandate.
45 kWh @ 0,48 € = 21,60 € am Supercharger Modena.
45 kWh @ 0,52 € = 23,40 € am Supercharger Grandate.
Der SC in Modena ist echt ätzend zu finden. Man sieht ihn von der Straße nicht, er liegt auf einem Hotelparkplatz und ist mit einer geschlossenen Schranke gesichert, bei der man auch noch klingeln muss, damit sie geöffnet wird …
Beim Schwiegervater angekommen durften wir wieder an seiner Wallbox über Nacht kostenlos aufladen.
Insgesamt nochmal 66 kWh zu 0€.

Tag 17 - 542 km
Der letzte Tag der Reise hat uns wieder zurück in die Heimat nach Köln geführt.
Verkehrsbedingt über einen kleinen Umweg via Freiburg.
Eine frühe notwendige Pipipause fand am Supercharger in Bruchsal statt.
Wir haben dort nur kurz 16 kWh zu 0,56 € geladen. Macht 8,96€.
Ein zweiter noch kürzerer Stopp dann am SC in Mogendorf, wo es auch supervoll war. Netterweise hatte sich dazu noch ein ICE quer über zwei Parkplätze gestellt und damit die beiden Ladepunkte blockiert …
Schnelle 8 kWh zu 0,57€ haben 4,56€ gekostet.
In Köln sind wir dann am frühen Nachmittag mit 6% SOC angekommen.
Um die Reise mit demselben SOC zu beenden wie wir sie gestartet hatten, „mussten“ wir dann noch wieder auf 80% SOC aufladen.
Wir haben noch direkt am selben Tag den Wocheneinkauf erledigt und haben beim Charger am LIDL 30,32 kWh für 0€ geladen.
Und als finaler Ladevorgang dann noch zu Hause an der eigenen Wallbox nochmal 30,37 kWh zu 0,24€ für insgesamt 7,43€.

Fazit
Insgesamt ging unsere Reise über 3.892 km. Dafür haben wir 694,95 kWh gebraucht und 173,03€ bezahlt. Das ergibt im Schnitt einen Preis von 0,25€/kWh und einen Durchschnittsverbrauch von 17,86 kWh/100km, bzw. 4,45€/100 km.

Und damit sind wir wirklich sehr zufrieden. Wir hatten einen tollen Urlaub und sind sehr froh uns dieses Auto gekauft zu haben.

LG
Benedikt (& Katja)

75 „Gefällt mir“

Ja, das Stromnetz in Italien ist sehr mau, da dort mit Gas gekocht und geheizt wird. Das habe ich schon von Vielen AC Ladesäulen in Italien gehört

Aber schöner Bericht!

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Meinst Du vielleicht Modena? Moderna klingt nach Pharma.

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Moderna ist moderner, aber Modena ist richtiger. Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

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Super Reisebreicht, danke sehr !

Modena fand ich eigentlich ganz gut, aber ja, nicht gut zu finden wenn man nicht weiß wo man hin will. Dafür war der Hoteleigentümer selbst sehr EV affin, das Personal freundlich und der Kaffee sowie die Snacks gut. :slight_smile:

3 „Gefällt mir“

Sehr schöner Bericht, vielen Dank dafür

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beim nochmal Lesen … eine 5-Tägige Hochzeitsfeier? Wie krass :smiley:

2 „Gefällt mir“

Super schöner Reisebericht. Danke dafür :+1:t3:

3 „Gefällt mir“

Lieber Benedikt & Katja,
vielen Dank dass Ihr uns an Euren Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben lassen habt. Man bekommt ja direkt Fernweh! Weiterhin viel Freude mit dem M3 und gute Fahrt!

4 „Gefällt mir“

Schöner Bericht, wie es mit einem Elektroauto auch funktioniert.
Aber eine Frage habe ich noch: wie habt ihr die kWh ermittelt? V.a. Im Hotel oder beim Schwiegervater. Aus der Angabe vom Auto? Das wäre ja dann ohne Ladeverluste und man müsste da ja schon noch was drauf rechnen um den wahren Verbrauch zu ermitteln…

Wenn kein Stromzähler da war, dann ist es die Angabe im Auto.
Es sind 5 Ladevorgänge mit Stromzähler und 14 ohne.

