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Präpotenz des Herrn Diess - stimmt das noch?

Nein, denn eine solche Hetze durch den Konzern selbst wurde nicht behauptet. Und ich hab’ redlich versucht, eine mögliche Situation darzustellen.

Von MartinBru wurde diese Hetze behauptet, dafür gibt es aber keine Belege.

Cer, dass Medien gegen Elektromobilität hetzen, weil sie von den Automobilkonzernen kontrolliert werden, ist eine Theorie deinerseits. Du hast aber keine Belege geliefert. Ich halte es viel plausibler, dass die Medien das schreiben, was Aufmerksamkeit bringt. Der typische Welt-Leser liest nunmal lieber einen Artikel über gefährlichen Lithiumabbau und i3, die an der Ladesäule liegenblieben. Nicht weil BMW dafür die Welt bezahlt/beeinflusst hat (das wäre doch total bekloppt), sondern weil die Welt so höhere Klickraten erzielt und so die Leserschaft in ihre Vorurteilen bestärkt und somit als Kunden hält.

Dass die Politik von den Automobilkonzernen kontrolliert wird und sich gegen Elektromobilität einsetzt ist absolut unplausibel. Dann dürfte es keine Förderungen für Elektromobilität geben, keine öffentlich ausgerufenen Ziele Elektromobilität zu steigern und erst recht keine Super-Credit-Regelungen.

@Healey: Ich bin pro Elektromobiltität. Ich glaube aber nicht an daran, dass es in den letzten 5 Jahren massive Verschwörungen der Konzerne, Medien und Politik gegen Elektromobilität gab. Die Realität und insbesondere der Fortschritt der Elektromobilität zeigt ein anderes Bild.
Nimm den Aluhut ab, dann siehst du auch keine rosarote Brille :laughing:

Ich behaupte nicht dass es Verschwörungen gab oder gibt. Deshalb habe ich auch keinen Aluhut auf. Das es Lobbyismus gibt, damit der Status quo in der Automobilindustrie möglichst lange erhalten bleibt, das steht wohl fest. Nicht erst seit dem der Artikel vorhin, extra für Dich, gepostet wurde. Darauf und auf Deine Aussagen in diesem Zusammenhang bezog ich mich.
Da ich aber mit Wortklauberei und -verdreherei nicht viel anfangen kann, kümmere ich mich wieder um meine Arbeit.
LGH

Du weißt ganz genau wie das gemeint war. Durch verborgene Kanäle zu Autozeitschriften in Form von mehrseitigen Anzeigen, durch Lobbyismus aka Kauf von Politikern, durch „Beratung“ bei Fernsehsendungen und natürlich durch „Förderung“ von Forschung und diversen Studien.

Sei doch bitte nicht so naiv zu glauben, dass VW direkt und auf Konzern-Briefpapier diese Aussagen getroffen hätte. :unamused:

Isser nicht. Aber wir haben schon wieder eineinhalb Seiten verschwendet, um dieses »im Munde herumgedrehte Wort« gerade zu drehen. Eineinhalb Seiten argumentfreie Zone. Herrlich. :S

Es gibt hier eine Ankündigung bzw. eine vorläufige Änderung, passend zu dieser und äjnlichen Metadiskussionen.


LGH

Lass uns darauf einigen, dass du an diese verborgenen Kanäle glaubst, ich aber nicht an diese verborgenden Kanäle glaube.

Für die verborgenden Kanäle, die gegen E-Mobilität hetzen, gibt es jetzt natürlich keine Belege, weil sie eben verborgen sind. Akzeptiert, sowas ist Glaubenssache.
Es gibt aber viele Belege, dass VW auch schon 2013 Ambitionen bzgl Elektromobilität hatte.

Natürlich gibt es die, denn diese Ambitionen wurden ja offziell vom Ankündigungsweltmeister angekündigt. :wink:

Da sie in dieser Zeit aber zu 99,999% von Diesel & Co lebten, wurde schon darauf geachtet, dass die Nachfrage nach BEV nicht zu hoch wurde, damit am Ende nicht noch ein Kunde auf die Idee kam zu einem Hersteller zu wechseln, der liefern konnte.

Jetzt wo es den e-tron zu kaufen gibt und der Taycan und ID3 unmittelbar vor der Tür stehen, ändert sich die Marketingstory aber und muss noch intensiver sein, um die negative Stimmung, die aus Schelbstschutz verbreitet wurde, ins positive zu drehen. Nichts anderes habe ich behauptet.

