QUANT - e-Sportlimousine mit nanoFLOWCELL Antrieb

Hat eigentlich schonmal jemand darüber berichtet, was etliche hundert Liter im Auto herumschwappendes Elektrolyt für die Fahreigenschaften bedeuten? Und irgendwie müssen sie ja herumschwappen. Die meiste Zeit über wird der Tank mit verbrauchten und der Tank mit nicht verbrauchter Flüssigkeit nur partiell gefüllt sein. Und dann bewegt sich die Flüssigkeit bei jeder Beschleunigung, bei jedem Bremsen und bei jeder Kurvenfahrt umher.

Oder man hat nur einen Tank mit einer beweglichen Membrane oder einem Kolben, welcher dann immer randvoll ist.
Oder aber es gibt kleine Trennstege zur Unterteilung des großen Flüssigkeitsvolumens.

Das können wir diskutieren (oder auch „erfahren“), wenn das Auto auf der Straße ist. Aber so weit wird es nicht kommen.

Das Anti Schwall Blech ist über hundert Jahre alt (erster mir bekannter Einsatz in U-Boot Tanks).

Gruß SRAM

Ich glaube Ihr denkt zu Verbrenner-technisch. Die Flüssigkeit im Tank des Quant wird nicht verbraucht - sie entlädt sich doch nur. Somit kann sie unter Druck stehen, womit sie sich nicht verlagert und die „Trimmung“ in Kurven ruiniert. :wink:

Richtig, aber die „entladene“ Flüssigkeit darf nicht mit der frischen gemischt werden. Daher die Idee mit einem geteilten Tank mit beweglicher Trennwand bzw. Membran, wie Beatbuzzer geschrieben hat.

Der Vorwurf ist ja ein Hammer. Gerade hier.

Weiss nicht, ob das so funktioniert. Ich denke, möglicherweise zirkuliert die Flüssigkeit als gesamtes durch die Zelle und wird dabei als gesamtes immer mehr entladen. Bei einer Batterie wird ja auch nicht eine Zelle nach der anderen entladen, sondern die gesamte Batterie als ganzes. Wenn dem so wäre zirkuliert nur Flüssigkeit ohne Luftraum durch das Fahrzeug, was kein Schwappen bedingt. Ob das nun so, oder wie von volker beschrieben funktioniert, werden wir noch sehen/lesen/hören (oder auch nicht :wink: )

Das „herumschwabbern“ kommt doch davon, dass da jemand gedacht hat, diese 500 Liter Flüssigkeit sind praktisch verbrauchbares Benzin, und der Tank wird leerer. Oder warum sollte es denn schwabbern? Also: zu verbenner-technisch gedacht beim Quant mit seiner „Flüssigen Batterie“.

Man kann sich natürlich auch künstlich über alles echauffieren.

Also, bei zwei Tanks von denen der „Hersteller“ fabuliert gibt es die Möglichkeit das einer leer ist und dann verbrauchten Elektrolyt aufnimmt, dann sind die Tanks meist nicht voll. Oder es findet ein Ladungsausgleich statt.

Die erste Version ist es nicht, also ist die Diskussion Makulatur.

Siehe http://de.m.wikipedia.org/wiki/Redox-Flow-Batterie

Nicht vergessen, das Prinzip ist kein Voodoo sondern stammt von der TUB und wurde von der NASA aufgegriffen. Aber es hat Eigenschaften die es für ein EV unsinnig machen. Schwappen im Tank gehört nicht dazu, aber zwei zu leerende und neu zu füllende Tanks die schwer sind und auch nicht wie ein 80L. Tank zu befüllen.

Bei zwei getrennten Tanks bräuchte man das doppelte Bauvolumen, da in Summe das Leervolumen immer dem Flüssigkeitsvolumen entsprechen müsste.
Wahrscheinlicher halte ich da einen Tank mit einer in diesem erhaltenen Blase, da schwappt dann auch nichts.

Es sind zumindest 2 Tanks. Einer für die positiv und einer für die negativ geladene Flüssigkeit. Wenn „verbrauchte“ Flüssigkeit in einen weiteren Tank soll, dann wären es ja 4 Tanks. Das ist Quatsch, denk ich. Die Flüssigkeiten zikulieren im jeweiligen Tank an der Zelle vorbei. Und gut ists:

Bild stammt aus Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Redox-Flow-Batterie

Hätte aber den Vorteil, dass die Zelle eine konstante Leistungsfähigkeit bietet, denn die vorbeiströmende Flüsskeit wäre immer gleichwertig. Zirkuliert die ganze Suppe dauerhaft, würde die Konzentration Stück für Stück immer weiter abnehmen.
Welche und wie starke Auswirkungen sich daraus ergeben, kann ich nicht sagen. Eine Auswirkung wird es aber sicherlich haben.

Das ist wohl wahr. Denke auch, dass in diesem Falle die Zelle dauerhaft gleichmäßige Spannung liefern könnte. Wäre ein „Vorteil“ gegenüber einer klassischen Batterie (wenn auch aufwendiger zu konstruieren).

Wieder was gelernt.

Die Leistungsfähigkeit der Redox-Zelle hängt von der Konzentration der für die Reaktion verantwortlichen Ionen in der Flüssigkeit ab. Wenn man die also im Kreis pumpt, dürfte die Leistung abnehmen -> der Quant wird gegen Ende der 1000km immer lahmer :smiley:

Die Auflösung stand in den nächsten Zeilen…

Der „Entwickler“ sagt aber, dass sie jeden Hohlraum des Autos als Tank nutzen können.

Aber wie auch immer: Ich denke, wir diskutieren hier über einen stümperhaft aufgezogenen Versuch, Millionen Investorengelder abzugreifen. Mich wundert nur, dass die deutschen Qualitätsmedien mal wieder so total ahnungs- und kritikfrei berichten.

Rechtzeitig zur Genfer Automobilmesse hat der Herr seinen eigenen Psiram-Eintrag bekommen - ganz frisch:

psiram.com/ge/index.php/Nunzio_La_Vecchia

Wie geil ist das denn… bravo :stuck_out_tongue:

Danke. Hatte gerade schlechte Laune, aber der Artikel hat mich wieder glücklich gemacht. Sehr unterhaltsam! [emoji2]