1 „Gefällt mir“

Moin, Benedikt!
Danke für Deinen Bericht. Du zeigst sehr gut auf, was alles geht, perfekt und gut für alle Menschen, die nachhaltig unterwegs sein möchten oder bereits sind. Ich kann Deine/Eure Erfahrungen nur bestätigen, habe aber leider aktuell nicht die Zeit meine/unsere (meine Frau Martina und ich) so ausführlich wiederzugeben wie Du, deshalb mache ich es kurz:

Roadtrip vom 26.05. bis 19.06.2022
Gefahrene Kilometer mit Model X Performance Ludicrous Mode, 4.656 Kilometer, 44 Ladungen, 1.242 KWh, Stromkosten: EUR 165,—

Gruß, Andreas

Hallo zusammen,

ich möchte gerne meine Erfahrungen aus meiner ersten langen Urlaubsfahrt mit meinem Model 3 LR MIC aus 11/2021 teilen.

Es ging von Köln aus über die Schweiz an den Gardasee. Von dort aus quer durch die Toskana bis nach Umbrien, wo wir (ich und meine Frau) auf einer Hochzeit eingeladen waren, und dann noch als Tagesausflug bis runter nach Rom.

Wir haben verschiedene Lademöglichkeiten entlang der Route genutzt und hatten mit verschiedenen Problemen zu „kämpfen“. Ich gebe euch immer unsere Tagesstrecke an und was wir dabei geladen haben, sowie die Kosten dazu. Am Schluss noch eine Zusammenfassung mit den Gesamtkosten und den entsprechenden Durchschnitten.

Tag 1 - Strecke 570 km
Es ging los in Köln, wo wir wohnen.
Wir haben vor Reisebeginn das Auto von 80% auf 100% an unserer Wallbox aufgeladen.
Das waren 20,18 kWh laut Stromzähler inkl. Vorkonditionierung zu 0,24€, das macht 4,94€
Dann ging es in die Schweiz zum Schwiegervater in die Nähe von Bad Zurzach.
Unterwegs haben wir 37 kWh zu 0,55€ am Supercharger in Murr geladen, macht 20,35€.
Angekommen sind wir mit fast leerem Akku, wie geplant, und wir haben bei meinem Schwiegervater übernachtet, der uns netterweise kostenlos über Nacht an seiner Wallbox hat laden lassen.
66 kWh gingen in die Batterie zu 0€.

Tag 2 - 431 km
Von der Schweiz ging es weiter durch den Gotthardtunnel an den Gardasee, genauer gesagt, nach Gardone Riviera ins „Hotel du Lac“.
Unterwegs haben wir am Supercharger in Brescia geladen.
Es wurden 36 kWh zu 0,52€ = 18,72€. Vom Prinzip her, hätten wir dort gar nicht Laden müssen, aber wir haben noch nie wo anders als an den SCs geladen und wollten beim ersten Versuch kein Risiko eingehen.
Das Hotel selber hatte keine Lademöglichkeit, allerdings ist direkt gegenüber auf einem Parkplatz eine öffentliche Ladestation.
Die konnte ich mit der En,Bw Mobility+ App starten, was ich vorher natürlich schon recherchiert hatte. Die Säule ist etwas schwachbrüstig mit nur 7 kW-Ladeleistung. Etwas ärgerlich ist auch die Begrenzung auf nur 4 Stunden Laden. Danach fallen Blockiergebühren an.
Das Laden wäre eigentlich auch nicht notwendig gewesen, aber ich wollte es mal ausprobieren und es gingen problemlos 10,28 kWh zu 0,42€ in den Akku, macht 4,32€.

Tag 3 - 105 km
Wir sind an diesem Tag einmal halb um den nördlichen See gefahren und haben unterwegs mehrfach angehalten, z.B. in Limone.
Mit der Fähre ging es dann zurück von Torro del Benaco rüber nach Maderno, zusammen mit einem Ferrari-Club, alle natürlich auch im entsprechenden Outfit. Deren Alarmanlagen gingen mehrfach los wegen den Schiffsbewegungen. Ich hatte meine in weiser Voraussicht mit einem Wisch einfach vorher ausgeschaltet und hatte meine Ruhe :slight_smile:
Übernachtet haben wir wieder im selben Hotel wie vorher und an diesem Tag gar nichts geladen.

