PV-Überschussladen mit SolarEdge Wechselrichter und Keba P30 Wallbox?

Hallo zusammen,

als neuer Teil der Community würde ich gerne mal einen Fall platzieren und sehen ob mir einer von den Pro’s weiterhelfen kann.

  • Bei mir wird eine PV Anlage 18,1kw demnächst aufs Dach montiert
  • 2 Wechselrichter (SolarEdge)
  • Wallbox Keba P30 (wird gestellt durch Arbeitgeber)
  • Tesla Model Y wird im Oktober bestellt

So nun zu meinem Fall:

Ich brauche eine intelligente Steuerung welche aktuell PV und Laden des Teslas steuert, d.h.

Prio 1: Haus
Prio 2: Auto laden
Prio 3: Einspeisen

Zu einem späteren Zeitpunkt soll noch ein Speicher nachgerüstet werden. Evtl Powerwall 3.

Kann ich vorab das Tesla Gateway einbauen? Und kann diese mit der Keba P30 kommunizieren?

Ich denke die Usability von der Tesla App ist wesentlich besser als andere.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Danke schon mal und viele Grüße

Das aktuelle Backup Gateway kannst du schon einbauen. Ob das dann aber mit einer möglichen PW3 (von der es ausser Gerüchten seit Jahren nichts neues gibt) zusammen funktioniert weiß niemand. Aktuell gibt es Powerwall 2.

Das Tesla Backup Gateway spricht mit keiner Ladestation. Die Keba ist die selbe wie die Solar Edge Wallbox, wenn du die SE Wallbox nimmst sollten die direkt miteinander sprechen können, du brauchst aber so oder so ein Inline Power Meter dazu um Überschussladen mit SE zu machen.

Alternativ kannst du dir EVCC, openWB, Smartfox oder Loxone anschauen, je nachdem wie Bastelfreudig du bist.

Meine ganz persönliche Empfehlung wäre einen Go-E Charger zu nehmen mit dem dazugehörigen Power Meter.

Sollte es die KEBA sein müsse, wird es wohl auf Smartfox rauslaufen, genauer Smartfox Pro, da die miteinander sprechen. Es gibt auch die KeContact P30 PV-Edition. Die kann wohl auch standalone Überschussladen. Dazu brauchst du aber auch ein EVU Meter https://www.keba.com/download/x/51c0652f29/kecontact_externe_zaehler_dbde.pdf oder das KEBA Teil Zubehör für Ihre Wallbox | KEBA

am Ende läuft es immer auf das gleiche raus. Die Wallbox muss den Überschuss wissen. Der Wird am Zähler bzw. kurz davor/danach (je nach Blickrichtung) gemessen.

Nein. Es wird nur mit der Powerwall verkauft und installiert.

Nein. Das Gateway kommuniziert mit keiner Wallbox.

Das geht nur mit intelligenten Wallboxen (z.B. OpenWB), Wechselrichtern oder Cloud-basierten Lösungen. Tesla führt derzeit eine solche Cloud-Lösung beginnend in den USA ein, die aber eine Powerwall voraussetzt.

vgl. auch PV-Überschussladen: Überblick und weitere Threads hier im Forum.

Wenn die Komponenten schon so da sind, würde ich keine teure Hardware mehr hinklotzen, sondern einen Raspi mit EVCC oder Home Assistant. EVCC würde dann eine Steuerung über die Keba-Wallbox machen. Mit Home-Assistant ginge dann eine feiner gesteuerte Lösung über die Fahrzeugsteuerung.

Bei der Größe deiner Anlage würde ich allerdings erreichen wollen, dass Hausakku und Auto nach einem anfänglichen Mindestsockel für den Hausakku parallel laden. Der Hausakku wird wahrscheinlich nicht mehr als 0,5C laden, d.h. ein z.B. 10kWh Akku lädt dann mit 5kW. Bei 18kWp hast Du vermutlich schon am späten Vormittag mehr als 5kW Leistung vom Dach, so dass dann Auto und Hausakku parallel laden können.

Ich hab’s mir mit Home Assistant so eingeteilt:

Unter 40% Hausakku: Überschuss insgesamt in die Hausbatterie.
40-90% Hausakku: 80% Überschuss gehen ins’s Auto, der Rest in den Hausakku
Ab 90% Hausakku: Dachüberschuss geht in’s Auto

So erreiche ich, dass am Ende des Tages der Hausakku voll und möglichst viel Energie in’s Auto gelangt sind. Das Auto muss nicht immer voll sein, beim Hausakku möchte ich mind. 90% Füllstand erreichen, um abends autark zu sein und z.B. für die Gartenbewässerung ab 4:30 Uhr genug über zu haben.

Geld floss dabei nur in den Pi, Home Assistant ist umsonst. Eine Alternative ist EVCC, da braucht man je nach Leistungsumfang einen Key, der monatlich 2,x Euro oder einmalig ca. 75 Euro kostet. EVCC würde aber nicht den Tesla, sondern die Wallbox steuern, was nicht so fein gestaffelt geht, insb. kann sie drei-phasig nur 4kW oder mehr laden. Per Home-Assistant kann man drei-phasig bis 0,7kW runter, was interessant ist um durch Wolkenbänke durchzuladen ohne jedesmal die Ladung zu stoppen. Häufiges Start/Stopp lässt die Schütze (Lastrelais) im Fahrzeug altern.

Hier mal ein paar Screenshots von einem durchwachsenen Tag, Auto kam auf knapp 100%, Hausakku am frühen Abend kurz auf 100%.



Vorteil der Softwarelösungen: Sie gehen generell mit allen PV- und Batteriesystemen die marktgängig sind und die man im Hausnetz abfragen kann. Bei mir Huawei, Solaredge ginge genauso. Bei der Tesla Powerwall bin ich nicht im Bilde wie kommunikativ die gegenüber Fremdlösungen ist, aber es gibt eine Menge andere gute Batteriesysteme. Ich würde mir offengestanden keines mehr mit NMC-Akkus holen, sondern konsequent LFP nehmen, gibt es von genug Anbietern. Was Tesla verbaut weiß ich nicht.

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versuch mal die App „clever-PV“. Sollte mit Solaredge Wechselrichter funktionieren. Kenne ich allerdings nur vom Hörensagen…

Aussagekräftigeren Titel vergeben.

Stimmt nicht. Du kannst das Tesla Backup GW2 auch alleine kaufen. Es macht lediglich keinen wirklichen Sinn das zu tun.

Hier ein recht aktueller Beitrag, der dir auch weiter helfen kann