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Probleme mit Fahrwerk, Bereifung und co.

Hallo,

da dies mein erster Post in diesem Forum ist, möchte ich mich erst kurz vorstellen. Mein Name ist Luke, ich bin 32-jährig und komme aus der schönen Schweiz. Nach vielen Jahren mit deutschen Autos, zuletzt einem E-Klasse Coupe mit viel zu grossem und durstigen Motor, habe ich mich Anfang dieses Jahres nach einer ausführlichen Probefahrt entschieden, ein Model S zu bestellen. Es war „Liebe auf den ersten Meter“, das Design, die Performance, der Praxisnutzen als Familienauto… einfach fantastisch! Ich habe dann im Juni dieses Jahres ein perfektes Model S90D in rot und mit allerlei Ausstattung ausgeliefert bekommen. Das Fahrzeug war innen, aussen sowie auch technisch absolut einwandfrei und ich war für 10’000km überglücklicher Fahrer des besten Autos der Welt. Bis zu diesem Tag, an dem ich das Fahrzeug das erste mal in ein Service-Center gebracht habe, um Winterreifen aufziehen zu lassen…

Als ich mein Fahrzeug an diesem kühlen, grauen Abend Ende Oktober vom Service Center abgeholt habe, habe ich sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Das Fahrzeug zog extrem stark nach rechts, unabhängig von der Geschwindigkeit. Als ich auf der Autobahn den Autopiloten eingeschaltet habe, der bis dahin etwa 7’000 meiner 10’000 km gefahren ist, ist das Fahrzeug sofort ruckartig nach rechts ausgerissen, sodass ich statt auf der Überholspur sofort auf der Normalspur stand. Ich habe also direkt beim Service Center angerufen, und es wurde vereinbart, dass ich das Fahrzeug am nächsten Morgen wieder zurückbringe.

Nun war das Fahrzeug erst einmal über zwei Wochen im Service Center. Mehrmals wurde mir gesagt „heute Abend ist das Fahrzeug bereit“, Ausreden wie „der Mechaniker hat sich an ihrem Fahrzeug geschnitten und ist in der Notaufnahme“ oder „wir haben viel zu tun“ wurden angebracht. Es konnte mir jedoch nicht erklärt werden, was konkret am Fahrzeug gemacht wird. Anscheinend wurde unzählige Male die Fahrwerkseinstellungen geprüft und angepasst, die Reifen/Räder wurden getauscht, ein Ingenieur von Tesla wurde herbeigezogen, etc…

Irgendwann bekam ich den Anruf, dass ich das Fahrzeug abholen könnte, dass es wieder geradeaus fährt. Der Leiter der Serviceabteilung hat mir gesagt, dass man sich nicht erklären kann, wieso das Fahrzeug nicht geradeaus fährt bei Fahrwerkseinstellungen innerhalb der Toleranzen. Als „Lösung“ hätten sie den Nachlauf am linken Vorderrad stark in den negativen Bereich gestellt (deutlich ausserhalb der Toleranzen), am rechten Vorderrad stark in den positiven Bereich (auch hier ausserhalb der Toleranzen).

Seither fährt mein Auto wieder geradeaus. Jedoch habe ich ab ca. 90km/h mit der Geschwindigkeit zunehmende Vibrationen im Lenkrad und ab ca. 140km/h wird die ganze Lenkung schwammig und unpräzis. Dies ist selbstverständlich für mich nicht akzeptabel, und das Fahrzeug ist nun wieder im Service-Center. Auch das Problem mit dem Autopiloten ist noch immer da: bei Initialisierung macht das Fahrzeug einen starken Schlenker nach rechts, welcher sich dann nach 100-200 Meter ausgleicht ehe das Fahrzeug sauber in der Mitte fährt.

Ich bin mittlerweile absolut ratlos, auch im Umgang mit dem meiner Meinung nach inkompetenten Service Center. Was wurde an jenem Tag des Reifenwechsels mit meinem Fahrzeug gemacht? Wieso läuft das Fahrzeug plötzlich nur noch mit krass verstellten Fahrwerkseinstellungen geradeaus? Woher die Vibrationen? Woher die Probleme mit dem Autopiloten?

