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Regeneratives Bremssystem limitiert bei Bergfahrten

Wenn ich nach der Arbeit vom Berg runter fahre (1000 Höhenmeter) so hatte ich immer wieder das Problem, dass nach etwa 500m Fahrtstrecke die Meldung Regeneratives Bremssystem limitiert auftauchte. Völlig klar für mich - da oben war’s zu kalt (im Mai fast immer nur 0 - 10 Grad). 2/3 des Rekuperationsbalkens sind dann gepunktet und man benötigt dann öfters das Bremspedal.
Aber: auch wenn es sehr warm ist (20 Grad, Sonnenschein - Innentemperatur 50 Grad) passiert dasselbe, und zwar immer dann, wenn man die Rekuperation gleich nach wenigen Fahrsekunden recht kräftig ausnutzt (12% Steigung). Wenn man dann irgendwo stehen bleibt und auf P stellt und dann wieder fährt ist die Sache behoben.

Die maximale Rekuperationsleistung hängt - wie auch die Ladeleistung - stark vom Ladezustand des Akkus und natürlich auch von der Akkutemperatur.
Wenn der Akku relativ leer ist, sollte es länger dauern, bis die Rekuperationsleistung begrenzt wird.
Außen- und Innentemperatur ist aber das eine, entscheidend ist die Akkutemperatur, die wir nicht sehen können.
Die Akkus mögen’s weder zu kalt (Deswegen Vorheizen bei Annäherung an SuC) noch zu heiß.

Ladezustand war immer zw. 50 und 70%, die Temp. von 20 Grad und Auto stand in der Sonne sollte eigentlich ganz angenehm für den Akku sein.
Und nach stehenbleiben und Parkstellung geht es dann ja wieder. Habe den Eindruck das Auto mag nicht gerne sofort und stark rekuperieren, wenn es lange steht.

Übrigens, wenn die Rekuperation voll verfügbar ist, kann ich den ganzen Berg (inkl. Kurven, bis 12% Gefälle) ohne Bremsen (außer an der Mautstelle) runterfahren, hinterher hat das Auto soviel rekuperiert, dass für die Berg und Talfahrt ein Durchschnittsverbrauch von ca. 160 Wh/km rauskommt - das ist Wahnsinn!

Moin!
Nach meiner Einschätzung ist es nicht der Akku, eher die Motoren oder Inverter.

Ich kann mir vorstellen, dass das beschriebene merkwürdige Rekuverhalten damit zusammenhängt, dass das M3 keine normale Akkuheizung hat sondern die Kühl-/Heizflüssigkeit mittels künstlich erzeugten schlechten Wirkungsgrad des Motors erwärmt.
Die Software ist vermutlich nicht schlau genug die besonderen Bedingungen bei diesem Fahrprofil zu berücksichtigen: Wenn die Software meint der Akku sollte aufgeheizt werden erhitzen Motor/Inverter schon so deutlich, dass keine Reserve mehr für ordentliche Rekuleistung zur Verfügung steht.
Das beschriebene kurz Anhalten und auf P stellen könnte ein „Umdenken“ bei der Software auslösen. :bulb:

Wieso?
Beim Vierquadrantenumrichter spielt die Richtung des Energieflusses keine Rolle, genauso wenig wie es den Motor interessiert, ob er als Generator betrieben wird. Die Wirkungsgrade sind in allen Betriebsarten die selben.
Deshalb ist das ja auch eigentlich kein Asynchronmotor oder Asynchrongenerator sondern eine Asynchronmaschine.

Ich bezweifele, dass das was im E-Auto eingebaut ist völlig identisch ist mit einem theoretischen Konstrukt, was man so über E-Maschinen im Studium oder Ausbildung lernt.
Ohne nun die genauen Vorgänge innerhalb einer Leistungselektronik zu begreifen erscheint es mir sehr logisch, dass diese hin zum viel wichtigeren Antriebswirkungsgrad optimiert ist. Und Reku ist halt Nebensache.

Also auf so kurzer Strecke schiesse ich jedwede Temperatur-Zusammenhänge aus; auf 500m ändert sich keine Akku-Temperatur so massiv.Und wenn der Akku beim Start zu kalt ist kommt nach meiner Erfahrung die Meldung sofort.

Ich denke da auch eher an einen Bug… sollten wir versuchen zu reproduzieren. Wer wohnt noch auf dem Berg :sunglasses:

Gruss

Moin!
Ich konnte jetzt schon mehrere Pässe gemütlich herunter fahren. Die Reku beschränkte sich dabei um einen Ausschlag von 1-2cm im Display, mit nur wenigen kurzen Peaks in der Spitzkehre.

Bei etwas zügiger Fahrt mit längeren Peaks vor den Kurven kann man schön sehen, wie immer mehr die Begrenzung zunimmt. Eigentlich genauso das Verhalten, was vom alten S85 beim Vortrieb bekannt ist.

