PV-Überschussladen: Überblick

Wenn Du so unbedarft bist, würde ich das Projekt mit einem Solateur besprechen, der für das geplante Gesamtsystem gerade steht. Hier wirst Du nur Teilaspekte beantwortet bekommen.

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Es gibt tausende Geräte (Wechselrichter, Akkus, Wallboxen)und noch mehr Kombinationsmöglichkeiten. Als Laie kann dir dabei nur ein erfahrener Solateur helfen. Du musst mit deinen Anforderungen viele kontaktieren , um eine Antwort zu bekommen, und noch mehr, um einen zu finden, dem du vertraust.

Beschäftige dich also lieber mit Solateuren in deiner Nähe als mit der Technik. Denn deine Wunschtechnik baut dir am Ende des Tages sonst niemand ein. du musst stattdessen nehmen, was dir der Solateur deines Vertrauens empfiehlt.

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Eigentlich kann ich meine Konfiguration guten Gewissens weiterempfehlen. Tut was es soll inkl. Überschußladung

PV 14,82 kWp
WR Kostal Plenticore Plus 10.0
Keine Batterie
Zappi V2.1

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Tibber ebenfalls integriert? Ich denke, der TE will im Winter zu den preiswertesten Zeiten laden…

Im Winter kann er ja am Vortag in der App nachschauen wann es günstig ist und zeitgesteuert laden. Dafür muss man doch nichts integrieren. Und im Sommer ganz entspannt Eco+ der Zappi laufen lassen tagsüber.

Ich glaube, ein „manueller Regelanteil“ war nicht gewünscht, aber nix für ungut…

Also die OpenWB Wallbox kann Überschuss laden, Tibber laden und vieles vieles mehr. Es gibt eine Liste der mit der OpenWB kompatiblen Wechselrichter, dann ist die Einbindung Recht einfach.
Mit Tibber laden sieht dann bei der OpenWB so aus. Die Preise werden direkt auf das Display der WB importiert. Einfach Preislimit eingeben, wann die Ladung gestartet werden soll.

Edit: und du kannst die WB mit einem Stecker mit Tesla Knopf bestellen.

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Ich danke Ihnen. Das sind einige nützliche Tipps, die ein Solateur gar nicht kennen wird.

Jemand, dessen Tesla WB und glücklich mit TSC? für überschüssige Ladung hat. Ich weiß definitiv die Einrichtung wäre nicht einfach, aber einmal getan ist es stabil oder Probleme haben.

Ich weiß, es gibt auch separaten Thread, aber ich bin nur auf der Suche nach der Planung zu gehen oder nicht vor dem Sprung in feine Details.

Da gibt es genug Kollegen, die glücklich damit sind, kannst Du im entsprechenden TSC Thread nachlesen.
Bedenke aber, dass Du Dich damit auf Tesla Fahrzeuge beschränkst. Wir haben nun doch überraschend eine Zoe bekommen und schwupps wäre TSC schon wieder nur eine Teillösung. Insofern nehme ich eine Herstellerlösung mit passender WB und WR für PV-Überschüss. Zu Tibber habe ich noch keine Meinung, da ich einen Vertrag bei Vattenfall mit 24,9 cent/kwh habe, bleibe ich auch dort. Ich glaube nicht, dass ich bei Tibber soviel sparen kann, vor allem habe ich eine WP und die läuft 24h im Moment, das wäre bei Tibber wohl sehr teuer tagsüber.

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TSC klappt perfekt mit Tesla und beliebiger WB und lässt sich gut in andere Energie Management Systeme wie z.B. Home Assistant integrieren.
Eingeschränkt geeignet, wenn man andere Automarken ebenso laden will, weil man dafür eine relativ beliebige andere Lösung daneben installieren müsste, die dann beim Laden mit Tesla die WB nicht abschalten/runterfahren darf.

Es hat halt viel damit zu tun, ob man relativ viel Geld für eine All-in-One-Lösung z.B. OpenWB (ab 1200€(?)) oder relativ wenig Geld für eine dumme (~400€ (?)) bis smarte WB (z.B. go-eCharger ab 530€) plus etwa 100€ für Raspi + Zählerlesekopf ausgeben will. (Letzteres natürlich steigerbar, wenn man die HW gleich Richtung Smart Home / leistungsfähiges Energiemanagementsystem vorsehen will.)