Bitte um Rat.

hi luke

erstmal willkommen im forum. einen rat kann ich dir leider nicht geben. klingt für mich auch alles rätselhaft, aber auf jeden fall inakzeptabel. bei welchem sec hast du dein fahrzeug?

Danke für’s Willkommenheissen.

Das Fahrzeug ist in einem SeC der Schweizer Hauptstadt…

In einem ersten Telefonat heute Nachmittag wurde behauptet, es seien keine Vibrationen vorhanden. Als ich dann abends mit dem Chef telefoniert habe, hiess es, dass doch „leichte“ Vibrationen vorhanden seien, dies sei jedoch bei Teslas normal. Mit Winterreifen hätte man Vibrationen im Lenkrad hat, ausser man hätte die Pirelli Reifen, die Tesla verkauft. Am schlimmsten seien Nokian Reifen. Bei mir sind fabrikneue 2016er Dunlop SP Winter Sport 3D 245/45 R19 montiert.

Gibt es hierzu Erfahrungswerte? Kann dies jemand bestätigen? Mir fällt’s schwer, diese Story zu glauben. Ich vermute noch immer die stark verstellten Fahrwerkswerte als Ursache.

Das kannst Du so nicht lassen. Bestehe auf Nachbesserung mit Fristangabe und wenn sich nix tut dann muss man halt mit Wandlung drohen. Das sollte aber gerade bei Tesla nicht notwendig sein. Ich schreibe Dir eine PN mit einer Mailadresse.

Bei welchem SEC warst Du?

Wurden nicht einfach mal wieder die Sommerräder dran geschraubt, um zu schauen, ob dann alles wieder normal ist?
Es scheint doch definitiv an den Winterrädern zu liegen.
Hast du Original-Tesla-Felgen für die Winterreifen?

Hallo Luk3,

Habe die Kombination der normalen 19" Räder (kann leider, auch auf der Tesla Seite den Namen der Doppelspeichenräder nicht mehr finden) und den Nokian, und kann keinerlei Vibrationen feststellen. Ich wechsle meine Reifen selber.

Gruß

Kurt

Welch ein Armutszeugnis wäre das denn? Ist aber Quatsch. Mein Tesla läuft seit über 80 TKM ohne Vibrationen - Pirellis fahr ich nicht.

ich fahre vredestein winterrreifen auf RC felgen. keine vibrationen.

Das tut jetzt mir leid für das SeC Bern, aber so einen hirnverbrannten Schwachsinn habe ich noch nie gehört. Da wird in der Werkstatt gepfuscht, dann noch die Fahrwerkseinstellung völlig unnötigerweise geändert und dann wird der Kunde auch noch für dämlich hingestellt.

Die Nokian fahre ich übrigens auch und das sind 1a Winterreifen.

Das SeC soll schnellstens das Fahrwerk wieder auf die Normwerte zurückstellen und die Reifen gefälligst richtig aufziehen. Anosnsten hilft wohl nur Fristsetzung per Anwalt oder erstmal noch eine Eskalation (fragt sich nur wohin - also wohl doch Anwalt :frowning: )

Irgendwann kommen Automobilzeitungen und -klubs mal auf die Idee, SeC in Werkstättentests miteinzubeziehen - ohje…

Bei Deiner Geschichte freue ich mich wenigstens, daß ich die Winterreifen selbst montiere. Kostet etwas Zeit und Muskelkraft :wink: aber angesichts dieser Erfahrungen… :smiling_imp:

Hoffe daß alles gut wird!

Das naheliegenste wäre vielleicht tatsächlich, erst einmal die alte Situation mit den Sommerreifen wiederherzustellen und mit denen das Fahrwerk wieder sauber hinzubekommen.
Sie werden das Auto beim Winterreifenwechsel wohl kaum vor den Baum gesetzt haben, so dass die Karosse plöltzlich krumm und nicht mehr einstellbar ist.
Dass einzelne Reifen, wie bei Deinen Winterreifen vermutet, ggfs. wegen Höhenschlag schon mal Vibrationen am Lenkrad auslösen, ist nicht ungewöhnlich. Ist aber dann auf falsche Lagerung o.ä, zurückzuführen, weniger auf alle Reifen eines bestimmten Herstellers.

Vielen Dank für deine PM.

