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Radfahren in der Stadt

[Mod Note: die folgende Diskussion wurde ausgelagert aus Einschränkung der SuC Nutzung durch Tesla?.]

@Peter_67: Ach, in Berlin glauben auch die Radfahrer dass rote Ampeln nur für Autos und Fußgänger gelten - und dann ist das Geschrei groß wenn sie umgefahren werden.

Umgefahren werden Radfahrer vor allem an grünen Ampeln. Unfälle im Querverkehr sind ausgesprochen selten, im Längsverkehr mit Rechtsabbiegern alltäglich.

Meinung oder zu belegen? Also ich erlebe ständig RadfahrerInnen (mehr Männer gefühlt) die Ampeln, Verkehrsregeln aller Art, etc. ignorieren. Bei AutofahrerInnen sind es eher die Mobiltelefone am Ohr, aber weniger die Verkehrsregeln, außer vielleicht Geschwindigkeit im Rahmen von 20 kmh drüber. Würde mich wundern wenn das zu belegen wäre. Quelle?

Bitte nicht die UDV Studie, das die Schuld bei Unfällen die bei der Versicherung landen meist bei Autofahrer landet ist ja ohnehin klar, geht schon mit der albernen Gefährdungshaftung los bei der man schon Schuld bekommt wenn man ein Auto nur sachgemäß irgendwo abstellt. Auch wenn Du z.B. rechts abbiegst und es überholt Dich ein Rad illegal rechts, hat mit dem Abbiegen nicht gerecht und will geradeaus, Du kriegst die Schuld als Autofahrer.

Ist das nicht etwas OT. :wink:
LGH

berlin.de/polizei/_assets/a … er2013.pdf

Seite 5:
Unfallursachen der Radfahrer:
Rotlichtmissachtungen (der Radfahrer) 194 Fälle von 6952 Verkehrsunfällen mit Radfahrerbeteiligung

Unfallursachen der anderen Verkehrsbeteiligten:
Fehlverhaltensweisen beim Abbiegen 1387 Fälle von 6952 Verkehrsunfällen
Nichtgewähren der Vorfahrt kommt mit weiteren 631 Fällen von 6952 dazu, sind wir schon bei 2018 Fällen und damit 10x mehr als bei rotfahrenden Radfahrern

Da fahr ich doch an einer roten Ampel neben Rechtsabbiegern lieber bei rot über die freie Straße, als mich bei grün von denen umfahren zu lassen. Noch lieber fahr ich gleich ganz auf der Fahrbahn und ignoriere die dämlichen Radwege oder -spuren.

Obwohl die Verteilung der Unfallursachen so glasklar ist, sieht die Bußgeldverteilung der Berliner Polizei völlig anders aus. Es wurden 32.800 Bußgelder gegen Radfahrer verteilt, davon die Hälfte wegen Rotfahrens. Dagegen stehen nur 1.560 Bußgelder gegen Kraftfahrer, die Radfahrer gefährdeten und/oder sich falsch gegenüber Radfahrern verhielten. 10x mehr Bußgelder gegen Rotfahrer als gegen Kraftfahrer, obwohl die Kraftfahrer 10x öfter einen Radfahrer beim Abbiegen umfahren als dass sie rotfahrende Radfahrer erwischen. Mit Logik ist das nicht mehr zu erklären.

Vielleicht fehlt mir die Phantasie, aber wie überholt ein Fahrrad illegal auf der rechten Seite? Normalerweise sind doch die Autofahrer schneller und der Ampel darf der Radfahrer ja langsam rechts vorbei.

Meine Erfahrung ist, dass der Stärkere meist ggü. dem Schwächeren rücksichtslos ist. Als Autofahrer werde ich selten von Radfahrern gefährdet oder übermäßig behindert. Als Fußgänger dagegen recht oft.

Gruß Mathie

Das habe ich mich auch gerade gefragt :slight_smile: .