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Dumm(heit) kostet langfristig viel Geld.
Geschlossene Lösungen führen in diesem sich immer noch schnell ändernden Markt schnell in die Sackgasse.
DIY ist nicht zwingend Bastelei, aber wie immer im Leben preiswert, denn Wissen ist Macht, erfordert aber viel Zeit und Kraft.
Bei mir werkelt kein openWB Bausatz, sondern seit drei Jahren hängt eine Series2 an der Wand und gemessen am Gesamtaufwand (Zählerschrank, Genehmigung 22kW beim Netzversorger, Leitungsverlegung) relativieren sich die Kosten sehr schnell, insbesondere wenn ich berücksichtige, dass ich ca. 1500 bis 2000kWh im Jahr kooperativ mit dem Hausverbrauch aus der PV Anlage lade.
Alles konfigurierbar und entgegen allen Unkenrufen kommt auch im November/Dezember allerhand vom Dach runter und im Auto an.
Demnächst steht die Umstellung auf die neue Version 2.x an, welche seit Juli im Produkt die Standardsoftware ist und die Möglichkeiten der Wallbox drastisch steigert (ich gebe zu, die Entwicklung hatte ich nicht vorhergesehen in einem Standardprodukt, aber frei nach Forest Gump: „Open Is, What Open Does“.

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Da fängt der Spaß dann an… :laughing: „beliebig andere Lösung“ hört sich so an wie „ich gehe zu Laden X und greife ins Regal“. Wenn Du dazu nicht wenigstens einen Lösungsansatz hast, ist Deine Aussage lediglich Marketing für TSC. Mal auf meinen Fall „Zoe“ projeziert fällt mir da nichts ein. Die WB mit einem Schütz Abschalten und Zuschalten wenn Sonne scheint, kann ja nicht die Lösung sein. Da braucht es etwas, was die Leistungsvorgabe je nach Überschuß regelt, und schwupps, brauche ich keinen TSC mehr :wink:

Gerade mir einer ZOE wird’s extrem schwierig. Ist ne olle „Ladezicke“ wg. des Chameleonladers.:man_shrugging:

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Das bringt mich auch zur nächsten Frage: Sollte ich mich für 2 verschiedene Stromzähler entscheiden, da ich einen WB und LWWP habe? Da ich ein neues Haus bekomme, wollte ich einen iMS zum Beispiel mit Tibber bekommen, aber sieht aus wie unsere lokalen Versorger nicht liefern Smart Meter.
Wenn ich mit Tibber gehe, sollte ich Pulse bekommen, dann muss ich bei ihnen bleiben. Wenn ich wechsle, muss ich vielleicht ein anderes solches Gerät für diesen Anbieter kaufen. oder kann ich auch Pulse mit anderen verwenden?

@teslyf
Stell sicher, dass Du 3 Zählerplätze im Zählerschrank hast und ausreichend Platz. Ja das kostet heute etwas mehr, aber ein Umbau des Zählerschranks ist bitter.
Die LWWP wirst Du getrennt steuern wollen, dann brauchst Du den 2. Zähler inkl. Getrennten Abgängen.
Irgendwann kommt ein Batteriespeicher und der erfordert dann evtl. Weitere Abgänge, spätestens wenn Du eine Notstromfunktion haben willst.
Google mal nach KNX Aktoren im Zählerschrank und leg bitte auch gleich 2 Ethernetkabel zum Zählerschrank, ein weiteres zur Wallbox und eins zum Wechselrichter.

Deswegen war vor 4 Jahren (der openWB) meine Empfehlung für ZOE Fahrer eine „Hardy Barth“ zu nehmen ….
Bei der openWB muss bei einer ZOE die Phasenumschaltung blockiert werden (das geht), aber wie in meinem Beitrag hier im Bild zu sehen, an einer 10kWp Anlage besteht selten die Notwendigkeit/Möglichkeit auf mehr als 4,6kW Ladeleistung umzuschalten (ich könnte an meiner openWB einphasig 7,4kW zulassen, da die gesamte Elektrik auf 32A Ladestrom aufgelegt ist), aber in aller Regel will meine Frau bei Sonnenschein die Waschmaschine laufen lassen und ich will in der Küche nicht abwaschen, sondern lass da den Geschirrspüler ran.

