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Reifenwechsel ohne Hochvoltschein?

Meine Reifen habe ich immer bei einer freien Garage wechseln lassen. Sie hatten nie was dagegen, und deutlich günstiger als im SEC wars auch.

Dieses Affentheater mit dem Hochvoltschein ist doch Unsinn für nen ordinären Reifenwechsel.
Eine grundsätzlich Kurzeinweisung zum Fahrzeug macht aber schon Sinn. Ich hab den Kollegen vom Reifendienst gern gezeigt, wo und wie man das Model S anhebt und wie die Reifendrucksensoren zurück gesetzt werden.

Hat der gemeine KfZ Mechatroniker eigentlich einen Gefahrgutschein? Zu meinen Zeiten gabs da nur ne kurze Arbeitsschutzbelehrung, alle 3 Monate.

LG

Reifen, Fahrwerk => stinknormale PKW Technik, mit der jeder althergebrachte Schrauber klarkommen sollte. HV Berechtigung braucht nur, war am HV System des Fahrzeugs tätig werden will/soll. Und je näher an der Batterie, desto höher muss die Berechtigung sein.

Reifen sind wo weit weg von der Batterie, wie es überhaupt geht bei einem Auto :laughing:
Aber die Aufnahmepunkte zum auto hochheben sind wie bei jedem Auto peinlichst genau einzuhalten, das ist aber selbstverständlich.

So ist es. Ein großer Teil des Fahrzeugs unterscheidet sich nicht von jedem anderen aktuellen Auto. Da kann man aber auch selbst drauf kommen.

Rechtlich ist das vielleicht nötig, aber selbst wenn, ist das nicht Dein Problem.
Selbst wenn die sich an e-Auto spezifischen Teilen aus Unkenntnis verletzen würden, ist das deren Problem.
Wie häufug im Leben: Wer viel Fragt bekommt auch mal ungeliebte Antworten :wink:

Ist beim Model3 kein Problem, bei den größeren kann es aber durchaus schnell Ärger geben wenn man zum Beispiel das Luftfahrwerk nicht vorher in den Hebemodus stellt…
Ansonsten merkt das Auto dass es gerade zu hoch wird, und lässt die Luft aus der Federung. Was bewirkt dass die Aufhängungen noch weiter durchhängen, und noch mehr Luft abgelassen wird, bis das Ganze dann oft deswegen kaputt ist. Zumindest nach dem was ich darüber bisher gelesen habe. Ich habe selber kein Luftfahrwerk, würde aber denen die eins haben gern an dieser Stelle anraten sich da zu informieren bevor mit Wagenheber oder Hebebühne einfach so Hand angelegt wird.

Da hast du absolut Recht! Warum soll es mich als Kunden interessieren, ob die Mitarbeiter Schulungen oder Sicherheitseinweisungen erhalten. Das kostet nur unnötig Geld und treibt den Preis für mich in die Höhe. Und auf billig stehen wir Deutsche.

Ohne Ironie: Ich habe nachgefragt und der Reifenhändler hat mir bestätigt, dass es einen Mitarbeiter mit entsprechender Ausbildung gibt, dass das Fahrzeug während der Aufenthalts gekennzeichnet wird, damit niemand anderes dran geht. Mir ist auch die Sicherheit anderer wichtig, da ich nicht nur auf mich schaue. :wink:

Ich hatte in meiner Dorfwerkstatt da noch nie Probleme. Reifenwechselmodus stelle ich selbst ein, die TPMS Sensoren erkennen den Wechsel sowieso automatisch, und runterfallen von der Bühne kommt ja nun auch nicht häufig vor. Typisch Deutschland halt. Hauptsache es gibt eine Regel. Und wenn sie nicht ganz zutrifft, ist deren Existenz schon Entschuldigungsgrund genug :laughing: Aber irgendwie nicht lustig, genau deswegen (Null Risikobereitschaft, keine Eigenverantwortung, Staat regelt alles) fällt DE international massiv zurück. Da muß man sich mittlerweile schon eine Scheibe beim volkswirtschaftlich organisiertem „Rechtsstaat“ China abscheiden :cry: soweit ist es gekommen.