Liebe Moderatoren wollt ihr den Thread nicht auseinander klauben…bitte…da sind 3 verschiedene Themen drinnen.
Danke
LGH

Passiert mir ständig, rote Ampel, Fahrradfahrer halten nicht sondern fahren rechts an den Autos vorbei, zum Teil über die rote Ampel, oder schneller Schlenker auf den Gehweg. Wird es dann grün bevor der Radfahrer die Kreuzung erreicht und die Autos fahren auch los gibt’s Durcheinander. Ich erwarte von Radfahrern bei roter Ampel hinter dem letzten Fahrzeug stehen zu bleiben und verhalte mich auf dem Rad auch so. Übrigens ebenso von Motorrädern, ich gebe zu wenn ich an der Ampel als erster stehe und mich überholt ein Motorrad rechts um sich davor zu stellen ist das eine der wenigen Situationen in denen ich sicher stelle das der Fahrer hinterher wieder hinter mir ist. Das ist mit dem P85+ quasi ohne Ausnahme zu bewerkstelligen, denn bei der 0-50 Beschleunigung kann sich kaum einer auf dem Motorrad festhalten, auch wenn es theoretisch möglich wäre ähnlich schnell loszukommen. Ein bisschen asso ich weiß, aber es ärgert mich wenn Menschen denken die Regeln sind immer nur für die Anderen aufgestellt worden. Zweiräder begeben sich meiner Erfahrung nach sehr häufig in Gefahr durch Missachten der Verkehrsregeln. Wenn dann was passiert wird danach geschriehen das doch auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer Rücksicht genommen werden muss.

Kannst du denn aber eine Situation beschreiben, wo ein Fahrrad rechts illegal überholt?

Bitte bei den Unfallstatistiken die Zahl der Radfahrer berücksichtigen. Die Anzahl der Unfälle mit Radler kommt mir immens hoch vor wenn man berücksichtigt, dass im Winter kaum Radler unterwegs sind und hier die Autounfallstatistik weiter geht. Was ist das Radler zu Auto Verhältnis im Strassenverkehr?

Der Gesetzgeber sieht das anders:

dejure.org/gesetze/StVO/5.html

Achte mal auf Abs. 8 - und ich meine nicht die etwas, ähm, gewöhnungsbedürftige Vewendung des Partizips. :unamused:

Wie TeeKay schon geschrieben hat, sind bei den meisten Unfällen zwischen Radfahrern und Autos die „Auto Fahrenden“ schuld. Hat aber nichts damit zu tun, dass Radfahrer die besseren Menschen sind. Gegenüber Fußgängern, wo die Radler in der stärkeren Position fühlen, verhalten sich Radfahrer oft ebenso rücksichtslos.

Scheint eine Konstante menschlichen Verhaltens zu sein, dass die Stärkeren oft unabhängig von Anstand und Gesetz keine Rücksicht auf die Schwächeren nehmen und Dinge einfach tun, weil sie es können.

Und dieses tun, weil man etwas kann, führt dann halt auch dazu, dass es Spezialisten gibt, die den Supercharger um die Ecke als „Privatladesäule“ sehen, und ihren Wagen da laden, während sie zu Hause auf dem Sofa liegen und sich dann von Madame zur Carosse chauffieren lassen, wenn es ihnen beliebt, die Ladestellen zu räumen.

Gruß Mathie

@Leto/Mathie: Bin selbst begeisterter Rennradfahrer und weiss dementsprechend, dass ich an roten Ampeln rechts bis zur Haltelinie fahren dürfte. Nur den meisten Autofahrern (und Fahrradfahrern die so fahren !!!) ist diese gesetzliche Regel eben nicht bekannt und die fühlen sich dadurch provoziert. Für mich ist diese Regel auch nicht nachvollziehbar. Deshalb halte ich immer hinter dem letzten Fahrzeug, auf die paar Meter kommt es auch nicht an. Man muss ja nicht auf gesetzliche Regeln bestehen oder diese um jeden Preis „zur Verkehrserziehung durchsetzen“ (so denken ja gelegentlich Mitbürger).

