Probefahrt - Dashcam

Moin,

hatte gestern mit einem Kumpel gesprochen der eine Probefahrt machte … Bei einem Boxenstopp haben die sich auch etwas mit der Software beschäftigt und sind unter anderem auf die Dashcam Videos gestossen … interessanterweise waren alle gespeichert und man konnte sich die videos von den vorherigen Probefahrten anderer Interessenten anschauen… Das finde ich datenschutztechnisch schon spannend.

Wie sind die darauf „gestoßen“?

Und wie haben sie die abgerufen? Und wer hat die „alle“ wie gespeichert?

Wenn das Fahrzeug von mehreren Personen gefahren wird, dann darf da eben kein USB-Medium rein. Ganz einfach.

Es wird alles auf einem USB Stick gespeichert wenn die Dashcam Aufnahme während der Fahrt aktiv ist. Kannst du natürlich ausschalten oder auch einfach den USB Stick ziehen.

in dem sie wohl alle Menüs mal durchgegangen sind würde ich vermuten.

richtig … USB Stick sollte raus. . vermute aber das Tesla den ggf drin lässt um im Falle eines Unfalles Videos haben damit sie die Schuldfrage klären können. Eigentlich müsste der Stick vor jeder Probefahrt gelöscht werden

Die Schuldfrage klärt immer die Polizei. Ob die das Dashcam Video haben oder nicht ist egal. Es kann natürlich helfen, aber keiner muss es angeben.

Dafür ist die Judikative zuständig - dem Gesetzgeber sei Dank. :slight_smile:

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Bei meiner Probefahrt (Düsseldrof) konnte ich die Dashcam nicht testen und auch nicht abrufen, weil der Stick gezogen war. Ich denke das ist aus datenschutzrechtlichen Gründen hier in Deutschland auch zu empfehlen.

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Genau aus diesem Grund habe ich nach meiner Probefahrt die von mir „verursachten“ Aufnahmen gelöscht. Keinen Bock das man sieht wo ich wohne etc.

Wird doch wahrscheinlich eh alles aufgezeichnet, gps und so… ist doch egal. Man hat sich damit einverstanden erklärt, als man sich einen TΞSLA gekauft hat, oder Androide/Apple Handy

Die Schuldfrage klärt ausschließlich der Richter/Richterin! Die Polizei ermittelt nur, auch wenn das in den vielen TV-Shows anders dargestellt wird.

Mit der Schuldfrage habt ihr natürlich recht. Ich meinte das eher so das Tesla selbst Einblick in die Situation bekommt / bekommen möchte.

Ich (kein Jurist) sehe da jetzt keinen größeres Problem als bei der Aufzeichnung im eigenen Fahrzeug.

Datenschutz bezieht sich ja vorallem auf personenbezogenen Daten.

Definition „personenbezogene Daten“ (Art. 4 Abs. 1 DSGVO):

Alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen

Bei den Dashcam Videos sieht wo der vorherige Probefahrer hergefahren ist. Ggf sieht man auch, dass es vor einem Haus oder auf einer Einfahrt geparkt hat. Ob das Haus dem Probefahrer gehört, er da nur kurz gehalten hat oder jemanden Besucht hat kann man nicht sagen. Da also die person nicht identifiziert oder identifizierbar ist, ist das Datenschutzrechtlich für den Probefahrer vermutlich nicht relevant.

Bei Sentry Videos: Sieht man ggf die Person, die die Probefahrt gemacht hat. Mit einer Veröffentlichung verstößt man ggf gegen das Recht am eigenen Bild. Ist das denn rechtlich eine Veröffentlichung, wenn das Bild nur im Auto zu sehen ist? Eine namentliche Zuordnung ist hier aber auch nicht möglich, daher

Wer ist für die Aufnahme verantwortlich? Der Fahrer hat ja die Möglichkeit sämtliche Aufnahmen zu löschen. Wenn ich im Mediamarkt einen Selfie mit einem dort ausgestellten Handy mache, kann ich später auch nicht Mediamarkt wegen der Speicherung meines Bildes auf einem Ausstellungsgerät verklagen

Das der Stick in einigen Fahrzeugen fehlt liegt vermutlich eher daran, dass er nicht geklaut werden soll oder bereits geklaut wurde.

Dazu würde es reichen das Handschuhfach mit einem Pin zu versehen.

Das käme auf einen Versuch an. Richtig würde ich es nicht finden.

Was beschäftigt dich?

Hast du den SA darauf hingewiesen?