Tag 4 - 88 km
Um den südlichen Teil des Gardasees mit einem Stopp in Sirmione ging es weiter nach Verona in das „Hotel San Pietro“.
An dem Tag war zufällig das Giro d’Italia Radrennen in der Stadt und es ging zu wie auf dem Oktoberfest. Aber wir haben uns in den ruhigeren Teil der Stadt verzogen und haben dort unser Sightseeing erledigt.
Das Hotel hat einen Destination Charger, was für uns auch eine Premiere war.
Eine Ladung pro Aufenthalt ist kostenlos, was uns auch gereicht hat, da wir eh nur eine Nacht eingeplant hatten.
Über Nacht haben wir mit 53 kWh auf 100% SOC geladen zu 0€.

Tag 5 bis 7- 374 km
Von Verona ging es weiter für 3 Übernachtungen in ein kleines B&B namens „Ai Filari“ in Baone, bei den Euganeischen Hügeln.
Unterwegs haben wir noch eine kleine Wanderung durch die Hügel unternommen und sind so auf 102 km gekommen.
Die 3 Tage die wir dort waren, haben wir genutzt um uns mehrere Städtchen anzuschauen und auch um nochmal Wandern zu gehen. Und einen vollen Tag waren wir in Venedig.
Für die Ausflüge haben wir nochmal 272 km gebraucht.
Das B&B hatte keinen offiziellen DC, aber eine original Wallbox von Tesla, und dort gingen dann die ersten "Problemchen“ los.
Kostentechnisch wollten die Eigentümer 0,30€ pro kWh haben, was wir absolut in Ordnung fanden.
In den ersten zwei Nächten hatten wir nicht geladen, weil die Batterie noch voll genug war.
Am zweiten Tag nach der Rückkehr aus Venedig wollte ich dann Laden und habe den Stecker ins Auto gesteckt und es fing ganz herrlich an zu Klackern, weil die Verriegelung am Stecker nicht gegriffen hat. Ich habe dann den Stecker kontrolliert und er wurde wohl schon länger nicht mehr genutzt. Ein Insektenkokon steckte im Stecker und alles war voll mit einer weißen Masse, sah aus wie Vogelkot, wobei ich mir nicht erklären kann, wie der da reingekommen sein soll.
Nachdem ich das notdürftig gereinigt hatte, konnte der Stecker auch vom Auto verriegelt werden und der Ladevorgang hat gestartet, allerdings nur mit 4 kW. Erwartet hatten wir eigentlich die üblichen 11kW.
Ich habe dann mit den Eigentümern gesprochen und die haben mir erklärt, dass das schon die maximale Ladeleistung ist, weil das Stromnetz so instabil ist. Über Nacht ist der Ladevorgang auch mehrfach abgebrochen, wohl wegen den Spannungsschwankungen im Stromnetz (man hat auch die Glühbirnen ständig flackern sehen), er wurde aber auch wieder automatisch gestartet.
Insgesamt haben wir dann in der einen Nacht nur 38 kWh in das Auto laden können.
Netterweise wollte dann der Eigentümer beim Checkout kein Geld für das Laden haben. Im Gegenzug habe ich dann großzügig Trinkgeld gegeben, aber ich rechne den Ladevorgang trotzdem mit 0€ ein.