P.S. die 15 Minuten Pause zwischen zwei Beiträgen ist viel zu lang. So lange brauche ich auch wieder nicht für eine mittelkomplexe Replik. :wink:

Etwas mehr Zeit wäre wohl gut gewesen. Du stellt deinen Glauben weiterhin als Fakten dar. Natürlich kannst du glauben, dass VW über verborgene Kanäle Elektromobilität versucht hat aufzuhalten. Mach das aber dann in deinen Formulieren deutlicher, dass es kein Fakt sondern dein Glaube/Vermutung/Überzeugung ist.

Ich stimme sogar @Hendrik hier etwas zu: es gab von der Politik in der Vergangenheit keine offene Hetze gegen E-Autos - warum auch? Davon haette niemand was. Was es gab ist „theoretische Begeisterung / gute Worte“ und dann praktisch Knueppel zwischen die Beine: wie man beim Thema LSV / Eichgesetzen bis hin zur Diskussion von EEG-Umlage bei Rekuperation zeigt sich, dass nicht viel getan wurde, um E-Autos zu foerdern (Das haette man wie die Amis in den 2000er Jahren machen muessen, als damals bestimmt wurde, dass es fuer Handel im Internet keine Steuern geben darf - das hat den Markt bewegt!).

Auf der anderen Seite wurde nichts unternommen um den fortlaufenden Betrug der Verbrennerhersteller zu beenden. Das in Kombination laesst schon den Eindruck entstehen, dass E-Mobilitaet nicht erwuenscht war. Aber offen gehetzt wurde nicht. Ich kenne das aus anderen Zusammenhaengen: ich kenne Firmen, da wuerde nie offen was gegen weibliche Mitarbeiter gesagt werden. Aber im Interview heisst es dann zur entscheidenden Zeit immer „Tja Frau Mueller, sie sind fachlich hochqualifiziert und koennten den Job sicherlich sehr gut machen! Sie sollten unbeding bei in unserr Firma arbeiten! So jemand wie sie, haben wir schon immer gewollt - nur halt nicht grade jetzt in unserer Abteilung, da passen sie nicht gut in die Teamdynamik…“

Merkel will ja ihre 1 Mio E-Autos. Nur halt nicht im eigenen Fuhrpark, nicht bei den Dienstwagen, und nur dann, wenn der Daimler ggf. irgendwann mal was liefern koennen wird… (Wenn es ihr ernst waere, dann wuerde sie sagen: In 2 Jahren hauen wir hunderte Bestellungen fuer E-Autos raus - BMW, Mercedes & Audi - wenn ihr nicht wollt, dass das alles Teslas werden, bietet schnell ne Alternative an!)

Natürlich nicht. Wie sollte das mit einem Tesla (oder anderen Elektroauto) denn auch gehen? Allein die Panzerung am aktuell bevorzugten A8 wiegt knapp 2 Tonnen. Mit Lufttanks, den rundum (viel) größeren Bremsen und voll redundanten Fahrwerkskomponenten, spezieller Bereifung, Kommunikationselektronik, großem Tankinhalt etc. pp. kommt man auf aktuell etwas über 5 Tonnen Fahrgewicht. Und wie sollte das laufen, wenn man wegen schlechten Flugwetters gerade mal mit den Konvoi von Berlin nach Warschau muss? Macht der dann alle 150 km sechs Stunden Pause an einem 50 kW Charger und wenn da gerade nichts frei ist wird der Staatsbesuch halt um ein paar Tage verschoben? Transport für Politiker, Polizei, Militär, Feuerwehr usw. sollte an rein praktischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden. Symbolpolitik wird an anderen Stellen schon mehr als genug gemacht.

Der Fuhrpark besteht doch nicht aus einem einzigen Auto. Was für eine blöde Diskussion!

Has das jemand behauptet? Hier die Übersicht: dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/071/1807180.pdf

Moddi, zwei kurze Dinge:

  1. Es gibt gepanzerte Model S durchaus (wir koennen uns natuerlich streiten, ob B6 wirklich ausreicht…) armormax.com/armored-cars/b … a-model-s/

  2. In DE bekommen Politiker richtig aerger, wenn sie KEINE deutschen Autos kaufen: autobild.de/artikel/tesla-m … 73235.html

Klar laesst sich nicht jedes Auto Stand heute problemlos durch ein E-Auto ersetzen, aber hier ist kein Wille erkennbar, den eigenen Fuhrpark sauberer zu bekommen…

Die Diskussion um konsequente Foerderung von E-Autos erinnert mich immer an Karl Valentin: „Mögen hätt’ ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut…“ - Fakt ist, halt VW und auch die Politik haben sich Jahrzehnte im „Moegen“ aufgehalten und in der Praxis nicht wirklich was gerissen.