Mir liegt auch daran, dass Regeln eingehalten werden. Alles andere ist unfair gegenüber Mitbewerbern und den eigenen Mitbewerbern.
Aber ich sehe es nicht als meine Aufgabe die Einhaltung solcher Regeln zu hinterfragen. Ich frage ja auch nicht, ob die Tüv Prüfung der Hebebühne oder die elektrische Prüfung des Wasserkochers im Aufenthaltsraum stattgefunden hat. Bei einer Fachwerkstatt gehe ich erst einmal davon aus.

Mir so eine Behauptung unterzuschieben empfinde ich - Entschuldigung - als ganz schön frech. Aber es war ja Ironie. :wink:

Ich sage immer explizit, dass ich mit einem Elektroauto komme, allein schon um nicht unnötig einen Termin gemacht zu haben, wenn sie dann bemerken, dass sie wegen fehlender Qualifikation nicht am Fahrzeug arbeiten dürfen.

der HV schein is für die Werkstatt notwendig wenn die an einem Auto mit HV System arbeiten… egal ob BEV oder PHEV oder HEV… und auch egal WO an dem Auto.

In der Regel reicht aber 1 Arbeiter dort mit HV Schein der weis was zu machen is und denn anderen eine Einweisung gibt die die auch Unterschreiben müssen, denn EGAL was da mit Strom passiert, is die Fachkundige Person dafür haftbar.

Euch als Kunden braucht das nicht zu stören, da würde ich die Werkstatt eher auf sonderheiten wie Luftfederung oder Initalisierung der RDKS sensoren hinweisen.

Also ich lasse die Reifen in meiner Werkstatt nebenan um stecken. Ich weise darauf hin auf die Aufnahmepunkte… Ansonsten ist es wichtig dass im Winter auch Winter Luft in die Reifen rein kommt und die Sommer Luft heraus gesaugt wird. Sonst könnte es sein das die Reifendrucksensoren verrückt spielen. Und dann ist wieder jemand mit Hochvoltschein gefragt.

Ein nicht ganz ernst gemeinter Gruß

„Sommerluft“ finde ich klasse. Werde in meiner Werkstatt mal fragen welche „Luftsorte“ die für die Reifen verwenden… :slight_smile:)))

Den „Hochvoltschein“ gibt es in verschiedenen Klassifizierungen. Irgrendwo in den tiefen des TFF habe ich sie mal beschrieben.

Reifenhändler brauchen den kleinsten Schein, aber sie brauchen ihn.

Es gibt Hv1 Hv2 und es kommt Hv3

  1. is Freischalten und Feststellen
  2. is zusätzlich diagnostizieren und passive bauteile instandsetzen/öffnen
  3. ist arbeiten an Aktiven Bauteilen wie die Batterie. und deren reparatur.

Meinst Du hier?

„Der Hochvoltschein hat 3 Stufen, ist in Deutschland in der BGI/GUV-I8686 geregelt.

Zum Reifenwechsel braucht man die erste Stufe.“

Etwas runterscrollen zu Ralf W s Beitrag - krieg mit dem Smartphone den „Directjumptolink“ nicht hin… :blush:

Meine Erfahrung mit Euromaster: der Monteur hat sich nicht getraut, den Wagen in die Halle zu fahren, wollte kaum glauben, dass das Anzugsmoment beim MS 175 Nm und der Luftdruck 3,1 bar betragen soll. Der hat garantiert noch nie etwas von einem Hochvolt-Schein gehört.

…und der hochvoltige Techniker noch nix von Anzugsdrehmomenten und Luftdruck :wink:

Hast du dem „Euro-Master of Desaster“ auch gleich den Schlagschrauber aus der Hand genommen
und ihm dafür einen Drehmomentschlüssel in die Hand gedrückt? :astonished:

Gruß

Das von Anfang and mit den richtigen Drehmoment zu machen tun ja auch nur Anfänger hab ich mir mit einem anderen Auto damals mal erklären lassen als ich gerade als nächster Termin auf eine freie Hebebühne gewartet habe.
Das Drehmoment wäre ja auch nur ein Mindestwert, deswegen machen die das immer ruckzuck mit dem Luftschrauber fest und müssen nur noch kurz alle Muttern mit dem Drehmoment „abknacken“ zum verifizieren dass alle fest sind, so kannst man in einer Stunde viel mehr Kunden schaffen.

Ich bin da nicht geblieben, und auch nicht wieder hin gefahren seitdem…