Tag 8 - 216 km
Von Baone ging es weiter nach Florenz in das „Classic Hotel“.
Florenz ist eine sehr schöne Stadt mit einer beeindruckenden Kathedrale, aber das Hotel war leider der totale Reinfall.
Von der Ausstattung her in den 70ern hängen geblieben, war es auch noch die teuerste Übernachtung von allen, die wir gebucht hatten. Ausgewählt hatten wir das Hotel wegen dem Destination Charger.
Weil wir in der Nacht zuvor nur so wenig Laden konnten, kamen wir mit 14% SOC im Hotel an und ich wollte das Auto auch gleich zum Laden anstecken. Zuerst gab es noch eine Diskussion an der Rezeption über die Kosten. Vorab hatten wir die Info bekommen, dass das Laden kostenlos ist und jetzt sollten wir pauschal 30€ bezahlen. Bei der Diskussion kam dann raus, dass man nur bezahlen muss, wenn man über Booking.com gebucht hat, was wir aber nicht getan hatten, weswegen wir dann doch umsonst hätten laden dürfen.
Das Hotel hatte sogar 2 Ladepunkte und leider haben beide nicht funktioniert. Beim ersten hat das Auto gar nicht auf den Stecker reagiert. Es hat nicht verriegelt und die Lade-LED hat auch nicht geblinkt. Die App hat nur angezeigt „Ladefehler - kein Strom“. Beim zweiten Stecker hat er wenigstens verriegelt aber die LED wurde schnell rot und wieder die Info „Ladefehler - kein Strom“ in der App. Die Reset-Taste an den DCs hat nicht weitergeholfen, sowie der komplette Neustart des Autos.
Vom Hotel aus war keiner da, der uns helfen konnte, deswegen sind wir erstmal in die Stadt gegangen. Später, als wir wieder zurück waren, war dann der Zuständige da, der dann nochmal die Sicherung raus- und wieder reingedreht hat, aber am Fehlerbild hat sich leider nichts geändert.
Ich wollte dann unbedingt wissen, ob es am Auto oder am DC liegt, deswegen haben wir uns in der Mobility+ App den nächsten öffentlichen Charger rausgesucht und sind dorthin gefahren. Der war auf dem Parkplatz einer Autowerkstatt und das Firmentor war schon verschlossen, so dass wir nicht an den Charger rankamen. Wir sind dann weiter zum nächsten gefahren, der war auch auf einem Parkplatz mit Tor, das zugehörige Restaurant hatte aber noch offen, so dass wir dort dann problemlos 13,8 kWh zu 0,42€ (insges. 5,79€) laden konnten, was die Weiterfahrt am nächsten Tag erst ermöglicht hat.
Die Zeit war auch nicht verschenkt, da wir uns ganz in der Nähe den Sonnenuntergang am Piazzale Michelangelo zusammen mit Michelangelo’s David angesehen haben.

Tag 9 bis 13 - 272 km
Nach dem Ärgernis in Florenz ging es weiter zu der Hochzeitslocation in der Nähe von Fabro, die „Tenuta di Poggiovalle“, ein Agriturismo.
Wir hatten vorher dort per Mail angefragt, ob eine Lademöglichkeit angeboten wird, aber leider haben wir keine Antwort bekommen.
Deswegen hatten wir direkt eingeplant am Supercharger in Arezzo länger zu laden, damit wir am Ziel mit möglichst vollem Akku ankommen. Umso ärgerlicher war es, dass wir die Nacht vorher in Florenz nicht haben Vollladen können.
Wir haben stattliche 67 kWh zu 0,52 € geladen und damit die höchste Einzelposition von 34,84 € generiert.
Dies war auch der erste Ladestopp, bei dem wir tatsächlich während des Ladens im Auto saßen und gewartet haben. Bisher hatten wir das Laden an den SCs immer mit der Mittagspause verbunden, sodass der Akku gleichzeitig mit dem Magen voll war und wir nicht warten mussten.
Dank Netflix im Auto war es aber nicht langweilig.
In den folgenden 5 Tagen vor Ort haben wir die Feierlichkeiten genossen und sind nicht viel Auto gefahren. Wir waren nur kurz Einkaufen, denn die Location war für Selbstversorger und einen Abstecher nach Montepulciano haben wir gemacht.

Tag 14 - 324 km
Für den vorletzten Tag in Poggiovalle hatten wir einen Trip nach Rom eingeplant.
Weil der Akku für die Strecke für unser Gefühl einen Tick zu leer war und wir von dem Erlebnis in Florenz noch etwas nervös waren, haben wir einen Sicherheitsstop am Supercharger in Magliano Sabina gemacht, damit wir nicht auf den letzten Prozenten in Rom ankommen.
Geladen hab wir nur 6 kWh zu 0,52 €, machte 3,12 € total.
In Rom hatte ich schon einen Platz im „Parking Faravelli“ reserviert, inkl. Destination Charger.
Das Personal war super nett, das Laden war absolut kein Problem und hat super geklappt. Die Parkgebühr für den ganzen Tag betrug 25€ und das Laden war inklusive und das haben wir auch gut ausgenutzt.
Bis 100% gingen 67 kWh in den Akku zu 0€ (die Parkgebühren hätte man auch für einen ICE gezahlt).
In Rom haben wir das volle Programm absolviert mit Pantheon, Kolosseum, Forum Romanum, Trevi Brunnen, Spanischer Treppe, Espresso, Pizza und Gelato :wink:
Auf der Rückfahrt haben wir nicht geladen.