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Das könnte z.B. ein Grund sein einen zusätzlichen Zähler verbauen zu lassen:

In Verbindung z.B. mit einem Tarif für WB und WP wie z.B. Octopus Heat hast du unterschiedliche Tarifzeiten, die aber fest vorgegeben sind. Das ist der Unterschied zu Tibber, wo die Preise ja stündlich sehr stark schwanken können. Mit einem Auto kann man das vielleicht noch organisieren, überwiegend zu den billigen Zeiten zu laden. Mit der WP geht das aber nicht mehr.

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Mit dem Go-e Charger machst du auch nichts falsch. Super flexibel und mit offener Schnittstelle, PV-Überschussladen und dynamisch laden über Tibber läuft bei mir mit der App Wallboxsteuerung (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.chk.go_elocal&hl=de&gl=US) einwandfrei. Alternativ kannst du dir auch den Controller in den Zählerschrank bauen lassen, dann läuft das Überschussladen auch unabhängig von dem Wechselrichter (go-e Controller: PV-Überschussladen, Dynamisches Lastmanagement & Mehr | go-e).

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Den Controller benötigst Du dort eigentlich immer, denn der Wechselrichter kann Dir nur sagen, wieviel Energie er gerade erzeugt, aber nicht wieviel Überschuss insgesamt zur Verfügung steht (Okay, ich habe jetzt mal den WR mit integriertem Batteriemanagement weggelassen).

Den Überschuss Deines Hauses weis nur der Energiezähler (Controller) im Zählerschrank, welcher alle Energiemengen erfasst, die an der Schnittstelle zum EVU fließen. (Auch hier lasse ich die Besonderheit, dass aus einem Batteriespeicher Energie ins Netz eingespeist wird mal weg.)

Wenn jetzt noch ein stationärer Energiespeicher dazukommt und schaltbare Verbraucher, dann entstehen weitere Abhängigkeiten.
Das Sahnehäubchen entsteht, wenn Du unterschiedliche Stromtarife und Verbräuche auseinanderhalten willst.

Da hast du mich falsch verstanden: Ich kann TSC relativ einfach mit einer beliebigen anderen Ladelösung integrieren, sei es basierend auf OpenWB, Home Assistant, EVCC, oder was auch immer. Sofern man eine Lösung zunächst für das Nicht-Tesla-Fahrzeug gefunden hat, ist TSC darüber hinaus nutzbar. Da hier vermutlich aber viele Tesla haben, ist der Weg dann nur über TSC aber ggf. einfacher.

Ich möchte niemand zu einer bestimmten Lösung bekehren und mir ist völlig klar, dass es Leute gibt, die z.B. 1500€ ausgeben und damit perfekt zufrieden sind, und es andere gibt, die lieber nur (weniger als) die Hälfte ausgeben möchten, sich etwas Wissen zum Thema aneignen und Spaß daran haben, das selbst z.B. auf einem Raspi zu installieren und zu betreiben.

Deshalb auch an @wo-m3: Super, wenn du deine Lösung für dich gefunden hast!

Für mich persönlich ist ein Go-eCharger für 530€ smart genug, um die Zugriffskontrolle und ein paar andere Funktionen, die ich(!) gerne verwenden möchte, zu nutzen. Ladesteuerung übernimmt TSC auf dem Raspi für 70€ und zusätzlich habe ich die Abfrage der Momentanleistung am Hauszähler (die eh jede Lösung in irgendeiner Form benötigt).

Zusätzlich schalte ich per Home Assistant die Wallbox frei, wenn mein Tesla angesteckt wird (aber nicht bei anderen Autos), und habe einen Button an der Haustür, über den der Tesla-Ladeport entsperrt werden kann (oder die Klimaanlage aktiviert, je nach Wunsch). Das sind reine Spaß-/Komfortfunktionen, weil es mit einer eigenen, smarten Lösung eben sehr einfach geht.

Also: Ich habe meine optimale Lösung gefunden und diese Lösung mag für genau niemand anderes genau so gut passen. Falls doch, kann man das aber eben so oder ähnlich machen.

Und @teslyf hat nach TSC gefragt und ich hab darauf eben geantwortet.

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