PS: Den Spaß mit Motorrädern gönne ich mir wie Leto auch sofern Gefährdung sicher ausgeschlossen. Häufig stellen die sich auf Abbiegespuren, wollen aber gar nicht abbiegen…

Den 8er hatte ich in der Tat nicht auf dem Schirm, allerdings gilt er ja nicht für Motorradfahrer und zudem sollte neben dem MS nie ausreichend Platz sein, wie immer das definiert ist. Also hat der Gesetzgeber solchen Schwachsinn ins Gesetz geschrieben der zur Gefährdung beiträgt. Wieder was gelernt.

@Moderatoren: Ich bitte auch um Abteilung der von mor leider verursachten Parallel-Diskussion.

Ich hatte nur aufgrund von 8 Jahren in Berlin wohnen und weiteren 9 Jahren immer wieder nach Berlin rein Fahren meine Erfahrung geschrieben und die ist: In Berlin ignorieren haufenweise Radfahrer die Verkehrsregeln, insbesondere die roten Ampeln und rücksichtsloses Fahren. Und ich habe Berlin Erfahrung hauptsächlich als Fußgänger und erst seit dem Tesla als Fahrer mit Angstschweiß auf der Stirn, weil ich keinen Bock habe von den Deppen angefahren zu werden und dann auch noch schuld zu sein weil man das Auto ist…

Berlin ist da einfach viel schlimmer als andere Städte in die ich fahre.

Frank

Hallom

Auf die Schnelle: http://adfc-berlin.de/radverkehr/sicherheit/information-und-analyse/121-fahrradunfaelle-in-berlin-unfallstatistik/217-verursacher-und-opfer-von-radunfaellen-mit-todesfolge.html.

Ich fahre ähnlich viel Auto wie Rad. Und ich kann Dir sagen, dass Radfahrer keinesfalls bessere Verkehrsteilnehmer sind. Jede macht ihre Fehler, es sind andere. Und: Radfahrer, die Regeln missachten, gefährden dabei fast niemals andere, sondern hauptsächlich sich selbst.

LG
Andrea

Leider doch, zumindest hier in Berlin Mitte wo viele Radfahrer gewohnheitsmäßig auf dem Gehweg fahren.

Gruß Mathie

Die Rechtskonstrukt STVO ist kein ausgewogenes Regelwerk (die RSTVO wurde von den Nazis zur Förderung des arischen Kraftverkehrs entwickelt). Ampelregelungen, Einbahnstraßen etc. dienen alleine dem Kraftverkehr. Grüne Welle gibt es nur für (meist schneller als erlaubt) fahrende Kraftfahrzeuge. Fahrradfahrer tot fahren ergibt meist nur eine Bewährungsstrafe.

Da steckt der Haken in der Statistik. Todesfolge beim PKW/LKW ist nicht zu erwarten in der Regel bei einem Unfall mit einem Radfahrer. Wenn keine Personen zu schaden kommen oder nur Autos verbeult oder verkratzt taucht das nicht auf. Es ist also immer noch gut möglich das erheblich mehr Verstöße durch Radfahrer geschehen, in der Statistik aber nur die von PKW/LKW Fahrern auftauchen weil es zu Personenschaden kommt.

Hallo Boris,

Nach meiner Erfahrung kommt es auf den Einzelfall an, ob sich Autofahrer provoziert fühlen. Wenn ich mich in einer schmalen Straße, wo man nicht überholen kann, demonstrativ an der Ampel vor den ersten Wage stelle, ist das Provokation. Zumal des mir keinen zeitlichen Vorteil bringen würde.

Wenn aber Autofahrer bei grün sofort problemlos überholen können, ist das für niemanden ein Problem.

Selbst nehme ich als Radfahrerin das Recht nur dann wahr, wenn ich dadurch eine Ampelphase spare.

LG
Andrea