Tag 15 - 170 km
Am letzten Tag des Urlaubes hatten wir nur einen kleinen Ausflug geplant in den Sacro Bosco, den Park der Ungeheuer, der wirklich sehr nett ist.
Ein paar Kilometer haben wir dann auch noch fürs Einkaufen verbraten. Wenn wir schon mit dem Auto in Italien sind, dann können wir uns auch den Kofferraum mit Spezialitäten vollladen :wink:
Mittlerweile hatten wir in Poggiovalle auch herausgefunden, dass dort an der Rezeption eine „Lademöglichkeit“ angeboten wird, zu einem Pauschalpreis von 15€ pro Ladevorgang. Die Tage zuvor war der Akku noch zu voll, als das sich dieses Angebot rentiert hätte. Aber nach dem Tagesausflug war der Akku bei 20% und nachdem am nächsten Tag die längste Einzelstrecke anstand, war das ein guter Zeitpunkt um vollzuladen.
Leider hat sich deren Lademöglichkeit als sehr gewagte Konstruktion herausgestellt. Es war nur eine normale Wandsteckdose, diese mit den drei senkrecht übereinanderstehenden Kontakten, in die ein Umstecker auf den blauen Campingstecker kam. Daran hing dann eine Kabeltrommel, die wiederum wieder in dem beschriebenen italienischen Stecker endete. Also sehr abenteuerlich.
Zum Glück hatten wir vor der Reise in den italienischen Adapter für den Ladeziegel investiert, der uns jetzt das Laden erst ermöglichte. Das italienische Stromnetz war aber natürlich wieder instabil. Laut Google hat es dort auch 230V Netzspannung, in der Tesla-App wurden immerhin noch 206V angezeigt … Die Glühbirnen haben dort auch gelegentlich geflackert …
Der Ladevorgang hat also auch, wie zu erwarten war, ein paar Mal unterbrochen.
Mit 3 kW Ladeleistung gingen dann mit Ach und Krach nur 40 kWh in den Akku, sodass am nächsten Morgen nur 70% SOC erreicht wurden. Die 15€ Pauschalpreis auf die kWh umgerechnet, ergibt einen Preis von 0,37 €. Nicht gerade günstig, vor allem weil wir die Ladeelektronik ja selber mitgebracht hatten, aber es war für uns auch noch keine Abzocke.
Ich habe dann mit der Eigentümerin noch eine Weile über Elektromobilität geredet. Sie hatte absolut noch keine Ahnung davon (ich habe sogar erklären müssen, warum ich das Kabel von der Trommel voll abgewickelt hatte), aber sie hatte immerhin schon die Anschaffung einer Wallbox beschlossen, so dass die Kabeltrommel dann hoffentlich bald Geschichte ist.

Tag 16 - 800 km
Mit den besagten 70% SOC ging es zurück von Poggiovalle in die Schweiz, nochmal zum Schwiegervater.
Das Navi hat uns verkehrsbedingt dezent um die Großstädte herumgeführt, so dass wir zwar sehr zäh fließenden Verkehr hatten, aber zumindest keinen kompletten Stillstand.
Wir haben zweimal am SC laden müssen, einmal in Modena und einmal in Grandate.
45 kWh @ 0,48 € = 21,60 € am Supercharger Modena.
45 kWh @ 0,52 € = 23,40 € am Supercharger Grandate.
Der SC in Modena ist echt ätzend zu finden. Man sieht ihn von der Straße nicht, er liegt auf einem Hotelparkplatz und ist mit einer geschlossenen Schranke gesichert, bei der man auch noch klingeln muss, damit sie geöffnet wird …
Beim Schwiegervater angekommen durften wir wieder an seiner Wallbox über Nacht kostenlos aufladen.
Insgesamt nochmal 66 kWh zu 0€.

Tag 17 - 542 km
Der letzte Tag der Reise hat uns wieder zurück in die Heimat nach Köln geführt.
Verkehrsbedingt über einen kleinen Umweg via Freiburg.
Eine frühe notwendige Pipipause fand am Supercharger in Bruchsal statt.
Wir haben dort nur kurz 16 kWh zu 0,56 € geladen. Macht 8,96€.
Ein zweiter noch kürzerer Stopp dann am SC in Mogendorf, wo es auch supervoll war. Netterweise hatte sich dazu noch ein ICE quer über zwei Parkplätze gestellt und damit die beiden Ladepunkte blockiert …
Schnelle 8 kWh zu 0,57€ haben 4,56€ gekostet.
In Köln sind wir dann am frühen Nachmittag mit 6% SOC angekommen.
Um die Reise mit demselben SOC zu beenden wie wir sie gestartet hatten, „mussten“ wir dann noch wieder auf 80% SOC aufladen.
Wir haben noch direkt am selben Tag den Wocheneinkauf erledigt und haben beim Charger am LIDL 30,32 kWh für 0€ geladen.
Und als finaler Ladevorgang dann noch zu Hause an der eigenen Wallbox nochmal 30,37 kWh zu 0,24€ für insgesamt 7,43€.

