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Recruiting Tesla vs. Apple

Darum verdienen alle anderen auch genauso gut wie Apple. Ist schon klar, alle können es genauso gut, tun es nur nicht, weil sie grad keine Lust auf Gewinne haben. So wie dein liebstes Unternehmen Audi auch schon den Tesla Killer in der Schublade hat, aber Winterkorn nur zu bequem ist, die Schublade zu öffnen.

Winterkorn ist doch in Wolfsburg nur gedultet weil er keine Eigeninitiative zeigt, sonst ergeht es ihm wie Pischetsrieder.
Kreativität findet in Wolfsburg erst wieder nach der biologischen Lösung auf dem Aufsichtsratsvorsitzendensessel statt.

… ich sag ja ‚Petrol Head‘ :slight_smile: - ehrlich Ignoranz war noch nie ein guter Ratgeber. Die SW des TESLA MS ist ein Quantensprung (und ich meine hier nicht das Entertainment System!!! sondern z.B. OTA Updates, Bedienkonzept mit flexibler online Erweiterungsmöglichkeit des Funktionsumfangs aller wesentlicher Fahrzeugfunktionen, Google Maps Integration mit offline Navi, etc.). Wer das nicht sieht - dem kann ich auch nicht helfen.

Ich will es mal so sagen, diesbezüglich brauchst und kannst Du mir auch nicht helfen. :smiley:

Raketenwissenschaft war auf den Prozess bezogen, wie und wo man abwirbt, auf nichts anderes. Mit ein bisschen Gehirnschmalz hätte man das vielleicht rausfinden können, anstatt mal wieder vom Thema abzulenken und - warum auch immer - die Gewinne von Apple in die Diskussion zu bringen. Die haben hier nichts zu suchen. Es geht lediglich darum, wie relevant hier einige es sehen, das Tesla 150 Mitarbeiter von Apple abwirbt, die Ende 2014 ca. 64.000 Mitarbeiter haben die NICHT in ihren Stores arbeiten (eigentlich 64.400 Vollzeitstellen-Äquivalente). Tesla hat also ganze 0,234% der Mitarbeiter von Apple abgeworben. In zwei Jahren (oder mehr). Diese stellen heute 2,5% der Belegschaft von Tesla. Und das waren nicht nur Softwareentwickler, sondern auch Ingenieure, Rechtsanwälte und HR-Leute. Das ist weltbewegend und echt ein Grund für andere Firmen und Apple, sich jetzt Gedanken darüber zu machen. :unamused:

Und nun zum typischen Off-Topic Teil, der ja immer dann von den selben Nutzern eingeworfen wird, sobald ich mal anderer Meinung bin:
Das einzige, was Tesla ein bisschen von der Masse der anderen Systeme abhebt ist diese Permanent-Online-Komponente, die ich nicht mag. Trotzdem kann man den Tesla nicht als HotSpot verwenden. Zudem wissen wir hier schon, dass BMW OTA Updates auch kann. Traffic-Informationen und Kartenmaterial kriegen deren (und andere) Online-Navis auch schon. Da ist nicht viel Unterschied zu Tesla. Neue Funktionalitäten kann man sich seid drei Jahren per App in den Lexus GS laden. Das war das erste Auto mit so etwas. Wurde groß beworben. Apple Car Play und das Äquivalent von Android laufen auch schon in Audis, womit man direkt das Handy/Pad auf das Infotainment übertragen und beidseitig nutzen kann. Das scheint für einige Leute ein Killer-Feature zu sein, und deshalb kann es demnächst auch der Volvo. Der Tesla kann es dagegen nicht.

Gute Software mit Potential ist es sicherlich. Ein Alleinstellungsmerkmal hat sie auch. Aber Quantensprung? Nun ja… Und Relevanz für den gesamten Markt? Ich halte es da wie Montblanc Carrera: für mich zumindest nicht.

Zuletzt zu Audi:
Tut mir leid, wenn Audi hier einige so provoziert. Das ist ja fast schon chronisch. Ich habe zwar noch einen 10 Jahre alten Audi (übrigens ohne Macken), aber der ist permanent verliehen. Ich fahre einen Volvo, und es nicht ein Audi auf den ich derzeit warte. Also keine Angst. Ich bin da ganz objektiv. Ich habe da halt nur aus privaten Gründen ein bisschen besseren Einblick als bei anderen Marken. :wink:

Und Software hat einen wichtigen Anteil beim Erfahren eines Tesla, selbst wenn man die Apps auf dem Touchscreen ignoriert. Zum Beispiel

Anzeige in der Instrumententafel
Ansprechkurve Fahrpedal
ABS, ESP, Rekuperation, Traktionskontrolle, Tempomat
Ladebildschirm, Programmierung der Ladung
Innenraum-Lüftungssteuerung
Temperaturkontrolle des Antriebsstrangs

All das will mit Software gefüttert sein und ja, es gibt Geeks die sich auch für die Programmierung der zugehörigen Controller begeistern. Es muss nicht immer Linux sein.

Wir haben hier seitenlange Threads, wie die Funktion des Tempomat softwaremässig ausgestaltet werden soll – alles unwichtig? Ich habe den Eindruck, nein.

Volker,
wer entwickelt wohl die SW in ABS, ESP, Klimabediengeräten, etc. pp. bei anderen Automobilherstellern?
Karosserieschlosser?
Wer hat wohl mehr Ahnung und Erfahrung bei diesen Steuergeräten, deren SW und Kalibrierung (die wird hier gerne vergessen), jemand aus der Branche mit Erfahrung oder ein Seiteneinsteiger von Apple?

