Regensensor und Scheibenwischerautomatik im Model 3 und Y

Der Regensensor belegt permanent Rechenzeit auf dem FSD-Computer (indirekt damit auch Stromverbrauch), muss an das Gesamtsystem angepasst werden und erhöht auch die Komplexität des FSD-Systems.

Die Rechenleistung hätte man z.B. auch für andere Features nutzen können, sowas wie Verkehrszeichenerkennung wäre doch mal eine gute Idee :wink:

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@Hendrik
4min schneller für ca genau die gleiche Aussage :stuck_out_tongue: :wink:

Irgendwie beschleicht mich vermehrt der Verdacht, du machst beruflich was ähnliches wie ich :rofl:

@all
Sorry Offtopic…

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Rein aus Teslas Sicht ist das aber dein Strom, nicht der von Tesla. Ich bezweifle stark, dass die Regensensorapplikation überhaupt einen messbaren Mehrstrommehrverbrauch erzeugt.

Strom nicht, aber vollkommen sinnlose Rechenleistung die bei FSD viel besser aufgehoben ist.

Die Auslastungsprozente läppern sich

Ihr vergesst, dass Tesla so oder so die Regenerkennung über Kamera entwickeln musste, damit der AP beim zukünftigen Autonomen Fahren erkennt, ob es gerade regnet oder nicht.

Ich glaube das sind 2 verschiedene paar Schuhe. Wie man weiß kann der AP erkennen ob und wie sehr die Straße nass ist. Das ist das wichtige. Der „Regensensor“ schaut wohl nur nach Tropfen auf der Scheibe (sieht man bei Tests auf Youtube wo der reproduzierbar auslöst wenn man was weiß ich alles auf die Scheibe kippt, inklusive Ketchup).
Abgesehen davon könnte man natürlich auch den Output eines klassischen Regensensors als Input für den AP benutzen.

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Sorry, aber das stimmt einfach nicht.

Wie Benjo Bennet schon gesagt hat, es ist egal wo der Input herkommt. Wichtig ist eine möglichst zuverlässige Quelle für „es regnet mit Intensität X“. Das muss mitnichten eine Kamera sein, überhaupt nicht.

Strasse nass hat per se auch nichts mit es regnet jetzt gerade zu tun.

Die Entscheidung „Regensensor über Kamera“ war und ist einfach eine Schnapsidee seitens Tesla.

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Wieso gefällt mir der Tesla-Regensensor besser als der in anderen Autos? Ich finde, Tesla hat das sehr gut gemacht. Er wischt so, wie ich es manuell auch machen würde.

Man muss ihm zugestehen, dass er bei stärkerem Regen etwas mehr wischt als andere Autos, weil er die nach vorne schauenden Kameras klar haben muss.

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Etwas mehr wischt ist gut :rofl:

ALLE OEMs haben heute eine bis mehrere Kamreas nach vorne zwecks Lane Keeping / Notbremsassistent und Co. Das ist in dem Sinne kein Hexenwerk und setzt auch nicht Scheibenwischer auf Vollgas voraus.

Sorry aber Regensensor über Kamera hat in dem Sinne keine Vorteile.

Viell würden ohne schon die Speed Limits gehen in der Zeit die man da verbraten hat :upside_down_face: :wink:

Edit:
Ich bestreite nicht, dass die Regenerkennung über Kamera mal OK funktionieren wird, aber die Engineering Zeit bis dahin sowie die Rechenleistung im Auto zur Erkennung sind dafür einfach vollkommener overkill und schade um die Resourcen.

Irgendwie sind wir aber von den Verkehrszeichen abgekommen. Wobei ja alles zusammenhängt in gewissem Sinne

Interessant, wie emotional hier über den Regensensor debattiert wird. :slight_smile: Wenn ich Teslas Weg mit einem einzigen Wort beschreiben würde, so würde mir folgendes einfallen: ‚nachhaltig‘.

Was bringt es, Regen über die Kamera zu erkennen?

  • Es ist potentiell der qualitativ höchstwertige Weg. Als Mensch aktiviert man den Scheibenwischer, wenn der Blick durch die Scheibe behindert ist. Und man aktiviert ihn zu dem einzigen Zweck, diese Sichtbehinderung zu entfernen. Das bestmögliche System tut genau das gleiche.
  • Die Sicht der Kamera muss für die diversen Automatiksysteme einwandfrei sein. Es muss deshalb der Scheibenwischer aktiviert werden, sobald die Sicht der Kamera gestört wird.
  • Man spart sich einen separaten Sensor, und das in jedem einzelnen auch in Zukunft verkauften Auto. Das hat sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile. Wieder ein Teil weniger. So arbeitet Tesla, und ich glaube, das trägt erheblich zum Firmenerfolg bei.

Ich habe keine Ahnung, wie gut das System funktioniert - ich warte ja noch auf mein Auto. Wenn es derzeit nicht zufriedenstellend arbeitet, wird es sicher verbessert werden - wer weiß wann. Grundsätzlich ist der Absatz aber völlig in Line mit allem, wofür Tesla steht. Insofern wundere ich mich etwas, dass so viele Tesla-Fahrer mit der Verwendung der Kamera ein grundsätzliches Problem haben. Da muss man dann doch eigentlich den ganzen Minimalismus an den anderen Stellen genauso ablehnen?