Fazit
Insgesamt ging unsere Reise über 3.892 km. Dafür haben wir 694,95 kWh gebraucht und 173,03€ bezahlt. Das ergibt im Schnitt einen Preis von 0,25€/kWh und einen Durchschnittsverbrauch von 17,86 kWh/100km, bzw. 4,45€/100 km.

Und damit sind wir wirklich sehr zufrieden. Wir hatten einen tollen Urlaub und sind sehr froh uns dieses Auto gekauft zu haben.

LG
Benedikt (& Katja)
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Mein deutscher Mann und ich (Italienerin) leben schon seit vielen Jahren in Italien und fahren seit 2018 ein Model X. Wir wohnen in der Nähe (10km) vom Supercharger Modena Sud. Man kann dort sehr gut essen (Fini) und der Supercharger ist vorbildlich, er hat eine hervorragende Ladekennlinie. Die Schranke vor der Einfahrt dient dazu die Parkplätze vom Hotel freizuhalten, sie wird jedoch tagsüber meist ohne Klingeln geöffnet.
Zu hause laden ist in Italien schwierig, denn ein normales Wohnhaus wird mit nur 3Kw abgesichert und das reicht fürs Laden nicht, deshalb müssen wir alle 2 Wochen zum Laden fahren. Wir verbinden das oft mit einem guten Essen bei Fini.
Da wir ein Ferienhaus in Deutschland haben, fahren wir häufig die Strecke Vignola <–> Passau und kennen die Lade infrastruktur sehr genau. Man kann sich wirklich nicht beschweren, auf den gesamten 700 Km gibts es mehr als ausreichend Supercharger.
Wir sind sehr zufrieden mit dem Wagen, auch wenn die Innenausstattung nicht so optimal ist. Wir sind von unserem letzten Verbrenner (Mercedes E-Klasse) doch anderes gewohnt.
Es wäre hilfreich, wenn Tesla einen Austausch der Einrichtung anbieten würde. Also induktiv Laden, Fächer, bei denen die Sachen nicht in den unteren Wagengereich rutschen e.t.c.

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Du brauchst 26,6 kWh / 100 km, echt ??

Wenn man im Model X als Einheimische/r so fährt wie die Italiener, ist das doch eigentlich noch recht gut :joy:

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Wir waren mit unserem M3 SR+ innerhalb der letzten 12 Monate zweimal in den Marken und haben in einer Wohnung auf einem Bauernhof gewohnt.
Beim Laden dort habe ich sicherheitshalber den Ladestrom auf 6 Ampere zurückgedreht. Hat aber tadellos geklappt.
Unterwegs waren wir ab und zu bei öffentlichen Ladeeinrichtungen, die ohne Ausnahme problemlos funktioniert haben. Was uns aufgefallen ist: Gelegentlich war der Preis mit der Shell Card günstiger als der Preis mit der ENEL-Card.

Ja, das scheint zu stimmen. Ladeverluste, Parkverluste, Klimaanlage nicht stunden- sondern gefühlt „tageweise“ laufen gehabt (hohe Außentemperaturen sorgten sonst für über 60 Grad Celsius im Wageninnern), sprich: der reine Fahrverbrauch war natürlich längst nicht so hoch.

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…und den Wächter-Modus nicht zu vergessen, der kostet ja auch richtig Energie!

Moin. Ähnliche „Ladeprobleme“ habe ich in Italien aber auch schon mit meinem Verbrennermotorrad gehabt. Tankstellen die kein Benzin hatten, Zapfsäulen die nicht zapfen lassen wollten oder die Kredidkarten nicht lesen konnten und nicht zuletzt Tankstellen(eigentlich ganze Stadtteile) ohne Strom. Das ganze an der Adriaküste Italien -Frankreich und teilweise auch im Hinterland. Manchmal haben wir eine Stunde und länger in den Städten verbracht mit der Suche einer funktionierenden Tankstelle.
An einer Tankstelle haben wir dann die Tanks unserer 3 Motorräder füllen können bis der Strom ausfiel. Die Rechnung erschien nie auf der Kreditkarte