Fakt ist, dass das kein Fakt ist, sondern deine Meinung und diese Meinung nicht zum Fakt wird, wenn du sie Fakt nennst :smiley:

Bei all der Kritik z.B. an der Ladesäulenverordnung sollte man auch berücktigen, dass diese Standardisierung und Kommerzialisierung für den Massenmarkt notwendig ist. Das Ergebnis ist jetzt schon positiv zu sehen, Deutschland dürfte weltweit eine der höchsten Anzahl von herstellerübergreifenden >100kW Ladestationen haben. Davon profitieren am Ende quasi alle. Z.B. Model S/X Fahrer bekommen über die Adapter deutlich höhere Anzahl zusätzlicher Lademöglichkeiten. Für einige mag sich das wie Knüppel zwischen die Beine angefühlt haben, die Politik und Hersteller (auch Tesla als CharIN-Mitglied) haben sich aber für das langfristig Richtige eingesetzt.

Ich würde davon ausgehen, dass Deutschland ab nächstem Jahr z.B. die USA in der BEV-Quote deutlich überholen wird und in Europa im oberen Drittel mitspielen wird.

Ich glaube wir werden uns Beide drauf einigen können, dass sowohl VW (1) als auch die Bundesregierung (2) ihre selbstgesteckten E-Auto Ziele verfehlt haben. Was zumindest in meinen Augen das obige doch zum Fakt macht…

(1) autogazette.de/eco/das-herz … 69267.html

(2) google.dk/amp/s/amp.dw.com/ … v-45566887

An manchen Stellen schon: bundeswehr-journal.de/2017/b … ktroautos/

Ich sehe hier in Berlin-Mitte auch öfters dunkle Limousinen mir E-Kennzeichen (z.B. 530e) Mit einer Person hinten rechts, die in Akten blättert oder auf dem Smartphone liest/tippt, die ich für Bundestags- oder Regierungsfahrzeuge halte.

Die hier im Thread behauptete Hetze gab es weder von VW, noch von der Regierung, wie dann nachgeschoben wurde.

Ist VW, die deutsche Automobilindustrie, die deutsche Politik oder auch die deutsche Gesellschaft da, wo ich sie mir hinsichtlich E-Mobilität wünsche? Nein, aber das it weder die Folge der Präpotenz des Herrn Diess, noch von irgendwelcher ominöser Hetze!

Gruß Mathie

+1

Im Gegenteil.
Wir brauchen hier und jetzt jemanden in einer Position wie Diess, der den temporären Gegenwind aus der Gesellschaft aushält, trotzdem entschlossen handelt und durchzieht, das erzeugt auch einen Sog auf politischen und gesellschaftlichen Ebenen.

Diess ist immerhin für einen Automobilkonzern mit 100tausenden Arbeitsplätzen verantwortlich, da wiegt so eine „all-in“ Zukunftsstrategie doppelt.
Und ja - die 100% BEV Strategie ist immer noch verdammt mutig.
Selbst die 30.000 ID3 Reservierungen wurden trotz der massiven Werbekampagne noch nicht abgeschöpft.
Aktuell haben einige Fahrzeughändler die Entwicklung der Nachfrage wohl massiv überschätzt, an vielen Orten stehen sich sofort verfügbare BEVs die Reifen platt.
Der einzige Ausweg aus der technologischen Sackgasse „Verbrenner“ bleibt leider lang und steinig.

Wenn Herrn Diess und seinen Vorgängern die 100tausenden von Arbeitsplätzen wichtig gewesen wären, dann hätte es keinen Abgasskandal gegeben und der Wandel zur E-Mobilität wäre viel früher und vehementer eingeläutet worden.

Viel wichtige ist aber der Aktienkurs und da sind kurzfristige Erfolge geplant.

Wie hat mal Zetsche gesagt: Die Elektromobilität ist gut für die Umwelt aber nicht gut fürs Konzernergebnis.

Gerade im öffentlichen Dienst sehe ich am Ehesten, dass EVs von Anfang an eingesetzt wurden. Nicht nur als Kommunalfahrzeuge. Ein bekannte fährt für den Landtag in BW in Stuttgart Post aus. Er benutzt dafür schon seit vielen Jahren ein BEV aus dem Fuhrpark. Anfangs ein Vito, später Renault Kangoo. Anfangs widerwillig, zwischenzeitlich mit Begeisterung. Der Fuhrpark umfasst mittlerweile fast 20 BEVs.