Doch, das wurde gemacht, es wurden andere Felgen/Reifen getestet. Das Auto zog auch mit anderen Felgen/Reifen Kombinationen stark nach rechts. Es ist insofern wohl von Reifen und Felgen unabhängig. Nur mit stark asymmetrisch eingestellten Nachlaufwerten an der Vorderachse, die laut SeC nun deutlich ausserhalb der Toleranzen sind, fährt das Auto geradeaus. Die offizielle Aussage dazu: Im SeC kann sich niemand erklären, wieso das so ist.

Und ich frage mich noch immer: was ist mit meinem Fahrzeug im SeC beim Reifenwechsel passiert? Es lief davor 10’000km wie an der Schnur gezogen geradeaus…

Aktueller Stand laut SeC ist: die Vibrationen kommen von den Winterreifen und es ist daher nicht geplant, nochmal was am Fahrwerk zu machen. Für die Probleme mit dem Autopiloten wird morgen eine Logdatei-Auswertung gemacht.

Ich frage mich, was diese krass verstellten Fahrwerkseinstellungen für Auswirkungen haben im Bereich Fahrdynamik, Verschleiss, Sicherheit? Laut SeC ist dies alles kein Problem…

Ich habe extra im Sommer ebenfalls auf Nokian gewechselt, weil ich seit sehr langer Zeit immer Nokian-Winterreifen fahre und absolut happy bin.
Bei deiner Schilderung, was anschliessend an deine Reklamation getestet wurde, gehe ich mal davon aus, dass irgendwas auf dem Lift beim Anheben oder Runterlassen „passiert“ ist. Kann ja passieren, man sollte sich dann aber nicht unwissend stellen. (oder der, der’s gemacht hat, hat nichts gemeldet?)
Gruss Christoph

Und eins ist klar: Sie müssen es hinbekommen, dass das Fahrzeug mit Einstellungen innerhalb der Toleranzgrenzen geradeaus fährt, sonst ist das an sich ja schon ein Indiz/Grund für eine Nachbesserung innerhalb der Garantie.

Cheers Frank

Mir fällt dafür nur ein Grund ein: Bei der Probefahrt nach dem Räderwechsel ist der Wagen durch ein heftiges Schlagloch oder gegen einen Bordstein gefahren und eine der Radaufhängungen ist verbogen!

P.S.: einer unserer Firmenwagen war vor Jahren mal nach dem Winterräderwechsel ein Totalschaden! Der Azubi, der die Probefahrt gemacht hat, ist in einer Kurve geradeaus gefahren und hat Laternenpfahl und Steinmauer mitgenommen. DAS konnten Sie beim Abholen dann allerdings nicht mehr verheimlichen :laughing:

Ich habe noch nie erlebt, dass nach einem Reifenwechsel eine Probefahrt gemacht wurde, und ich habe schon sehr viele Reifen wechseln lassen.

Klar, so wie die upgedateten VW-Diesel. Wenn das alles keine Auswirkungen hätte, warum sind deine Einstellungen dann außerhalb der Spezifikation oder anders gesagt: Warum umfasst die Spezifikation nicht auch deine Einstellungen, wenn das alles normal ist?

Das SeC macht aber oft Probefahrten und auch mehr, als nur einen Reifenwechsel. In der Regel wird dann gleich alles mögliche gemacht. Von Wischwasser auffüllen über Kabeltest, Software Update bis hin zu Probefahrt.

Und ich habe noch nie erlebt, dass das nicht gemacht wurde.
Zuletzt vor 2 Wochen im SeC HH als mein Model S seine Winterräder bekommen hat.

Beim SeC mag es sein, ist mein erster Tesla. Bei allen Nicht-Tesla-Fahrzeugen wurde NIE eine Probefahrt gemacht. Sorry dass ich es nicht gleich so präzise ausgeführt habe. Die Reifen an meinem Tesla habe ich selbst gewechselt.

Back to topic: Es muss jemand am Auto richtigen Mist gemacht haben. Entweder ist der von der Bühne geplumst, oder man hat tatsächlich etwas bei einer Probefahrt kaputt gemacht. Und ganz im Ernst: Ich würde das Auto dort vor die Tür stellen und mehr oder weniger freundlich darauf hinweisen, dass das Auto wieder abgeholt wird, wenn es wie vorher ist. Vibrationen? Nebensache! Das Auto hat einen viel gravierenderen Defekt. Das Fahrwerk tut nicht mehr!