Hab das jetzt im Sommer noch ein paarmal gehabt, dass die Rekuperation limitiert wurde. Die Temperaturen waren definitiv hoch genug, im Winter hat man das ja dauernd.
Mir ist aufgefallen, dass das Problem dann auftritt, wenn man etwas länger sehr stark rekuperieren lässt, also etwas schneller runter fährt und dann weg vom Pedal und der grüne Balken geht für einige Sekunden plötzlich bis auf Anschlag.
Wenn man es etwas langsamer angehen lässt, dann kann man den ganzen Berg (1000HM, 8-12%) ohne Limitierung runter fahren.

Wenn Reifenschlupf festgestellt wird, reduziert er meines Wissens nach auch die Rekuperationsleistung, insbesonders beim RWD.
Seit ihr ggf. zu schnell um die Kurven?

Möglich wärs, die erste Kurve ist fast eine Kehre nach 12% Gefälle - werd morgen wieder testen.

Ich hatte das ganze im Zillertal zwischen Zillertaler Höhenstraße und Abfahrt runter ins Tal getestet. Ich hatte 12 Grad Celsius und die reku hat sich auch durch die gepunktete Linie begrenzt. Ich musste trotz 1000m Höhenunterschied auf 12km nicht Bremsen… Ich bin die kleine verwinkelte Straße Recht zaghaft mit 30kmh runtergefahren und somit wären die Reku-Leistung laut Teslafi nur max. 30-40kw gewesen… Also sehr verträglich . Somit viel auch die Reku nie aus und ich konnte sie bis unten benutzen

Kenne das auch. Wenn wir von unserem Ferienhäuschen 600 m ins Tal fahren. Ich denke kalter Aku und relativ hoher Ladestand sorgen dafür, dass die anfallende Energie nicht so schnell in den Aku gepackt werden kann wie sie anfällt. Deshal gibt es bei defensiver Fahrweise weniger Probleme.

Heute ein interessantes Phänomen bemerkt:

Start bei 380km, 12°C, schon beim losfahren waren links die Punkte zu sehen (hab sie nicht gezählt, grob ein Drittel bis zur Mitte), dann ging es einen Hügel rauf und drüben wieder runter so ca. 5km ab Start.

Und jetzt kommts:
Während ich den Berg ca. 1km 7% runter fahre kommt die Meldung „Reku-Begrenzt“ und wie ich das so ansehe, werden es mehr Punkte!

Wie das? Sowohl durch fahren als durch Rekuperieren sollte der Akku doch wärmer werden und bei 380km sind ja nun auch nicht gleich so viel km dazu gekommen, das er deswegen begrenzen müßte. (Nebenbei: die Begrenzung war dann evtl. ca. 50% und die Reku immer noch ausreichend ohne mechanisch bremsen zu müssen.)

Mir scheint, das da kurzzeitig immer etwas mehr geht, als der Akku dauerhaft akzeptiert bei der entsprechenden Temperatur.

Lithiumzellen haben immer 2 Begrenzungen bezüglich Leistung, einmal Dauerleistung und einmal Peakleistung, also ja du hast Recht, kurzzeitig vertragen die Zellen mehr als auf lange Sicht, unabhängig von der Temperatur. Die Leistung erhöht sich nur bei steigender Temperatur, Sprich auch bei 30 Grad können die Zellen kurzzeitig mehr Leistung aufnehmen als dauerhaft, fällt dann nur nicht mehr auf, weil eh langsamer rekuperiert wird als die Zellen dauerhaft können.

Ich bin ziemlich sicher dass es eine Menge mit den Temperaturen von Akku und Motor zu tun hat. Denn im Track Modus regelt das Performance Model die Temperaturen der Motoren und Akku sehr stark ohne Rücksicht auf Verbrauch. Dann schafft das Auto eine viel höhere Rekuleistung und Dauerleistung selbst viele Höhenmeter auf Passstrassen bergab und bergauf. Aber eben, ist dann nicht die effizienteste Art :smiling_imp:

Hallo Leute.
Ich habe heute wieder das Problem mit dem schnellen Reku- Abfall. ich muss mal mit Scan my Tesla die Temperaturen überwachen. Mir ist vorher ein Fieben aufgefallen, wie vor dem Supercharger laden. Gibts schon weitere Erkenntnisse zum Verlust der Reku? Markus

Ganz normal beim Bergab Fahren und kaltem Akku… Die normalen kurzen Peaks beim bremsen hält der Akku besser durch, deswegen weniger oder keine Begrenzung der Reku, Daueraufladen beim bergabfahren mag er aber nicht, dazu muss er noch wärmer sein, wie beim schnelladen => beim bremsen rekuperiert/heizt auch der vordere Motor, darum fiebt es…

Das ist sogar bei warmen Akku so. Zumindest bei niedrigeren Außentemparaturen. Habe schon 20 km Bergabfahrten gehabt ohne Punkte bei der Reku und nach 10-15 km erscheinen dann Punkte. Liegt meiner Meinung daran das, die Reku nicht annähernd genug wärme liefert um die Abkühlung durch den Fahtwind bei kalten Temparaturen auszugleichen.
Rekuperiert wird ja nur mit einem Motor und wenn das Model 3 den Akku hochheizen will werden ja beide Motoren genutzt bei voller Leistung.