Ich verstehe es eher so: So viele Mitarbeiter wie von keinem anderen einzelnen Unternehmen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass viele vorher bei anderen Autokonzernen gearbeitet haben, nur rekrutiert Tesla nicht unbedingt alle von GM oder BMW sondern auf dieser Seite sind die alten Arbeitgeber gemischt.

Naharis redet ja hier die Tesla Situation und den Vorsprung klein. Das ist einfach nicht wahr. Das Fahrzeug ist ein elektrisch angetriebene Sport Limousine. Das ist klar. Aber soll auch nicht vergessen werden. Das ist ein systemischer Wandel. Und das ist ein echter Fortschritt in der Welt.

Klar sind das Softwerker. Die Frage ist, welche Stellung die im Unternehmen haben, und welches Ansehen ihre Arbeit genießt.
Es gibt genug Beispiele, wo schlecht gemachte Software den Leuten ihr neues Auto verdorben hat (z.B. Fisker Karma).

Und bei Tesla hat der Chef Ahnung von Software, er hat damit seine Milliarden gemacht.

Natürlich ist es ein Fortschritt. Es geht aber hier um Softwareentwicklung. Und da hat Tesla vermutlich keinen wirklichen Vorsprung außer in der Entwicklung und Kalibrierung von Batteriesystemen und elektrischen Drive Trains. Ist das wichtig? Natürlich! Aber es ist eben bei einem Auto noch lange nicht alles. Oder willst Du wirklich behaupten, dass Tesla mit ihren zwei Monaten Betriebszeit und mehreren Patches schon ein besseres ACC besitzt als eine Firma, die das seid 12 Jahren einsetzt? Glaube ich nicht.

Und bei so viel Beschwerden über das Radio frage ich mich, ob es nicht auch noch anderswo leichte Rückstände gibt.

Sonst habe ich von nichts gesprochen. Es geht hier nämlich nur um Software uns Mitarbeiter.

Klar wird alles komplexer, und natürlich wollen die Enduser immer die Eierlegende Vollmilchsau. Dennoch der relativ magere, extrem verspätete, Release 6.0 hat gezeigt das Tesla relativ wenige resourcen dafür abgestellt hat und man taktisch warscheinlich eher auf die Entwicklung der Assistenzsysteme wert gelegt hat, die natürlich taktisch wichtiger sind als ein paar Navi zusatzfunktionen und auch Pressewirksamer.

Dieser Entscheid war sicher durchaus legitim, dennoch habe ich eben die hoffnung das durch eine derart massive aufstockung von Manpower nun auch die ‚unwichtigeren‘ projekte parallel durchgeführt werden können.

Visible Tesla hat ja auch gezeigt das man mit dem was es jetzt schon im in der Schnittstelle gibt viel mehr machen könnte. Wenn sie nur ne OAuth basierte autentifizierung hätten, währen alle diese 3. Applicationen schon viel unbedenklicher und somit brauchbarer. (Mit einer richtig definierten Api für Telefonapps oder sogar Apps fürs auto selber könnten sie sich auch sehr viel arbeit ersparen)

Oder wie wärs mit ShortCut seite wo man beliebige funktionen von der Einstellungen seite frei definierbar nach vorne holen kann. Türen aufmachen, Luftferderungshöhen, Nebelscheinwerfer, ladeklappe öffnen, ladelimit einstellen. Dies würde ev. nur programmierung am GUI erfordern und ‚fast‘ keine an den funktionen die die sachen dann ‚einstellen‘.

Die möglichkeiten für usersichtbare Änderungen sind durchaus vorhanden.

Diese theorielastige miesquere Dampfplauderei bringt mich dauernd zum einnicken. Die richtig gut laufenden Dinge sind meist simpel. „push insane“ oder „now to saint tropez“ oder „bring me home“ oder „zwei aperol spritz bitte“.

Unbestritten. Aber vermutlich landen sie einfach in der Prioritätsliste soweit unten, dass sie länger liegen bleiben.

Zurück zum Tread Title:

Ich denke, ein Unternehmen, von dem aggressiv abgeworben wird, darf sich „geadelt“ fühlen. Offensichtlich hat es begehrte Mitarbeiter und bisher alles richtig gemacht.

Es sind laut Annual Report 2014 übrigens nur 50.800 Vollzeit-Äquivalente Mitarbeiter, die außerhalb der Stores arbeiten, nicht 64.400.

Eigentlich nur Konsequent das Apple Personal eingestellt wird, der Apple User Anteil unter den Tesla Benutzern ist überdurchschnittlich hoch.
Und: Apple Produkte sind State of the Art. Aber: Apple schränkt den Nutzer in seinen Freiheiten auch ein, das hat Vorteile aber auch einige Nachteile.

OT: verpasst man etwas, wenn man ein MS hat, aber kein apple product?

Ja. Dein Kabel funktioniert beim Model S auch nach Softwareupdates, während Apple gern Zubehör für die weitere Nutzung sperrt.

Also ich kann gut drauf verzichten, dass mich google neben jeder Website auch noch beim Autofahren trackt. Eines der Dinge die ich an meinem iPhone inzwischen richtig schätze gegenüber Android.

Ansonsten hoffe ich insgeheim, dass deutsche Hersteller OpenStreetMap für sich endecken, zumal die Daten hier in Deutschland schon sehr gut sind und z.B. bei Ladestationen sehr genau eingetragen werden können.