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Ich glaube es sind gar nicht so viele Tesla-Fahrer. Die allermeisten wissen nicht mal, dass es keinen Sensor gibt.

Ich finde er funktioniert mittlerweile ganz gut, eigentlich nicht besser oder schlechter als die Sensoren in anderen Autos. Richtig gut funktioniert meiner Meinung nach nichts von alledem.

Gar nicht.
Minimalismus ist super, solange man es nicht übertreibt, dann steht man sich damit selbst im Weg und muss durchaus sehr mühsame Wege finden um teilweise übertriebenen Minimalismus wieder zu kompensieren.

Nachhaltig ist das auch nur bedingt, da (zumindest) das M3 zB ohnehin einen extra Licht? Sensor (überhalb Kameras, nach oben) verbaut hat. Der ist ja schon da. Nur in einfacherer Form.

Wenn wir das Engineering mal ausser Acht lassen verschlingt diese Lösung mindestens deutlich mehr Rechenpower und damit Strom als der extra Sensor kostet über die Lebenszeit. Und die Rechenpower könnte man an anderer Stelle besser nutzen.

Tesla macht sehr vieles richtig, aber klarerweise auch nicht alles und man muss auch nicht alles gut heissen

Übrigens: Ginge es um Nachhaltigkeit, gäbe es Minimum keine P Modelle :wink:

Das muss ja nicht in Echtzeit überprüft werden. Alle 0,5 Sek reicht und das schafft sogar ein Rasperry Pi. Also von Verschwendung kann hier keine Rede sein.

Willst nicht schnell den Elon anrufen und ihm diesen geheimen Trick verraten? Dass die da noch nicht drauf gekommen sind!

Die Scheibenwischhebel meiner BMWs sind immer eingestaubt weil der Regen so zuverlässig und blitzschnell erfasst wurde. Beim Model 3 komme ich durch keinen Regen ohne manuell eingreifen zu müssen. Es ist mir ein Rätsel wie man mit der aktuellen Erkennung auch nur ansatzweise zufrieden sein kann.

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Jupp, gut ist anders. Manchmal wischt die Kiste bei bestem Sonnenschein einfach drauf los. Da fragst dich auch was da los ist.

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Irgendwie haben die meisten das „System Tesla“ noch nicht verstanden. Hardware ist für Tesla nicht die Lösung. Die Lösung heißt Software.
Mal ein Vergleich. Amazon Webservices ist damit groß und erfolgreiche geworden Hardware zu abstrahieren. Hardware ist virtuell. Die Software „simuliert“ Hardware. Darauf basierend wurden x-verschiedene Services aufgebaut.

„Was für ein Blödsinn und was für ein Aufwand“. Klar, man kann für jedes System einfach neue Hardware hinstellen.

Hardware skaliert aber nicht, ist unflexibel und muss immer für die spezielle Anwendung ausgelegt sein.

Selbst Netzwerke sind inzwischen virtuell.

Einfach Hardware mit einer Virtualisierung ist aber wesentlich flexibler. Außerdem kann man die billigste Hardware einsetzen die verfügbar ist.

Wenn Kamera Straßenverläufe erkennen können, dann können sie auch Wetter erkennen… Oder Verkehrsschilder. Die Hardware skaliert funktional über die Software. Die Hardware ist billig und für verschiedensten Zwecke einsetzbar.

Außerdem bleibt das ganze wartbar und die Betriebskosten steigen nicht linear oder gar potential mit jedem neuen System oder jeder neuen Funktion.

Was Tesla macht ist nur konsequent und folgerichtig.

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Klar, so kann man sich einen Designfehler natürlich auch schönreden. Oder man akzeptiert, dass eine Kamera mit festem Fokus auf Entfernung X keine Wassertropfen direkt „vor der Nase“ erkennen kann und deswegen unzuverlässiger arbeitet als ein dedizierter Sensor der die Windschutzscheibe abbildet.

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Meist sind wir ja nicht einer Meinung, aber hier kann ich nur sagen genau so ist es

Eine Kamera dafür herzunehmen ist technisch einfach der falsche Ansatz und übertriebene „Abstraktion“. In den Tiefen des Forums gibts einen uralten Thread bezüglich Regenerkennung über Kamera wo u. a. ich versucht habe die Probleme techn. darzulegen. Bisher >2,5 Jahre ist der gleich schlecht :wink:

Nützt alles nichs. Es ist jetzt so und wird vermutlich so bleiben bei folgenden Teslas. Wer einen richtigen Regensensor will muss halt zur konkurrenz greiffen.

Eine virtuelle Maschine mit einer dezidierten embedded Lösung 1:1 zu vergleichen, ist doch sehr äh interessant :wink:

Wenn man mit einer Kamera die Strasse erkennen kann bzw selbst das Wetter heisst das noch lange nicht, dass man damit alles andere auch erkennen kann.

Genau DAS ist der Trugschluss dem Laien hinsichtlich Kamerasystemsn oft erliegen. „aber ich sehe das doch“ oder „da haben wir eh eine Kamera“ höre ich von meinen Kunden nun seit >10 Jahren immer wieder mal. Und jedesmal muss man von vorne erklären, warum genau das NICHT der Fall ist.